Was ist das mit dem Hass gegen "Die Linke"?

Frybird

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Okay, ich bin neugierig.

Zunächst mal: Ich persönlich bin weder groß rechts noch links orientiert...wenn ich genau sein will ist meine politische Einstellung "frustriert".

That said, verstehe ich dieses subtile bis unsubtile Bashing gegen die Linken vieler Leute, auch von Usern hier.
Wenns um andere Parteien geht, kann ichs schon nachvollziehen: Die Linke ist in weiten Teilen mit den größeren Parteien inkompatibel und teilt eigentlich gegen so ziemlich alle hin und wieder aus.

Aber das heftige Kritisieren gegen die Linken in der Politik sah ich eigentlich immer hauptsächlich als "Propaganda" an, damit die Partei es nicht schafft soviel an einfluss zu gewinnen das sich die anderen wirklich mit denen befassen müssen...

...darum fällt es mir schwer da den persönlichen Hass einzelner Nachzuvollziehen.
Gut, das rührt auch von eigener Erfahrung, ich kenne Leute die zumindest früher bei da waren als es noch PDS hieß.
Und, naja: Größtenteils sind die Leute die ich da gesehen habe, aus mangel eines besseren Begriffs..."harmlos". Gut, gibt immer welche die da grenzwertiges Zeug von sich geben, aber die meisten sind dann doch mehr in der Kategorie "naives Wunschdenken" einzuordnen.

Drum bin ich einfach neugierig, wie man da so viel gegen wettern kann..


(und mir geht das ZDF Bielefeld Verschwörungsbanner auf die Nerven. Ja, Glückwunsch ZDF, du hast ein 18 Jahre altes Meme aus der Internet Ursuppe entdeckt. Das macht euch nicht clever und ich werde da auch nicht draufklicken)
 
Ich nehme an es liegt an der DDR-Angst der Deutschen.

Ein paar seltsame Gestalten der Linken haben sich da nicht selten sehr für die DDR ausgesprochen.

Ansonsten gibt es da imo keinen rationalen Grund für.
Selbst das mit der DDR ist so eine Sache.
Ein paar komische Kerle mit seltsamen Ansichten hat jede Partei.

Und natürlich wird auch jede Partei irgendwie von irgendwem angefeindet.
Die Linken sind eine Außenseitergruppe und sie geben sich ja auch oft recht gerne so.

Witzig finde ich, dass es manche Umfragen gibt in denen die Deutschen ihre Ziele für das Land nennen, aber nie die Linken wählen würden obwwohl diese Partei oft die Einzige ist, die diese Ziele auch tatsächlich im Wahlprogramm hat :D
 
Mich würde das auch mal interessieren. Habe mich letztens erst gewundert, dass die Linke überwacht wird (weil sie links ist?) aber CDU/CSU nicht, obwohl deren Namen aufgrund des "Christlich" viel "verfassungswidriger" ist (nochmal: es ist nichts gegen das Christentum oder dass ich der Partei unterstelle, einen Vatikan aus Deutschland machen zu wollen, mir fällt einfach nur das Messen mit zweierlei Maß ins Auge).
Es ist in Deutschland ja schon irgendwie Tradition, dass man auf dem rechten Auge etwas blind ist und man links quasi überempfindlich sieht, um mal bei Metaphern zu bleiben, aber woher das genau kommt und warum sich das bis heute durchsetzen konnte interessiert mich.

Was die DDR-Sache in der Linken angeht, gab es ja kurz vor den letzten Wahlen diesen Aufruhr, die Linke solle doch bitte zugeben, dass die DDR ein "Unrechtsstaat" war. Die Linke lies aber trotzdem davon ab und eine 70-Jährige Sprecherin erklärte dann, dass man gerne zugibt, dass die DDR nicht toll war, man aber das Wort "Unrechtsstaat" nicht benutzt, weil es ein Quatschwort ist. Klar, trotzdem tummeln sich in der Partei Leute, die noch jeden Morgen ihr Honecker-Poster küssen, aber die generelle Ausrichtung der Partei ist nicht "Back to the DDR". Eben genau so wenig, wie es bei CDU/CSU ein Einswerden von Kirche und Staat ist.
 
MagZero hat folgendes geschrieben:

Mich würde das auch mal interessieren. Habe mich letztens erst gewundert, dass die Linke überwacht wird (weil sie links ist?) aber CDU/CSU nicht, obwohl deren Namen aufgrund des "Christlich" viel "verfassungswidriger" ist (nochmal: es ist nichts gegen das Christentum oder dass ich der Partei unterstelle, einen Vatikan aus Deutschland machen zu wollen, mir fällt einfach nur das Messen mit zweierlei Maß ins Auge).

Es ist in Deutschland ja schon irgendwie Tradition, dass man auf dem rechten Auge etwas blind ist und man links quasi überempfindlich sieht, um mal bei Metaphern zu bleiben, aber woher das genau kommt und warum sich das bis heute durchsetzen konnte interessiert mich.


Was die DDR-Sache in der Linken angeht, gab es ja kurz vor den letzten Wahlen diesen Aufruhr, die Linke solle doch bitte zugeben, dass die DDR ein "Unrechtsstaat" war. Die Linke lies aber trotzdem davon ab und eine 70-Jährige Sprecherin erklärte dann, dass man gerne zugibt, dass die DDR nicht toll war, man aber das Wort "Unrechtsstaat" nicht benutzt, weil es ein Quatschwort ist. Klar, trotzdem tummeln sich in der Partei Leute, die noch jeden Morgen ihr Honecker-Poster küssen, aber die generelle Ausrichtung der Partei ist nicht "Back to the DDR". Eben genau so wenig, wie es bei CDU/CSU ein Einswerden von Kirche und Staat ist.


ich finde im Gegenteil sogar, dass linke Gewalt stets verharmlost wird,
rechte zwar auch, die Medien schreien doch aber bei vermeintlichen Straftaten gegen Ausländer sofort vom Rassenhass und ähnlichem (bei der NSU erscheint es offensichtlich, aber ich erinnere mich an einen Fall 2006, wo zwei Deutsche sich mit einem glaube aus Afrika stammenden Mann geprügelt hatten und sofort wieder eine Rechts-Debatte aufkam, obwohl die Aggression vom Migrant ausging und keinerlei rechtes Motiv letztendlich erkennbar war)

Als vor einiger Zeit die ganzen Brandsätze an Gleisbetten und Bahnhöfen gefunden wurden, wurde mal eine Woche drüber berichtet und dann war wieder gut
 
Hayabusa hat folgendes geschrieben:

ich finde im Gegenteil sogar, dass linke Gewalt stets verharmlost wird,

Das ist auch so eine Sache...

...klar, Linksextremismus ist so scheisse wie Extremismus im generellen, aber mir fällt es schwer ausserhalb der grundsätzlichen Politischen Ausrichtung die Verbindung zwischen der Linken und linker Gewalt zu sehen, vorallem nicht in einem Maße wie bei der NPD (ich würde eher sagen die DKP passt da eher ins Bild, in der Linkspartei gibts zwar die Sozialistische Linke, aber die wird selbst vom Verfassungsschutz eher seperat betrachtet)
 
Shikamaru hat folgendes geschrieben:

Hayabusa hat folgendes geschrieben:


ich finde im Gegenteil sogar, dass linke Gewalt stets verharmlost wird,


Das ist auch so eine Sache...


...klar, Linksextremismus ist so scheisse wie Extremismus im generellen, aber mir fällt es schwer ausserhalb der grundsätzlichen Politischen Ausrichtung die Verbindung zwischen der Linken und linker Gewalt zu sehen, vorallem nicht in einem Maße wie bei der NPD (ich würde eher sagen die DKP passt da eher ins Bild, in der Linkspartei gibts zwar die Sozialistische Linke, aber die wird selbst vom Verfassungsschutz eher seperat betrachtet)

ist richtig,
kann mir das nur so erklären, dass zb. die Sahra Wagenknecht, die Alte vom Lafontaine,die ja auch eine der Vorsitzenden der Linken ist, sich ja offen zum Kommunismus als bevorzugte Staatsform ausspricht und das ja nicht unbedingt im Sinne der "Demokratie" ist
 
Ich finde es eher erschreckend, dass die Linke so akzeptiert wird.

Für mich ist das nichts anderes, wie "die Rechte" wenn es sie denn geben würde.
Sozialismen werden von mir gleich behandelt, ich verabscheue sie. Egal von welcher Seite sie kommen und unter welcher Farbe sie sich tarnen.
Heute geht wesentlich mehr Gewalt von Links als von Rechts aus. Weil sie gesellschaftlich nicht als so schlimm angesehen wird. Denn die kämpfen ja gegen die gerechte Sache, nämlich gegen Rechts. :crazy:

Zur Partei an sich kann man sagen, dass die Linke die Nachfolger der PDS sind, die wiederum die Nachfolger der SED sind, die Ostdeutschland komplett ruiniert haben und das selbst heute, mit Mittlerweile einer Billion Euro aus dem Westen noch nicht da ist, wo der Westen schon vor 30 Jahren war.
Wie man sich von solchen Leuten einlullen lassen kann, ist mir Schleierhaft.

Und ja, ich bin der Meinung, die gehören unter Beobachtung. Auch die Grünen, die ja quasi fast noch linker sind als die Linke.
Die werden ja nicht 24/7 überwacht, sondern es werden lediglich "offene Quellen" zur Überwachung benutzt. Also nichts, was nicht jeder von uns auch erfahren könnte.
Mich würde aber mal stark interessieren, was die hinter verschlossenen Türen erzählen und planen. Ich glaube, da wären wir alle Fassungslos.
 
Menirules hat folgendes geschrieben:


Zur Partei an sich kann man sagen, dass die Linke die Nachfolger der PDS sind, die wiederum die Nachfolger der SED sind, die Ostdeutschland komplett ruiniert haben...

Haben andere Parteien auf der Welt ihre jeweiligen Länder denn nicht ruiniert?

Heutige westliche Länder haben viel größere (finanzielle) Schwierigkeiten als sie der Osten jemals hatte ;)

Was die Gewalt angeht:
Sicher gibt es linke Gewalt.

Die Frage ist aber ob diese von der Partei "Die Linken" ausgeht.
Das tut sie imo nicht.

WessenNachfolgerpartei sie sind ist mir prinzipiell egal.
Die großen Parteien waren nach dem Krieg auch voll von ehemaligen Nazis und sind es teils heute noch.
Stört auch keinen.

Und nur die Aussage "Das sind extreme. Das sind Sozialisten" zieht bei mir auch nicht.

Was konkret stört die Leute am Wahlprogramm der Linken?
Mich stört da viel weniger als bei dem Programm der FDP oder CDU.
 
Du kennst uns doch :bigsmile:

Die Linke ist mit der FDP auf Platz 1 der Parteien, die am weitesten von meinem Idealbild entfernt sind. Und da hilft Diskutieren auch nix.
Also tu ich meinen Beitrag zum Weltfrieden und fang da gar nicht erst an :)
 
Ich verstehe das alles auch nicht so genau. Klar sind in der Linken bis heute viele ehemalige SED-Mitglieder. Aber in der CDU waren auch tausende ehemalige NSDAP-Mitglieder und es kräht kein Hahn danach. Ich finde ganz unabhängig davon auch, dass CDU/CSU vom Verfassungsschutz beobachtet werden sollten, wie hier schon erwähnt wurde. In unserer Verfassung ist verankert, dass Kirche und Staat strikt voneinander zu trennen sind. Da sind Parteien, die das große C im Name tragen doch von vornherein verdächtig, oder?
Das soll keine große Provokation sein, sondern nur zeigen, wie willkürlich unser Verfassungsschutz mMn agiert. Ich finde die Linken nicht viel gefährlicher als die CSU mit ihren Kopftuchverboten und Kruzifixen.

Vielleicht ist es die generelle Angst in Deutschland vor etwas gewagteren Ansichten. Unsere Parteienlandschaft spielt sich doch quasi nur im Spektrum Mitte bis Mitte-Links ab. Alles darüber hinaus gilt als gefährlich. In anderen Ländern gibt es echte Kommunistische Parteien und die US-Republikaner sind zum Teil krasser als unsere NPD.

Und Skepsis vor anderen Parteien als CDU, SPD und FDP haben wir sowieso. Die Grünen regieren mittlerweile ein Bundesland und werden immer noch nicht ernst genommen. Und den Piraten wurde von Tag 1 an keinerlei Entwicklungszeit eingeräumt. Die werden verspottet, dass sie noch keine Ansicht zur EU-Subventionierung von portugiesischen Kartoffelbauern haben. Warum sollten sie auch? So viel ich weiß haben sie ja auch keinen Kanzlerkandidaten aufgestellt.
 
Menirules hat folgendes geschrieben:

Ich hatte jetzt nen Ellenlangen Text verfasst, aber ich lasse es lieber.

Führen würde es eh zu nix :)

Das kenn ich. Und wenn man dann fertig ist denkt man:
Ne, den stress mach ich mir dann doch nicht da mitzumischen^^
 
Silverhawk hat folgendes geschrieben:

Menirules hat folgendes geschrieben:



Zur Partei an sich kann man sagen, dass die Linke die Nachfolger der PDS sind, die wiederum die Nachfolger der SED sind, die Ostdeutschland komplett ruiniert haben...


Haben andere Parteien auf der Welt ihre jeweiligen Länder denn nicht ruiniert?


Heutige westliche Länder haben viel größere (finanzielle) Schwierigkeiten als sie der Osten jemals hatte ;)

Mit solchen Aussagen wäre ich ein bisschen differenzierter. Deutschland hat bis 2008 einen Schuldenstand von moderaten 60% des BIP gehabt, was so alles andere als schlecht ist. Was den Stand jetzt nach oben gedrückt hat waren die Krise und ihre Folgen. Wie das allerdings mit einer Linkspartei ausehen würde, die Keynes und damit eine starke Fiskalpolitik und ineffiziente öffentliche Unternehmen, für die sich der Steuerzahler dumm und dämlich zahlt, aussehen würde, will ich gar nicht wissen. Keynes würde beispielsweise das implizieren, was derzeit in den USA mit der expansiven Geldpolitik gemacht wird - Zinssatz auf null und wenn das nicht weiterhilft, dann wird Geld im Sinne des Quantitative Easing gedruckt, was alles andere als hilfreich in Sachen Inflation ist. Da kannst du mir nicht erzählen, dass wir fiskalisch mit einer Linkspartei besser oder auch nur ähnlich gut dastehen würden...

Allgemein krankt diese Partei allerdings auch unter absoluter Abkehr von der Realität, um einer sozialen Gerechtigkeit hinterherzujagen, die so nicht möglich ist - es sei denn man möchte, dass das ganze System in ein paar Jahren so aussieht, wie derzeit in Griechenland. Um mal zu erinnern: In Griechenland hat der Staat immer sozialiere Zusagen gemacht, die am ende nicht mehr bezahlbar waren.

Ein Beispiel: Die Linkspartei möchte, dass die Löhne mit den Produktivitätszuwächsen der Wirtschaft plus Inflationsrate steigen. Das hört sich ersteinmal nach einer netten Idee an, weshalb viele ja auch die Linkspartei wählen. Die Realität sieht allerdings ein bisschen anders aus. Wir konkurrieren international darum, welches Land die attraktivste Produktionsstätte ist. Wenn die Löhne so stark ansteigen, dann sinkt unsere Konkurrenzfähigkeit im Vergleich mit bspw. Asien extrem. Produktionsstätten werden nach China oder von mir aus auch Osteuropa verlegt und wir bekommen eine massive Arbeitslosigkeit, die jetzt nicht mehr nur die Ungelernten und schlecht ausgebildeten betrifft (siehe unsere hohe Sockelarbeitslosigkeit - in diesem Segment ist Deutschland bereits jetzt durch die hohen Löhne nicht konkurrenzfähig), sondern auch die Mitte unserer Gesellschaft. Wie sehr wir hier derzeit schon zu kämpfen haben, sieht man bereits an der Solarindustrie. Die Linkspartei denkt da immer noch in den Zügen des Marxismus-Leninismus der 1920er, als es noch keine Globalisierung gab.

WessenNachfolgerpartei sie sind ist mir prinzipiell egal.

Die großen Parteien waren nach dem Krieg auch voll von ehemaligen Nazis und sind es teils heute noch.

Stört auch keinen.

Nenn mir mal einen. Ich nenn dir dafür einen Linksextremen aus der SED, der heute noch in der Linkspartei mitmischt: Gregor Gysi wäre jetzt wohl dort, wo Honnecker war - mit Mauer und Schießbefehl, wenn es die DDR noch geben würde.

Was konkret stört die Leute am Wahlprogramm der Linken?

Mich stört da viel weniger als bei dem Programm der FDP oder CDU.

Ja, weil es sich toll anhört, wenn man keine Ahnung hat.
 
scoopexx hat folgendes geschrieben:

Die großen Parteien waren nach dem Krieg auch voll von ehemaligen Nazis und sind es teils heute noch.

Stört auch keinen.

Nenn mir mal einen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_...eder,_die_nach_Mai_1945_politisch_tätig_waren

Und in der Liste stehen nur diejenigen, die mindestens MdL und MdB waren. Abseits davon werden es tausende gewesen sein. Die NSDAP hatte am Kriegsende 7,5 Millionen Mitglieder. Die können nicht alle nach Argentinien geflohen sein.
Knaller sind natürlich die, die danach in der SED waren und dann auch gleich zur PDS gewechselt sind!
 
scoopexx hat folgendes geschrieben:

Ja, weil es sich toll anhört, wenn man keine Ahnung hat.
--------------------------

Darüber ließe sich lange diskutieren.

Simpel gesagt lässt sich das derzeitige System nicht auf ewig aufrecht erhalten, was schon merkwürdig ist, da es nichtmal 100 Jahre existiert.

Ich denke an diesem Punkt kommen wir nicht vorbei.

Ob nun die Linken da die Lösung sind ist natürlich eine ganz andere Frage.
 
Shikamaru hat folgendes geschrieben:

Gut, das rührt auch von eigener Erfahrung, ich kenne Leute die zumindest früher bei da waren als es noch PDS hieß.
Es gibt halt auch viele, die noch dabei sind, als die Partei noch SED hieß. Paranoia, wie schon jemand geschrieben hat. imho völlig unberechtigt.

Mag auch sein, dass diese Brandsatz-Geschichten in Berlin auf Autos und Gleisanlagen mit reinspielen.

Vielleicht hats auch mit dem Euro zu tun... :nut:
 
Silverhawk hat folgendes geschrieben:

scoopexx hat folgendes geschrieben:


Ja, weil es sich toll anhört, wenn man keine Ahnung hat.

--------------------------


Darüber ließe sich lange diskutieren.


Simpel gesagt lässt sich das derzeitige System nicht auf ewig aufrecht erhalten, was schon merkwürdig ist, da es nichtmal 100 Jahre existiert.


Ich denke an diesem Punkt kommen wir nicht vorbei.


Ob nun die Linken da die Lösung sind ist natürlich eine ganz andere Frage.


Das System zu dem Die Linke will hat kaum 10 Jahre durchgehalten ohne dass es zu einer absoluten Katastrophe wurde. Da weiß man doch, was man an unserer sozialen Marktwirtschaft hat. ;) Außerdem muss man nicht immer beim Aufkommen von Problemen gleich nach einem neuen System schreien. Viele denken anscheinend immer noch, dass da draußen das perfekte System herumlungern würde, in dem jeder happy und zufrieden wäre. Reibungsverluste gibt es jedoch immer und in unserem System ist man zumindest freier, als in jedem anderen. Die Frage nach der Abschaffung der sozialen Marktwirtschaft stellt sich mir erst, wenn Innovationen unmöglicher und unwichtiger geworden sind - ein innovationsfreundlicheres System, das Kreativität und Entwicklung von sich allein ohne Bürokratie fast sofort belohnt, wirst du nämlich nicht finden. Die Frage ist doch viel mehr: wie kann man die soziale Komponente um eine ökölogische erweitern und das in andere Länder exportieren?
 
scoopexx hat folgendes geschrieben:


Das System zu dem Die Linke will hat kaum 10 Jahre durchgehalten ohne dass es zu einer absoluten Katastrophe wurde.

Ich hab schon erwähnt, dass die Idee der Linke vielleicht nicht die Lösung ist, oder?

Zumal die DDR auch nur deshalb so schnell unterging weil ihr niemand mehr Geld geben wollte ;)
Würden die westlichen Länder schon seit Jahrzehnten keine Kredite mehr bekommen, wären sie schon lange nicht mehr da.

Das Ganze funktioniert nur auf Pump, war bei der DDR nicht anders.
Solange es Geldgeber gibt, läuft das auch irgendwie.

Ich schreie auch nicht nach einem neuen System.
Die Linke meines Wissens auch nicht.

Aber was du als "Reibungsverluste" siehst, sehe ich als menschliches Elend.
Und ich spreche ja nichtmal nur von diesem Land.
Das kann man ohnehin nicht mehr trennen, also ein Land seperat zu betrachten ist im Grunde nicht mehr möglich.
 
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