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Hey Spille alter Romantiker, was verschlägt Dich denn wieder hierher? Nur Deine Liebe zur Musik? 8)
 
Mersadion hat folgendes geschrieben:

Ich gestehe, ich schau auch DSDS, aber immer nur bis zum ersten Recall. Es gibt nix witzigeres als Vollspacken die ums verrecken keinen Ton Treffen und absolute Bewegungslegastheniker sind (als Ex-Tänzer kann ich das beurteilen)...dann von der mehr oder weniger kompetenten Jury abgewatscht werden... und dann anfangen mit "aber meine Mama hat gesagt das ich voll gut singen tun kann, das sagen auch alle auf der Gehörlosenschule wo ich mal performt hab" :bigsmile:



Stimmt .. bis zum Recall macht es Spaß - danach kann man abschalten :bigsmile: Wobei ich heute gelesen habe, dass sich wohl D! und Stein gefetzt haben sollen. D! meinte angeblich, dass er sich von Stein habe sagen lassen müssen, dass er "nach notgeilen Gesichtspunkten entscheiden würde" (so sinnbildlich gesporchen). Stein habe wohl erwidert "das not kannste weglassen" :bigsmile: :bigsmile: :bigsmile:


.. und, du hast getanzt? Welche Art Tanz? Und wie lang? Aktiv mit Wettkampf od. just for Fun?
 
Ich hab aktiv im Verein getanzt sowohl Einzel als auch Formation, jeweils Latein. Angefangen hab ich mit 16 ganz klassisch mit Tanzkurs. Mit 17 hab ich angefangen der Tanzlehrerin zu assistieren und mit 18 hab ich selbst unterrichtet. Mit 21 hab ich dann ins "Profilager" gewechselt. Zuerst bei ner Formation in der Oberliga, mit 22/23 dann Vereinswechsel in die Regionalliga. Da haben wir dann im 2ten Jahr knapp die Relegation für die Bundesliga verpasst. Aber immerhin Regionalliga Süd, das ist die dritthöchste Liga, da bin ich schon ein bissl stolz drauf. 2007/2008 hab ich dann u.a. aus Zeitmangel meinen Abschied genommen. Wurde halt einfach zuviel wenn du Sa und So 4-6h Training hast. Weggehen fällt da ziemlich flach am WE. Dazu das Einzeltraining und sekundäres Training (also Joggen oder Muckibude). Irgendwann wird man zu alt für so nen Scheiss, aber es war ne schöne Zeit. Schau mir heut noch gerne die DVD von den Turnieren an. Aber man soll aufhören wenn es am schönsten ist.

Wieso fragste? Hast du da auch ne Verbindung dazu?
 
@ Mersadion
Beeindruckend, muss ich schon sagen - auch wenn ich mit dem "klassischen Tanz" nicht viel am Hut hatte - und ja, ich habe gleichfalls einen Bezug. Allerdings bin ich übers Kunstturnen erst zum Gardetanz gekommen, so mit 10, 11 Jahren und dann hat es sich i-wie ergeben, dass ich Jazz, Modern Art und Street getanzt habe und damit dann auch zum Cheerleading gekommen bin. Garde als auch das Tanzen an sich im Verein, Cheerleading so und so. Garde habe ich es mit zum Mariechen gebracht und wir sind auch auf Meisterschaften gegangen; Mariechen, Pflicht- und Show-Programm. Auch mit den anderen war ich aktiv auf Wettbewerben, wobei da die Konkurrenz schon Ende der 80er Jahre überaus groß war und wir partiell echt kein Land gesehen haben, schon gar nicht beim europäischen Vergleich. Grad wenn man gegen Franzosen und/oder Holländer (war damals sehr starke Gruppen, die von dort kamen) angetreten ist, wars vorbei; Da wußte man gleich, dass es max. "nur" ein dritter Platz wird. Das Cheerleading war von allen eigentlich das anstrengenste - war damals bei der Frankfurt Galaxy. Leider hat sich das sehr schnell wieder verflüchtigt (auch weil der American Football nicht mehr so das Interesse gefunden hat), so dass ich das Ende der 80er schon wieder aufgegeben habe - das andere habe ich dann noch etwas weiter gemacht.

Aber am Ende war es der Spaß .. denn den hatten wir alle und vor allem meine WEnigkeit, egal in welcher Truppe. Mit Beginn der Lehre als auch dann eben Start ins Berufsleben Anfang der 90er Jahre bzw. dann 1992 hab ich das aktive Tanzen an den Nagel gehängt. Ich hab zwar dann noch Trainerschein gemacht um vorzugsweise die PeeWees (die Kleinen) zu trainieren, hab das auch noch eine Weile gemacht, aber i-wann fehlt dafür einfach wirklich die Zeit; Seit knapp 10 Jahren mach ich in dem Bereich nicht mehr viel. Na ja, und jünger wird man auch nicht :D - auch wenn ich nach wie vor gern mal so "für mich eine Choreo" oder so erdenke und manches Mal rappelt es mich noch, dann wird das Wohnzimmer zum Studio ;) - aber mehr auch nicht mehr.
 
Wow Respekt. Ich hab auch mal ne Garde trainiert, allerdings wollten die ne Latein-Choreo, einfach weils mal was anderes war auf der Prunksitzung. Aber ich hab aus Spass mal bei denen mittrainiert.
Meine Fresse war das anstrengend, sogar für mich als damals "Trainierten". Ich war bis dato immer der Meinung das sein nur rumgehopse mit Spagateinlagen für die alten Säcke. Cheerleading ist auch interessant wobei ich das eher in den Bereich Rhythmische Sportgymnastik als ins Tanzen einordnen würde. Ich hab damals alle Brücken hinter mir abgebrochen einfach weils mir immer irgendwie im Herzen wehtat, vorallem was nach meinem Weggang mit meinem Verein passiert ist (Abstieg, kompletter Neuaufbau des Teams usw). Aber wenn ich in den Dritten mal ne Übertragung erwische wird die auch heute noch angeschaut.

Mein Trainer sagte mal: wer einmal auf dem Parkett gestanden hat, nach 6 Minuten Choreo aufm Zahnfleisch geht und dann von 800 oder mehr Leuten mittels Applaus durch die letzte Minute gepeitscht wird.... der vergisst das Gefühl nie.
Ich denke du weisst was ich mein :)

Jetzt aber wieder back to Topic bevor wir Mecker von nem Mod bekommen.
 
Oh ja, ich versteh das sehr gut :) - es tut heute noch weh daran zu denken und es fällt schwer es gesamtheitlich ganz zu vergraben. Aber ich glaube, das will ich auch nicht - dafür war die Zeit dann einfach doch zu gut. Und keine Sorge, die Mods werden schon nicht meckern, das eigentliche Thema ist bereits abgehakt und wir benehmens uns doch anständig ;)

Ich hab anfänglich auch gedacht "Garde, was ist das schon" - gut, mir kam dabei zu Gute, dass ich aus dem Kunstturn-Bereich kam. Gerade in Sachen Radschlagen und all diese Geschichten, waren die Mädels damals doch etwas wenig trainiert (ich beschreibs nett ;)). Ich muss allerdings gestehen, dass mir die Pflichttänze, also der klassische Gardetanz, nicht so gelegen hat. Ich war mehr im Showtanz daheim, zumal der mehr Optionen geboten hat, sich kreativ in Sachen Choreo auszutoben, zumal im Showbereich auch keine Schritt- bzw. Sprung- und Kombinationsvorgaben geherrscht haben.
Und ja, Cheerleading ist viel Sport - wenn man so will, allerdings mehr Kunstturnen denn Sportgymnastik (die ist dafür zu dröge ;)). Kennst du den Film "Girls United"? So in die Richtung wollten wir damals schon gehen - viele Sprung-Formationen sowie akrobatische Einlagen.

Warum hast du denn aufgehört?
 
Klar kenn ich Girls United. Als Tänzer kennt man alle Filme die auch nur entfernt mit Tanzen zu tun haben. Allerdings hat nur Teil 1 was getaugt. Spirit Fingers :p

Kreativität gab es bei uns nicht. jedes Achtel, teils sogar Sechzehntel war genau choreographiert, sogar jede Kopfbewegung, Mimik zwischen den Paaren, jede Position. Gerade bei Formationen ist es ja wichtig das jeder zu jeder Zeit weiss wo die andern Paare sind da man sich an denen mittels Augenwinkel ausrichten muss. Nur so kann man die ganzen Bilder stellen usw.

Aufgehört hab ich aus div. Gründen. Mir wurde es einfach zu zeitintensiv. wir haben Montags 2-3h Techniktraining gemacht (Basics), Sa und So war 4-6h Formationstraining. Dazu kam das freie Training das man individuell mit der Partnerin ausgemacht hat. Dann eben das sekundäre Training wie Joggen oder Fitnesstudio..... das wurde mir einfach zuviel. Mit den Jahren hab ich gemerkt, dass ich keine Bekannte mehr ausserhalb des Teams hatte weil eben das Wochenende verplant war. Fr abend geht man nicht weg wenn man Sa um 8 oder 9 in der Halle stehen muss. Sa abend is auch gelaufen weil man nach 6h Training keinen Bock mehr hat was zu tun... Dazu jeden Januar ein mehrtägiges Trainingslager (das waren dann 10-13h Training am Tag und abends Videoanalysen im Hotel oder Klamotten mit Strass bekleben). Ausserdem gab es dann Differenzen mit dem Trainer bzw dessen Besetzungspolitik. Wir hatten im A-Team 9 komplette Paare, also 8 auf der Fläche und 1 Ersatzpaar. In meiner letzten Saison wurden mir dauernd neue Partnerinnen zugeteilt (Krankheitsbedingt, Jobbedingt hatten die Mädels halt wenig Zeit). Dadurch konnte ich mich aber nie auf ne Partnerin einstellen was gerade bei Drehungen usw wichtig ist. Jede Frau muss anders geführt werden und Formationstanzen ist eben auch oft von Führungswechsel durchzogen. soll heissen ab und an muss einfach die Frau die Führung übernehmen weil der Herr z.B. rückwärts tanzt und nur sie sehen kann wo es hingeht. Da ist wichtig das die Chemie im Paar stimmt und man sich vertraut. Bei ständig wechselnden Partnern klappt das aber nicht. Das ging mir eben derb auf den Sack. Dann hab ich irgendwann Konsequenzen gezogen und nach Ende der Saison meinen Abschied genommen.
 
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