_Holy_ hat folgendes geschrieben:
Hab das Spiel gestern endlich durchgespielt. Leider muss ich gestehen, dass Kapitel 6 definitiv der Tiefpunkt des Spiels war.
Hier mein Spielerlebnis – enthält milde Spoiler, aber nichts was euch die Überraschung verderben wird:
- Ab Kapitel 5 wurde die Munition immer knapper und in den letzten beiden Abschnitten hatte ich nichts mehr obwohl ich 4 Waffen trug. Das hatte zur Folge, dass ich während des Endkampfes wie blöd hin und her lief und mit dem Messer angreifen musste. Nicht spannend; einfach öde. Das Gamedesign hat hier nachgelassen.
(Klar, ich hätte ein anderes Kapitel laden und Munition aufstocken können, aber das sollte eigentlich keine Option sein, oder? In Teil 4 ging's ja auch so.)
- Das Spiel bietet noch weniger Puzzles als Teil 4.
- Das Spiel bietet einfach nichts Neues. Es wurde zu viel vom Vorgänger übernommen und die Gegner die neu sind, sind mir zu unspektakulär.
- Es gab zu viel Endgegner für meinen Geschmack. Als gegen Ende wieder ein Boss vor der Tür stand konnte ich nur noch seufzen und hoffte es ist schnell vorbei. In Teil 4 kamen mir die Bosse auch viel unheimlicher vor. Klasse statt Masse!
- CAPCOM hat es tatsächlich geschafft eine RE Figur komplett zu ruinieren. Sie gehörte bis dato zu meinen Top 3 Gamebabes, aber nach ihrem Stelldichein in Teil 5 bricht für mich meine heile Welt zusammen. Neuer Haarschnitt und Haarfarbe kann ich noch durchgehen lassen, aber die Tatsache dass aus ihr eine Mischung aus Nina Williams und Samus Aran geworden ist, die wie Trinity Matrix-Jumps ausführt ist wie ein Tritt unter die Gürtellinie.
- Dass man aus einem mysteriösen Nebencharakter wie Wesker keinen Hauptbösewicht machen sollte, hat dieser Teil bewiesen. Albert hatte in den Vorgängerteilen immer seine Hände im Spiel; aber eher dezent. Das machte ihn unheimlich und unberechenbar. Jetzt hat CAPCOM aus ihm aber einen völlig übertriebenen Neo-Klon gemacht. Der Kampf gegen ihn war weder spannend noch wird er mir lange im Gedächtnis bleiben.
Und was soll ich von Weskers Masterplan halten? Nicht besser als Saddler aus Teil 4...
- Jetzt noch ein Schocker. Auch die Story von 4 fand ich besser! Ich weiß, ich weiß. Die Story von 4 war schlecht, voller Klischees, Logikfehler und dämlichen Dialogen ABER sie hatte Charme im Gegensatz zu Teil 5.
Chris hat in diesem Spiel weder den Style noch den Charisma eines Leon S. Kennedy und lebt eigentlich nur von seiner feschen Partnerin Sheva.
Die gesamte Handlung gibt genauso wenig Sinn wie im Vorgänger ist aber witzlos und unmotivierend erzählt. Es hat mich später eigentlich gar nicht interessiert was mit Wesker und seinem Gesocks passiert, Hauptsache ich baller einem "Zombie" die Birne weg.
Und die Charaktere sind ebenfalls nicht der Rede wert; ganz im Gegensatz zum nervenden Napoleon-Zwerg aus Teil 4.
Nichtsdestotrotz ist Resident Evil 5 ein sehr spaßiges Spiel, vor allem im Koop mit einem Freund wie ich am WE testen durfte. Leider ist das Spiel absolut keine Offenbarung und nur ein abgespeckter RE4 Klon in frischer Grafik.