1. Tag
Hier gibt es noch nicht viel zu erzählen. Wir sind mittags in Tokyo, Narita gelandet und von dort aus ging es mit Express-Zug und Shinkansen nach Kyoto.
Der Flug und die Zugfahrten waren sehr angenehm. Im Hotel angekommen wurden die Sachen abgeladen und da es schon abends war haben wir nur die nähere Umgebung abgecheckt. War somit ein eher ruhiger Tag.
Kurz zum Hotel -> meine Fresse, was für ein Luxushotel. Sowas bin ich ja gar nicht gewohnt. Die Mitarbeiter standen alle mit schicken Anzügen und Handschuhen herum und haben überall die Gäste empfangen, die Türen offen gehalten, etc. Das Zimmer war auch sehr groß und sehr geil. In der Hinsicht hatten wir aber mal so gar nichts zu meckern.
2. Tag
Hier ging es bezüglich Sehenswürdigkeiten dann erst richtig los. Es ging Richtung Norden zu einem großen Platz mit vielen Tempeln. Speziell
Myoshin-ji hat mir sehr gefallen, ich mag die Architektur von solchen Gebäuden sehr.
Anschließend ging es zu Fuß weiter (wir sind sehr oft zu Fuß gegangen, damit man auch möglichst viel von der Stadt kennenlernt) zum goldenen Tempel
Kinkaku-ji.
Was für ein herrlicher Tempel, von Wasser umschloßen und wunderschöner Natur umgeben. Das hat mich wirklich fasziniert, definitiv eines der Highlights in Kyoto.
Eigentlich war danach eine Fahrt zum Affenpark geplant, aber da es zu regnen anfing, mussten wir umdisponieren.
Also beschloss ich eine, für mich sehr sehr wichtige, Attraktion auf diesen Tag zu vorzuverlegen. Denn es ging nach
Nintendo!! 
Yeah, wie geil war das denn bitte? Als ich das große Gebäude von der Bahnhofsstation aus gesehen hatte, habe ich wie ein kleines, nerviges Kind an meiner Freundin gezehrt und ihre Hand genommen. Direkt ohne Umwege und voller Elan gingen wir (eher nur ich) aus der Station raus und ab zum Gelände der Firma. Da habe ich natürlich erstmal ganz viele Bilder geschossen

Besonders geil -> als wir am Eingang angekommen sind, kamen uns viele Mitarbeiter entgegen. Also sind wir zum perfekten Zeitpunkt erschienen, nämlich zum Feierabend.
Dies war dann auch unser Stichwort für diesen Tag - auch wir haben uns dann langsam zurück ins Hotel begeben und nur noch chillig die Umgebung weiter erkundet.
3. Tag
Früh morgens fuhren wir zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, wenn nicht sogar der ganzen Landen.
Nämlich zum
Schrein Fushimi Inari Taisha. Wunderschöne Hauptgebäude und tausende von roten Toren in waldigem Gebiet galt es zu besichtigen. Ich fand die ganze Gegend wunderschön und wir sind die roten Tore durchmarschiert. Es ging immer weiter rauf, immer weiter und weiter. Zwischendurch (ca. bei der Hälfte) konnte man rasten, Eis essen und fast die ganze Stadt sehen - sehr beeindruckend. Dann ging es weiter rauf....wir waren schon richtig kaputt, aber dann i.wann sind wir ganz oben angekommen. Ohmann, wie stolz ich war.

Das haben zwar fast alle geschafft, aber dennoch.
Nach kurzer Pause ging es dann den ganzen Weg wieder zurück, aber Gott sei Dank dieses Mal bergrunter, sonst hätte mich meine Freundin massakriert.
Anschließend war der Besuch eines der wichtigsten Tempel geplant, es ging zum
Tempel Kiyomizu-dera.
Ein wirklich schöner Tempel mit einer beeindruckenden Haupthalle, wie ich finde. Die imposante Holzterasse war auch sehr cool und bot eine schöne Aussicht auf die Berge und Wälder Kyotos. Früher wurde den Menschen Glück und die Erfüllung aller Wünsche versprochen, die sich in das 13m tiefer gelegene Terrain stürzten und überlebten. Heute ist das nicht mehr erlaubt.
Kurz danach haben wir noch ein wenig den Stadtteil mit den tollen Geschäften erkundet und dabei viele, schöne Geisha gesehen.
Abends ging es dann zum
Kyoto Tower.
Gerade wenn es dunkel wird, finde ich solche Türme wunderschön. Oben angekommen hatten wir dann eine wunderbare Aussicht auf die ganze Stadt. Sowas mag ich total.
4. Tag
Dieser Tag fing wenig erfreulich an, denn ich bemerkte schon am Vortag immer stärker werdende Schmerzen an meinem rechten Knie. Grund dafür war ein Zeckenbiss, den ich mir paar Wochen zuvor in Deutschland "eingefangen" habe. Die Zecke wurde damals leider nicht von einem Arzt entfernt, und das war wohl ein Riesenfehler. Die Wanderröte an meinem Bein war an dem sehr stark ausgeprägt und die Schmerzen waren nicht zu verachten. Warum ausgerechnet jetzt? Warum muss das im Urlaub passieren, wo ich noch so viel erleben wollte?
Da ich den restlichen Urlaub nicht mit Schmerzen rumlaufen und die Reise nicht abbrechen wollte, beschloss ich einfach in Kyoto zum Arzt zu fahren.
Per Taxi ging es in ein Krankenhaus, in dem ich leider 3-4 Stunden verbracht habe. So gesehen ärgerlich, da viel Zeit flöten gegangen ist. Aber einerseits auch geil. weil ich jetzt stolzer Besitzer einer japanischen Krankenhaus-Patientenkarte bin.

Jetzt muss ich 2 Wochen lang Antibiotika nehmen und darf leider kein Alkohol trinken. Arrrrghh. Aber immerhin waren die Schmerzen ziemlich flott weg und die Reise ging weiter.
Und zwar zum
Iwatayama-Affenpark, den wir am 2. Tag noch aufgrund des Wetters ausgelassen hatten.Zuvor haben wir aber noch die
Togetsu-kyo Brücke überquert.
Im Park angekommen sind wir einen Hügel hoch gewandert (zum Glück ohne Schmerzen) und schließlich ganz oben angekommen. Auch hier gab es eine tolle Aussicht auf die schöne Stadt und viele Affen, Ich mag Affen

Besonders die kleinen Baby-Affen fand ich kawaii. Cool fand ich es auch, dass man die Affen mit Obst, in dem Fall Äpfel, füttern durfte.
Zurück ging es über einen anderen Weg - wir sind in die andere Richtung durch den
Bambushain gewandert.
War wirklich sehr schön und hat sich gelohnt den vielen Bambus zu sehen,
Zum Schluss wurde der Stadtteil
Gion besichtigt.
Leider nur sehr kurz, denn es fing wieder zu regnen an. Aber ich habe wieder Geishas und tolle Geschäfte gesehen.
5. Tag
Leider schon der letzte Tag in Kyoto. Daher haben wir (eher ich) noch viel vorgenommen.
Es fing mit einem Besuch beim
Tempel Ginkaku-ji an, nicht zu verwechseln mit dem goldenen Tempel Kinkaku-ji.
Ein wunderschöner, silberner Tempel mit einem herrlichen Garten drumherum. Solche japanische Gärten mag ich ja sehr, hier konnte man tolle Bilder knipsen. Hat mir sehr gut gefallen.
Dann ging es in Richtung Zentrum der Stadt, zur
Burg Nijo-jo.
Mächtige Mauern und Burggräber und eine schöne Burg standen zur Besichtigung. In der Burg selbst musste man die Schuhe ausziehen und man konnte drinen quasi einen Rundgang machen. Aber leider durften drinnen keine Fotos gemacht werden. Tja, aber davon lässt sich ein WolfBeat doch nicht aufhalten! Ein paar Bilder habe ich dann doch gemacht, aber leider nicht viele. Denn überall stand Personal da und hat verdammt gut aufgepasst. Puh, da hatte ich nochmal Glück gehabt.
Als Nächsten stand dann das
Kyoto International Manga Museum auf dem Plan.
Wuuuhuuu, das ist wohl eines der geilsten Museen auf diesem Planeten! Klarer Pflichtbesuch für mich, der von Anfang an geplant war. Ganz unten konnte man sich Souvenirs kaufen und es gab Manga in vielen verschiedenen Sprachen zu lesen, auch auf deutsch.
Ohmann, so viele Manga <3 Erst einmal habe ich mich an mein Zimmer erinnert, aber dann waren es doch ein paar mehr als bei mir

Besonders beeindruckend fand ich den Raum, in dem die allerersten Manga von damals (z.B. Astro Boy) bis zur heutigen Zeit in einer riesigen Halle zu sehen waren. Wow, mega genial. Da geht einem das Herz auf
Der
Kaiserpalat - Kyoto Gosho war dann unser nächstes Ziel.
Zum Glück sind wir noch rechtzeitig angekommen, denn wir konnten kurz vor Schluss noch durch die großen Mauern durch und die Gärten des Palastes bewundern, die von außen gar nicht sichtbar sind. Auch hier wundervolle Natur und natürlich der tolle Kaiserpalast an sich. Ein schönes Erlebnis, hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Der Tag war fast schon rum, aber ich wollte unbedingt noch den
Nishiki-Markt sehen.
Hier reihen sich auf einer Länge von ca. 400m an die 100 Läden aneinander. Alles schön bunt überdacht. Hier konnten wir ein gutes Abendessen speisen.
Am Ende wurde noch ein wenig der Bezirk erkundet. Eigentlich waren wir schon auf dem Rückweg Richtung Hotel, aber dann hat meine Freunden einen großen Disney-Store gesehen.
Natürlich wollte sie dahin und dort angekommen sind wir bestimmt eine Stunde lang durch den Laden marschiert. Sie war voll begeistert, ich hatte wenig Bock und musste ihr ständig hinterher dackeln. Und ratet mal, wer den Einkaufskorb voller Sachen die ganze Zeit tragen musste. Sie bestimmt nicht!
Aber ich will nicht meckern, denn i.wie fand ich es ja dann doch ganz cool.
Außerdem sollte meine Rache dann in Tokyo folgen, muahaha. Dazu gleich mehr.
