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La Strada! Immer noch ein Meisterwerk?

Trotzdem ist wiederum Star Wars kein Kunstfilm, da solche Spezialeffekte heuzutage nichts besonderes sind.

:bigsmile: :bigsmile: :bigsmile:
So gesehen ist Herr Der Ringe auch keiner, hm?
Und Tron und Vanilla Sky z.B. auch nicht...
Weil Spezialeffekte heutzutage nichts besonderes sind...
verstehe.

Ich gucke in letzter Zeit sehr viele Filme. Einer meiner größten Favoriten im (anspruchsvollem )Kino Humanistik, Neorealismus und Dramatik, gehört weiterhin La Strada.

Sag mal, hast Du während einer kreativen Erweiterung deines künstlerischen Geistes zuviel Farbe gefressen oder wie...!? :knockout:
Was willst Du überhaupt?
Kommt hier rein, laberst irgendwas über Humanistik, Neorealismus und Dramatik. Zählst hier irgendwelche Namen auf die Du bis auf Anthony Quinn, selbst nicht zuordnen geschweige denn, im Kopf behalten kannst...

La Strada bekam einen Oscar als Bester Auslandsfilm von 1956 sowie Oscar-Nominierung für Federico Fellini für sein Original-Drehbuch.

1956 ??? Och komm schon, da bin ich aber besseres von Dir gewohnt.

Und außerdem: Ein Oscar als bester ausländischer Film (1956) und Oscar-Nominierung, ist auch net so prall.

Ich habe einfach das Gefühl Du willst Dich hier irgendwie groß aufspielen...

...aber ist ja eigentlich auch nix Neues :D
 
@ WIZ

Die Darstellung von La Strada - die überspitze - habe ich rezitiert. :bigsmile: Igor, welchen Du ja auch kennst, gab mir die Einsichten schon vor längerem, denn ein anderer Fellini-Streifen war bei uns Anlass zur Diskussion. Aber wenn er letztlich schon sagt, "kneifs Dir", dann sagt mir das sehr viel. Weiß nicht, ob Du ihn schon so weit einzuschätzen vermagst?! ;) :kiss:

"Night of the living dead" ist so ne Sache.. wenn Du ihn rein als Zombiefilm siehst, vergiss es, dann wirste nie auf einen grünen Zweig kommen, der Dir hier speziell weiterhelfen wird. Siehste aber mal zwischen den Zeilen, bzw. mit dem "berühmten inneren Auge", ist es durchaus möglich, dass Du ein wenig mehr findest als nur das "übliche Zombiegenre". Speziell bei den Filmen ist es - auch für mich, gebe ich zu - nicht immer einfach die Seiten zu sehen, welche andernorts gelobt werden oder wie auch immer. Wenn man sich aber die Mühe macht, dann kann man ne Menge finden.

Ansonsten verweise ich auf meine bisherigen Posts, dass man sich wohl in diesem einen Fall einig war und den Film zur Kunst erhoben hat, was man dann einfach mal so stehen lassen sollte ;) und im nächsten Step - unabhängig davon - schließt man sich partiell, komplett oder auch gar nicht an. ;) Aber dann bitte erst nach dem "richtig gucken"! ;)

@ OtaQ
Kann es sein, dass Du heute äußerst gut drauf bist? :bigsmile: Wie immer charmant, charmant.. und so sympathisch! :bigsmile: :p ;) :)

Ach ja.. Filmempfehlung.. wenn man sich mit den menschlichen Abgründen auseinander setzen will, ist das recht unbekannte Werk "A boy and his dog" auch ne Idee. Skuril, abgedreht und letztlich die Mensch als Höllenwesen in bösartigster Weise karikiert. :0 Danach guckt man seine Mitmenschen ganz anders an.. :0 :bigsmile: ;) .
 
@ CharLu

Tja, so bin ich :bigsmile:
Eigentlich wollte ich mich ja noch höflicher zeigen...
...aber da "manche" ;) Leute in diesem Thread ein Nivau schaffen wollten, welches der Traghöhe "ihrer" Nase(n) entspricht, dachte ich mir: "Ich habe besseres zu tun" :)

...und so beherrschte ich mich doch noch. :bigsmile:

Apropo "menschliche Abgründe"

"A boy and his blob" fällt mir da spontan ein :bigsmile:
Ich hatte die japanische Version und schaffte sie, nach zig Stunden Auswendiglernerei von Zeichen und deren Bedeutung im Zusammenhang mit Weingummi, letztendlich durch. Von da an, merkte ich dass man alles schaffen kann und Kunst ein anderes Wort für Freiheit ist.

Ergab das jetzt nen Sinn?
Hatte dies wirklich etwas mit dem Thema zu tun?

...mir egal :bigsmile:

@ Chocobo

So langsam hab ich Dich wirklich lieb :kiss:

:bigsmile: :bigsmile: :bigsmile:

@ RPG

Kennst Du Charles Bukowski?

"Der größte Teil der Menschheit war plemplem. Der Rest war entweder verbittert oder schlicht dumm."

Welche Rolle spielst Du dabei?
 
OtaQ hat folgendes geschrieben:

Kennst Du Charles Bukowski?

"Der größte Teil der Menschheit war plemplem. Der Rest war entweder verbittert oder schlicht dumm."

Welche Rolle spielst Du dabei?

1. Sicher nicht - aber Google sei dank..
:bigsmile: , wir kennen das ja.. ;) ..

2. schlage ich eine Abstimmung vor! :bigsmile: ;)

Und ja.. ich bin heute nicht gut drauf! :devil: :( :0

@ OtaQ
Aber Respekt vor Deiner filmschen Leistung brauche ich jetzt nicht zu haben, oder?! :bigsmile: Japanisch.. Du bist echt crazy ... Kämpfe lasse ich mir noch eingehen, aber die Sprache? :0 Jedem das seine.. :bigsmile: ;) .
 
chocobo hat folgendes geschrieben:

wer "night of the living dead" einfach nur als "zombiefilm" abtut ist selbst schuld-
in dem film steckt sehr wohl eine aussage, nämlich eine ziemlich herbe gesellschaftskritik!
dass rpg das nicht versteht/findet ist mir schon klar- dazu bräuchte man ja verstand...

ein paar "anspruchsvolle und tiefsinnige" empfehlungen:
- requiem for a dream
- instinkt
- tränen der sonne
- natural born killers (auch hier steckt mehr dahinter als manche meinen)

Da liegt glaub ich das PRoblem an der Sache. Für mich ist der Film zwar schon recht unterhaltsam, aber mehr halt nicht. Mag sein das ich mich erst gar nicht auf den Film eingelassen habe, weil ich ihn im Voraus als "Zombiefilm" abgestempelt hab. Sollte ihn mir evtl. nochmal anschauen...

Tränen der Sonne fand ich auch ausgezeichnet!!!
 
Rpgmaniac-No1 sagte: Laut deiner Aussage könnte ich jetzt mir z.B etwas ausdenken und auf ein Blatt Papier zeichnen und es wäre sofort ein Kunstwerk. So ist es aber nicht. Deswegen kann nicht so gut wie jeder Film (oder sonst ein Werk) ein Kunstwerk sein.

...aber "La Strada!" kann es natürlich :bigsmile:

OMG! :knockout:

1.) Kunst kann auch Gummikotze im Bildrahmen sein oder das Gemälde eines Affen.

2.) Weil Du nicht zeichnen kannst, kann "so gut wie jeder" Film (oder Werk) keine Kunst sein!?

...das musst Du mir erklären
:bigsmile: [/b]
 
@all
Bin ich der einzige der sich den Film angeschaut hat?
Gleich zweimal durfte ich mir diese Meisterwerk antun, in der 5th Form in General Studies und in der lower 6th Form im Religionsunterricht. Ich bin beide Male irgendwann eingenickt. Damals habe ich mich sicherlich nicht für den intellektuellen Anspruch des Films interessiert (aber dies würde jedem fünfzehnjärigen Kid so gehen).

Über das Renommé, das La Strada bei den Kritikern und dem anspruchsvollen Publikum genießt und die Kunstfertigkeit eines Fellini gibt es nichts zu diskutieren. Ob und wie man zu diesem Film steht, ist jedermanns Sache, und ein negativ lautendes Urteil sollte nicht gleich als unkultiviert abgetan werden. Ein plumper, rotziger und unpassender Vergleich dagegen, qualifiziert nicht den Film herab sondern gibt uns eine wunderbar präzise Einschätzung über die geistige Fähigkeiten desjenige, der sich auf diese Art und Weise äußern mußte. Aber wir sollten immer daran denken, daß unsere Gesellschaft auch auf geistig nicht so fähige Arbeitskräfte angewiesen ist. Wer soll den sonst dafür sorgen, daß unser Leben sorgenfrei läuft.

Mir persönlich ist La Strada zu lang, lang.... und sehr ermüdend, daran ändert auch die hervoragende Kameraführung und das bemühte Schauspiel von Anthony Quinn. Die sozial-kritischen Ansichten sind mir einfach zuwider.

Was ist Kunst? Entweder alles oder nichts.

Mir gefällt da Il Sorpasso (1963/The Easy Life) vom leider unterschätzen Dino Risi wesentlich besser. Vor allem das Titel Thema Guarda Come Dondolo, das noch in den achtziger Jahre populär war, hat es meinen Ohren angetan. Am liebsten habe ich die Szene kurz vor dem Essen.
 
rams-es hat folgendes geschrieben:

@all
Bin ich der einzige der sich den Film angeschaut hat?

Nein .. bist Du nicht .. und "geistig anspruchsvoll" liegt immer noch im Auge des Betrachers.

Bezügl. Deiner restlichen Ausführungen muss ich gestehen, habe ich Themen-bezogen ein ganz anderes Feedback bekommen - ein sehr verläßlich dazu. Aber hier scheinen sich wieder einmal die Geister in jeglicher Form zu teilen .. und was nützen mit Verlaub gute Kameraführungen, etc. wenn die Story in sich zu oberflächlich erscheint? Vor allem für jemanden der nicht unbedingt die Augen braucht das Wesentliche zu erfassen - um es philosphisch auszudrücken?!
 
@charlu
"Geistig anspruchsvoll" ist eine Norm, die natürlich jeder selber bemessen kann, die aber auch standardisiert ist und damit außerhalb des individuellen Spielraums liegt. Mickey Mouse ist im Vergleich zu Goethe nicht "gesitig anspruchsvoll". Das mag der Goethe-Hasser und Mickey-Liebhaber nicht so sehen, sein gutes Recht, aber damit ändert er nichts an den Tatsachen.

Im Vergleich der heute typisch amerikanischen Kameraführung bietet Fellini ungewohnte Abwechslung. Die Thematik mag heute ausgeluscht sein und es gibt sicherlich bessere Filme zu diesem Thema, allerdings bezweifele ich, daß bei den kritischen Bemerkungen, die ich so gelesen habe, wirklich genau diese Erwhnung fanden.
 
rams-es hat folgendes geschrieben:

@charlu
"Geistig anspruchsvoll" ist eine Norm, die natürlich jeder selber bemessen kann, die aber auch standardisiert ist und damit außerhalb des individuellen Spielraums liegt.

Das hätte ich mal gerne erklärt. Eine Norm (Meine Definition: Eine Sache deren Wert festgelegt ist) kann also von jedem selber bemessen werden obwohl sie ja eigentlich doch standardisiert ist? :nut:
 
@o007

Norm : Kategorie Geistig Kriterium Anspruchsvoll

Standardisierte Norm wäre für den Durchschnitt der Gesellschaft ausgelegt. Für Havard Absolventen eines akademischen Studiums müßte man die Messlatte noch erhöhen, für die Pflegefälle in der Sonderschule müßte sie nach unten abgestuft werden.

z.B.: vor 40 Jahren galt es als Standard, daß in der Schule längere und mehrere Gedichte auswendig gelernt wurden und auch im Gedächtnis auf Abruf behalten wurden.
Als normal galten kürze Werke von Hölderlin oder Rilke, etwas gehobner Droste-Hulshoff, Schiller und Goethe.
Zu meiner Schulzeit vor 10-15 Jahren wurden nur maximal ein bis zwei Gedichte verlangt und davon habe ich kein einziges behalten, dafür habe ich mir jede Menge kluger lateinischer Sprüche gemerkt.

Die Norm verändert sich mit geänderten Ansprüchen.

Neben diesem Standard, kann jeder Mensch auch für sich selbst beurteilen, was für ihn geistig anspruchvoll ist. Für den einen übersteigt schon die Tagesschau den geistigen Horizont und ein anderer fühlt sich erst bei der Diskussion der aktuellen Thesen der Quantenmechanik auf Altgriechisch mit Sütterlin-Untertitel wohl. Je tiefer man sich selbst einschätzt, bewußt oder unbewußt desto....
 
rams-es hat folgendes geschrieben:

Standardisierte Norm wäre für den Durchschnitt der Gesellschaft ausgelegt. Für Havard Absolventen eines akademischen Studiums müßte man die Messlatte noch erhöhen, für die Pflegefälle in der Sonderschule müßte sie nach unten abgestuft werden.

Das ist mit Verlaub Schubladen denken in Reinkultur und eine Abwertung des Menschen an sich aufgrund seiner schulischen Bildung - die unterm Strich heute gar nichts mehr aussagt - auch der Harvard Absolvent ist nicht mehr das was er mal war. Die prägnanten Erfahrungen und vor allem das wirkliche Erlernen findet doch heute gar nicht mehr statt. Und im Bezug auf das Auswendig lernen komplexer und langer Gedichte und Werke sei gesagt, das dies auch kein Garant für Wissen und Können ist - denn die Merkfähigkeit und die Aufnahmefähigkeit werden hierdurch keinesfalls wirklich gefördert. Hingegen kurzweilige und komplexe, in sich verschiedene Aufgabenstellung födern das geistige Vermögen um so mehr. Dies zum Einen .. zum Anderen möchte ich festhalten, dass sich auch die Definition in Bezug auf Anspruchsempfinden nicht durch schulische Bildung belegt bzw. eine Aussagekraft hat, da wohl eher nicht offensichtliche Merkmale und Wahrnehmung des Themas an sich Basis sein sollten, und davon ab auch meistens sind.
Und somit nehme ich wieder die Kurve zum Film selbst, welcher somit nicht nur bei mir in Sachen Anspruch eher unten durch ist, weil nicht vorhanden und "anspruchsvoll" mit Kameraführung nichts gemein hat. Lediglich eine ausgefeilte technische Führung könnte attestiert werden, aber kein inhalticher Anspruch aufgrund einer technischen Eingenschaft, welche immer zur jeweiligen Zeit bei Interesse beigeistern kann, die aber unabhängig von der Story des Films laufen sollte (im Bestfall), denn wenn überzeugt einzig und allein die Story in Sachen Anspruch oder eben auch nicht.
 
@charlu

1. Diese Standards habe nicht ich aufgestellt. Sie sind einfach Ausdruck unserer Gesellschaft. Ich habe aber selbst genug Erfahrungen in und mit Personal Abteilungen gemacht, um ganz klar aussagen zu können, daß je höher das Ansehen der Hochschule und je breiter die Qualifikation (ohne Englisch ist nicht mal Hishi drin) desto besser die Chancen und das Geholt.
Der Mensch als solcher wird zwar auch bewertet, vor allem kommunikative Fähigkeiten werden geschätzt. Es gibt also durchaus ein kritisches Anspruchsniveau im Arbeitsmarkt. Firmen bilden zum Beispiel keine Lehrlinge aus, weil sie keine Azubi finden, die vernünftig Rechnen und Schreiben können. Ich brauche auch einen Assistenten, der großes Maß an Schulbildung mitbringt, denn ich habe nicht die Zeit Anschreiben an Kunden auf Rechtschreibung und Grammatik zu überprüfen.

2.kann ich an einem Abiturienten wesentlich mehr Ansprüche stellen als an einen Realschüler (zumindest theoretisch). Ich kann einem besser ausgebildeteten Menschen also anspruchvollere Aufgaben übertragen. Logik Madam! Genauso läuft diese Welt ab. Deshalb ist der Arzt Arzt und der Bauarbeiter Bauarbeiter und deshalb bekommen Manager soviel mehr Kohle.

3. Unsere Gesellschaft stellt immer höhere Anforderungen und in Deutschland gibt es immer weniger Personen die, diese erfüllen. Einmal wegen der negativen Geburtenraten und zum anderen, weil ich im Ausland mehr von meinem Geld behalten darf. Die Ansprüche ändern sich.

Als BEISPIEL hier die Ansprüche Aristide Briands (1887) :
„Ich möchte. Dass im Unterricht die Professoren und Lehrer nicht Instruktoren, sondern Erzieher seien..., dass sie aus dem Knaben einen Mann machten, dass sie ihn nicht bloß Formeln, Rudimente lehrten, sondern dass sie ihn trotz der dummen Vorurteile in die lebendige Welt einweihten, ihn lehrten, das Leben zu lieben trotz aller Gefahren und Schmerzen, die es ihm in Aussicht stellt, dass sie ihn moralisch, intellektuell und physisch bilden könnten... Der, dessen Gehirn nicht erfüllt ist von Geheimnis und Dogma, der Mann, der klar vor sich schaut, der Mann, der die Determinante seines Denkens und Handelns dort sucht, wo es ist, in seinem Gehirn, in seinem Gewissen, dieser Mann trägt, da man von der Gottheit gesprochen hat, seine Gottheit in sich, er ist der Gott, Und wenn dieser Gott bis jetzt so oft unfähig war, gebeugt durch die Last des Lebens, so kommt das daher, weil die Lüge und Unwissenheit zu lange seinem Streben entgegengearbeitet haben. Unsere Aufgabe ist es, ihn zu befreien, aus dem einen echten Menschen, einen Bürger im wahren Sinne des Wortes zu machen

4. Das Beispiel mit den Gedichten sollte nur die sich ändernden Ansprüche darstellen und keinesfalls wertend gemeint sein. Wo Beispiel dran steht ist auch Beispiel drin, Grundkurs in einfacher deutscher Terminologie ratsam. Also runter vom Podest Pfarrerstochter!


5. Kommen wir zum Film, den ich selber nicht leiden kann, der aber zurecht als ein künsterlisch und damit gleichzeitig gesitig anspruchsvoller Film in der Presse, vom Publikum und der Kunst gewürdigt wurde. Den Anspruch den der Film an seinen Zuseher stellt ist so unterschiedlich wie Menschen nun einmal sind. Für die Studierenden einer Filmhochschule sind die Tricks die Altmeister Fellini anwendet duchaus von Interesse. So sind auch Kameraeinstellungen durchaus eine besondere Qualität eines Films und erhebe einen andere Anspruch an das Publikum. Der Laie mag damit nicht en detail etwas anfangen können. Ähnlich verhält es sich mit dem Schnitt, man stelle sich Star Wars mit einem anderen Schnitt vor. Es gibt also durchaus technische Aspekte eines Films, die ganz kritische Qualitäten ausmachen können. Bei La Strada ist Fellinis inszenieren seiner Schauspieler mittels der Kameraeinstellunge, dazu kommen die Leistungen der Schauspieler. Der Film ist bei vorhandenem Interesse für das Kontrastprogramm der menschlichen Natur zwischen Weisheit, roher Kraft und Unschuld, dank dieser Kunstgriffe spannend.

Kommen wir also zum Anspruch. Ich picke mir mal die biblischen (deswegen Religionsunterricht) Dimensionen und Elementen die symbolhaft im Film auftreten. Bei der heute sehr niedrige Quote an Menschen mit ausgeprägten Interesse für das meistverkaufte Buch der Welt, ist doch durchaus ein gehobener geistiger Anspruch vorhanden. Gleiches könnte man auch an den tragikomischen Elementen erkennen.

Eins noch : Ich werte Menschen grundsätzlich nicht ab, aber glaube doch daran, daß jeder an seinem Platz ganz gut aufgehoben ist.
 
Dazu nur Folgendes: Diese Standards der Gesellschaft - sind sie es wert stur aufrecht erhalten zu werden? Ist es sinnvoll, die (dann nennen wir es eben so) gesellschaftlichen Schubladen für sich selbst zu übernehmen? Feststellung: Dann wird sich nie was ändern! Außer die Kluft zu vergrößern, die ohnehin schon bisweilen schwierig und in schwerst Arbeit überwunden werden muss.

Und ich glaube, dass jeder die Chance verdient hat, seinen Platz zu verändern - wenn er dies will!

Und was den Film betrifft, ich gucke da wohl zu sehr anders als du/ihr ..
 
@charlu

zum film
a-
jedem das seine und mir das meine
wie gesagt ich mag den film auch nicht, ich verstehe aber warum er als großer film (der herr der nyt meinte sogar der beste) gefeiert wird.

zum plätze tauschen
a-
jeder soll sich anstrengen den platz einzunehmen den er gerne hätte, natürlich nur unter vorraussetzung, daß er alles notwendige dafür auch tut

b-
tief in meinem herzen bin ich einer kleiner sozial-darwinist, dem die aussonderung der sinkmasse nach unten durchaus sinnvoll erscheint.(achtung! achtung! böse zynik:) schließlich schleppe ich meinen restmüll auch nicht ewig mit mir herum. mit der marktwirtschaft als system ist die einordnung ganz gut bewerkstelligt, ohne daß die masse die sinkt zu groß wird.

zur kluft
ich nehme mal an zwischen arm und reich national,
global benötigen wir ein paar neue seuchen oder eine beschleunigung der inkubationszeit von aids, denn nur mit einer deutlichen reduzierung der erdbevölkerung gluabe ich können wir einer gerechtere verteilung der resourcen bewerkstelligen; national oder auf den communalen ebenen stellen ich einen deutlichen lebensqualitätsunterschied fest, allerdings nicht zwischen dumn und intelligent, sondern zwischen Urbane Zonen und ländlichen Zonen. Der Unterschied zwischen superreich und superar, wird größer, aber zurecht weil superarm zu teuer wird und superreich vom markt über gebühr nachgefragt wird.

lange rede - kurzer sinn - ich will auch keine kasten einführen, aber eine plumpe gleichmacherei ist mir zuwider.
 
rams-es hat folgendes geschrieben:
lange rede - kurzer sinn - ich will auch keine kasten einführen, aber eine plumpe gleichmacherei ist mir zuwider.

Der erste Satz von dir, den ich voll unterstütze...hätt auch nicht gedacht das das mal vorkommt, aber man ist eben nie vor Überraschungen gefeit
:bigsmile:
 
Rpgmaniac-No1 hat folgendes geblubbert:

Einer meiner größten Favoriten im (anspruchsvollem )Kino Humanistik, Neorealismus und Dramatik, gehört weiterhin La Strada.


Was ist DAS denn für ein Satzbau? :bigsmile: :crazy:
Bevor Du was von "anspruchsvoll" sagst solltest Du vielleicht mal schreiben lernen!
Aber immerhin hast du tolle Fremdwörter benutzt! :bigsmile:
 
@wiz
heute bin ich sehr milde gestimmt, denn endlich laufen alle spiele für die next generation, wie sie laufen sollen. die inder sind kalt gestellt und den brasilianern verrate ich meine fon-nr. nicht.
 
Ich bin in der Lage Zynik zu erkennen .. immerhin habe ich studiert! :bigsmile: :p

Im Ernst.. Du machst für mich Step 2 vor Step 1.. wobei ich mich bezügl. der Veränderungen hinsichtlich der Bevölkerungsanzahl durchaus anschließen kann und das man so bisweilen die eine oder andere Veränderung an der Symptmatik aber nicht an der Ursache an sich bewirken könnte! Bezügl. der Kluft allerdings meine ich nicht die offensichtlichen Faktoren, die letztlich schon mit der minimierten Bevölkerunszahl behoben werden KÖNNTEN. Ich meinte die "geistige Kluft" im Denken und Kategorisierung bzw. in der Analyse dessen, wie wir Menschen begegnen und sie einstufen, bzw. meinen einzustufen. Hier sind für mich die meisten Schubladen und auch wenn ich ein Freund von Regeln und Normen bin und auch sein muss (beruflich), es kann sich als absoluter Feind erweisen, nicht an bestehenden aber durchaus positiv veränderbaren Stukturen "zu rüttteln" (profan ausgedrückt).
Und seit ich festgestellt habe, dass man was bewirken kann, tue ich das auch - sicherlich auch nur dann, wenn die Effizenz gegeben ist. Aber die ist viel häufiger da als man denkt - vor allem dann, wenn man sich von gesellschaftlichen und vermeintlichen Fesseln lößt.

Und nochmals zum Film.. bzw. generell Fellini-Werken, die einerseits hoch gelobt übel zerrissen worden sind und es noch werden (die andere Seite gibt es genauso). Eine distanzierte Betrachtung des Einzelnen hilft hier weiter - und ich wiederhole mich gerne
:bigsmile: - das ich eine oder zwei Komponenten würdigen kann, wie auch immer.. die Gesamtheit aber dann trotzdem für mich negativ werte, z.B. Und ob ich Fellini an sich schätze oder nicht, habe ich für mich noch nicht entschieden, da ich schlicht noch zu wenig kenne, an dem ich das endgültig festlegen könnte. Und selbst wenn, würde ich es wohl nicht tun, da ich ein Freund von immer wiederkehrenden neuerlichen Prüfungen bzw. Hinterfragungen bin.

EDIT: Last but not least... vom plumpen gleich machen kann keine Rede sein, denn erst die Differenzierung macht effizente Veränderungen möglich. Aber auch die beginnen im Geiste und mit der unterschiedlichen Sichtweise.
 
@c-l
gleichmacherei hatte ich dir im speziellen auch nicht vorgeworfen, dabei handelt es sich um eine meiner grundsätzlichen positionen. kern der aussage ist nach meinem verständnis, zwar eindeutig das undurchlässige kastensystem abzulehnen, dafür aber das zum beispiel in angelsächsische länder aber auch in frankreich immer noch stark ausgeprägte klassen-bewußtsein als durchaus positiv zu betrachten (gründe hierfür oder dagegen spare ich mir hier).

fellini hin oder der her, allein die tatsache, daß die kritik sich über diesen film streiten muß, deutet doch wohl an, daß er geistig "anspruchsvoller" ist als zum beispiel eis am stiel 4.

das aussortieren von menschen oder die genauere einschätzung von menschen ist sicherlich eine wichtige sache, nur muß man zeit dafür haben. ich persönlich halte mich damit eher weniger auf, zum einen weil ich glaube über eine recht gute menschenkenntnis zu verfügen und meine schubladen nicht abgeschlossen werden, jeder hat die gelegenheit herauszuhüpfen. um die schubladen in den köpfen anderer kümmere ich mich nur, wenn es in meinem interesse liegt.
 
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