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Serienverfilmung von Fantasyklassikern

JoeKing

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Hallo Gemeinde

Ich persönlich bin seit über 20 Jahren bekennender Fan von epischer Fantasyliteratur, auch High Fantasy genannt.

Den Einstieg fand ich ( wie wohl viele andere auch ) durch Tolkiens Herr der Ringe-Trilogie. Bin aber auch grosser Fan von Autoren wie Feist, Eddings, Goodkind, Salvatore und vielen anderen.

Lange Zeit wurde man als Fan von Magie, Zauberern, Elfen, Drachen und Rittern als Nerd betrachtet; auch mein engster Bekanntenkreis konnte sich kaum dafür erwärmen.

Dann hat sich Peter Jackson an die Tolkien-Triloge gewagt und diese ins Kino gebracht, ebenso war die Verfilmung der Harry Potter Geschichten von Rowling erfolgreich und hat das Fantasy-Genre salonfähig gemacht.

Obwohl sich solche epischen Werke perfekt für eine Fantasy-Serie eignen würden hat man lange Zeit die Finger davon gelassen.

Erst Sam Raimi hat sich dann die Rechte an Goodkind's Legend of the Seeker gesichert und eine Serie daraus produziert. Obwohl diese handerklich gut gemacht ist, basiert diese nur lose auf der Buchvorlage, was nebst den Buchfans auch Goodkind verärgert hat.

Dem gegenüber steht die Serie Game of Thrones, diese basiert auf den Roman Das Lied von Eis und Feuer von George R. R. Martin, welches mich persönlich begeistert hat. Die Verfilmung scheint ebenfalls gelungen zu sein wenn man die Kritiken betrachtet.

Siehe auch hier:
http://www.imdb.com/title/tt0944947/

Dies lässt zumindest hoffen das weitere Klassiker zu einer guten Serie produziert werden.

Nun meine Frage an die Fantasyfans :

Wünscht Ihr euch Serien-Verfilmungen eurer Lieblingsbücher, oder sollte man die Finger von den Klassikern lassen ?
 
Ich bin kein Fantasy Leser...hauptsächlich deswegen, weil ich mich allgemein eher dem Medium Comic verschrieben habe (da ich visuelle Medien einfach bevorzuge) und wenn ich mal ein Buch in die Hand nehme, dann lieber aus dem Sci-Fi Bereich, den ich bevorzuge.

Ich gucke derzeit die von dir angesprochene Game of Thrones Serie und bin doch schwer begeistert.

Jedoch bin ich doch arg skeptisch was Fantasy-Serien im allgemeinen angeht, hauptsächlich weil sie fast durchweg Müll sind. Und die meisten guten bzw akzeptablen Serien aus dem Fantasy Genre sind dann auch meist keine reinen Fantasy Serien, sondern vermischen sich eher mit Sci-Fi oder Horror oder sind eher im "magischen Realismus" Bereich (soll heißen modernes Setting in der sich alltägliche mit fantastischen Situationen mischen).

Zugegeben, die Fantasyserien Situation ist in den letzten Jahren besser geworden. Robin Hood und Merlin sind durchaus akzeptabel, wenn auch selten begeisternd, und auch wenn "Legend of the Seeker - Schwert der Wahrheit", die Pseudo-Adaption von Terry Goodkind's Sword of Truth Buchserie, ziemlich albern und billig daherkommt, ist diese dennoch SEHR viel besser als die absolut grausige Vorlage.

Dennoch ist Game of Thrones die einzige "pure" Fantasyserie die ich wirklich als "gut" bezeichnen würde, und selbst diese ist weniger Fantasy als mehr historisch inspirierte Fiktion (Das Lied von Eis und Feuer basiert mehr oder minder auf dem Englischen "Rosenkrieg" zwischen den Häusern Lancaster und York im 15.Jahrhundert).

Und das die Serie gut ist ist nicht nur (wenngleich zum größten Teil) der starken Vorlage zu verdanken, sondern auch das es sich hier um eine Serie des Pay-TV Senders HBO handelt.
Die können einfach vieeeel mehr Geld in ihre Produktionen stecken als andere TV-Sender, und meiner Meinung nach ist bei Fantasy ein authentischer Look sehr wichtig. Während die BBC mit den oben genannten Serien Merlin und Robin Hood da noch einigermaßen überzeugen kann angesichts dessen das diese SEHR gut im Bau von Period-Drama-Sets sind, scheitern andere Fantasyserien an einem limitierten Budget, wo für jeden Spezialeffekte mehrere Folgen lang gespart werden muss und die Drehorte auf Wälder und Pfadfinderlager-artige Mikrodorf-Sets limitiert sind.


Alles in allem: Eine gute Fantasy Serie die auf einem guten Buch basiert? Gerne.
Aber ich hoffe das Game of Thrones nun keinen Trend erzeugt, der meiner Meinung nach unweigerlich dazu führen wird, das wir ein dutzend Schrottserien vorgesetzt bekommen.

Fantasy bitte nur wenn die Ambitionen groß genug sind, das auch mit dem entsprechenden Flair (und einem großzügigen Budget) umzusetzen
 
Shikamaru hat folgendes geschrieben:

und auch wenn "Legend of the Seeker - Schwert der Wahrheit", die Pseudo-Adaption von Terry Goodkind's Sword of Truth Buchserie, ziemlich albern und billig daherkommt, ist diese dennoch SEHR viel besser als die absolut grausige Vorlage.

Wenn Du mit grausiger Vorlage tatsächlich die Buchvorlage meinst wüsste ich gerne wie Du zu der Meinung kommst ( da Du ja keine Fantasy liest :bigsmile: )

Sicher hat die Geschichte einige unnötige Längen, ist aber von der Idee her was erfrischend anderes, die Charaktere mit Ihren Höhen und Tiefen kommen glaubhaft rüber. Ist eine meiner Lieblingsserien.
 
joeking hat folgendes geschrieben:

Shikamaru hat folgendes geschrieben:


und auch wenn "Legend of the Seeker - Schwert der Wahrheit", die Pseudo-Adaption von Terry Goodkind's Sword of Truth Buchserie, ziemlich albern und billig daherkommt, ist diese dennoch SEHR viel besser als die absolut grausige Vorlage.


Wenn Du mit grausiger Vorlage tatsächlich die Buchvorlage meinst wüsste ich gerne wie Du zu der Meinung kommst ( da Du ja keine Fantasy liest :bigsmile: )


Sicher hat die Geschichte einige unnötige Längen, ist aber von der Idee her was erfrischend anderes, die Charaktere mit Ihren Höhen und Tiefen kommen glaubhaft rüber. Ist eine meiner Lieblingsserien.


Ich habe "Wizard's First Rule" tatsächlich gelesen. Komplett. Nur Gott weiß warum.

Kahlan ist ein fürchterlicher Mary Sue Charakter, Richard teilweise auch, die Titelgebende "Regel" wurde in Men in Black (ja, dem Film) viel kürzer, treffender und cleverer beschrieben, Goodkind sollte mit Bambusstöcken verprügelt werden das er den Nerv hatte seinen Hauptcharakter den Namen "Cypher" und seinem (mehr oder weniger) Gegenspieler den Namen "Darken Rahl" zu geben (Liebe Kinder, wenn ihr Namenskonventionen von George Lucas stehlt ist das kein Qualitätsbeweis), die Kapitel in der Richard von dieser Mord-Sith Tuse (ich glaube der Name George Lucas fiel zu früh) gefangengenommen ist lesen sich wie ein unendlich langer Fetisch-Porno und die Auflösung am Ende ist so dämlich das sich selbst Russel T Davies dafür schämen würde.

Ich bin immernoch schockiert das ich das bis zum Ende gelesen habe...

Lustigerweise sind so gut wie alle SoT Fans die ich kenne auch nach und nach abgesprungen, allerspätestens beim (von dem was man so hört) absolut absurd minderwertigem "Naked Empire" Band.
 
Ich habe mit Fantasy zu lesen angefangen, namentlich tatsächlich mit Tolkiens Mittelerde-Universum. Danach habe ich dann alles möglich angefangen, bin dann aber nach einiger Zeit (zum Glück) über SciFi zur Hochliteratur gekommen. Mein Problem war, dass ich mit HdR quasi schon den Mount Everest der Fantasy direkt zu Beginn erklommen habe und danach halt nur noch Hügelchen folgten. Es ist bemerkenswert, wie wenig Fantasie in Fantasy wirklich steckt. Kaum ein anderes Genre ist so einfallslos und unkreativ. Man nehme nur mal die komplett zusammengeklaute Eragon-Saga. Verkauft sich aber blendend.

Fantasy ist GZSZ mit Elfen und Pferden (stammt nicht von mir, sondern von meinem Psychologie-Prof). Dementsprechend müsste es sich bestens als TV-Serie verkaufen. Tut es aber deshalb nicht, weil Soap-Operas mit extrem kleinen Budgets auskommen, Fantasy aber nicht. Die Fans sind so enttäuscht von den schon genannten Minidörfern und Plastik-Harnischen, dass sie schnell abspringen. Die Studios müssten also viel Geld reinpumpen, damit es was wird. Dann haben sie aber das Problem der Zielgruppe, da Fantasy ja nunmal - wie schon bemerkt - als Freak-Genre gilt und der "Normalbürger" sich das eh nicht antut. Daher haben die Studios da keinen Bock drauf.
Vielleicht hast du aber Glück, wenn die kommende Hobbit-Verfilmung einschlägt und wieder einen kleinen Fantasy-Boom auslöst.
 
Klopper hat folgendes geschrieben:

Ich habe mit Fantasy zu lesen angefangen, namentlich tatsächlich mit Tolkiens Mittelerde-Universum. Danach habe ich dann alles möglich angefangen, bin dann aber nach einiger Zeit (zum Glück) über SciFi zur Hochliteratur gekommen. Mein Problem war, dass ich mit HdR quasi schon den Mount Everest der Fantasy direkt zu Beginn erklommen habe und danach halt nur noch Hügelchen folgten. Es ist bemerkenswert, wie wenig Fantasie in Fantasy wirklich steckt. Kaum ein anderes Genre ist so einfallslos und unkreativ. Man nehme nur mal die komplett zusammengeklaute Eragon-Saga. Verkauft sich aber blendend.


Fantasy ist GZSZ mit Elfen und Pferden (stammt nicht von mir, sondern von meinem Psychologie-Prof). Dementsprechend müsste es sich bestens als TV-Serie verkaufen. Tut es aber deshalb nicht, weil Soap-Operas mit extrem kleinen Budgets auskommen, Fantasy aber nicht. Die Fans sind so enttäuscht von den schon genannten Minidörfern und Plastik-Harnischen, dass sie schnell abspringen. Die Studios müssten also viel Geld reinpumpen, damit es was wird. Dann haben sie aber das Problem der Zielgruppe, da Fantasy ja nunmal - wie schon bemerkt - als Freak-Genre gilt und der "Normalbürger" sich das eh nicht antut. Daher haben die Studios da keinen Bock drauf.

Vielleicht hast du aber Glück, wenn die kommende Hobbit-Verfilmung einschlägt und wieder einen kleinen Fantasy-Boom auslöst.

Wow, selbst ich als nicht-wirklich-Fantasy Leser finde das erschreckend Ignorant was du da schreibst.

HdR ist zwar der Erschaffer eines Standards, aber bei weitem nicht der "Mount Everest". Faktisch ist es imo eher schlecht geschrieben, was daran liegt das Tolkien kein Geschichtenerzähler war, sondern jemand, der gerne Sprachen und Kulturen erfunden hat.
Und "einfallslos" ist Fantasy auch nur, wenn man in die Falsche Richtung guckt...was meist die populärste ist, sprich Eragon. Ich meine, Dan Brown macht nicht automatisch Verschwörungsthriller schlecht, genauso wenig wie Steven King der einzig ernstzunehmende Horrorschreiber ist.

Einfallslos ist Fantasy auch keines Wegs, nur genauso wie es im Filmgeschäft 10.000 Slasher Filme gibt die Halloween oder Black Christmas imitieren, und im Spielebusiness dutzende CoD Klone, gibts eben auch im Fantasy-Bereich unheimlich viel Schmu mit Elfen, Orks und Zauberern.

Und selbst mit meinem mangelnden Wissen über das Genre kann ich dir definitiv sagen, dass "The Wheel of Time", "A Song of Ice and Fire", "Thomas Covenant the Unbeliever" oder auch die Discworld Bücher KEIN GZSZ mit Pferden ist

EDIT: Ist "Ein Sommernachtstraum" und "Faust" auch GZSZ mit Pferden? Ist "Frankenstein" das selbe wie "Resident Evil"???
 
Hmm, so ignorant sollte das an sich gar nicht klingen. Sorry. Ich hätte präziser auf populäre (High-)Fantasy verweisen sollen.

Aber der GZSZ-Vergleich stammt wie gesagt nicht von mir, sondern von einem Psychologie-Prof, der diverse Studien zu verschiedenen Formaten, deren Zielgruppen und Bedürfnisbefriedigung durchführte. Und dabei kam halt heraus, dass sich Soaps und Fantasy enorm ähnlich sind. Der Fantasy-Leser braucht halt nur noch eine Schippe mehr Eskapismus.

Der Rest ist die persönliche Erfahrung, dass alles, was mir nach meiner Tolkien-Ära empfohlen wurde, nur müde Kopien eben dessen waren. Das einzige Interessante fand ich in Terry Pratchetts Discworld vor, was ja allerdings auch eine Parodie ist, die genau das bestätigt, was ich vorher in dutzenden Büchern feststellte: Das Genre ist überladen mit Klischees, die in ständiger Wiederholung zelebriert werden. Wenn es daneben noch etwas Kreativität geben sollte, ist das begrüßenswert. Mir drängt sie sich jedoch nicht gerade auf...

Das Genre Fantasy gibt es übrigens erst seit Tolkien und seinen Zeitgenossen. Alles was vorher war, ist fantastische Literatur, aber kein Fantasy.
 
Klopper hat folgendes geschrieben:

Hmm, so ignorant sollte das an sich gar nicht klingen. Sorry. Ich hätte präziser auf populäre Fantasy verweisen sollen.


Aber der GZSZ-Vergleich stammt wie gesagt nicht von mir, sondern von einem Psychologie-Prof, der diverse Studien zu verschiedenen Formaten, deren Zielgruppen und Bedürfnisbefriedigung durchführte. Und dabei kam halt heraus, dass sich Soaps und Fantasy enorm ähnlich sind. Der Fantasy-Leser braucht halt nur noch eine Schippe mehr Eskapismus.


Der Rest ist die persönliche Erfahrung, dass alles, was mir nach meiner Tolkien-Ära empfohlen wurde, nur müde Kopien eben dessen waren. Das einzige Interessante fand ich in Terry Pratchetts Discworld vor, was ja allerdings auch eine Parodie ist, die genau das bestätigt, was ich vorher in dutzenden Büchern feststellte: Das Genre ist überladen mit Klischees, die in ständiger Wiederholung zelebriert werden. Wenn es daneben noch etwas Kreativität geben sollte, ist das begrüßenswert. Mir drängt sie sich jedoch nicht gerade auf...


Das Genre Fantasy gibt es übrigens erst seit Tolkien und seinen Zeitgenossen. Alles was vorher war, ist fantastische Literatur, aber kein Fantasy.


Tja, es klingt nunmal sehr ignorant wenn du die neunmalklugen Worte deines Profs verkündest, der sich definitiv herzlich wenig mit Subgenres und dergleichen beschäftigt hat, von denen einige sich nur im geringsten als Eskapismusvorlage eignen.

Es hilft auch nicht zu sagen das man HdR gelesen und damit "alles gesehen" hat. Sturgeon's Gesetz nach ist halt 90% von allem Mist, aber die übrigen 10% sind oft mehr als Tolkien Rip-Offs.

Ansonsten wurde das moderne Fantasy Genre bereits Mitte des 19ten Jahrhunderts begründet, lange vor Tolkien. Aber das ist nebensächlich, denn "Fantasy" im Sinne des sehr grob definierten Genres hat es eigentlich schon immer gegeben. Denn Fantasy beschreibt eigentlich nur, das es sich um eine Geschichte handelt die primär von übernatürlichen oder magischen Elementen getragen wird. Jede exaktere Beschreibung führt direkt zu Subgenres.
Da sind sich im Endeffekt nur viele zu fein zuzugeben, dass mythologische Einflüsse wie sie schon die großen Poeten verwendet haben, im Endeffekt trotzdem zu Fantasy hin und zurückführen, es sei denn es handelt sich um Religiöse Texte. (Auch heute ist Fantasy im Allgemeinen noch sehr stark von Mythologie beeinflusst).

Aber wenn du anderer Meinung bist, würde ich gerne den Unterschied zwischen "Fantasy" und "fantastischer Literatur" hören. Denn finden konnte ich keinen.
 
Tja, es klingt nunmal sehr ignorant wenn du die neunmalklugen Worte deines Profs verkündest, der sich definitiv herzlich wenig mit Subgenres und dergleichen beschäftigt hat, von denen einige sich nur im geringsten als Eskapismusvorlage eignen.

So neunmalklug ist der gar nicht, sondern ein ziemlich witziger Kerl, der selbst ein riesen Fan von Fantasy und Sci-Fi ist und durchaus mit der Ironie über die Ergebnisse seiner Forschung in Analogie zu seinen eigenen Vorlieben leben kann.

Es hilft auch nicht zu sagen das man HdR gelesen und damit "alles gesehen" hat. Sturgeon's Gesetz nach ist halt 90% von allem Mist, aber die übrigen 10% sind oft mehr als Tolkien Rip-Offs.

Ich habe ja auch noch gute Sachen gefunden, neben Pratchett z.B. Moers Zamonien-Romane oder die Sachen von Neil Gaiman. Aber in der High-Fantasy ist mir nichts dergleichen begegnet.

Ansonsten wurde das moderne Fantasy Genre bereits Mitte des 19ten Jahrhunderts begründet, lange vor Tolkien. Aber das ist nebensächlich, denn "Fantasy" im Sinne des sehr grob definierten Genres hat es eigentlich schon immer gegeben. Denn Fantasy beschreibt eigentlich nur, das es sich um eine Geschichte handelt die primär von übernatürlichen oder magischen Elementen getragen wird. Jede exaktere Beschreibung führt direkt zu Subgenres.
Da sind sich im Endeffekt nur viele zu fein zuzugeben, dass mythologische Einflüsse wie sie schon die großen Poeten verwendet haben, im Endeffekt trotzdem zu Fantasy hin und zurückführen, es sei denn es handelt sich um Religiöse Texte. (Auch heute ist Fantasy im Allgemeinen noch sehr stark von Mythologie beeinflusst).

Aber wenn du anderer Meinung bist, würde ich gerne den Unterschied zwischen "Fantasy" und "fantastischer Literatur" hören. Denn finden konnte ich keinen.

Ich halte mich da an die literaturwissenschaftlichen Definitionen und Einordnungen. Nach deiner Auffassung wäre ja schon die Ilias Fantasy und somit so ziemlich die gesamte Literaturhistorie.

Davon ab will ich hier sicherlich niemanden ans Bein pinkeln, auch wenn ich mich unglücklich ausgedrückt habe. Ich bin doch froh um jeden, der noch ein Buch in die Hand nimmt. Und das wichtigste am Lesen ist immer noch, dass es einem Spaß bereitet, egal ob man nun Harry Potter oder Kafka liest.
 
Klopper hat folgendes geschrieben:

Ich halte mich da an die literaturwissenschaftlichen Definitionen und Einordnungen. Nach deiner Auffassung wäre ja schon die Ilias Fantasy und somit so ziemlich die gesamte Literaturhistorie.

Nun, ja, im Prinzip schon. Ich wüsste nicht was dagegen spricht.

Fantasy ist, in seiner obersten Ebene zumindest, etwas was extrem breit gefächert ist. Im Prinzip alles was weder spekulative noch auf irgendeine Art faktische Fiktion ist oder Science Fiction (auch wenn sich die Genres so angleichen das es zumeist eher eine Frage ist, welche Elemente überwiegen).

Darum bin ich da auch als nicht- oder kaum-Leser sehr defensiv gegenüber, denn ich finde Genrefiktion wird in so ziemlich jeder Form im öffentlichen Bilde grob unrecht getan durch pseudo-Literaten die die Nase rümpfen und sich lieber den Klassikern oder den von der Nobel-Jury vorgesetzten Werken widmen und sich das Maul zerreißen über alles was nicht dazugehört.

Dabei ist Qualität jedoch weder an Genre noch Zeit gebunden, und ein Werk mit Drachen, Geistern oder Raumschiffen kann genauso viel Tiefe und Inspiration aufweisen wie eine göttliche Komödie oder ein Hamlet.
Nur eben nicht immer, weil halt wie alles im Leben zu 90% Mist ist.
 
Shikamaru hat folgendes geschrieben:
Nun, ja, im Prinzip schon. Ich wüsste nicht was dagegen spricht.

Fantasy ist, in seiner obersten Ebene zumindest, etwas was extrem breit gefächert ist. Im Prinzip alles was weder spekulative noch auf irgendeine Art faktische Fiktion ist oder Science Fiction (auch wenn sich die Genres so angleichen das es zumeist eher eine Frage ist, welche Elemente überwiegen).

Man darf die Wortbedeutung aber nicht mit der Genre-Bezeichung verwechseln. Das wird sonst zu grob. Dann wärst du im Prinzip ja schon fast bei der Unterscheidung Fiction/Non-Fiction angelangt.

Darum bin ich da auch als nicht- oder kaum-Leser sehr defensiv gegenüber, denn ich finde Genrefiktion wird in so ziemlich jeder Form im öffentlichen Bilde grob unrecht getan durch pseudo-Literaten die die Nase rümpfen und sich lieber den Klassikern oder den von der Nobel-Jury vorgesetzten Werken widmen und sich das Maul zerreißen über alles was nicht dazugehört.

Nunja, als leidenschaftlicher Sci-Fi-Leser muss ich dir da wohl zustimmen.

Dabei ist Qualität jedoch weder an Genre noch Zeit gebunden, und ein Werk mit Drachen, Geistern oder Raumschiffen kann genauso viel Tiefe und Inspiration aufweisen wie eine göttliche Komödie oder ein Hamlet.

Nur eben nicht immer, weil halt wie alles im Leben zu 90% Mist ist.

Bei der High-Fantasy ist einfach das Problem, dass sie oft zu sehr vereinfacht und damit recht wenig reflektiert. Das lockt bei keinem Kritiker Lobeshymnen hervor. Bei Sci-Fi ist das anders, weil diese ja meist gegenwärtige gesellschaftliche Themen aufgreift und überspitzt in die Zukunft überträgt. Sie kann auf der komplexen realen Welt aufbauen und setzt nur ein Stockwerk oben drauf. An sich wird Sci-Fi auch nur in Deutschland belächelt. In den USA oder England ist sie durchaus anerkannt und seit langer Zeit Teil der Forschung. Fantasy wird hingegen kaum von der Forschung behandelt und wenn, dann halt meist nur als Phänomen der Popkultur. Es gibt viele Einführungen, aber kaum was konkretes. Ich kann mich nur an ein inhaltliches Essay zur Fantasy erinnern und zwar Tolkiens Verarbeitung der Weltkriege in "Die Säuberung des Auenlandes", einem der letzten Kapitel im HdR. Allerdings gibt es auch eine Million andere Bücher mit mehr oder weniger geschickt codierten Weltkriegs-Analogien, so dass das kaum einen Nobelpreis rechtfertigt...
 
Shikamaru und Klopper, Ihr hattet je eine rege Diskussion gestern nacht ;)

Und wie es scheint gibt's hier auf GZ nur wenige die meine Leidenschaft teilen wenn ich so das Echo anschaue.

Über die Qualitäten der einzelnen Autoren kann man ewig streiten, ist schlussendlich Geschmackssache; Tolkien war sicherlich ein Wegbereiter aber nicht die Spitze des Genres.

Und ich persönlich beanspruche bei der Unterhaltungsliteratur auch gar keine wissenschaftliche Forschung; der reine Zweck ist für mich auch Motivation: Unterhalten zu werden, mental in andere Welten eintauchen und diese mit meiner Fantasie beleben. Und das gelingt mir bei Fantasy am besten, aber auch bei SciFi ( ja, ich lese auch das Genre gelegentlich ).

Eigentlich wollte ich ja keine Serienkritik auslösen sondern lediglich wissen ob es Euch gefällt, Eure persönlichen Favoriten in Serie verfilmt zu sehen.
 
Also ich würde mich freuen wenn meine lieblings Fantasy Bücher als Serie rauskommen würden aber nur wenn sie gut gemacht sind.
Meine favoriten sind Eragon, Die Zwerge, Die Mächte des Feuers und Ulldart - die dunkle Zeit.
 
joeking hat folgendes geschrieben:

Und ich persönlich beanspruche bei der Unterhaltungsliteratur auch gar keine wissenschaftliche Forschung; der reine Zweck ist für mich auch Motivation: Unterhalten zu werden, mental in andere Welten eintauchen und diese mit meiner Fantasie beleben. Und das gelingt mir bei Fantasy am besten, aber auch bei SciFi ( ja, ich lese auch das Genre gelegentlich ).

Sollst du ja auch und dich gar nicht von so Klugscheißern wie mir beeindrucken lassen. ;) Ich habe da durchs Studium eh eine etwas andere Sichtweise drauf.

Aber alleine bist du damit sicherlich nicht. Fantasy verkauft sich wie bekloppt. An sich ist es eher verwunderlich, warum da nicht mehr herausgeholt wird. Aber vermutlich scheitert es wirklich am hohen Anspruch der Fans und der Unwilligkeit der Studios, dafür viel Geld auszugeben.
Vielleicht traut sich die BBC ja mal an etwas heran. Immerhin haben die einige Discworld-Sachen und Neil Gaimans Neverwhere verfilmt. Und das ziemlich gut.
 
Shikamaru hat folgendes geschrieben:

HdR ist zwar der Erschaffer eines Standards, aber bei weitem nicht der "Mount Everest". Faktisch ist es imo eher schlecht geschrieben, was daran liegt das Tolkien kein Geschichtenerzähler war, sondern jemand, der gerne Sprachen und Kulturen erfunden hat.


Meine Rede.

Tolkien war ein mittelmäßiger schreiber, aber er hat eine geniale Welt erfunden.

Vor ca. 10 Jahren habe ich auf Raymond feist geschworen.
Habe aber vor kurzem nochmal die ersten Bände des Midkemia-Zyklus gelesen und da eher erkannt wie stümperhaft das alles geschrieben ist.

Zumindest nachdem ich die Elfen-Bücher von Bernhard Hennen und Die Chroniken von Thomas Covenant von Stephen Donaldson gelesen habe.
Letzteres Werk lese ich gerade wieder, ca. zum achten mal.

Die ersten Chronik "Die Macht es Rings" zählt für mich bisher zur besten Fantasy die ich gelesen habe.
Danach kommt Hennen mit den Büchern rund um die Elfen.

Hab viele autoren ausprobiert, aber keinen wirklich guten mehr gefunden.
Salvatore habe ich füher auch viel gelesen, aber hier dasselbe wie mit Feist.
Zu oberflächlich, hätte jeder mittelmäßige Schreiber hinbekommen.

Was Verfilmungen angeht:
Von den Hennen Büchern kann ich mir das durchaus vorstellen.

Bei den Chroniken von Thomas Covenant hoffe ich, dass man da die Finger von lässt.
Das ist mehr ein Buch, dass sehr viel Wert auf die Charakterdarstellung legt, sehr viel das Innenleben der Figuren beschreibt.
Anders als dann z.B. ein bildgewaltiger Tolkien der mit dem Innenleben seiner Figuren nicht viel am Hut hatte.

Das kann meiner meinung nach nur schief gehen.
 
Ich hab noch immer nicht mein Trauma vom TV zweiteiler Erdsee überwunden :knockout: Wie kann man nur eine derart miese Verfilmung abliefern, die kaum noch etwas mit der Vorlage zu tun hat.
 
bin jetzt nicht mords der fantasyfan aber würde mich sehr über eine verfilmung von salvatores dunkelelfsaga freuen. davon gibts ja auch schon seit einiger zeit comics und hörspiele. hoffe mal die verkaufszahlen bei letztgenanntem sind recht gut und eine verfilmung somit nicht mehr ganz unrealistisch. würde mich schon mit einer gut gemachten zeichentrick bzw. animeserie zufrieden geben.
 
Weil ich die Liste ganz gut finde und sie für den einen oder anderen, der gerade nachdenkt, was er lesen soll, ganz interessant ist, grabe ich diese Thema mal wieder aus.

Das National Public Radio hat ihre Hörer und die Leser des Blogs befragt, was denn die besten 100 Fantasy- und Sci-Fi-Bücher sind. Und das hier ist das Ergebnis:

http://www.npr.org/2011/08/11/139085843/your-picks-top-100-science-fiction-fantasy-books

Natürlich spiegeln solche Listen nie jedermanns persönliche Meinung wieder und jeder vermisst da irgendeinen persönlichen Liebling oder flucht über eine unwürdige Platzierung, aber im groben Überblick geht das wohl so in Ordnung.

Mich persönlich überrascht die sehr gute Platzierung von Gaimans "American Gods", weil ich nicht wusste, dass er doch so populär ist. Und irgendwie überrascht es mich schon, dass kein Harry Potter oder Eragon dabei ist, aber die NPR-Hörer sind vielleicht schon zu erwachsen.

Ich hätte gerne einen von Walter Moers Zamonien-Büchern darin gesehen, aber die sind außerhalb Deutschlands vermutlich einfach nicht so bekannt.
Das Würgen bekomme ich bei Conan. Die beiden Schwarzenegger-Filme liebe ich zwar aufgrund ihres Trash-Faktors, bei den Büchern habe ich mal bei einem Freund in eines reingelesen und mich gewundert, wie man diese feuchten Teenager-Träume von mächtigen, muskulösen Männern und unterwürfigen, vollbusigen Frauen ernsthaft gut finden kann. Naja...

Ansonsten habe ich stolze 25 davon tatsächlich gelesen. Und einige kommen jetzt wohl noch hinzu.
 
Früher hab ich ganz gern Fantasy gelesen, aber inzwischen interessiert es mich nicht mehr so.
Nun mag ich auch eigentlich lieber Sci Fi, und da gibt es bereits sehr viele und auch gute Serien.
Game of Thrones wollte ich dennoch schon seit langem mal anschauen. Mal sehn wann ich das nachhole.
 
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