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Geht die Welt Bankrott?

losername

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18.06.2008
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Wie der obige Titel schon sagt, hab ich heute einen interessanten Bericht im aktuellen Spiegel gelesen.

Nun meine Frage?

Was meint Ihr, ist die "westliche Welt" demnächst völlig am Ende und wird hoffentlich endlich einmal umdenken?

Wird die Macht- und Profitgier einiger wenigen hier im "Westen" endlich mal beendet, oder lügen die Damen und Herren sich einfach weiter gegenseitig ins Gesicht und es werden munter weiter Schulden angehäuft?
 
Ich wage mal zu behaupten dass eine Euro-Inflation kaum noch aufzuhalten ist, beim Dollar siehts bekanntermaßen nicht besser aus.

Hab trotzdem mal für 2012 gevotet, da ist es ja dann eh schon egal! :bigsmile:

Mich würde dennoch interessieren was passiert wenn wir, also Deutschland, so richtig pleite wären. Mir scheint nämlich dass der "Rettungsschirm" nur für Länder geplant ist, die auch Unterstützung "verdient" haben. :kotz:
 
Erinnert mich an eine Folge Switch Reloaded, Nostradamus TV aus dem Jahr 2050:

"Die G3 Staaten Kenia, Simbabwe und Venezuela haben heute auf dem Finanzgipfel in Kabul einen Schuldenerlass für die Europäische Union beschlossen..."

:bigsmile:
 
spongebob87 hat folgendes geschrieben:

Mich würde dennoch interessieren was passiert wenn wir, also Deutschland, so richtig pleite wären. Mir scheint nämlich dass der "Rettungsschirm" nur für Länder geplant ist, die auch Unterstützung "verdient" haben. :kotz:

Dann wäre die Katastrophe perfekt, kein Rettungsschirm könnte groß genug sein um ein Land wie Deutschland in einem solchen Fall noch zu retten. Ich denke aber bis dahin ist es ein weiter Weg, im Vergleich zu manch anderer Nation stehen wir hier eigentlich noch recht gut da, nicht zuletzt deswegen weil es hierzulande eine funktionierende Wirtschaft gibt im Gegensatz z.B. zu Griechenland, deren größter Exportschlager wohl Gyros mit Tsatsiki ist.

Ich denke aber auch man sollte sich das ewige Gerede vom "Umdenken" mal sparen, am Ende wäre wohl jeder Finanzminister froh wenn er ohne neue Schulden auskommen könnte, aber leider geht das nunmal nicht immer. Das ewige Meckern ist einfach aber konkrete Lösungen sind schwer zu finden.

Lehrer, Polizeibeamten, Straßennetze, alles muss irgendwie bezahlt werden und auch die alten Schulden wollen irgendwie bedient werden. Da kann man sich nicht einfach hinstellen und sagen wir machen jetzt keine neuen Schulden mehr, denn in genau diesem Moment würde alles zusammenbrechen.

Das sieht man doch am Beispiel Amerika, die waren noch vor einer Woche praktisch zahlungsunfähig, aber nicht weil ihnen niemand mehr Geld geben wollte sondern weil sie eine selbst auferlegte Schuldengrenze haben. Über den Sinn und Unsinn dieser Grenze kann man sicher streiten aber fakt ist das es den weltweiten Finanzmärkten sicherlich nicht gut getan hätte wenn man gesagt hätte man belässt es bei eben dieser Schuldengrenze und schlittert in die Zahlungsunfähigkeit.

Dann wären es nicht mehr nur ein paar böse Banker die darunter zu leiden hätten, dann träfe es ganz schnell auch die kleinen Leute.
 
Unterm Strich kann ich nur eines immer wieder betonen:
Wir werden alle sterben!!

Außerdem ist grad Sommerloch.
 
@ losername

Danke für den Thread ! Interessantes Thema.

Bei der weltweiten Schuldenproblematik denke ich mir immer: Wenn schon die Industriestaaten (USA, Deutschland, Spanien, Italien usw.) jammern dass sie pleite sind, was sollen dann die ärmsten Entwicklungsländer (Tschad, Burkino Faso, Tadschikistan usw.) sagen ?

Überall wo es Schulden gibt, gibt es woanders auch das dazugehörigen Guthaben. Jedem vernünftigen Menschen muss klar gewesen sein, dass das System irgendwann zusammenbricht - Scheiße nur dass es so früh kommt. :knockout:
 
Kurze Gegenfrage: Wie sinnvoll ist es die Kreditwürdigkeit des Staates mit dem grössten Schuldenberg zu beurteilen? Ob AAA oder A+ ist doch hirnrissig. Wie soll jemand der nur Schulden hat überhaupt kreditwürdig sein?

Oder anders gesagt. Es gibt echt Leute, die sich den Kopf zerbrechen darüber, ob ein Staat der ohne Sicherheiten Papier bedruckt und das als Geld in Umlauf gibt, auf irgendwelche Weise glaubwürdig (gläubigerwürdig) sein soll.

Amerika ist seit dem 15. August 1971 pleite. Punkt - Amen
 
Dirty Mr Kurti hat folgendes geschrieben:

Kurze Gegenfrage: Wie sinnvoll ist es die Kreditwürdigkeit des Staates mit dem grössten Schuldenberg zu beurteilen? Ob AAA oder A+ ist doch hirnrissig. Wie soll jemand der nur Schulden hat überhaupt kreditwürdig sein?


Oder anders gesagt. Es gibt echt Leute, die sich den Kopf zerbrechen darüber, ob ein Staat der ohne Sicherheiten Papier bedruckt und das als Geld in Umlauf gibt, auf irgendwelche Weise glaubwürdig (gläubigerwürdig) sein soll.


Amerika ist seit dem 15. August 1971 pleite. Punkt - Amen

Solange es welche gibt die den Staaten das Geld leihen ist ein Land auch nicht zahlungsunfähig. Und es ist ja auch nicht so das Schulden gemacht werden ohne das etwas zurückgezahlt wird, alleine in Deutschland ist es so das die Schuldentilgung samt Zinsen jährlich den zweit- oder dritthöchsten Haushaltsposten darstellt.
 
Da immer mehr kleine und große Länder (Italien und Spanien sind ja kurz davor) pleite gehen vermute ich inzwischen, dass 2012 tarsächlich das ganze System zusammen bricht. Verdammte Majas, müssen auch immer recht haben ... :knockout:
 
Spidey hat folgendes geschrieben:

@ losername


Danke für den Thread ! Interessantes Thema.


Bei der weltweiten Schuldenproblematik denke ich mir immer: Wenn schon die Industriestaaten (USA, Deutschland, Spanien, Italien usw.) jammern dass sie pleite sind, was sollen dann die ärmsten Entwicklungsländer (Tschad, Burkino Faso, Tadschikistan usw.) sagen ?


Überall wo es Schulden gibt, gibt es woanders auch das dazugehörigen Guthaben. Jedem vernünftigen Menschen muss klar gewesen sein, dass das System irgendwann zusammenbricht - Scheiße nur dass es so früh kommt. :knockout:

erst mal gern geschehen :bigsmile:

und dann würde mich auch interessieren, wie es denn mit anderen ländern in z.b. asien aussieht, japan z.b., ist auch ziemlich weit vorne mitdabei, bei den höchst verschuldeten ländern weltweit - oder australien oder kanada?
nordeuropäische länder als beispiel stehen ja noch verhältnismäßig gut da.

ist denn die "gesamte" welt auf schulden aufgebaut?
so kann man doch nicht ernsthaft wirtschaften, studieren die damen und herren jahrelang um zu lernen wie man richtig schulden macht?
 
Ich will die D-Mark wieder, auf das restliche Europa leg ich einen großen Haufen...Globalisierung my ass, äääh, mein Hintern. :bigsmile:
 
Vielleicht sollte ich mein gespartes noch schnell in eine Auto oder einen Hauskauf investieren bevor ich das Papier zum heizen benutzen kann. Ich glaub der einzige der sich das ganze entspannt anschaut ist die Schweiz. :D
 
Meine Meinung dazu: Panikmache!

So lange wir Angst vor Kampfhunden, Neonazis, allen möglichen Tier-Grippen und dem TÜV haben halten wir gepflegt das Maul, wenn Zusatzbeitrag erhoben wird, die Steuern erhöht und die Sozialleistungen gekürzt. Und das ist in allen Industrieländern der Welt so.

Um Himmels Willen! Die USA ist Zahlungsunfähig! Eine Katastrophe! Was sollen wir nur machen???? Nunja... Mehr Schulden. Und was ist passiert? NICHTS! GAR NICHTS!
Man stelle sich mal vor, der Gerichtsvollzieher steht bei einem von uns vor der Tür und will unser Zeug pfänden.
"Oh tut mir leid, wussten sie noch nicht? Ich habe mir heute meine Schuldengrenze erhöht! Sie können wieder gehen, bis in 2 Wochen!"

Die Selbsternannten Götter der Finanzwelt S&P und wie auch immer die anderen heissen entziehen den USA die tolle und wichtige Bestnote. Konsequenzen? 0,0.
Der Dollar ist im Vergleich zum Euro sogar gestiegen!

Wir werden von vorne bis hinten verarscht, von unserer Regierung, von allen anderen Regierungen, von den Medien und von allen anderen die was zu sagen haben.

Niemand geht hier pleite, nicht heute, nicht morgen und auch nicht in 10 Jahren.
Wenn hier jemand pleite geht, dann wir Steuer-Deppen die das ganze Schmierentheater bezahlen.

Ja, ich gebe es zu. Das klingt nach "Twen-Rebell" (bald bin ich 30) und Verschwöhrungstheoretiker, aber alles was ich in den letzten Jahren erlebt habe zeigt eindeutig und unumstößlich darauf hin.
 
Menirules hat folgendes geschrieben:

Der Dollar ist im Vergleich zum Euro sogar gestiegen!

Was nicht daran liegt, dass der so toll dastehen würden, sondern eher dem hier geschuldet ist:

http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/ezb-wird-zum-wiederholungstaeter-476590/

Weitere Kommentare verkneif ich mir mal. ;)
 
Schmadda hat folgendes geschrieben:

Vielleicht sollte ich mein gespartes noch schnell in eine Auto oder einen Hauskauf investieren bevor ich das Papier zum heizen benutzen kann. Ich glaub der einzige der sich das ganze entspannt anschaut ist die Schweiz. :D

Sprach jemand der leider keine Ahnung von den Fakten hat.

Die Schweiz ist eine Exportnation, ich sage nur schweizer Käse, schweizer Uhren, schweizer Taschenmesser usw.

Dadurch das der Schweizer Franken im Verhältnis nun einen immer höheren Wert hat, werden diese Waren für Kunden aus dem Ausland immer teurer und die exporte gehen logischerweise zurück.

Erst kürzlich gab es einen Bericht im TV aus einem schweizerischen Metallbaubetrieb, deren Chef die halbe Belegschaft bereits in Kurzarbeit schicken musste weil die Waren die man produziert sich aktuell kaum jemand leisten kann/will.

Weil auch Waren im Inland teurer werden kaufen derzeit bereits viele Schweizer die in Grenznähe wohnen u.a. hierzulande ein, der entsprechende Bericht ging kürzlich auch durchs Fernsehen.

Nachzulesen gibts das aber u.a. auch hier: http://www.welt.de/wirtschaft/article13527598/Starker-Franken-treibt-Schweizer-in-deutsche-Laeden.html
 
@ jaypeekay

Ich finde Schmaddas Plan was einen "Plan B" angeht dennoch sehr sympathisch. Mit Geld dürfte der aber bald nicht mehr zu realisieren sein.Man bräuchte erst einmal ein Stück Land, einen Garten und ein paar Hennen oder Ziegen zur Selbstversorgung. Eine Solaranlage oder ein Windrad wären auch nicht schlecht. :)
 
Aktuell kann man sein Geld, wenn man genug davon hat, auch in Gold investieren. Da gibt es die Gewissheit dass das auf absehbare Zeit eher noch mehr wert wird als weniger.
 
jaypeekay hat folgendes geschrieben:

Aktuell kann man sein Geld, wenn man genug davon hat, auch in Gold investieren. Da gibt es die Gewissheit dass das auf absehbare Zeit eher noch mehr wert wird als weniger.

Mit Investmenttipps wäre ich vorsichtig, insbesondere solche. ;) gold ist ganz schnell mal die Hälfte wert, wenn eine Lösung für die derzeitigen Probleme am Horizont erscheinen sollte. Ist imo eine Blase, wie die New Economy bis 2001. Deswegen sind diese ganzen Bretton Woods Nostalgiker imo auch dezent daneben. Den Dollar mit Gold abzusichern ist ungefähr so sinnvoll, wie die Absicherung mit Euro. Im Zweifelsfall ist das Zeug so viel wert, wie Papier. Außer zum an den Finger stecken und schön glitzern lassen, ist das Zeug zu kaum etwas gut. Der Wert ist dadurch sogar noch subjektiver bestimmt und volatiler als Papier.
 
Ich glaub das einzige womit man nichts falsch machen kann ist der Kauf von Land bzw. einem Haus.
 
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