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Was haltet ihr von der 5€ Erhöhung für Hartz 4 Empfänger ?

Silverhawk hat folgendes geschrieben:

alpha_omega hat folgendes geschrieben:


In den USA z.B. werden selbst verwundete Kriegsveteran, die ihr Leben für ihr Land geopfert haben und durch Invalidität nicht mehr arbeiten können, wie der letzte Dreck behandelt. Und wenn ein Obama von Sozialisierung spricht, Krankenkasse usw., dann planen die ersten schon die ersten Streiks und Demos.

Und du warst derjenige der behauptet hat, dass früher Menschen eher bereit waren Arbeit anzunehmen, weil es viel weniger Sozialleistungen gab.

Kopier mir mal den Text, wo ich das gesagt haben soll. Weiß jetzt nicht genau was du meinst. Zu den 80ern. Wenn mehr Menschen arbeiten gehen, zahlen auch mehr Leute in eine Arbeitslosenversicherung? Richtig? Richtig!. Demzufolge auch mehr Geld, also 80 statt 60%. Die Arbeitslosenzahlen, die dir heute der Staat vorgaukeln will, nämlich um die 5 Mio stimmen im Endeffekt sofern nur, weil dies auch wirklich tatsächlich Leute sind, die nicht arbeiten gehen. Da sind die ganzen finanziellen Leistungen wie Umschüler, ein Euro Jobber gar nicht mit enthalten.
 
@ alpha

Hier ist dein Text:

"Ja, es gab mehr ALG II, dafür wurden aber die ganzen Mieten und Nebenkosten nicht bezahlt. Einige Leute die ich damals, also beim Wechsel von ALG II auf Hartz IV kenne, hatten am Ende mehr Geld zur Verfügung. Was aber daran lag, dass sie zuvor schlichtweg zu wenig verdient haben, denn danach wurde das ALG II berechnet. Heute, wie Gore bereits erwähnt hat, bekommt jeder dieses Hartz IV, obwohl noch etwas geleistet hat. Der Rest musste damals von der Sozi zerren, die wirklich mikrig war."

Und:

"Zu meiner Lehrzeit gab es dieses Ausmaß an Faulenzer nicht, auch weil man z.B. mit ALG II auch teileweise weniger Geld zur Verfügung hatte, und es gab auch deutlich weniger freie Lehrstellen als heute."



Und meine Aussage bezog sich nicht nur auf die Höhe des ALG I.
Es gab auch mehr Sozialhilfe.
Und ich rede nicht nur von den 80´ern, sondern auch von bis 2005.

Natürlich stimmen die Arbeitslosenzahlen heute nicht genau.
Das taten sie aber noch nie.
Und offiziell haben wir heute manchmal niedrigere Zahlen als Mitte der 90´er.
 
Und wo steht da, dass ich behauptet hab, dass die Leute eher bereit waren zu arbeiten????
 
Nur mal so zu den Arbeitslosenzahlen und Merkels/Schwesterwelles Ruhm:

Ich bin selber in Hartz IV, vor 2 Monaten habe ich einen Job als Tellerwäscher angenommen, nicht des Geldes wegen sondern um einfach ir-gend-was zu tun.

Vor 2 Jahren habe ich einen sog. 1 Euro Job angenommen, war toll, bin gelernter Schriftsetzer und durfte genau das machen wofür ich 3 Jahre lang eine Ausbildung gemacht habe.

Dort war ich dann voll in die Produktion eingebunden, habe Erstklässlerhefte gestaltet, Plakate gemalt, Logos gestaltet, etc..., für 1,25 Euro die Stunde (nat. zzg. den knapp 750 Euro H4). Soweit so gut.

Irgendwann hieß es: "Piko, der Chef will dich sehen" ich denke "OMG, was hab ich angestellt?"

Beim Chef hieß es dann: "Also, Herr Piko, wir sind ja soooo zufrieden mit ihrer Arbeit, Sie sind eine echte Bereicherung für den Betrieb, wollen sie nicht noch ein halbes Jahr länger bei uns bleiben?"

Ich dann so: "Klar, mir macht das auch wirklich Spaß hier, aber wie sieht es denn mittelfristig wenigstens mit einer Teilzeiteinstellung aus"

Er dann so: "Nö, können sie total vergessen Herr Piko"

Ich dann wieder: "Ok, dann tut es mir leid, dann können Sie mich auch vergessen", eine Kürzung billigend in Kauf genommen.

Was ich damit sagen will: Merkel rühmt sich mit gesunkenen Arbeitslosenzahlen, ich gehe aber davon aus, dass mindestens 2 Drittel der H4 Empfänger entweder in unnötigen "Berwerbungscoachings" oder eben in 1-Euro Jobs geparkt werden.

Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden, ab und an mache ich was Schriftsetzerisches für ein paar Spezln, ansonsten wasche ich am Wochenende die Teller in einem Restaurant, alles angemeldet und legal. Ist zumindest im Moment für mich ok. Und wie tomk in einem privatem Chat schon mal zu mir gesagt hat: Vielleicht bin ich in einem halben Jahr der Chef-Tellerwäscher.

Arbeit muss sich lohnen? Wie dem auch sei, ich will raus aus diesem Scheiß.

@5 Euro mehr:
Es hätte auch anders kommen können und man hätte beschließen können, dass 200 Euro zzgl. Miete und Heizkosten genauso ausreichen. Von dem her kann man über die "popligen" 5 Euro mehr noch froh sein.

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Als ich Arbeitslos war, hat mich das Arbeitsamt in einen Kurs nach dem anderen gesteckt. Da spielte es auch keine Rolle, das ich den Kurs bereits zum 3 mal machte. Ich hatte auch den Eindruck, das es dem Arbeitsamt egal war, ob man überhaupt dafür geeignet war, bzw. der Kurs überhaupt sinnvoll war. Hauptsache man tauchte für die Zeit nicht in der Statistik der Arbeitslosen auf.
 
Ok, danke. ABER, da steht teilweise ;) Außerdem meinte ich mit meiner Zeit noch die Mittleren 90er und nich die Zeit unmittelbar vor H4.

Das größte Problem vom damaligen ALG II war, dass es, im Gegensatz zu H4 Lohnabhängig war. Sprich, wenn man zuvor richtig gutbezahlten Job hatte, meinetwegen 3000 bis 4000 DM, hatte man mit Arbeitslosenhilfe ein noch immer recht üppiges Budget. Hatte man einen scheißbezahlten Job, so hatte man "teilweise" weniger als heute ein Hartz 4 Empfänger. Der Staat hat mittels dieser Umstellung versucht jeden möglichst gleich zu behandeln, doch am Ende ist genau das Gegenteil eingetreten. Denn, egal ob man nun 30 Jahre gearbeitet hat oder eben noch nie, man hat am Ende das selbe Geld. Demnach wäre es meiner Meinung nach sinnvoller den bereits einbezahlten AL-Betrag mit einzubeziehen und den Leuten, die wirklich auch eingezahlt haben besser zu entschädigen. Somit würden vor allem die Schmarotzer, die jeden Job tunlichst meiden, gezwungen werden, doch noch zu versuchen einen Job zu bekommen.

Und um nochmal auf die 80er zurückzukommen, du musst auch davon ausgehen, dass das Durchschnittsalter in Dtl. ständig steigt und die Geburtenrate eher rückläufig ist. Somit gibt es auch potenziell weniger Arbeitskräfte wie damals, was die Rechtfertigung der Regierung, sich damals zu Hartz 4 zu verleiten eher bestärkt. Und ich denke trotz Hartz 4 sind wir immer noch ein ganzes Stück von den USA entfernt, schon allein wegen den Krankenkassen. Und selbst wenn wir amerikanische Verhältnisse hätten, musst du dir immer vor Augen halten, dass wir im Kapitalismus leben, wo der große nun einmal den kleinen frisst und der dir all die tollen Dinge beschert, die sich nur die wenigsten Menschen dieser Erde leisten können. Wer auf brutalen Sozialismus stehen, sollte am besten die Zeit mehr als 20 Jahre zurückschrauben und in den östlichen Teil dieser Republik ziehen, denn da hatte jeder genug Geld für Wohnung, Essen und auch mit einem Job versorgt, doch dafür gabs halt auch andere Probleme.
 
GarfieldausHN hat folgendes geschrieben:

Als ich Arbeitslos war, hat mich das Arbeitsamt in einen Kurs nach dem anderen gesteckt. Da spielte es auch keine Rolle, das ich den Kurs bereits zum 3 mal machte. Ich hatte auch den Eindruck, das es dem Arbeitsamt egal war, ob man überhaupt dafür geeignet war, bzw. der Kurs überhaupt sinnvoll war. Hauptsache man tauchte für die Zeit nicht in der Statistik der Arbeitslosen auf.
Genau das meinte ich. Man kann den Sachbearbeitern nicht mal nen Vorwurf machen, die haben ihre Vorgaben zu erfüllen. Aber dass das ganz großer Mist ist sieht jeder der nur einen Funken gesunden Menschenverstand hat.
 
GarfieldausHN hat folgendes geschrieben:

Als ich Arbeitslos war, hat mich das Arbeitsamt in einen Kurs nach dem anderen gesteckt. Da spielte es auch keine Rolle, das ich den Kurs bereits zum 3 mal machte. Ich hatte auch den Eindruck, das es dem Arbeitsamt egal war, ob man überhaupt dafür geeignet war, bzw. der Kurs überhaupt sinnvoll war. Hauptsache man tauchte für die Zeit nicht in der Statistik der Arbeitslosen auf.

Bei der Quote der einzelnen Ämter, denke ich manchmal, dass es eine Art Provision für die einzelnen Ämter gibt. Also wer schafft es, den besten Fortschritt nachweisen zu können. Vielleicht fängt das auch schon bei den einzelnen Arbeitsvermittlern an. Das beste Beispiel ist dafür, dass bei Leuten, die gerade ihren Job verloren haben, viel mehr Stress gemacht wird, als bei Leuten, die schon seit längeren Zeitraum ohne Job sind. Als mein befristeter Vertrag im vergangenen Jahr auslief, musste ich mich 3 Monte vorher melden und die erste Frage, die mir die blöde Tussi dort stellte war, ob ich mich schon neu beworben hätte. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht 100%ig ob ich übernommen werde, doch die Zeichen standen gut für ne Übernahme, da wir jede Menge zu tun hatten. Ich versuchte ihr zu erklären, dass es jetzt noch keinen Sinn zu machen sich zu bewerben, da ich bei einem anschließenden Bewerbungsgespräch ja noch nicht mal genau angeben konnte, ob ich überhaupt einen neuen Job antreten könnte und es doch besser wäre, eventuelle Interessenten nicht gleich zu verprellen. Ja und dann kam sie halt mit Geld sperren usw,

Und das sind so Dinge, wo ich echt an die Decke gehen könnte, da wird man quasi mit den Schmarotzern, die keine Lust haben, auf eine Ebene gestellt. Außerdem haben die meisten von diesen Vermittlern überhaupt keinen Plan, werden in Crash-Course gesteckt und kennen sich in der Gesetzeslage kaum aus. Als mir damals ein Arbeitsvermittler-Gutschein zustand, konnte mir meine Vermittlerin nicht sagen, ob diese auch für die Vermittlung ins Ausland gelten. Zufälligerweise hatte ich den Tag zuvor ne Reportage gesehen, wo es genau um das Thema ging. Wo ein dt. privater Vermittler, Maurer nach Holland vermitteln wollte und die Gutscheine nicht bekam. Und egal ob beim Arbeitsamt oder auch in vielen anderen Dienstleisstungsgewerben, überall trifft man zu oft auf Inkompetenz, so nach dem Motto. Ich mach zwar hier den Job, weiß aber nicht genau um was es hier geht. Und warum, weil die Leute lieber GZSZ gucken oder mit ihren Handyś herumspielen, anstatt sich in ihrem Job oder ihrer Allgemeinheit weiterzubilden.

Edit. Zu Piko. Vor solch Leuten wie dir hab ich Respekt, die trotz beschissener Lage, es trotzdem versuchen und sei es in der letzten Dorfschenke. Hoffe du machst deinen Weg irgendwann. Und um nochmal den Bogen zu Silverhawk zu spannen. Das Glück, dass Piko vielleicht eventuell doch irgendwann einmal haben sollte, hat er sich somit, wie ich damals erarbeitet und es ist ihm nicht in die Hände gefallen.
 
@alpha_omega:

Ägypten klingt doch inbteressant. Sobald die mir da einen Pharaonen-Chefsessel anbieten, werde ich sofort wechseln. :bigsmile:

:sun:
 
BigJim hat folgendes geschrieben:

@alpha_omega:


Ägypten klingt doch inbteressant. Sobald die mir da einen Pharaonen-Chefsessel anbieten, werde ich sofort wechseln. :bigsmile:


:sun:

Wirst es kaum glauben, aber als Deutscher genießt du dort absoluten Respekt. Das hat aber eher mit Dingen in der Vergangenheit zu tun ;)
 
Wollte vor Jahren schon mal so eine Nil-Fahrt buchen. Ist mir aber von abgeraten worden. Da soll man angeblich immer Durchfall kriegen. :bigsmile:

:sun:
 
alpha_omega hat folgendes geschrieben:

BigJim hat folgendes geschrieben:

@alpha_omega:


Ägypten klingt doch inbteressant. Sobald die mir da einen Pharaonen-Chefsessel anbieten, werde ich sofort wechseln. :bigsmile:


:sun:

Wirst es kaum glauben, aber als Deutscher genießt du dort absoluten Respekt. Das hat aber eher mit Dingen in der Vergangenheit zu tun ;)

Sagt mein Opa auch immer. Der war in Rommels Afrika-Korps. :bigsmile:

:sun:
 
BigJim hat folgendes geschrieben:

Wollte vor Jahren schon mal so eine Nil-Fahrt buchen. Ist mir aber von abgeraten worden. Da soll man angeblich immer Durchfall kriegen. :bigsmile:


:sun:

Jap, hatte auch die ersten zwei Wochen tierische Probleme mit Durchfall, danach kollabierten meine Nieren, bis ich mich dann nur noch von Suppen und Brötchen ernährt habe. Hab in fünf Wochen knapp 8 Kilo verloren, sah aus wie Ghandi nach Wiederankunft. Wer also bissl überflüssiges Gewicht verlieren will, sollte im nächsten Urlaub unbedingt mal Ägypten ausprobieren.
 
alpha_omega hat folgendes geschrieben:



Das größte Problem vom damaligen ALG II war, dass es, im Gegensatz zu H4 Lohnabhängig war. Sprich, wenn man zuvor richtig gutbezahlten Job hatte, meinetwegen 3000 bis 4000 DM, hatte man mit Arbeitslosenhilfe ein noch immer recht üppiges Budget. Hatte man einen scheißbezahlten Job, so hatte man "teilweise" weniger als heute ein Hartz 4 Empfänger.


*seufz*

Sorry, aber mir wird das langsam zu blöd.
ich hab es lang und breit erklärt, deswegen jetzt nochmal in Kürze:

KEIN ALH EMPFÄNGER HATTE WENIGER ALS ER HEUTE MIT HARTZ 4 GEHABT HÄTTE...

Hätte er weniger gehabt, hätte er aufstockend Sozialhilfe bekommen und die Sozialhilfe war höher als das heutige Hartz 4.

Jetzt halbwegs verstanden? ;)

Die Sozialleistungen in diesem Bereich wurden mit Hartz 4 MASSIV gekürzt, noch nie gab es so wenig Geld und kein ALH Empfänger hat weniger Geld gehabt als bei Hartz 4.
 
Silverhawk hat folgendes geschrieben:

Hätte er weniger gehabt, hätte er aufstockend Sozialhilfe bekommen und die Sozialhilfe war höher als das heutige Hartz 4.

Also angenommen ein ausgelernter, arbeitsloser Bäckergeselle, der im dritten Lehrjahr 300 Euro netto hatte und somit ALH von ca. 180 Euro gehabt hätte, hätte von der Sozi über 600 Euro bekommen für Wohnung, Spesen usw.?
 
alpha_omega hat folgendes geschrieben:




Also angenommen ein ausgelernter, arbeitsloser Bäckergeselle, der im dritten Lehrjahr 300 Euro netto hatte und somit ALH von ca. 180 Euro gehabt hätte, hätte von der Sozi über 600 Euro bekommen für Wohnung, Spesen usw.?


ja
 
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