Einen klaren Tipp oder ähnliches kann ich dir nicht geben. Ich wurde damals arbeitslos und hab ganze 2 Jahre nichts gefunden - dann wurde mir ein Praktikum in einem Altenheim angeboten und ich dachte mir, was solls ?! Wenn es klappt, ist ok, wenn nicht - auch egal.
Nun ja, es klappte wunderbar, auch wenn ich zu Anfang einiges "ertragen" musste, weil es absolutes Neuland für mich war, in der Ausbildung hatte mir überwiegend die Theorie im Fachseminar zugesagt - die Praxis in meinem Heim - PRIVATES HEIM (NICHT ZU EMPFEHLEN) war allerdings nicht so gut. Man lernt dort kaum etwas und wird nur ausgenutzt, besser also Diakonie oder ähnliches suchen.
Nach der Ausbildung hatte ich überhaupt keine Lust mehr auf diesen Beruf - aber dann kam ein Angebot zu mir und dafür werde ich wohl ewig dankbar sein.
Bin bei einem Träger der Rheinischen Gesellschaft und bin sehr sehr glücklich. Das wichtigste an diesem Beruf ist ein funktionierendes und intaktes Team. Hast du keine gute Arbeitsatmosphäre, dann hast du nicht sehr lange Spaß am Beruf.
Bei und ist auch nicht alles optimal, aber wenn man Kollegen hat, auf die man sich verlassen kann, dann ist alles nur Nebensache.
Ich muss dazu sagen, das ich kein typischer Altenpfleger bin. Ich bin nun mal nicht der "Liebling-Schwiegersohn" und hab meine spezielle Art. Bin immer direkt, offen und ehrlich, auch wenn es manchmal vielleicht nicht so passt - aber gerade das hat mich ausgemacht - jeder kennt mich und schätzt meine Art bei der Arbeit.
Wirklich, es mag viele schöne und vor allem weniger anstrengende Berufe geben, aber dies ist für mich meine Berufung. Man baut Beziehungen auf, verliert aber natürlich auch viele liebgewonnene Menschen, aber man wächst mit den Erfahrungen und das prägt einen fürs Leben - im sehr positiven Sinne.