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The American Way of Life

Superjojo

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26.11.2004
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Hallo alle zusammen,

vielleicht hat es der ein oder andere mitbekommen: Im Zuge der Förderalismusreform wollen 15 der 16 Bundesländer den Ladenschluss abschaffen und ganz wie in Amerika von Montags bis Samstags ein Rund-um-die-Uhr shoppen ermöglichen!

Damit gehen auch wir Deutschen einen weiteren Schritt in Richtung der amerikansichen Kultur, vor deren maßlosen Zügen man sich in unseren Gefilden eigentlich immer schützen wollte - natürlich alles aus ökonomischer Vernunft herraus, um die schwache Binnennachfrage zu stärken.

Was haltet ihr davon? Findet ihr die Idee gut oder nicht?

Meine Meinung dazu: Aus ökonomischer wie gesellschaftlicher Sicht absoluter Schwachsinn:

Ökonomisch:
- Nur weil die Geschäfte länger auf haben, haben die Leute nicht mehr Geld zum Ausgeben.
- Damit setzen Supermärkte, die dann rund um die Uhr öffnen die kleinen Läden noch stärker unter Druck und treiben diese noch weiter in die Ecke.

Gesellschaftlich:
- Bisher gab es so etwas wie eine gewisse Ruhe Abends ab acht, dass die Menschen zu Hause sind und ihre Ruhe haben, aber nun geht man in Richtung einer niemals schlafenden Gesellschaft, die im Licht von Neon immerzu unterwegs ist - auch nachts um halb 3!
- Den Menschen wird noch mehr zugemutet, auch z.B Freitags Nachts in den Geschäften zu stehen, was ich eine Schweinerei finde.


Aus meiner Sicht eine ebenso nutzlose wie kontraproduktive Idee, die aber sicherlich kommen wird, so wie es aussieht - was haltet ihr davon?
 
HI Jojo!

Zu wann ist das denn geplant das einzuführen.

Ich finde das ist doch doof.
Stellt euch mal vor wie die Verkäufer sich verarscht fühlen, wenn sie jede beschissene Nacht da im Schichtwechsel arbeiten dürfen.
Ich denke auch dazu würde die Kriminalität steigen, denn es gehen mit Sicherheit nicht alle Leute nachts shoppen und kaufen Dinge.

Also ich weiß nicht, erst hielt ich das ganze für ne gute Idee als ich das gerade gelesen habe, aber wenn man da etwas länger drüber nachdenkt!
:0
 
Weltenspieler hat folgendes geschrieben:

HI Jojo!


Zu wann ist das denn geplant das einzuführen.


Ich finde das ist doch doof.

Stellt euch mal vor wie die Verkäufer sich verarscht fühlen, wenn sie jede beschissene Nacht da im Schichtwechsel arbeiten dürfen.

Ich denke auch dazu würde die Kriminalität steigen, denn es gehen mit Sicherheit nicht alle Leute nachts shoppen und kaufen Dinge.


Also ich weiß nicht, erst hielt ich das ganze für ne gute Idee als ich das gerade gelesen habe, aber wenn man da etwas länger drüber nachdenkt!

:0

Mich stört vorallem, dass wir dann einer Gesellschaft entgegen gehen, in der niemals Ruhe einkehrt - immer ist geöffnet, immer sind Leute unterwegs, und nie entsteht sowas wie Stille und Frieden! Ein widerlicher Gedanke, wie ich finde!
 
Ich bin dafür...

Du hast zwar mit deinen ökonomischen und gesellschaftlichen Gegenargumenten durchaus recht, trotzdem war ich schon immer der Meinung, dass es in unserer Gesellschaft jedem selbst überlassen sein sollte, wann er sein Geschäft öffnet und wann nicht.
Das Kritik aufkommt, war wohl schon vorher abzusehen, denn:
Schon vor x Jahren als der lange Donnerstag eingeführt wurde, hatten einige nichts Besseres zu tun, als alles schlecht zu reden... später dann bei der Öffnungszeit bis 8 Uhr (Werktags) und auch beim langen Samstag, war es ähnlich oder sogar teilweise noch schlimmer.
Im Endeffekt sind wir jetzt aber alle froh, dass es so ist, wie es ist (oder kannst du dir noch vorstellen nur bis 18.00 Uhr einkaufen zu können).

Das Ladenschluss-Gesetz habe ich schon immer für Blödsinn gehalten und mit der Abschaffung des selben, machen wir einen guten Schritt in Richtung "Entbürokratisierung".

Ach ja und zum Thema "geänderte Arbeitszeit der Verkäufer":
Also tut mir leid, aber was soll die Wuislerei, Schichtarbeit gibt es in anderen Berufszweigen schon seit 100 Jahren.
 
Habe ich nichts dagegen. Wobei ich mich frage von welchen "kleinen Läden" du hier sprichst? Die Tante Emma Läden haben doch schon lange verloren und daran wird der Fall des Ladenschlusses auch nichts weiter ändern.

Ich empfinde das als zusätzlichen Service auch um 24 Uhr noch etwas einkaufen zu können. Allerdings bezweifle ich, dass wirklich jeder Laden nun 24/7 offen haben wird. Läden die länger als 22 Uhr auf haben, werden auch mit diesem Gesetz die Seltenheit sein.
 
Ich bin auch dafür. Jeder soll solange offen haben, wie er will. Nach einiger Zeit werden sie merken, ob es sich lohnt solange aufzuhaben. Am Ende wird sich das sicher bei den meisten Läden auf 22 Uhr einpendeln.

Und ich persönlich würde zu gerne auch nachts im Laden stehen, denn 1. Nachtzuschlag und 2. weniger los.;)
 
ThoRsten hat folgendes geschrieben:

Habe ich nichts dagegen. Wobei ich mich frage von welchen "kleinen Läden" du hier sprichst? Die Tante Emma Läden haben doch schon lange verloren und daran wird der Fall des Ladenschlusses auch nichts weiter ändern.


Ich empfinde das als zusätzlichen Service auch um 24 Uhr noch etwas einkaufen zu können. Allerdings bezweifle ich, dass wirklich jeder Laden nun 24/7 offen haben wird. Läden die länger als 22 Uhr auf haben, werden auch mit diesem Gesetz die Seltenheit sein.

Es werden vorallem die größen Supermarktketten sein, die das anbieten werden, womit vorallem in den Ortschaften Läden, die mit diesem Service nicht konkurieren können noch weiter unter Druck geraten - das gilt für alle Metiers, es ist egal ob kleiner Drogeriemarkt oder putziger Blumenladen, all jede werden noch stärker unter Druck gesetzt.
 
Superjojo hat folgendes geschrieben:
Es werden vorallem die größen Supermarktketten sein, die das anbieten werden, womit vorallem in den Ortschaften Läden, die mit diesem Service nicht konkurieren können noch weiter unter Druck geraten - das gilt für alle Metiers, es ist egal ob kleiner Drogeriemarkt oder putziger Blumenladen, all jede werden noch stärker unter Druck gesetzt.

Halte ich für Unsinn.

1.) Haben die keinen Recht auf einen Freifahrtsschein
2.) Bekommt man dort bessere Beratung und Co. (Blumenladen ..)
3.) Wird das kleine Ortschaften so oder so nicht betreffen, weil man dort keine längeren Öffnungszeiten machen wird. Und die Leute aus den kleineren Städten werden wohl auch kaum X Km fahren für ne Gurke oder sonstwas ;)
 
Ich bin und war schon immer dafür, es musste irgendwann kommen die jetztige 20 Uhr Grenze wird nicht mehr lange bestehen, ich mein in 1 bis 3 Jahre wird das Ladenschlussgesetz ganz abgeschafft.
 
Ich bin selber Verkäufer und kotze jetzt schon jeden Samstag, wenn ich bis 18 Uhr im Laden stehen muss (unter der Woche bis 20 Uhr)!

Ich bin absolut dagegen, da wir sicher keinen neuen Angestellten kriegen werden, obwohl wir dann evtl. länger auf haben..

:devil::meckern::kotz:
 
Ich dachte, du bist hauptberuflich DJ...

Aber ist das durchgehend geöffnet haben nicht nur für die Zeit während der WM?
 
djhousepunk hat folgendes geschrieben:

Ich bin selber Verkäufer und kotze jetzt schon jeden Samstag, wenn ich bis 18 Uhr im Laden stehen muss (unter der Woche bis 20 Uhr)!

Tja, DJ Leckebär... hattest Du was anständiges gelernt.... :bigsmile:

Woher wußte ich nur, welcher Meinung jojo ist, bevor ich den Post zu Ende gelesen hatte! :bigsmile:

@topic:
An den Ladenschlußgesetzen festzuhalten, ist Wuislerei! Hat im übrigen nichts mit den USA zu tun, da in etlichen Ländern praktiziert. Genauso wie mir keiner vorschreibt, wann ich die Akten zu wälzen habe, sollte das auch dem Händler nicht vorgeschrieben werden.
 
@Rossi:

Arsch :bigsmile:

@Super-Gamer:

Ja, beides: Dj und Plattenverkäufer, aber nach 15 Jahren auflegen(und übrigens über ein Dutzend Veröffentlichungen auf diversen Labels,MTV+Viva Video(Tomcraft vs.Housepunk:"Punk da Funk") und Viva "Club Rotation" Auftritt) wird man etwas ruhiger und deswegen leg ich nicht mehr so viel auf wie etwa vor 8 Jahren;damals war ich jedes Wochenende mindestens 2 mal auflegen, inzwischen ist es nur noch alle paar Monate einmal (wenn Paul van Dyk, Dj Tiesto oder Ferry Corsten in München sind, bin ich dann der "Local Support DJ")-das nächste Mal übrigens am 20.5.im Nachtwerk/München mit Paul van Dyk ;)
 
Eben, darum geht es, dass die Geschäftsleute selbst entscheiden können WANN sie ihre Läden aufmachen, und nicht, dass nun jeder 24/7 offen hat. Denn selbst in Amerika ist das nur in den Einkaufszentren so, denn jeder andere Laden macht dann auf wann die Kundschaft kommt, und nicht dann wann es sich irgendwer irgendwann mal zusammen fabuliert hat. Denn es sollte jedem klar sein, dass verschiedene Geschäfte verschiedene Kundschaft ansprechen.

Ökonomisch:
- Nur weil die Geschäfte länger auf haben, haben die Leute nicht mehr Geld zum Ausgeben.
Argl, immer diese Sprüche ohne Gehalt (ist nicht böse gemeint). Wenn sich schon der Verkäufer darüber aufregt, dass er bis 18:30 arbeiten muss und dann bereits alle Läden geschlossen haben, ist doch eigentlich schon alles gesagt, oder? Denn vielleicht möchte ja auch dieser Verkäufer irgendwann mal in Ruhe einkaufen gehen? Kann er das nicht, versorgt er sich eben bei der Tankstelle mit dem Nötigsten für das Wochenende. Könnte er aber, würde er auch mehr einkaufen, weil er auch kann, und nicht auf die Tanke angewiesen ist.

- Damit setzen Supermärkte, die dann rund um die Uhr öffnen die kleinen Läden noch stärker unter Druck und treiben diese noch weiter in die Ecke.
Kein Supermarkt wird 24 Stunden öffnen, außer die in den Einkaufszentren, und da gibts schon lange keine Emma-Läden mehr (in denen ich auch gar nicht einkaufen möchte). Spezialisierte Fachgeschäfte aber, werden sich nach wie vor halten, auch wenn sie nur acht Stunden am Tag offen haben.

Gesellschaftlich:
- Bisher gab es so etwas wie eine gewisse Ruhe Abends ab acht, dass die Menschen zu Hause sind und ihre Ruhe haben, aber nun geht man in Richtung einer niemals schlafenden Gesellschaft, die im Licht von Neon immerzu unterwegs ist - auch nachts um halb 3!
Man könnte es auch Leichenstarre nennen. Wobei ich schon anmerken möchte, das es bereits genug Jobs gibt bei denen man sich nicht auf irgendwelche Ladenöffnungszeiten berufen kann, sondern zu arbeiten hat wenn die Arbeit da ist, auch in der NAcht und am Wochenende. Es ist unverständlich weshalb ausgerechnet die "Verkäuferinnen und Verkäufer" so besonders Schutzbedürftig sind, wo doch in anderen Berufsgruppen schon ganz andere Arbeitszeiten gelten. Warum spricht bei den Ladenöffnungszeiten plötzlich keiner mehr von der ach so heilbringenden Globalisierung?

- Den Menschen wird noch mehr zugemutet, auch z.B Freitags Nachts in den Geschäften zu stehen, was ich eine Schweinerei finde.
Zugemutet? Wer heute einen Job hat darf lautstark Jubilieren und sich freuen auch am Wochenende arbeiten zu "dürfen", auf das er vielleicht eine Rente bekommt und im Alter nicht aufs Sozialamt muss. Also sei mir nicht böse, aber Arbeit ist gut, sich davor drücken ist schlecht. Und wie gesagt, es gibt genug Berufsgruppen die in der Nacht oder am Wochenende arbeiten müssen, das ist doch nicht unmenschlich. Die Wirtschaftswunderjahre sind schon lange vorbei, Klotzen ist angesagt und nicht dieses ewige Blockieren was uns eh schon viel zu teuer kommt.


8) Pitlobster
 
ich frage mich gerade, wie lange es dauert einen so langen Text wie Pit zu verfassen, :crazy: :kiss:

naja was solls, mir ist mal eingefallen, gäbe es da nicht mega viele Streiks, was ist mit den privaten Läden, die dürten doch geschlossen werden, wenn es die Besitzer wollen oder nicht?!
MFG Welten...
 
Man könnte es auch Leichenstarre nennen. Wobei ich schon anmerken möchte, das es bereits genug Jobs gibt bei denen man sich nicht auf irgendwelche Ladenöffnungszeiten berufen kann, sondern zu arbeiten hat wenn die Arbeit da ist, auch in der NAcht und am Wochenende. Es ist unverständlich weshalb ausgerechnet die "Verkäuferinnen und Verkäufer" so besonders Schutzbedürftig sind, wo doch in anderen Berufsgruppen schon ganz andere Arbeitszeiten gelten. Warum spricht bei den Ladenöffnungszeiten plötzlich keiner mehr von der ach so heilbringenden Globalisierung?

Außerdem spricht ja keiner von einer Erhöhung der Wochenarbeitszeit. Die 40-45 Stunden Woche verabschiedet sich doch nicht, sie streckt sich halt.
 
@ Pit:

Trotz all des Hin und Hers: Auch mit dieser Verzweiflungstat wird es nicht gelingen, den Leuten mehr Geld zu entlocken - mein Geld kann ich auch bis 20 Uhr ausgeben, das wird dann im Laufe des Abends trotzdem nicht mehr, wenn ich um 24 Uhr nochmal einkaufen gehe. Also völliger Unsinn. Worin besteht da der ökonomische Vorteil?

Was den Lebenswandel angeht, ob er nun amerikanisch sein mag oder nicht: Das ist ganz klar Ansichtssache, daher kann ich nicht mehr tun als meine Sicht zu schildern: Ich finde den Gedanken daran, dass Abends um elf, wenn es draußen ruhig wird und die Leute Zuhause sind das Land jetzt erstmal zur Ruhe kommt und sich eine angenehme Stille ausbreitet deutlich reizvoller als die Vorstellung dieser niemals ruhenden Gesellschaft, bei der auch nachts um 3 noch Verkäufer im Scheine grässlicher Neonlampen hinter Kassen stehen, damit man auch nachts noch einkaufen kann. Muss das denn wirklich sein? Dass man auch nachts noch shoppen kann, anstatt sowas wie Ruhe zu genießen? Ist wie gesagt Ansichtssache, aber in der Hinsicht hänge ich klar an der konserativen Sicht vom friedlichen, schlafenden Städlein als an dieser niemals ruhenden 24/7-Gesellschaft.

Und zu Guter letzt zu den kleinen Händlern: Betroffen werden eben die kleinen Geschäfte sein, die z.B durch den Lebensmittelverkauf in direkter Konkurrenz zu Supermärkten stehen. Wenn es bisher galt, dass die Geschäfte um 8 zu sind gab das den kleinen Läden die Möglichkeit, mit relativ wenig Personal über die Runden zu kommen. Wenn aber nun der Ladenschluss entfällt (Was die Großen wie Kaufland, Aldi & Co. auf jeden Fall mindestens bis 23 oder 24 Uhr nutzen werden), werden die kleinen Händler genötigt sein, selber möglichst lange geöffnet zu haben, damit z.B Leute, die dann abends um 9 erst einkaufen fahren nicht einfach zu den Discountern rennen - somit entsteht mehr Druck, sowohl auf die Besitzer der Läden, die mehr Personal brauchen als auch auf die Verkäufer, die dann eventuell täglich noch ne Stunde drauflegen müssen. Selbiges gilt dann für die Supermarktangestellten, die dann auch, im Rahmen des geltenden Tarifrechts, sicherlich noch ein paar Stunden aufgesattelt kriegen, falls das möglich ist. Das meinte ich am Anfang mit "Zumuntung": Dass dann (Natürlich im Rahmen des Tarifrechts) bis zur maximalen Belastbarkeit aufgesattelt wird, um Geld zu sparen - das wird dann jeder einzelne Verkäufer spüren, egal ob hinter der Kasse im Lidl oder hinter der Theke im kleinen Frischkostladen. Klar, einige Fachgeschäfte werden sich dank ihres speziellen Angebots behaupten können, aber der Großteil der klassischen Drogerien oder Familiengeschäfte wird die neue Konkurrenz am Abend schmerzhaft spüren, wie oben ausgeführt.
 
Stillstand ist Rückschritt...


Ich bin für Aufhebung des Ladenschlussgesetzes. Es heißt ja nicht automatisch 24/7, sondern nur, dass der Laden entscheiden kann, wann er dicht macht. Und da denke ich wie Data wird diese Grenze bei 22 Uhr liegen, was in Ordnung ist, meiner Meinung nach sogar nötig.

Wenn ich nämlich in der Spätschicht arbeite, habe ich sowohl vor der Arbeit, als auch nach der Arbeit keine Zeit mehr einkaufen zu gehn.

@kleine Läden

Wenn ich durch Rostock gehe, sehe ich keine kleinen Läden, nur riesige Ketten, also bei wem soll der Druck enstehn?

@"gestresste Verkäufer"

Hier kann ich mich nur der Meinung der Masse anschließen, andere Berufsgruppen haben schon seit Jahren Nachtschichten und das sogar bei körperlich anstrengender Arbeit. Nimmt man den Schiffbauschlosser, der in der Nachtschicht 22 Uhr anfängt, die ganze Nacht knieend in engen Räumen rumschweißt.
 
Trotz all des Hin und Hers: Auch mit dieser Verzweiflungstat wird es nicht gelingen, den Leuten mehr Geld zu entlocken - mein Geld kann ich auch bis 20 Uhr ausgeben, das wird dann im Laufe des Abends trotzdem nicht mehr, wenn ich um 24 Uhr nochmal einkaufen gehe. Also völliger Unsinn. Worin besteht da der ökonomische Vorteil?

Mehr Arbeit => Mehr Geld zum Ausgeben ;)

Was den Lebenswandel angeht, ob er nun amerikanisch sein mag oder nicht: Das ist ganz klar Ansichtssache, daher kann ich nicht mehr tun als meine Sicht zu schildern: Ich finde den Gedanken daran, dass Abends um elf, wenn es draußen ruhig wird und die Leute Zuhause sind das Land jetzt erstmal zur Ruhe kommt und sich eine angenehme Stille ausbreitet deutlich reizvoller als die Vorstellung dieser niemals ruhenden Gesellschaft, bei der auch nachts um 3 noch Verkäufer im Scheine grässlicher Neonlampen hinter Kassen stehen, damit man auch nachts noch einkaufen kann. Muss das denn wirklich sein? Dass man auch nachts noch shoppen kann, anstatt sowas wie Ruhe zu genießen? Ist wie gesagt Ansichtssache, aber in der Hinsicht hänge ich klar an der konserativen Sicht vom friedlichen, schlafenden Städlein als an dieser niemals ruhenden 24/7-Gesellschaft.

Ich weiß nicht was du hast. Bei dir aufm Land wir es ruhig bleiben, da hat auch keiner was dagegen. Du tust so als würde ein offener Supermarkt Lärm machen wie eine Disco und das ist einfach Schwachsinn. Aber wenn dich soetwas stört, dass verfluchst du sicher auch diese verdammten Tankstellen, die die Ruhe in der Nacht stören?
Zum Anderen fantasierst du dir hier irgendetwas zusammen. Es wird wohl kaum einen "normalen" Supermarkt geben, der selbst um 3 Uhr Nachts noch aufmachen wird. Vorstellbar ist dies lediglich an Wochenenden in Disco Nähe oder sonstwo wo um diese Zeit (!) auch viel los ist - dies übrigens völlig unabhängig davon, ob der Supermarkt offen hat oder nicht. In Gebieten dieser Art ist zumeist eh eine 24/7 Tankstelle zu finden.

Und zu Guter letzt zu den kleinen Händlern: Betroffen werden eben die kleinen Geschäfte sein, die z.B durch den Lebensmittelverkauf in direkter Konkurrenz zu Supermärkten stehen. Wenn es bisher galt, dass die Geschäfte um 8 zu sind gab das den kleinen Läden die Möglichkeit, mit relativ wenig Personal über die Runden zu kommen. Wenn aber nun der Ladenschluss entfällt (Was die Großen wie Kaufland, Aldi & Co. auf jeden Fall mindestens bis 23 oder 24 Uhr nutzen werden),

Woher nimmst du bitte deine Informationen? Fantansialand? Ich bezweifle sehr sehr stark, dass es vermehrt Märkte geben wird, in denen länger als bis 22 Uhr gearbeitet wird. Ganz einfach deshalb, weil es sich nicht lohnen wird. Wochentags schon dreimal nicht, weil die 'nicht Supermarktangestellten' auch arbeiten müssen und nicht die Nacht durchmachen können, um deine Ruhe zu stören und im Supermarkt einzukaufen.

Leider bringst du in deinem ganzen Text nur Vermutungen - paarst diese wiederrum mit einem Armageddon Szenario vom Feinsten. Nur weil Märkte flexibler reagieren _können_, heisst das nicht, dass sie es auch tun. Sonst hätten die ganzen Supermärkte die die kleinen Läden ja verdrängen doch alle schon um 6 Uhr auf oder nicht?

Also bitte zieh' mal den Rollo hoch und komm wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. :P

Thorsten
 
Ich bin dafür. Jeder sollte denke ich selbst entscheiden können wie lange sein Laden geöffnet hat. Außerdem finde ich den Gedanken vielleicht auch nachts einkaufen zu können toll.
 
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