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EPO
EPO (Erythropoietin) ist ein Peptidhormon. Es wird hauptsächlich im Ausdauersport (z.B. Radfahren, Laufen, Triathlon, etc) angewendet. Normalerweise wird EPO körpereigen in der Nebenniere produziert. Dann löst der Botenstoff im roten Knochenmark die Herstellung von Roten Blutkörperchen aus. Das Hormon EPO wird beim gesunden Menschen in der Menge produziert, dass er immer ausreichend Rote Blutkörperchen im Blut hat, die sehr wichtig für den Gastransport sind. In sauerstoffarmer Luft, also z.B. in großen Höhen, ist der Hämatokritwert (der sich aus der Menge der Roten Blutkörperchen im Blut ergibt) wesentlich höher als im flachen Land mit sauerstoffreicher Luft. Deswegen machen auch viele Ausdauersportler, die mit legalen Methoden arbeiten wollen, vor wichtigen Wettkämpfen ein Höhentraining.
EPO wurde als Medikament gegen Blutarmut entwickelt, es findet z.B. bei Dialysepatienten Anwendung oder auch bei Krebspatienten nach einer Chemo-Therapie. Diese bewirkt ja, dass sich die Krebszellen langsamer teilen, leider stellt sich diese Wirkung nicht nur bei den schlechten Tumorzellen ein, sondern auch bei den gesunden Körperzellen, wie zum Beispiel den Stammzellen für die Roten Blutkörperchen. So kommt es leicht zur Blutarmut, gegen die mit EPO wirkungsvoll vorgegangen werden kann.
Einige Sportler machen sich die Eigenschaften von EPO zu Nutzen um ihre aerobe Ausdauer zu verbessern, eben durch die hohe Sauerstoffkonzentration. Sie denken dabei jedoch nicht an die Nebenwirkungen: Das Blut wird zu dick und es kann zu Thrombosen kommen, die auch tödlich enden können. Es gab vor allem im Radsport schon einige ungeklärte Todesfälle, die auf EPO hinweisen. Auch als man Anfang der 90er Jahre mit dem damals zum Doping neu entdeckten Stoff herumprobierte, starben einige der Probanden, da nicht bekannt war, wie hoch die Dosis sein muss, die eingenommen wird und wie oft man sie nehmen muss. Einigen jungen Sportlern wurde dieses Unwissen dann zum Verhängnis.
Vor einigen Wettkämpfen findet ein Bluttest statt, bei dem der Hämatokritwert ermittelt wird. Ist dieser zu hoch, darf der Athlet nicht starten. Der Hämatokritwert steigt während des Sports sowieso an, weil man einen Teil der flüssigen Blutbestandteile herausschwitzt, also steigt die Anzahl der Blutzellen prozentual. Der Sportler hätte dann eine erhöhte Thrombose-Gefahr. Um ihn davor zu schützen, gibt es dann diese Schutzsperre.
Es ist sehr schwierig, EPO als Dopingmittel nachzuweisen. Ein hoher Hämatokritwert kann auch durch den Hormonhaushalt des Sportlers entstehen und ist kein Zeichen dafür, dass er dopt. Erschwert wird die Suche nach einer erfolgreichen Kontrollmethode dadurch, dass immer neue Substanzen auf den Markt kommen, wie jetzt z.B. Dünn-EPO. Die Pharma-Konzerne könnten einen Marker an das EPO binden, der einen Nachweis möglich machen würde. Das wird jedoch aus patentrechtlichen Gründen nicht gemacht.
Auch für Gendoping könnte EPO genutzt werden: Ein solches Gen wird mittels einer Genfähre in die Muskelzellen eines Sportlers geschleust. Hier ergab sich zuerst ein großes Problem in der Forschung: Die Zellen produzierten pausenlos EPO, der Hämatokritwert schoss in die Höhe. Dieses Problem wurde nun jedoch gelöst: Das Gen, das eingeschleust wird, bewirkt im Körper erst einmal gar nichts. Es muss erst durch eine Creme, die auf den Muskel aufgetragen wird, aktiviert werden. Nach einigen Stunden lässt die Wirkung wieder nach. Das wurde in einem Tierversuch an Mäusen getestet. Technisch ist das Ganze also auch bei Menschen möglich.
EPO wird künstlich hergestellt mit Methoden der Gentechnik. Man isoliert die Substanz und integriert sie in ein Plasmid. Damit kann man in einer Zellkultur die Plasmide samt EPO vermehren. Schließlich trennt man das EPO wieder aus dem Plasmid heraus und hat schließlich reines EPO gewonnen.
was ich von EPO finde ist unwichtig!