Menirules hat folgendes geschrieben:
@ Shikamaru
Deiner nicht existierenden Tochter würde gar nichts helfen, aber das ist auch nicht der Bezugspunkt.
Der Bezugspunkt ist in diesem Fall, was den ANDEREN Kindern in Deutschland helfen würde.
Es geht nicht um Rache, es geht um die von dir schon genannte Prävention.
Aber du setzt da mit deinen Ideen zur Prävention an den völlig falschen Punkten an, und allen voran dann wenn es viel zu spät ist (= nachdem es das erste Mal passiert ist).
Und das , was hier die Hälfte von sich gibt, würde garnichts zur Prävention tun. Abschreckung ist und war noch nie eine gute Maßnahme zur Prävention.
Nehmen wir mal an Sexualstraftätern werden ab morgen ohne Betäubung die Eier abgehackt.
Was machen dann die Menschen mit pädophilen Neigungen. Klar, sie versuchen diese zu Unterdrücken. Aber wie lange geht das gut? Ich gehe davon aus das 90% aller Pädophilen das jetzt schon tun, denn jeder weiß wie die Gesellschaft so jemanden betrachtet. Und für sowas gibt es keinen Schalter, den man umlegen muss und alles ist gut.
Und die Androhung von Grausamen Strafen, hilft so im Prinzip nur einer Sache: Dass Straftaten von den Tätern besser Geheimgehalten werden.
Wer gestern sein Nachbarskind nur vergewaltigt hätte, hätte es morgen gleich noch danach in einer Kurzschlussreaktion umgebracht, aus Panik heraus was passiert wenn das Kind nicht schweigt. Und das versaut so ein Leben ein bisschen mehr als Vergewaltigt zu werden. Und selbst wenn der Täter nicht gleich zum Mörder wird, werden ihm sicherlich andere Maßnahmen einfallen, die die Strafverfolgung hindern (zum Beispiel nicht in der Nachbarschaft "grasen")
Und eben deshalb ist nicht die Frage "was macht man mit den Tätern".
Die Frage sollte sein "Wie verhindert man das Leute zu Tätern werden".
Und das tut man nicht in dem man ihnen Verstümmelung androht. Das elimiert nicht das Problem, das fordert nur dazu auf es solange zu Unterdrücken, bis der Druck zu groß ist.
giles sagt es ganz richtig, entsprechende Einrichtungen und präventive Projekte sind angebracht. Verständnis für potenzielle Täter. Nicht im Sinne von "Es ist ok, das du Kinder fickst" sondern im Sinne von "Es ist NICHT ok, das du Kinder ****** willst, aber es ist OK zuzugeben das du ein Problem hast".
Und da darf es auch nicht aufhören. Mehr Aufklärung für Eltern, und für Kinder, und sowieso für jeden. Auf Zeichen aufmerksam machen, dass jemand in der Nachbarschaft vielleicht auch therapeutische Unterstützung braucht, und Verständnis lehren, solche Leute nicht an den Pranger zu stellen.
Denn nur so kann nicht nur die zweite, sondern auch die erste Tat verhindert werden.