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Philosophieren mit Jojo!

Wenn ihr Bücher mit Verschwörungstheorien lesen wollt, dann tut euch mal Iluminati und Sakrileg von Dawn Brown an, die sind echt gut
 
GENAU DIESE BÜCHER SOLLTE MAN NICHT LESEN!!!

Hier wird Volksverdummung im ganz großen Stil betrieben, wie auch ansatzweise schon bei den Matrix-Filmen. Nein, das ist eindeutig die FALSCHE Literatur!
 
@JannLee:
Habe wir doch schon hinter uns, so wie Van Helsings Geheimgesellschaften, das größte Geheimnis der Menschheit, die Pyramide der Wahrheit etc...

Aber allen gemein ist, dass sie sich immer aufeinander beziehen. Viele dieser Autoren verschweigen nicht mal, dass sie einfach nur die "anderen Bücher" gelesen haben und daraus ihre eigenen "Schlüsse" zogen.


Einzig wahr ist, dass Geld die Welt regiert, und nicht irgendwelche Demokraten oder so ein Geschmeiss. Die internationalen Banken regieren diesen Planeten, und sonst niemand. Denn wer das Geld hat, der schafft an. Aber wer Schulden hat, der gehorcht. Und die schlimmste Erkenntnis aus diesem Wissen ist, dass alle Kriege auf diesem Planeten immer von denselben Banken finanziert wurden.

Denn als kleines Milchmädchen glaube ich einfach nicht, dass Bill Gates einer der reichste Mensch der Welt sein soll, da gibt es noch viel reichere. Aber die verstecken sich. Warum?

:devil: Pitlobster
 
Evil Wraith hat folgendes geschrieben:

GENAU DIESE BÜCHER SOLLTE MAN NICHT LESEN!!!

Hier wird Volksverdummung im ganz großen Stil betrieben, wie auch ansatzweise schon bei den Matrix-Filmen. Nein, das ist eindeutig die FALSCHE Literatur!

JannLee hat doch nur geschrieben:

"Wenn Ihr Bücher mit Verschwörungstheorien lesen wollt"..... ;)

Dafür sind die Werke von Dan Brown durchaus geeignet - nach Wahrheit hat hier doch kein müder Hahn gekräht. :bigsmile:

EDIT:

@Pit:

Sind das etwa Fam ilienbetriebe, die sich über mehrere Generationen erstrecken? :eek:
 
TripleH9912 hat folgendes geschrieben:

ist nicht Satan und Luzifer das selbe???

Luzifer soll doch der gefallene Engel sein (schönste aller Engel, wollte Menschen nicht ehren, etc.)
Als Satan wird dafür doch dieses Schlangen/Drachenwesen bezeichnet.
Mephisto ist dann wieder ein anderer Name. War glaub ich "Herr Der Fliegen" oder so? ;D
 
pitlobster hat folgendes geschrieben:

Und zu den Pfaffen: Richtig, wo steht geschrieben, dass Pfaffen keinen Sex haben dürfen? Sie dürfen nicht heiraten, aber eine Haushälterin haben sie alle. Fragt doch mal, wieviele Alimente die katholische Kirche an Pfaffenkinder zahlen, und an wie viele nicht. Das ist doch das beste Beispiel für die Verlogenheit dieser Brut, die keine Verantwortung für ihr Handeln übernehmen will, aber brutalste Gewalt benutzt um ihren Willen durchzusetzen. Religionen sind was für Vollidioten, egal in welcher Farbe, egal wen sie anbeten, ob Satan, Luzifer, Gott, Mohammed, Jesus und wie die ganzen Erfindungen nicht heißen, die Realität hat schon längst bewiesen dass sich unter ihnen ebensoviele Verbrecher befinden wie unter all den anderen auch. Demnach ist es nicht weit her mit dem "Glauben", ohne auf den Missbrauch von Kindern im speziellen eingehen zu wollen. In so manchem Dorf herrschen heute noch Verhältnisse wie im Mittelalter, und das hier mitten in Deutschland. Solange die Menschheit den Glauben nicht ablegt und endlich das Gehirn aktiviert, werden wir uns (als Gesellschaft) nicht weiterentwickeln, was man augenblicklich bestens beobachten kann. Oder wie kann es im Jahre 2006 sein, dass ungestraft der heilige Krieg ausgerufen werden darf? Hört sich für mich wie ein Kreuzzug an, die ja auch superheilig waren.

Denn mal unter uns: In welcher Zeit leben wir eigentlich? Und warum gibt es so viele Kriege, wo doch 95% der Menschen auf diesem Planeten irgendeinem Glauben nachhängen? Was sind denn das für dreckige Religionen, die uns nur mit Krieg und Gewalt überziehen, statt Frieden zu stiften?


:devil: Pitlobster

Is zwar richtig was du hier anführst, hat aber im Prinzip auch nichts mit den Religionen zu tun. In jeder Religion ist Nächstenliebe einer der Grundsätze. Wenn die ganzen Gläubigen sich mal die Mühe machen würden, auch nach den Grundsetzen ihrer Religion zu handeln, gäbe es auch nicht so viele Kriege. Aber was soll man machen, Gläubige sind halt auch Menschen. ;)
Dieser Blödsinn mit den heiligen Kriegen ist ja auch nur eine Interpretation der heiligen Schriften, wörtlich steht davon jedenfalls nichts drin. Und auch die schon erwähnte Sache mit der Nutzung von Kondomen.
Als Christ hat man sich im Prinzip nur an die 10 Gebote zu halten, die restlichen Vorschriften sind Interpretationen irgendwelcher Typen aus'm Vatikan und meines Erachtens nicht bindend. Und gegen die 10 Gebote kann man nicht wirklich viel sagen, da stehen ja eher Dinge drin, die ohnehin normal sein sollten (womit wir wieder beim Thema wären).
 
Ich bin der Geist, der stets verneint! Und das mit Recht; denn alles, was entsteht, ist wert, daß es zugrunde geht. Drum besser wär's, wenn nichts entstünde. So ist denn alles, was ihr Sünde, Zerstörung, kurz, das Böse nennt, mein eigentliches Element.

Mephisto stammt in dieser Form aus Goethes Faust und ist eine Abwandlung von Mephistopheles, dessen etymologische Herkunft nicht gänzlich geklärt ist.

Lucifer war in der römischen Mythologie der Sohn der Aurora (bei den Griechen Phosphoros als Sohn der Eos). Beide Name bedeuten Lichtbringer. Luzifer kann aber auch mit Morgenstern übersetzt werden. Dieser Begriff kommt nicht in der Thora oder der hebräischen Bibel vor. Erst in der griechischen Übersetzung.

Satan stammt vom hebräischen Wort Sin-Teth-Nun ab. Es bedeutet Widersacher. Das arabische Schaitan leitet sich ebenso davon ab, Widersacher der Menschen wäre hier die Bedeutung.

Beelzebub war ein Got der Philister (deswegen sollten wir uns auch zweimal überlegen, ob ihren angeblichen Nachfahren über den Weg trauen sollten), genauer gesagt der Stadt Ekron. Übersetzt bedeutet der Name eigentlich erhabener Herr, die Übersetzung, Herr der Fliegen ist eher eine Verballhornung.

Asael bedeutet auf Hebräisch Fürst der Teufel, Abwandlungen wären zum Beispiel Samiel oder Sammael.
 
Danke für den umfassenden Nachtrag, hast mir etwas Arbeit erspart. Wollte ich nämlich heute auch noch was posten.
 
@pit & MagicalChild

1. Religionen gründen sich auf einen Absolutheitsanspruch, müssen zwangsläufig abweichende Meinungen verurteilen oder sie verlieren ihren Religionscharakter.

2. Nächstenliebe im christlichen Sinne finden wir nur in der Bergpredigt ausgedrückt. Keine andere Religion geht ausdrücklich so weit, wie das Christentum.

3. Religionen stiften Frieden und Ordnung, sie zum sozialen Kit ganzer Epochen und Kontinente geworden. Sie stiften natürlich nicht irgendein dahin gefaseltes und liberales "Habt Euch alle lieb und gut ist". Sie definieren klar die Rahenbedingungen und steuern sie über Machtpositionen.

4. Es gab eine Menge Kriege, die im Namen der Religion geführt wurde, aber nur wenige davon wurden wegen Religionen geführt. Meist beschränkte sich die Religion auf die Rolle als vorgeschobener Vorwand. Ein Beispiel wären dafür die Kreuzzüge, die zwar nach dem Aufruf von Clermont ein starke religiose Motivation hatten, deren Erfolg (hier meine ich natürlich die große Anzahl an mobilisierten Menschen) aber klar auf materielle und finazielle Interessen zurückzuführen ist.

5. Der "Heilige Krieg" so als Begriff ist definitiv Humbug für Schafshirten und andere die nicht denken können oder wollen. Die Gewalt gegen Andersgläubige ist aber den drei Religionen des Buches nicht fremd und es wird an verschiedenen Stellen dazu aufgefordert. Die von Augustinus entwickelte Idee des bellum iustum gibt zumindest für das Christentum sinnvolle und moralisch richtige Anleitungen zur kriegerischen Gewaltanwendung. Keine ernsthafte Religion verspottet die menschliche Realität der alltäglichen Konflikte und Gewaltausbrüche, nur die Pazifisten haben das immer noch nicht begriffen.

6. Als Christ muß man sich an die von der Bibel und der jeweiligen Kirche aufgestellten moralischen Normen halten, neben dem Dekalog, gehört für Christen die Bergpredigt mit den Gebot der Liebe dazu, dazu kommen noch die diversen Sittsamkeitsanweisungen, sowie das Gebot zur Mildtätigkeit.

7. In der Bibel steht nirgend geschrieben, daß die weltliche Geistlichkeit enthaltsam sein muß und auch die monastischen Gemeinschaften werden nicht erwähnt. Ist aber auch nicht notwendig, denn für monastrische Gemeinschaften gilt die Ordensregel, hier wird genau festgelegt was erlaubt ist und was nicht. Wer dagegen verstößt hat Pech gehabt.

Für die weltliche Geistlichen ist die sexuelle Enthaltsamkeit (Codex Iuris Canonici 277) seit der Synode zu Pavie 1022 (da waren ein Fiesling Papst Benedikt VIII. und ein Heiliger Kaiser Heinrich II. voll bei der Sache - oder anders - ein römischer Raffzahn und ein bajuwarischer Idealist). Dabei kennt die katholische Kirche das ständige Diakonat. Vor der Diakonalweihe, kann man sich entscheiden in Ehe oder zölibatär zu leben. Nur für die Priesterweihe ist der Zölibat zwingend erforderlich. Der Bruch des Zölibats erfolgt also erst nach dem freiwilligen Gelübde, ist also zuallererst einmal ein ehrlose Handlung. Außerdem schreibt der Zölibat Ehelosigkeit vor und verlangt Keuschheit, aber gerade jenem zweiten Punkt sind weite Grenzen gesteckt worden und die Praxis, wie mit kleinen Sündern umgegangen wird belegt dies auch. Wenn man sich jetzt noch die Hintergründe anschaut, nämlich die Forderungen des einfachen Volks nach unverheirateten Priestern, um Simonie und Vetternwirtschaft zu vermeiden, dann kann zu dem Schluß kommen, daß dies gar nicht mal so schlecht ist.

8. Als Alternative zur Religion, gibt es nur die Naturordnung (Recht des Stärkeren) oder die Aufklläung und ihren Folgemodellen.

9. Nochmals Kants kategorischer Imperativ, definiert "normal" im Sinne von Handlungssarten, Handlungsanweisungen und Handlungen sher präzise und sehr zutreffend :

Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

Das bedeuter. Jeder soll so handeln wie er oder sie es rivhtig haltem. Diese Handlung sollze aber zugleich die Erwartungen aller andern treffen.

In Worten des Vorteilserwartung ausgedrückt, jeder solle so handeln, daß er seinen Vorteil maximiert und gleichzeitig die Vorteile der anderen maximiert.
 
@rams-es:
Danke für deine Ausführung, aber das war nicht mein Argument. Ich sagte: Wenn doch die weit überwiegende Mehrheit der Menschen auf diesem Planeten irgendeinem Glauben nachhängen, wieso gibt es dann soviel Gewalt und Kriege auf dieser Welt? Da kann es nicht weit her sein mit dem Glauben.

Wäre ich gläubig, würde ich keine Waffe anfassen, nicht einmal aggressive Sprache benutzen, denn dann wollte ich ja Frieden und Freude stiften. Genau das Gegenteil aber passiert, ein aufgebrachter gläubiger Mob schreit wütend nach Gewalt und Vergeltung, bringt Menschen anderen Glaubens grausamst um etc... Und dieses Verhalten findest du unter allen Gläubigen aller Richtungen. Macht wohl doch nicht so friedlich und überlegen wie immer behauptet wird, sondern eher wütend und aggressiv, dieser Glauben, bzw. diese Religionen.


8) Pitlobster
 
@pit

siehe

5. Keine ernsthafte Religion verspottet die menschliche Realität der alltäglichen Konflikte und Gewaltausbrüche, nur die Pazifisten haben das immer noch nicht begriffen.

Religionen dienen nicht dazu Ringelpietz mit Anfassen zu veranstlten. Wenn Du gläubig wähst und zwar die Sorte Sklavengläubiger, dann würde jemand ganz schnell das Vakuum füllen und Dich an die Leine nehmen. Das hat aber nichts mit Religion zu tun. Es gibt Menschen die führen und andere werden am Nasenring geführt, c'est la vie. Ob Gläubigsein aggressiv macht? Wahrscheinlich weniger als Xbox spielen.

Beachte auch 1), die Rede ist von Religionen, nicht von ihren Schafen.
 
Nein, die Rede ist vom "Glauben", den sowieso jeder so auslegt wie er es gerade braucht. Die überweigende Mehrheit der Menschen behaupten gläubig zu sein, verhalten sich aber nicht so.

Darum behaupte ich ja felsenfest, dass ausgerechnet die Führer der diversen Religionen alles andere als gläubig sind. Das sind Geschäftsleute und Militaristen. Und die Schafe sind ihr Kanonenfutter.


8) Pitlobster
 
@pit

Jetzt kann ich Dir nicht mehr ganz folgen. Wo ist das Problem?

Der Behauptung gläubig zu sein, ist ja schon aus logischen Gründen mit Mißtrauen zu begegnen. Dazu kommt, daß es keinen zwingenden Grund für einen tatsächlich Gläubigien gibt friedfertig zu sein. Ergo kann ein Gläubiger sich so oder so verhalten, natürlich im Rahmen des Wertekanons seiner Religion. Ergo macht Dein Vorwurf des Fehlverhalten keinen Sinn. Nur im Fall des Wolfs im Schafspelz, ist Deine Kritik berechtigt (anders handeln als angegeben).

Wie Du daraus schließt, daß die Oberhäupter der Religionen allesamt Geschäftsleute oder Militaristen sein sollen, ist auch nicht ganz ersichtlich. Wer sollen denn die Oberhäupter sein? Die Tausende von Führungskräfte oder dürfen wir auch noch bei hierarchischen Religionsgemeinschaften die Führungsebene mitzählen? Das Einzelne Herrschaften durchaus Deine Bezeichnungen verdienen, will ich nicht bestreiten, aber allesamt? Die derzeitigen Bischöfe in Deutschland sind es jedenfalls nicht und auch über den letzten, wie auch den aktuellen Papst kann man geteilter Meinung sein, aber beide waren und sind Theologen durch und durch. Nur beim Patriachen von Athen gebe ich Dir absolut recht, dieser listige Gnom zählz schon bei Einmarsch die Penunzen.
 
Welchen von den 2 Patriarchen meinste? :D

(Insider...fallst du ihn nich raffst, frage ruhig) :sun:


Zu dem anderen gerede: du sagtest
Dazu kommt, daß es keinen zwingenden Grund für einen tatsächlich Gläubigien gibt friedfertig zu sein. Ergo kann ein Gläubiger sich so oder so verhalten, natürlich im Rahmen des Wertekanons seiner Religion. Ergo macht Dein Vorwurf des Fehlverhalten keinen Sinn.

Ist n Widerspruch. Zum Wertekanon des Christentums gehört doch das Gebrabbel von Frieden und bunten Eiern. Also was heißt hier so und so verhalten....völliger Quatsch!


Weiter:

Nur weil jemand Theologe ist.....was für ein Argument. Es gibt auch korrupte Polizisten.
Ich nehme diesen Leuten übrigens auch nicht ab das ihr Glaube derart fest verankert ist.
Keiner kann mir erzählen das ein Mensch der klar im kopp ist und "gut" dazu ruhig schlafen kann wenn er die AIDS-Rate mitsteigert.
 
@rams-es:
Genau das meine ich, den "wahren Glauben" gibts überhaupt nicht, weil sich jeder Einzelne das zusammenbastelt was er gerade braucht. Niemals kannst du einen Gläubigen festnageln, weil er sich immer windet wie ein glitschiger Aal um nur ja keine eindeutige Aussage zu machen. Mit Gläubigen ist demnach kein Staat zu machen, aber offensichtlich herrlich Krieg zu führen.

Denn da liegt doch das Problem, sie lassen sich zu Gewalttaten aufstacheln, wenn es aber darum geht Rechenschaft abzulegen, wars keiner mehr. Das beginnt bereits bei der Taufe (eines Menschen der sich noch nicht wehren kann) und endet noch nicht bei den Heiligen Kriegen und Kreuzzügen. Müssen ja tolle Götter sein die solche Leute anbeten.

Und überhaupt, in welchem Zeitalter lebe ich wenn ich mich noch mit solchem Schwachsinn auseinandersetzen muss? Denn wenn die Religionen etwas geschafft haben, dann das Verharren im Mittelalter.


8) Pitlobster
 
@travis

Den mit dem Bart!

Ist kein Widerspruch, denn auch die christliche Religion kennt Gewalt als Mittel. Selbst wenn man die durchaus brutalen Methoden des alten Testaments wegläßt, so bleiben in den Paulus Briefen und in der Offenbahrung des Johannes viele nette Gemeinheiten übrig. Die Bergpredigt steht nun einmal nicht absolut. Dazu kommen noch die Theorien und Konzepte des wehrhaften Christentums. Es ist bis heute aus christlicher Sicht nichts dabei einen Wucherer zu steinigen. Erst die Erhebung bzw. Wiedererweckung der moralischen Werte in der Auseinandersetzung mit der Aufklärung und als Unterstützung der Romantik lassen uns solches Tun barbarisch erscheinen. Heute würden außer mir in Mitteleuropa wahrscheinlich wenige in die Schlacht mit Ruf "Deus lo volt!" (Gott will es so) ziehen, aber die Zeiten sind noch nicht allzu lange vorbei, wenn ich an den christlichen Befreiungskampf gegen Hitler denke. Die archaischen Grundhaltungen finden wir aber auch noch heute bei den Evangelischen Kirche Nordamerikas. Da gibt es Gedankenkonstrukte, wo Abtreibung als Mord, Alkohol als Teufelei, aber das Abknallen von VCs als heilige Aufgabe vorgegeben werden. Die Sache ist wirklich nicht so einfach, zumal jede Religion einen Wahrheitsanspruch verkörpert, den sie nach außen mit allen Mittel verteidigt. Damit sind nicht immer nur Schwert und Feuer gemeint, sondern auch die Feder, wie Papa Ratzinger in den letzen zehn Jahren eindrucksvoll bewiesen hat.

Ein Theologe ist nicht mit einem Polizisten zu vergleichen, eher mit einem Philosoph und Du hast sicherlich recht, auch wird es den einen oder anderen geben, der die Macht seiner Feder mißbraucht. Dazu gehören aber immer zwei, der Verführer und die Rezipienten, die sich die Hörner aufsetzen lassen. Es gibt sicherlich den Priester oder Pfarrer der Tante Ernas Häuschen gerne an die Kirche verschrieben sehen würde und es mit seinen Mittel versucht zu erlangen. Aber generell die Vertreter einer Religion unter Generalverdacht zu stellen ist lachhaft und obszön. Das wäre genauso, wie wenn man allen Lesben unterstellen würde, daß sie Männer meuchelnde Amazonen sind. Man muß die Positionen der unterschiedlichen Religionen ja nicht teilen und man kann sie eigentlich in allen Belangen kritisieren, nur sind die meisten Menschen dazu gar nicht in der Lage, da meist selbst im Glashaus sitzen. Alles hat seinen Preis und ohne Ying gibt es auch kein Yang.

Die Normen auf die sich unserer gesellschaftliche Realität bezieht, haben sicherlich ihre Wurzeln im abendländischen Christentum. Aber ohne die Aufklärung würden wir sie nicht verstehen und wurden tatsächlich viel stärker unter größeren Widersprüchlichkeiten leiden. Das man keine fremde Menschen schlägt, wir moralisch durch das christliche Gebot der Nächstenliebe, rational durch die Goldene Regel und die Vernunft begründet. Bei mir reicht eigentlich eine einfache Kosten/Nutzen-Berechnung und die Sache ist entschieden. Ein anderer fühlt sich dem moralischen Aspekt stärker zugehörig und handelt deshalb so. Dabei habe ich die staatlich/rechtlichte Perspektive einmal weggelassen. Normal im moralischen Sinn hat nichts mit Mehrheiten zu sondern erzeugt a priori Zwänge zum Handeln. Wenn jemand auf der Straße verdroschen wird, dann ist die verdammte Pflicht eines jeden Passanten demjenige zu helfen, ganz einfach, weil es uns moralisch vorgeben ist so zu handeln. Leider sieht es in der Realität anders aus und dies unterstreicht eigentlich meinen grundsäzlichen Standpunkt, daß man mit Moral oft keinen Stich macht. Den Gedanken, wie der Geprügelte in einer Vorteilsberechnung unter Konditionen des PD heben wir uns auf.

Zu AIDS und der Position der katholischen Kirche zu Sex und Liebe, will ich Dich nur daran erinnern, daß eben in dieser sozialrevolutionären Bergpredigt genau diese Punkte angesprochen werden. Die Ehe ist in höheres Gut, genauso wie das ungeborene Leben, nicht einfach unter den Tisch gekehrt werden kann. Ich sehe die Problematik selbst sehr wertfrei und finde die Logik beider Seiten überzeugend, welches der richtige Weg ist kann ich heute noch nicht sagen, tendiere aber generell zur katholischen Haltung, da ich als Historiker in Arbeiten zur Gesellschaftlichen Umbrüchen und Lebensentwürfen immer wieder festgestellt habe, daß der Protest der Kirche vehement war, aber eben auch zutreffend (der moderne Staat hat das Individuum vereinsamt, das vereinsamte Individum wurde entmoralisiert und damit die Gemeinschaft innerhalb der Gesellschaft zerstört, jeder denkt nur noch an sich... (diesen Ausblick findest du in den Historisch-politischen Blättern 1904/III). Ich aus diesem Grund sehr vorsichtig mit der Bewertung von persönlicher Freiheit, Reichtum und Selbstverwirklichung, persönliches Glück haben diese Freiheiten nur den wenigsten Menschen gebracht.
 
Ob es den wahren Glauben gibt, können wir eben nicht beurteilen. Zudem würden wir uns schwer tun zu definieren, was eigentlich wahre Glaube sein soll. Wie gesagt ich wäre in diesem Punkt sehr vorsichtig. Denn daß manche Leute tatsächlich glauben steht ja außer Frage, nur ob das, was sie glauben auch das Richtige ist, da wird es knifflig und am Wahrheitsgehalt wird gemessen.

Ansonsten fehlt jetzt die Zeit, diese recht unsinnigen Kommentare von Dir zu zerlegen.

1. Siehe Post weiter oben - Der Wille zur Gewalt wurde sicherlich durch Religionen gefördert, aber dahinter standen immer solidere Motivationen (für alle Beteiligten) wie Gier oder Zorn. Väterchen Krieg ist nun einmal eine ultima ratio im menschlichen Handeln, daraus den Religionen ein Strick zu drehen ist wohl mehr als verfehlt. Es werden mehr Menschen im Jahr durch besoffene Autofahrer oder durch Drogen umgebracht als durch Religionen.

2. Verharren im Mittelalter? Es ist keine Floskel, wenn wir vom christlichen Abendland als Gesellschaftsmodell sprechen. Die Inividualisierung und zunehmende persönliche Freiheit verdanken wir dem Christentum. Nur die Christem und die Juden haben den Prozess der Aufklärung durchgemacht, dies ist kein Zufall. Das Herr Lobster so lebt, wie er lebt, wäre ohne Christentum, also Religion gar nicht möglich. Ohne katholische Kirche, könnte sogar sein, daß wir heute keine Xbox hätten, den Religionen sind nicht nur Vehikel von Liebe, Haß, Überzeugungen, Lebensweisen, sondern auch von Weisheit und Intelligenz!
 
Auf den Punkt gebracht: Religionen sähen (und rechtfertigen) Gewalt, und die Gläubigen sind gewalttätig. Genau das habe ich eingangs gesagt, und genau darum kann man mit Gläubigen so herrliche Kriege führen.

Da bin ich lieber ein friedfertiger Ungläubiger der gerne streitet und diskutiert als zuzuschlagen. So wie dieser Gläubige Bush, der ja auch nur im Namen Gottes handelt, gelle, weil er denkt sich sowas doch nicht aus. Er hört Stimmen die ihm befehlen. Ich würde sowas als Geisteskrankheit bezeichnen.

8) Pitlobster
 
pitlobster hat folgendes geschrieben:

Wenn ihr die Werke sogenannter "Satanisten" sehen wollt, genügt es unter die Eisenbahnbrücken in Dachau zu schauen. Da findet man vom aufgespießten Hamster bis zur ausgeweideten Katze alles was sich kranke Gehirne ausdenken können. Hätte ich nicht selbst eine schwarze Katze verloren würde ich darüber lachen. Satan ist der Teufel (schwarz), Luzifer ist die Lichtgestalt (weiß), aber das Leben ist bunt. Alles andere ist (geistig) tod.



Und zu den Pfaffen: Richtig, wo steht geschrieben, dass Pfaffen keinen Sex haben dürfen? Sie dürfen nicht heiraten, aber eine Haushälterin haben sie alle. Fragt doch mal, wieviele Alimente die katholische Kirche an Pfaffenkinder zahlen, und an wie viele nicht. Das ist doch das beste Beispiel für die Verlogenheit dieser Brut, die keine Verantwortung für ihr Handeln übernehmen will, aber brutalste Gewalt benutzt um ihren Willen durchzusetzen. Religionen sind was für Vollidioten, egal in welcher Farbe, egal wen sie anbeten, ob Satan, Luzifer, Gott, Mohammed, Jesus und wie die ganzen Erfindungen nicht heißen, die Realität hat schon längst bewiesen dass sich unter ihnen ebensoviele Verbrecher befinden wie unter all den anderen auch. Demnach ist es nicht weit her mit dem "Glauben", ohne auf den Missbrauch von Kindern im speziellen eingehen zu wollen. In so manchem Dorf herrschen heute noch Verhältnisse wie im Mittelalter, und das hier mitten in Deutschland. Solange die Menschheit den Glauben nicht ablegt und endlich das Gehirn aktiviert, werden wir uns (als Gesellschaft) nicht weiterentwickeln, was man augenblicklich bestens beobachten kann. Oder wie kann es im Jahre 2006 sein, dass ungestraft der heilige Krieg ausgerufen werden darf? Hört sich für mich wie ein Kreuzzug an, die ja auch
superheilig waren.

Auch wenn du recht hast mit deinen Vorwürfen was Gewalt, Vetternwirtschaft und Missbrauch z.B im Mittelalter durch die hohen Krichenfürsten angeht, so würd ich die Leitgedanken einer Religion wie des Christentums z.B in Punkto Nächstenliebe nicht mit einzelnen Missbrauchsfällen durch Kirchenführer gleich setzen - oder findest du, dass die ganze Idee eines Glaubens gleich wertlos ist, wenn es schwarze Schafe unter den Gläubigen gab?
 
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