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Was haltet ihr von der 5€ Erhöhung für Hartz 4 Empfänger ?

Wie definierst du denn gute Jobs? Wenn es einen gibt, dem der Bäcker Spaß macht, der dafür lebt, dann ist das doch ein ein persönlicher Traumjob. Meinen Job würden auch nur die wenigsten machen, aber he, er macht mir Spaß, ich lebe dafür, es ist meine Berufung, Der Beruf, den ich eigentlich mal erlernt habe, ist mittlerweile auch auf einem absteigenden Ast, schon damals hab ich das erkannt und hab deswegen ein wenig die Richtung gewechselt. Man muss selber ein gewisses Feeling dafür haben, wann man was tun sollte. Niemand kann wohl heute von sich behaupten, einen Job zu haben der sicher bis zur Rente ist, Flexibilität ist da das entscheidende Stichwort, der Mensch muss wandelbar sein. Auch in gehobenen Alter noch bereit sein völlig andere Wege zu gehen.

Achja, extra für dich Silverwawk ;)
http://www.mittelstandsblog.de/2010/09/azubi-mangel-backer-suchen-im-internet-handeringend-nachwuchs/

at Garfield
Mit den anderen Problemen geb ich dir Recht, speziell Kinder aus H4 Familien haben es da besonders schwer. Vor allem, wenn die Eltern noch an der Flasche hängen oder Ähnliches. Deswegen würde ich auch eher Fördermittel, in Form von Gutscheinen begrüßen, sodass auch diese Kinder zumindest eine kleine Chance bekommen etwas aus ihrem Leben zu machen.
 
@ alpha

Meine Frage hast du immer noch nicht beantwortet...

Angenommen du hättest keinen Job, würdest Hartz 4 beziehen und man würde dir einen Job für 5 EUR brutto die Stunde anbieten.

Würdest du ihn dankend nehmen?

Hier noch ein anderer Link:
http://www.tagesschau.de/inland/hartz194.html



EDIT:

Übrigens gehst du immer noch an der Realität vorbei.
Selbst wenn alle Menschen die beste Bildung haben und flexibel sind bis zum geht nicht mehr und bereit sind überall auf der Welt zu arbeiten....selbst dann wird es ein paar Millionen Arbeitslose geben, die versorgt werden wollen.

Um diesen Punkt kommen wir nicht herum.
 
Diese Frage stellt sich für mich einfach nicht, weil ich mich nicht mit "was wäre wenn" und "hätte, wenn und aber" beschäftige. Angenommen ich würde hier in Dtl. absolut keinen Job mehr finden, der mir Spaß macht, würde ich ins Ausland gehen. Aber da dies nicht passieren wird, weil ich dazu viel zu sehr von mir selbst überzeugt bin, und auch hier jederzeit einen Job finde, der mir passt, stellt sich die Frage mir nicht.

Und wenn du in deinem vorherigen Statement behauptest, dass ich bisher pures Glück hatte, dann will ich dir entgegen, dass jeder seines Glückes Schmied ist. Mal davon abgesehen, dass auch ich schon öfters in den "Genuss" kam arbeitslos zu sein und immer sofort auf Anhieb was gefunden hab,
 
alpha_omega hat folgendes geschrieben:

Mal davon abgesehen, dass auch ich schon öfters in den "Genuss" kam arbeitslos zu sein und immer sofort auf Anhieb was gefunden hab,


Wie gesagt:

Glück gehabt.

Andere, die ebensogut oder besser wie du sind, haben nicht so viel Glück.
Es grenzt schon an Größenwahn zu behaupten, man würde immer einen gut bezahlten Job finden.
 
Silverhawk hat folgendes geschrieben:

alpha_omega hat folgendes geschrieben:


Mal davon abgesehen, dass auch ich schon öfters in den "Genuss" kam arbeitslos zu sein und immer sofort auf Anhieb was gefunden hab,



Wie gesagt:


Glück gehabt.


Andere, die ebensogut oder besser wie du sind, haben nicht so viel Glück.

Es grenzt schon an Größenwahn zu behaupten, man würde immer einen gut bezahlten Job finden.

Wer redet denn hier von gut bezahlt? Hab ich doch nie behauptet.Ich hab auch in ner Zeitarbeitsbude mit knapp 8 Euro angefangen, und wurde dann dank meines Auftretens und natürlich der Zuverlässigkeit erst übernommen. Wichtig ist mir in erster Linie, dass der Job Spaß macht und ich nicht jeden vorm Spiegel stehe und denke "Was fürn Scheiss machst du hier eigentlich?"
 
@ alpha

Wir drehen uns im Kreis, von daher macht das nur wenig Sinn.

Selbst wenn alle Menschen ihr Abi, ihre Außbildung oder ihr Studium mit der Note 1 mit Auszeichnung abschließen würden, wenn jeder motiviert bis in die Zehenspitzen wäre, wenn jeder bereit wäre jeden Job zu nehmen und jeder bereit überall auf der Welt nach Arbeit zu suchen....

Selbst dann hätten wir ein paar Millionen Arbeitslose.

Das habe ich schon mehrfach erwähnt, das löst das Problem nicht.

btw:

Du bezeichnest 8 EUR in der Stunde als nicht gut bezahlt?
Verdammt hohe Ansprüche hast du da.
Das ist schon ein sehr guter Lohn in der heutigen Zeit.
 
Silverhawk hat folgendes geschrieben:

@ alpha


Wir drehen uns im Kreis, von daher macht das nur wenig Sinn.


Selbst wenn alle Menschen ihr Abi, ihre Außbildung oder ihr Studium mit der Note 1 mit Auszeichnung abschließen würden, wenn jeder motiviert bis in die Zehenspitzen wäre, wenn jeder bereit wäre jeden Job zu nehmen und jeder bereit überall auf der Welt nach Arbeit zu suchen....


Selbst dann hätten wir ein paar Millionen Arbeitslose.


Das habe ich schon mehrfach erwähnt, das löst das Problem nicht.


btw:


Du bezeichnest 8 EUR in der Stunde als nicht gut bezahlt?

Verdammt hohe Ansprüche hast du da.

Das ist schon ein sehr guter Lohn in der heutigen Zeit.

Natürlich wird Dtl. immer Mio Arbeitslose haben, aber es kann nicht sein, dass zum einen die Rente erst mit 67 beginnt und 17 jährige Bunnies erst gar keinen Bock auf Arbeit haben, du hast scheinbar immer noch nicht verstanden um was es geht. Und wenn ich heute 10 Teenager frage, was sie werden wollen, dann antworten 9 mit Meidengestalter. Es kann aber immer nur der beste die besten Jobs bekommen und wenn sich die anderen dann nicht damit avanchieren etwas anderes anzunehmen und lieber auf der faulen Haut liegen, dann läuft irgendwas verkehrt.

Btw. Die 8 Euro/Std. gab es für Fachkräfte, als ungelernter Hilsarbeiter gabs nur 7 Euro. Und die Lehre, die ich mir aus mehreren Berufen aussuchen konnte, weil mein Zeugnis mittlerer Reife mit Notenschnitt 1,8 abgeschlossen wurde, verdanke ich nur meinem eigenem Willen und nicht irgendeinem Wort, dass du Glück nennst.
 
@ alpha

Sieh es dochmal so:

Wenn es diese "Faulenzer" nicht gäbe, hättest du noch geringere Chancen auf deinen Job gehabt, weil du mehr Konkurrenz gehabt hättest.

So gesehen, hättest du dann noch mehr Glück gebraucht.

Es werden immer welche auf der Strecke bleiben, und es ist unsere VErpflichtung uns angemessen um diese Menschen zu kümmern.
Und dafür reicht der aktuelle Hartz 4 Satz nicht aus.

Nur um mal wieder den Bogen zu schließen...
 
Ehrlich?
Ist mir eigentlich egal ob nun 5Euro mehr oder weniger.
Was ich nur komplett scheiße finde ist, dass in unserem Land scheinbar JEDER schmarotzen kann…
 
Silverhawk hat folgendes geschrieben:

@ alpha


Sieh es dochmal so:


Wenn es diese "Faulenzer" nicht gäbe, hättest du noch geringere Chancen auf deinen Job gehabt, weil du mehr Konkurrenz gehabt hättest.


So gesehen, hättest du dann noch mehr Glück gebraucht.


Es werden immer welche auf der Strecke bleiben, und es ist unsere VErpflichtung uns angemessen um diese Menschen zu kümmern.

Und dafür reicht der aktuelle Hartz 4 Satz nicht aus.


Nur um mal wieder den Bogen zu schließen...

Zu meiner Lehrzeit gab es dieses Ausmaß an Faulenzer nicht, auch weil man z.B. mit ALG II auch teileweise weniger Geld zur Verfügung hatte, und es gab auch deutlich weniger freie Lehrstellen als heute.

at Gore
Man muss nur abgezockt genug sein. Es soll auch viele Leute geben, die nebenbei sich noch bissl schwarz hinzuverdienen. Aber das ist Kollege Silverhawk scheinbar auch egal, er berappt ja brav und völlig der Überzeugung es sei stets für einen guten Zweck. :crazy:
 
alpha_omega hat folgendes geschrieben:

Silverhawk hat folgendes geschrieben:

@ alpha


Sieh es dochmal so:


Wenn es diese "Faulenzer" nicht gäbe, hättest du noch geringere Chancen auf deinen Job gehabt, weil du mehr Konkurrenz gehabt hättest.


So gesehen, hättest du dann noch mehr Glück gebraucht.


Es werden immer welche auf der Strecke bleiben, und es ist unsere VErpflichtung uns angemessen um diese Menschen zu kümmern.

Und dafür reicht der aktuelle Hartz 4 Satz nicht aus.


Nur um mal wieder den Bogen zu schließen...

Zu meiner Lehrzeit gab es dieses Ausmaß an Faulenzer nicht, auch weil man z.B. mit ALG II auch teileweise weniger Geld zur Verfügung hatte, und es gab auch deutlich weniger freie Lehrstellen als heute.

at Gore
Man muss nur abgezockt genug sein. Es soll auch viele Leute geben, die nebenbei sich noch bissl schwarz hinzuverdienen. Aber das ist Kollege Silverhawk scheinbar auch egal, er berappt ja brav und völlig der Überzeugung es sei stets für einen guten Zweck. :crazy:

@Alpha:
Naja, wenn er meint... Gut finde ich es nicht aber das Recht hat er nun einmal. Wie gesagt ich finde es wesentlich schlimmer, dass hier jeder durchgebracht wird, auch wenn er noch nie was geleistet hat, geschweige denn nicht mal richtig der deutschen Sprache mächtig ist...
 
Jap, nur ein Wort mehr in die Richtung und schon bist nen Nazi. Was steht nochmal auf dem Reichstagsgebäude??? Alles Dinge ohne Wert.
 
alpha_omega hat folgendes geschrieben:

Jap, nur ein Wort mehr in die Richtung und schon bist nen Nazi. Was steht nochmal auf dem Reichstagsgebäude??? Alles Dinge ohne Wert.

Ich bin das hat nix mit Nazi sein zu tun. Stell dir mal vor du hast einen guten Freundeskreis und jemand neues kommt hinzu. Anstelle sich den Gegebenheiten anzupassen und versuchen mit den Leuten klar zu kommen, zieht er diese aber nur ab und verhält sich unkollegial. Ich denke mal, lange würd sich eine Clique das nicht gefallen lassen. Betrachtet man dieses Beispiel jedoch Landespolitisch, dann wird man sofort als Buhmann hingestellt. Fair ist das nicht...

P.S.: Was steht denn auf dem Gebäude??
 
alpha_omega hat folgendes geschrieben:


Zu meiner Lehrzeit gab es dieses Ausmaß an Faulenzer nicht, auch weil man z.B. mit ALG II auch teileweise weniger Geld zur Verfügung hatte, und es gab auch deutlich weniger freie Lehrstellen als heute.


Das eine glaubst du doch wohl selbst nicht und das andere ist schlicht falsch.

Natürlich stellt jeder "Seine" zeit als die beste dar, aber natürlich gab es auch zu deiner Zeit Faulenzer.

Und zu "deiner Zeit" (wann immer die gewesen ist) gab es auch noch deutlich mehr Arbeitslosengeld als heute.
Auch mehr Arbeitslosenhilfe und mehr Sozialhilfe.

so wenig wie es seit Hartz 4 gibt....das gab es seit 40 Jahren nicht mehr.
 
Ja, es gab mehr ALG II, dafür wurden aber die ganzen Mieten und Nebenkosten nicht bezahlt. Einige Leute die ich damals, also beim Wechsel von ALG II auf Hartz IV kenne, hatten am Ende mehr Geld zur Verfügung. Was aber daran lag, dass sie zuvor schlichtweg zu wenig verdient haben, denn danach wurde das ALG II berechnet. Heute, wie Gore bereits erwähnt hat, bekommt jeder dieses Hartz IV, obwohl noch etwas geleistet hat. Der Rest musste damals von der Sozi zerren, die wirklich mikrig war. Und habe ich eigentlich behauptet dass damals alles besser, also zu "meiner" Zeit. Nein, die Leute die so in meinen Alter waren, waren keine durchgeknallten Junkies. Mag sein, dass ich das jetzt nur auf meine Heimatstadt projiziere, aber letzten Endes möchte ich in heutiger Zeit kein Teeni mehr sein, in meiner Stadt.

at Gore
"Dem deutschen Volke"
 
So, bevor ich mich erst mal verabschiede, habe ich noch einen interessanten Artikel für Silverhawk.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,73082,00.html

So viel zum Thema Bildung und Ausbildung lohnt sich nicht ;)
 
alpha_omega hat folgendes geschrieben:

Ja, es gab mehr ALG II, dafür wurden aber die ganzen Mieten und Nebenkosten nicht bezahlt. Einige Leute die ich damals, also beim Wechsel von ALG II auf Hartz IV kenne, hatten am Ende mehr Geld zur Verfügung. Was aber daran lag, dass sie zuvor schlichtweg zu wenig verdient haben, denn danach wurde das ALG II berechnet. Heute, wie Gore bereits erwähnt hat, bekommt jeder dieses Hartz IV, obwohl noch etwas geleistet hat. Der Rest musste damals von der Sozi zerren, die wirklich mikrig war. U

Oh man....

Also zum einen:

Bis in die 80´er Jahre hinein betrug das ALG I noch weit über 80% des Durchschnittslohnes und wurde wesentlich länger gezahlt als das heute.
Heute gibt es nur noch 60% des Durchschnitts.

Die Arbeitslosenhilfe war geringer, natürlich, aber sie war nur in extremen Ausnahmefällen geringer als das heutige Hartz 4.

Wenn Menschen zu wenig ALH bekamen, konnten sie aufstockend Sozialhilfe bentragen.
Diese Sozialhilfe betrug im Monat zwar 50 EUR weniger als das heutige Hartz 4, dafür gab es aber wesentlich mehr Einmalleistungen.
Zweimal im Jahr Kleidergeld, Weihnachtsgeld, Zuschüsse (die nicht zurückgezahlt werden mussten) wenn die Waschmaschine, der Ofen, das Bett oder der Kleiderschrank usw. kaputt waren, Zuschüsse bei der Einschulung, für schulmaterialien usw.
Bei der Wohnungssuche wurden auch die Kautionen übernommen, ebenfalls geschenkt.
Heute werden sie in der Regel nicht mehr übernommen (weder beim ALG II noch bei der sozialhilfe) und wenn doch, dann nur als Darlehen.

Das sind alles Dinge die heute zum größten Teil wegfallen.

Dazu darf man nicht vergessen, dass die Lebensmittel im allgemeinen vor 10 Jahren noch deutlich billiger waren, als sie es heute sind.

Alles in allem war die damalige sozialhilfe wesentlich höher als das heutige Hartz 4.
Was bedeutet, dass auch Menschen die ALH bekamen und aufstockende Sozialhilfe wesentlich mehr Geld zur Verfügung hatten als heutige Bezieher von Arbeitslosengeld II.

Und die sozialhilfe bekam auch jeder, egal ob er vorher gearbeitet hat oder nicht.
Deine Bekannten konnten also unmöglich mehr Geld mit dem ALG II bekommen haben als mit der ALH.
Ok, 50€ mehr vielleicht, dafür dann aber eben der wegfall von den ganzen einmalleistungen.
Und die 50€ mehr waren auch nie für das tägliche Leben gedacht. Die sollten die Leute sparen um sich verschlissene Möbel, Kleidung und elektrogeräte zu kaufen.
Dinge, die es früher selbstverständlich noch dazu gab.
Extraleistungen also.

Diese Einmalleistungen konnten vor Hartz 4 auch noch Leute bekommen, die über dem Sozialhilfesatz lagen.
Umsonst, geschenkt. Hilfe in besonderen Lebenslagen hieß das.
Das geht heute auch noch, jedoch ist es nicht mehr geschenkt, sondern muss zurück gezahlt werden.

Das du eine Veränderung des sozialen Umfeldes siehst, führen nicht wenige auf die immer stärker abnehmenden Sozialleistungen in allen Bereichen zurück.
Die Menschen sind heute schlicht um ein vielfaches Ärmer als sie es früher waren, daher natürlich auch eine gewisse Entwicklung in manchen Bereichen.
Drogensucht usw.

Hartz 4 war die größte Kürzung im Bereich des Arbeitslosengeldes und der Sozialhilfe die dieses Land je gesehen hat.
Das kann nun wieder jeder so sehen wie er will, aber bitte kein halbwissen mehr in der Form "Früher gab es viel weniger Sozialleistungen".

Das ist entweder absolute Unwissenheit, oder es ist gelogen.

Noch nie gab es so wenig sozialleistungen wie heute und noch nie mussten die Menschen soviel dazu zahlen wie heute (Krankenkasse usw.).


EDIT:

Zu deinem Link:
Sorry alpha, aber ich glaube das du dich hier manchmal absichtlich dumm stellst.
Ich habe nicht behauptet, dass Bildung sich nicht lohnt, nur das Bildung nicht das Problem der Arbeitslosigkeit löst.
 
Eine schöne Diskussion übrigens, die Ihr hier bestreitet.

Nach alter GameZone-Tradition hätte eigentlich schon vor drei Seiten ein wilder Flame-War losbrechen müssen, mit persönlichen Beleidigungen und mindestens zweimal Entzug der Schreibberechtigung :devil:

Eine Tradition, auf die wir aber gerne verzichten können 8)

@topic Ich denke schon auch, dass insgesamt gar nicht mehr so viel Arbeit im ersten Arbeitsmarkt vorhanden ist, um alle Interessenten zu versorgen.

Die Unternehmen halten nur die Top-Player ihrer Angestellten dauerhaft im Betrieb. Hier bei der Lufthansa gibt's alle drei Jahre einen Reorg, wo
alle angeblich als "Low-Performer" erkannten Kollegen nach Möglichkeit freiwillig abgefunden werden. Wenn es zu viele Kollegen sind, schliesst man halt einen Standort und schaut, wieviele Leute in eine andere Stadt umziehen würden.

Die Vorgehensweise kenne ich aus Erzählungen von vielen Bekannten (T-Systems, BMW, Siemens).

Es werden nicht Leute dauerhaft beschäftigt, evtl. auch mal durch eine harte Zeit eines Kollegen hindurch (Scheidung etc.) wo er mal nicht 110% arbeitet, sondern die Unternehmen halten sich nur noch eine A-Mannschaft und wechseln ihre Spieler laufend durch.

Wer nicht ständig spurt und auch um 23:00 Mails beantworter, steht mittelfristig auf der Abschussliste.

Die Verlierer landen auf der Ersatzbank (Arbeitslos + Verharzt, wenn > 50 Jahre). Ich sehe gerade live bei so einer Veranstaltung zu.

Die Unternehmen (zumindest die grossen) entladen das soziale Risiko mit Bedacht auf den Staat. Das geht nur, weil die heutige Wirtschaft mit viel weniger Angestellten zu bedienen ist als noch vor 20 Jahren - die IT hat's möglich gemacht.

Als ich Lehrling war sassen in der Buchhaltung eines bekannten Münchner Feinkostladens, wo ich lernte, noch 10 Damen vor den Rechenmaschinen und hackten rein.

Im "Rechnungsbüro" sassen wir zu viert vor den elektrischen Schreibmaschinen :bigsmile: Das war noch 1989... Heute geht dort alles automatisiert. Die vielen Fachangestellten werden schlicht nicht mehr gebraucht...

edit:Typos
 
Erstnal danke an gyroskop für den Einwurf und zu der Bemerkung, dass man hier verbal aufeinander losgeht möchte ich antworten, dass sowohl Silverhawk, als auch meine Wenigkeit intelligent genug sind, dieses eben sein zu lassen, obwohl er den Link scheinbar doch nicht richtig verstanden hat, wie ich mir dies erhofft hatte.

Denn, und schon sind wir wieder beim Thema, wenn es sich Dtl. nicht einmal leisten kann, ein paar Computer-Experten nach Indien zu schicken, weil es selbst im eigenen Lande an Fachkräften mangelt, so sagt dies schon einiges über den Mangel an Bildung aus. Die Zahl an ausgebildeten Ärzten ist übrigens auch seit Jahren rücklaufend, woran liegt das? Und warum liegt Dtl. in der Pisa-Studie eher im hinteren Drittel. Weil sich viele überhaupt nicht für die ernsten Dinge des Lebens interessieren. Sie hocken lieber vor der Glotze, schauen Gute Zeiten, schlechte Zeiten und hoffen ein ähnliches Leben zu führen, welches aus Party, Fun und Freunden besteht. Kein Wunder also, dass viele Betriebe sich zweimal überlegen einen oder mehrere Azubis auszubilden. Und wenn man diesen Leuten dann auch noch die Chance auf eine Ausbildung gibt, lassen sie es eher locker angehen und schaffen keinen Abschluss oder haben generell keinen Bock auf den Job.

Jetzt wirst du wieder sagen, ja, auch wenn sie eine Ausbildung haben oder ihren Job nicht perfekt ausüben, garantiert dass keinen Arbeitsplatz, richtig, ABER, wenn man den Faden mal ein bisschen weiter spannt, standen speziell deutschen Firmen im Exportgeschäft stets für Qualität. Doch was passiert, wenn die Qualität nachlässt, weil die Arbeitskräfte lieber GZSZ gucken?

Außerdem finde ich die Vergleiche, wieviel Arbeitslosengeld es vor über 30 Jahren gab, total unpassend. Denn gab es damals wohl kaum so viele Arbeitslose wie heute, was wie gyroskop eingeworfen hatte, daran lag, dass nicht jede offene Stelle wie heute von einer Maschine besetzt wurde, und der Staat somit ein viel größeres Budget zur Verfügung hatte, es generell keine solch gigantische Neuverschuldung gab wie jetzt.

Des Weiteren möchte ich auch einmal darauf hinweisen, dass die die Einstellung bzw.Meinung gewisse Dinge seien selbstverständlich bzw. dringend notwendig, von Alkohol und Zigaretten möchte ich erst gar nicht anfangen, mal ernsthaft überdacht werden sollte. Ich kenne genug H4 Empfänger, die ständig mit den neuesten Handyś herumspielen oder stundenlang im Internet surfen. Und es kann niemand etwas mehr einfordern, für eine Leistung, die er im Endeffekt nicht erbringt. Wenn er etwas dafür tut, sei es durch irgendeine ABM Maßnahme oder was auch immer, dann hat er auch das Recht. Btw. Diese ABM Stellen würde ich als Staat viel mehr fördern, ein Blick in die meisten Städte sagt eigentlich alles. Und wenn man dann sieht, dass diese Stellen meist von 50jährigen besetzt werden, die 30 Jahre gearbeitet haben und durch die Insolvenz ihres letzten Arbeitgebers arbeitslos geworden sind, so sagt dies einiges aus. Die Leute zu beschäftigen, vor allem die Jugend, meinetwegen kontrolliert, sorgt übrigens auch für eine niedrigere Kriminalitätsrate, das mal nur so nebenbei. Denn wer beschäftigt ist, hat weniger Zeit auf dumme Gedanken zu kommen.

Global betrachtet muss man letzenendes erkennen, dass im Vergleich zu vielen anderen Staaten, und damit mein ich jetzt keine afrikanischen, die Leute in Dtl. ohne Job nicht ganz so leidenswert leben wie anderswo. In den USA z.B. werden selbst verwundete Kriegsveteran, die ihr Leben für ihr Land geopfert haben und durch Invalidität nicht mehr arbeiten können, wie der letzte Dreck behandelt. Und wenn ein Obama von Sozialisierung spricht, Krankenkasse usw., dann planen die ersten schon die ersten Streiks und Demos. Oder hat sich schon einmal jemand gefragt, warum besonders Einwanderer und Imigranten richtig glücklich in Dtl. fühlen (das Problem was Gore ansprach)? Bestimmt nicht, weil es ihnen in Dtl. soooooooo schlecht geht.
 
alpha_omega hat folgendes geschrieben:

In den USA z.B. werden selbst verwundete Kriegsveteran, die ihr Leben für ihr Land geopfert haben und durch Invalidität nicht mehr arbeiten können, wie der letzte Dreck behandelt. Und wenn ein Obama von Sozialisierung spricht, Krankenkasse usw., dann planen die ersten schon die ersten Streiks und Demos.


Wir sind auf dem besten Weg dahin, unser System nach amerikanischem Vorbild auszurichten.

Und du warst derjenige der behauptet hat, dass früher Menschen eher bereit waren Arbeit anzunehmen, weil es viel weniger Sozialleistungen gab.
Das waren genau deine Worte.
Ich habe dir wiederlegt, dass es so war. Das es noch bis 2004 viel mehr Sozialleistungen gab als heute.

Und jetzt drehst du dich da wieder raus und sagst, dass es klar ist, dass es mehr gab, weil es auch weniger arbeitslose gab.

Du hast aber behauptet, dass es früher viel weniger gab.
Und das stimmt nunmal nicht.

Auch nicht die Aussage, dass es früher weniger Arbeitslose gab.
In den 80´ern mag das so gewesen sein.
In den 90´ern waren es teils weniger als heute, teils ähnlich viele.

Und dennoch gab es da wesentlich mehr Sozialleistungen als heute.

Die Tatsache übrigens, dass es in den 80´ern viel weniger arbeitslose gab als heute, widerspricht wiederum deiner Aussage, dass die Menschen nicht mehr arbeiten würden, wenn sie genug Geld vom Amt bekommen würden.

In den 80´ern war es auch nicht so, obwohl es viel mehr Geld für Arbeitslose gab.

Gib wenigstens man zu, dass du dich geirrt hast, wenn man es dir so klar wiederlegen kann. ;)
 
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