G
gyroscope
Guest
@Psychologe
Danke für den Diskussionsbeitrag, interessant zu erfahren.
@piko
So sieht's aus
Danke für den Diskussionsbeitrag, interessant zu erfahren.
@piko
So sieht's aus


sinalco87 hat folgendes geschrieben:
So ist auch dein Zitat nicht zu verstehen, dass die, die schlecht handeln gerichtet werden sollten, sondern viel mehr so, dass keiner sich von außen anmaßen solle das Verhalten dieser Person zu verurteilen, also ist das eher ein Freibrief für Verbrechen!
Warum denn nicht, ohne Frage hat der es ziemlich drauf gehabt^^TAPETRVE hat folgendes geschrieben:
Hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet ich mal Jesus zitieren würde.
sinalco87 hat folgendes geschrieben:
@ TAPE
Nur das Silverhawk besonders im Bezug aufs AT absolut unrecht hat
Auge um Auge, Zahn um Zahn geht gewiss ums Vergelten.


sinalco87 hat folgendes geschrieben:
Wenn ich einzelne Sätze aus der Bibel nehme, kann ich auch diesen hier nutzen: "Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. (Lukas 12.51-53) 35 Ich bin gekommen, den Sohn mit seinem Vater zu entzweien, die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; 36 die eigenen Angehörigen werden zu Feinden."
Matthäus 10, 35-36. Nur dieser Satz klingt aber etwas anders als im Kontext des NT's oder?




Da sind mehrere Fehlschlüsse drin. Zum einen ist es zwar meine Meinung, da hast du vollkommen recht, jedoch orientiert sich diese an gängigen Gesetzen und Gesetze und Ordnungen entstehen nicht willkürlich sondern sind nachvollziehbar und vor allem erfordern sie entweder der mehrheitlichen Zustimmung oder aber einer Form von Macht sie auch gegen Widerstand durchzusetzen. Denoch ist es nicht meine Exklusivmeinung, wie du es grade andeutest.
Und grober Fehler: Ich gehe NICHT davon aus, dass Menschen durch Strafen von Straftaten abgehalten werden, habe ich das irgendwo so geschrieben? Glaube eigentlich nicht. Ich weiß sogar sehr wohl, dass Strafen Dinge nicht verhindern. Meine Begründung liegt also nicht in der Abschreckung von Nachahmnern, sondern in der puren Sanktionierung der Tat.
Meine These (die Gott sei Dank niemals bewiesen werden wird): Würde man Mörder nur für ein Jahr einsperren oder sogar gar nicht, wäre die Rückfallquote drastisch höher, da man sie aber für 10-20 Jahre wegsperrt, verändert sich bei vielen das Wesen (man wird ruhiger im Alter, nach einem Jahr wäre man der selbe aufbrausende Charakter) und andere sterben einfach in Haft.
Diese Tatsache ist weder fiktiv noch subjektiv. Das Bedürfnis das Leben eines Artgenossen zu schützen und sogar dessen Tod zu rächen (sofern von einem bestimmten Subjekt verursacht) ist absolut natürlich.
Du kannst solche Prozesse nicht nur beim Menschen, sondern auch im Tierreich beobachten. So kommen Hunde anderen Hunden des "Rudels" zu Hilfe, wenn diese durch Jaulen eine Notsituation beschreiben und beißen, sofern es zum Äußersten kommt, den Verursacher des Leids tot.
Das Bedürfnis das Leben eines Artgenossen zu schützen ist aber keinesfalls eine künstlich erschaffene Ethik.
Da widerspreche ich dir absolut. Zwar haben Mörder einen Grund zu morden, allerdings muss dieser defintiv nicht an die ermordete Person geknüpft sein.
Wissen wir das? Bitte vergleiche jetzt nicht verschiedene Gesellschaften miteinander, sondern blein in den Grenzen eines Landes und da wären mir solch empirischen Beobachtungen vollkommen neu. Würde mich auch wieder eine Studie zu interessieren^^
Du Verallgemeinerst unglaublich und genau das ist dein Problem. Selbst wenn es die Rückfallgefahr nur minimal verringert, so ist doch die Frage ob wir dieses kleine Bisschen ´, was das Leben von Menschen schützt, nicht höher erachten sollten als die Freiheit eines Täters. Vielleicht sind die Rückfallquoten wirklich gering, aber sie sind niemals null und somit hat für mich das menschliche Leben als höchstes gut immer Priorität.
Und auch das der Täter sich in keinem Fall bessert ist falsch. So kommen nicht weniger Mörder im Laufe der vielen Jahre Haft zur Einsicht und zeigen wahre Reue. Strafe führt zu verschiedensten Reaktionen: Die einen rebellieren, die anderen resignieren und manche wenige rekapitulieren wieso eigentlich und kommen zur Einsicht.
Siehe oben: Dieser Wert ist natürlich und keinesfalls auf die menschliche Ethik zu beschränken
Abschließende Frage: Bist du eigentlich dafür Mörder nicht zu bestrafen? So kommt es mir fast vor und diese Einstellung fänd ich äußerst interessant, denn gibt es dann überhaupt Verbrechen, die sanktioniert werden dürften?



Nun lass uns das Ganze hier aber nicht zu philosophisch aufblähen, denn ich gehe ganz explizit von den Gesetzen im hier und jetzt aus, welche natürlich nicht zeitlos sind, aber hier und jetzt gelten. Was vor oder in 500 Jahren der Fall ist spielt für dieses Thema heute keinerlei Rolle, da wir nicht die historische Entwicklung dokumentieren wollen und auch keine soziologischen Analysen betreiben

Ich rede vom Trieb einem Artgenossen das Leben zu retten, du machst daraus Rache, das kann man in der Tat nie unter einen Hut bringen.
Nein! Es gibt viele Beispiele in der Tierwelt, wo Fehlverhalten gruppendynamisch (durch Ausschluss, Vertreibung ect) sanktioniert wird. Machtkämpfe in Rudeln führen für den Verlierer immer zu temporärer Isolation oder sogar kompletter Vertreibung, wenn nicht tot, dies geht in jedem Fall über die reine Notwehr hinaus. Somit ist auch die Sanktion fester Bestandteil der Tierwelt, nicht nur der Menschen.
Sorry, aber das ist nichts weiter als eine haltlose These deinerseits. Du kannst nicht die Beweggründe eines Menschen kennen und eine Analayse, dass ein Erlebnis dieser Art derart einschneidend ist, dass man es kein zweites mal tut, halte ich ebenfalls für zweifelhaft.
Fakt ist: Selbst ausgewiesene Experten bewiesen oft, dass die Rückfallgefahr kaum realistisch einschätzbar ist. Es gibt genügend Beispiele, doch dazu mehr an einer anderen Stelle deiner Aussage.
1. Bitte zeig mir nur eine dieser Studien, würde mich ernsthaft interessieren
3. Erneut mein Einwand: Selbst wenn die Wirkung gering ist, sie ist vorhanden und egal wie gering es ist, solange es Menschenleben schützt ist es das definitiv wert. Meine Meinung dazu
Und ein Raubmörder, der nicht sanktioniert wird, ist keine Gefahrenquelle?
Du widersprichst dir auch selbst, denn zum einen sagst du ein Mord ist so ein einschneidendes Erlebnis, dass man wohl kaum einen zweiten begeht, auf der anderen Seite sagst du dass diese Menschen so verzweifelt sein können, dass sie eine akute Gefahr sind.
Von welchem Schutz reden wir? Ein Gefangener kann sicher noch schaden anrichten (was vor allem schlechten Haftbedingungen und mangelnder Sicherheit geschuldet ist), aber nicht mehr der Allgemeinheit, somit ist Schutz für mich doch gegeben.
Ich kenne die Quote nicht genau (allerdings nennst du ja auch nie exakte Daten, somit brauchen wir hier keine Quellenrecherche zu betreiben), aber selbst ein einziger Täter, der entlassen wird und erneut das selbe Verbrechen begeht, ist zu viel.

Ich rede hier ausdrücklich nur von Mord und Vergewaltigung. Kommt jemand wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis und begeht nach seiner Freilassung das selbe Vergehen ist das dumm und wird erneut bestraft, aber er zerstört damit kein Menschenleben,...
immerhin löscht dieser dann erneut ein Menschenleben aus und für mich ist ein Menschenlebene mehr wert als die Lebensqualität von 10.000 anderen, ...

Die Urteile müssen von unabhängigen Personen, völlig frei von persönlichen Emotionen gefällt werden.
Dennoch haben diese Hinterbliebenen ein Recht darauf Gerechtigkeit zu erfahren. Bevor du dich jetzt darauf stürzt mich zu fragen was gerecht ist: Das kann ich dir nicht beantworten.
Und zum Schluss: Jetzt vergleiche ich auch mal Gesellschaften miteinander: Überall dort, wo Mord nicht sanktioniert wird, gibt es davon haufenweise. Nehmen wir Kriegsgebiete. Dort gibt es zum einen die durch die Kampfhandlungen Sterbenden, die wir jetzt mal rausrechnen, es gibt aber auch, da ein Anarchieähnlicher Zustand herrscht, genügend Lustmorde durch frustrierte Soldaten, die Zivilisten oder feindliche Soldaten, die keine Gefahr mehr darstellen, umbringen.

Somit ist es natürlich auch in Massachusetts egal gewesen, ob es Gefängnisse gibt oder nicht, da Strafanstalten hauptsächlich für die gesellschaftlich nicht akzeptierten Delikte notwendig sind wie Ladendiebstahl, schwere Körperverletzung oder schlimmeres.

