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Das Themenquizturnier

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Wann kommen die Ergebnisse???? :meckern: :meckern: :meckern: :meckern: :meckern: :bigsmile: :bigsmile: :bigsmile:
 
Achso? Scheisse! Naja, über das Thema kann man eh ne Doktorarbeit schreiben. Ich meine.... wieviele Bücher zu dem Thema gibt es? 100, 1000, 10000 ?? War echt ne perverse Aufgabe find ich.
 
Karl Marx?

In allen Sprachen? 20.000 bis 30.000. allein auf Deutsch, weltweit weit über die 200.000. Wenn man dazu noch sämtliche Nachschlagewerk oder Verweise nimmt ist man schnell bei der Million.
 
So, sieben der acht Antworten sind jetzt hier bei mir eingetrudelt und die Frist ist EIGENTLICH seit 10 Minuten um, aber da ich heute sowieso keine Zeit haben werde, mich mit den Ergebnissen zu beschäftigen und dafür erst morgen wieder Zeit finden werde, werde ich der betreffenden Person jetzt noch einen kleinen zeitlichen Bonus bis Morgen Mittag einräumen, um abzugeben! Dann ist aber endgültig Deadline und es wird die Ergebnisse geben, ihr müsst euch also noch bis morgen Mittag gedulden! :)
 
Superjojo hat folgendes geschrieben:

So, sieben der acht Antworten sind jetzt hier bei mir eingetrudelt und die Frist ist EIGENTLICH seit 10 Minuten um, aber da ich heute sowieso keine Zeit haben werde, mich mit den Ergebnissen zu beschäftigen und dafür erst morgen wieder Zeit finden werde, werde ich der betreffenden Person jetzt noch einen kleinen zeitlichen Bonus bis Morgen Mittag einräumen, um abzugeben! Dann ist aber endgültig Deadline und es wird die Ergebnisse geben, ihr müsst euch also noch bis morgen Mittag gedulden! :)

Boahhh, ichhab heute extra nen Mandanten-Termin verschoben, um noch die Antwort zu schreiben. Also ich finde solche Verlängerungen echt nicht in Ordnung. Außerdem will ich wenigstens schon jetzt von den übrigen die Antworten lesen!!!!!!
:meckern: :meckern: :meckern:

Also mein Klassenkamerad heißt Reinhard Marx! :bigsmile:
 
Hab meinen Protest gegen die Verlängerung ja per PM geschickt, mal sehn was du zu sagen hast Jojo ;)
 
rossi hat folgendes geschrieben:

Superjojo hat folgendes geschrieben:


So, sieben der acht Antworten sind jetzt hier bei mir eingetrudelt und die Frist ist EIGENTLICH seit 10 Minuten um, aber da ich heute sowieso keine Zeit haben werde, mich mit den Ergebnissen zu beschäftigen und dafür erst morgen wieder Zeit finden werde, werde ich der betreffenden Person jetzt noch einen kleinen zeitlichen Bonus bis Morgen Mittag einräumen, um abzugeben! Dann ist aber endgültig Deadline und es wird die Ergebnisse geben, ihr müsst euch also noch bis morgen Mittag gedulden! :)


Boahhh, ichhab heute extra nen Mandanten-Termin verschoben, um noch die Antwort zu schreiben. Also ich finde solche Verlängerungen echt nicht in Ordnung. Außerdem will ich wenigstens schon jetzt von den übrigen die Antworten lesen!!!!!!

Da es jetzt auch keine Unterschied mehr macht, ob die Person genannt wird, nenne ich ihren Namen, es ist Blackbird, der auf sich warten lässt. Auch Mystery hat gerade Beschwerde laut gemacht, dass das unfair sei. Ich bin selber etwas unentschieden, dachte aber, dass es in Ordnung sei, wenn ich Bird die Zeit noch gebe, da ich heute eh nichts bearbeiten kann. Falls ihr aber strikt dagegen seit, was ich auch verstehen kann, werde ich dann von mir aus dicht machen, mir war es halt desswegen relativ egal, da ich keine Zeit finden werde, aber wenn ihr fest dagegen seid, womit ihr ja auch recht habt, dann werde ich eben Birdo durchfallen lassen.
 
Ich bin weiterhin gegen Annahme der Antwort, sorry Blacky, aber Termine müssen schon eingehalten werden!
 
Naja, Birdo hat bestimmt nen guten Grund, warum es nicht geklappt hat. Mal eine P?N an Ihn. Er war heute auch noch nicht online. Komisch. Ich hab seine Telefonnummer leider zu Hause und nicht hier in der Arbeit.

Aber die anderen "Pärchen" könntest Du doch schon mal veröffentlichen. Bewerten kannst Du es ja dann morgen, hm?
 
Superjojo hat folgendes geschrieben:

So, sieben der acht Antworten sind jetzt hier bei mir eingetrudelt und die Frist ist EIGENTLICH seit 10 Minuten um, aber da ich heute sowieso keine Zeit haben werde, mich mit den Ergebnissen zu beschäftigen und dafür erst morgen wieder Zeit finden werde, werde ich der betreffenden Person jetzt noch einen kleinen zeitlichen Bonus bis Morgen Mittag einräumen, um abzugeben! Dann ist aber endgültig Deadline und es wird die Ergebnisse geben, ihr müsst euch also noch bis morgen Mittag gedulden! :)

Find ich auch nicht gut, vor allem da diesmal ja eh schon länger Zeit war. Die anderen haben sich außerdem auch alle an dem Termin orientiert. Da hätte man ja eventuell auch noch mehr an seiner Antwort arbeiten können.
Du mußt die eingereichten Antworten ja nicht heute noch durchgehen, aber eine Terminverlängerung für einzelne ist ziemlich unfair den anderen gegenüber.
Außerdem steht in deinen Regeln, wer nicht pünktlich abgibt, scheidet aus.
 
Mystery und MagicalChild haben ja recht, die Regeln müssen befolgt und die Termine eingehalten werden, daher ist die Frist hiermit offiziell beendet und Birdo raus. Hättet ihr das gewollt, hätte ich die Phase halt verlängert, aber da dies nicht der Fall ist, war's das dann.


Was die Antworten angeht: Hier, von mir aus die Antworten, die Bewertungen gibt es dann wie gesagt morgen. Die Antworten sind noch nicht nach Paarungen geordnet, sie stehen hier, wie sie bei mir angekommen sind:

Greenkeeper:

Der Begriff "Soziale Frage" kam erstmals im Jahre 1830 in Deutschland auf. Die "Soziale Frage" galt damals als Bezeichnung für die schweren und stetig anwachsenden Lebensprobleme der Deutschen.
Meist handelte es sich bei diesen Lebensproblemen um den schnellen sozialen Abstieg von Menschen der unteren "sozialen Schichten", welche ohnehin schon genug Probleme hatten.
Anfangs beschrieb der Begriff noch die durch das stetige Wachstum der Bevölkerung und somit auch der Städte hervorgerufenen Verelendung, später auch die mit dem Gesellenüberschuss und den Arbeitsbedingungen der grade beginnenden Industrialisierung verbundenen Konflikte. Die Krise wurde hauptsächlich fühlbar durch folgende Dinge: Unterernährung, Untergang kleiner Wirtschaftsbetriebe, Wohnungsnot.
Anfangs setzten sich nur bürgerliche, kirchliche und vor allem sozialistische Bewegung für die Lösung der Probleme ein, später dann auch Gewerkschaften und zu ganz zum Schluss auch Parteien wie z.B. die sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD). Die Politik versuchte die Probleme mit sozial Reformen zu entschärfen z.B. die Krankenversicherung, die Absicherung von Unfallopfern und die Alters- und Invaliditätssicherung.
Letztendlich setzten sich die Probleme bis zum Begin des 1. Weltkrieges (1914-18) fort, daruf hin kam dann eine kurze Entspannung der Situation in den 20er Jahren bis zur Weltwirtschaftskrise (ab 1929). Bis zum Machtantritt Hitlers gab es eine ähnlich schlimme Situation wie im 19.Jahrhundert. Nach dem 2.Weltkrieg ging es dann bis Heute langsam bergauf.
Man kann also sagen das die Lösung der "sozialen Frage", so wie sie Heute im Unterricht gelehrt wird, in den sozial Reformen Bismarcks liegt. Wenn man allerdings darüber hinaus schaut könnte man auch behaupten das sie sich bis zu der Machtübergabe an Hitler weiter hin gezogen hat und sich dann aufgrund des 2.Weltkriegs, der somit als Neuanfang diente, quasi von selbst gelöst hat.


Ramses:

Mit der „Sozialen Frage“ bezeichnet man im Allgemeinen die Reaktion der Gesellschaft auf die sozialen und ökonomischen Probleme, die aus der industriellen Revolution, dem Übergang aus der Agrar- bzw. postfeudalen Gesellschaft im 18. und 19. Jahrhundert. Dabei ist zu beachten, daß die Thematik je nach Entwicklungsstand der europäischen Staaten in unterschiedlichen Zeiträumen an Brisanz gewann, zusätzlich beeinflusste auch die bisherige gesellschaftliche Strukturierung die Auseinandersetzung mit der Frage. So lässt sich das Aufkommen für England bereits sehr früh um 1750 feststellen, während die „Soziale Frage“ im Heiligen Römischen Reich zunächst im westlichen Preußen und Hannover, so um 1830, und in den wesentlich stärker agrarorientierten Staaten erst um 1850 aufkam. Da der Begriff „Soziale Frage“ selbst primär die deutsche Entwicklung, und hier fast ausschließlich städtische Auseinandersetzung beschreibt, werde ich mich im weiteren Verlauf nur auf den deutschen Aspekt konzentrieren.

Es ist wie bei allen großen gesellschaftlichen Diskussionen zu beachten, daß unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen äußerst differenziert an die „Soziale Frage“ herantraten. Die zunehmend bestimmende Gruppe des Bürger- und Beamtentums reagierte auf die Problematik der Industrialisierung auf kulturelle Weise. So versuchte das Groß- und Besitzbürgertum sowie das Beamtentum die „Soziale Frage“ mit der Anleitung zu höheren moralischen Werten zu beantworten. Weniger die Umstände wurden verantwortlich gemacht, sondern eher das moralische Fehlverhalten, den direkt betroffenen Arbeitern wurde zugespitzt „Barbarei“ vorgeworfen, etwas das sich in ihren Augen in Faulheit, grundlosem Klagen, fehlendem Anstand und schlechten Sitten ausdrückte. Dementsprechend kann man nicht von einem Lösungsansatz sprechen sondern lediglich von einer Verurteilung. Das mittelständische und Kleinbürgertum sowie dem aufkommenden liberalen Bildungsbürgertum legte mehr Gewicht auf die Klassenunterschiede und sah in ihnen das kritische Element. Für das klassische Bauerntum sowie den Adel stellte sich die „Soziale Frage“ wenn überhaupt nur peripher, ein deutlicher Unterschied zu England, wo die Gentry stark involviert war, die Landbevölkerung war nur insofern betroffen als es für sie einen Aufstieg bedeutete in die Gruppe der Arbeiter einzutreten (siehe hier Landflucht, Binnenmigration). Für die Arbeiter, die Betroffenen der Umstände ging es primär um die pragmatische und praktische Behandlung der diversen Missstände. Eine tiefere Auseinandersetzung mit den Ursachen blieb aus. So wurden schließlich die Antworten zur Lösung von einzelnen Gruppen von Theoretikern im Bürgertum, der Arbeiterschaft und dem Klerus gefunden, da sich diese verstärkt auf die Ursachen konzentrierten.

Die Ursachen für die „Soziale Frage“ lagen wie bereits erwähnt in der Problematik des gesellschaftlichen Umbruchs hin zur Industriegesellschaft. Dabei steht noch vor der eigentlichen Industrialisierung, die Auflösung der postfeudalen Gesellschaftsordnung in den Städten und der Wegfall der feudalen Ordnung auf dem Land. Auffälligstes Merkmal hierbei ist die Bevölkerungsexplosion und -konzentration in den Städten. Auslöser war der Wegfall der bisherigen traditionellen Ehegesetze, Zustimmung des Feudalherrn bzw. der Zünfte bzw. monetäre Auflagen, und die Einführung der Freizügigkeit, ebenfalls vorher abhängig von der Zustimmung der Feudalherren bzw. der Städte. Dadurch kam es zunächst zu einer Überbevölkerung auf dem Land, welche verstärkt durch die technologische Weiterentwicklung der Anbaumethoden zum Ausbleiben entsprechender Erwerbsmöglichkeiten führe. Die Folge war die Landflucht. In den Städten bzw. Industriegebieten mussten sich die Menschen von ihrem bisherig gewohnten Lebensumständen verabschieden. Das alte auf Ergänzung basierende Wirtschaftsleben bestand nicht mehr, in der Stadt brauchte man Geld, um selbst das Lebensnotwendige zu erwerben. Die Auflösung der traditionellen Bindung von Werk- und Wohnstatt verstärkte den Druck zusätzlich. Durch diesen Zwang zur Erwerbsarbeit und durch die Landflucht entstandene Bevölkerungszuwächse entstand ein Überhang im Angebot an Arbeitskraft. So wurde Arbeit dementsprechend niedrig bezahlt. Die marktwirtschaftliche Konkurrenz zwischen denn nun mehr entstehenden Unternehmen förderte das zunehmenden Absinken des Lohnniveaus weiter. Aus dieser Entwicklung resultierten zwei bedeutende Problemkerne der „Sozialen Frage“. Einmal fehlte so den Arbeitern zunehmend das Kapital und auch die Zeit, um für anständige Unterkunft zu sorgen. So entstanden regelrechte „Slums“ bzw. Gossenviertel die durch ihre Dichte und niedrigen Standards erbärmliches Elend zementierten. Die Not wurde dadurch sichtbar für jedermann. Ebenso bedeutend war die Entstehung der Frauen- und Kinderarbeit, denn um wenigstens das Notwendigste zu haben, mussten alle Familienmitglieder schuften. Hierdurch wurde zunächst noch einmal der Druck auf den Arbeitsmarkt erhöht, Frauen und Kinder wurden nämlich wesentlich geringer entlohnt als Männer, was sich die Unternehmen natürlich zunutze machten. Viel entscheidender war die zunehmende Zersetzung der gesellschaftliche Keimzelle, der Familie. Da Zeit und Geld fehlten brachen diese gesellschaftlichen Bindungen auf und beschränkten sich zum Teil auf bloße Erwerbsgesellschaften. Gerade für die Kinder bedeutete dies, das völlige Fehlen einer sozialen und moralischen Ordnung. Neben den Lebensumständen führte dieser Aspekt zu deutlichen Verrohung der Arbeiterschaft als sozialen Gruppe. Der Alkoholismus der Männer aber auch der Frauen ist ebenso ein Resultat des Fehlens funktionierender Familien. Die sichtbar und eindeutig zutage tretende Verelendung eines großen Teils der Gesellschaft, ausgedrückt in mangelnder Hygiene, Wohnungsnot, fehlender Bildung, Verarmung, Kriminalität stellen die „Soziale Frage“ dar.

Wie bereits geschilderte kamen die Lösungsversuche tendenziell eher von Einzelnen oder Institutionen und kamen nicht von den großen Gruppierungen der Zeit. Grob lassen sich vier unterschiedliche Ansätze umreißen. Da wäre als erstes natürlich die sozialistische bzw. marxistische Linie zu nennen. Anhand der „Sozialen Frage“ bildete sich die Arbeiterbewegung aus. Als zweite große Linie kann man die kirchliche Antwort festhalten, die mit der Ausbildung der christlichen Soziallehre versuchte die Problematik zu lösen. Drittens sind die Ansätze der Verwaltung bzw. des modernen Staates zu nennen, eine Entwicklung die in unserem heutigen „Sozialstaat“ mündete. Als letztes bleibt noch der Ansatz der Unternehmer, eine Mischung aus ökonomischem Eigeninteresse und Vorteilserwartung und der freiwilligen Festlegung auf moralische Normen, der typische umsorgende Firmen-Patriach, Springer, Grundig oder auch Ford wären prominenten Beispiele, darf hier Ergebnis der Überlegungen gelten. Im Folgenden werden alle vier in gekürzter Form dargestellt, stark gekürzt, da jeder einzelnen Ansatz schon ein eigenes Thema wäre.

1. Der sozialistische Ansatz

Der sozialistische Ansatz ist geprägt von der historischen Normenableitung und dem Hauptaugenmerk auf die Klassenunterschiede. Sie werden als das Grundübel neben den angeblich brutalen Zwängen der Kapitalwirtschaft betrachtet. Diese Sichtweise wurde durch das „Kommunistische Manifest“ (Marx und Engels 1848) bis heute zementiert : „Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen. Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigener, Zunftbürger und Gesell, kurz, Unterdrücker und Unterdrückter standen in stetem Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, der jedes mal mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen. Die aus dem Untergang der feudalen Gesellschaft hervorgegangene moderne bürgerliche Gesellschaft hat die Klassengegensätze nicht aufgehoben. Sie hat nur neue Klassen, neue Bedingungen der Unterdrückung, neue Gestaltung des Kampfes an die Stelle der alten gesetzt."

Dieser aus bestimmten Perspektiven immer noch zutreffende Analyse, wenn man sich wirklich der historischen Normenschaffung unterwerfen will, wurde auch ein Lösungsansatz nachgeliefert, der allerdings weniger als Handlungsanweisung gedacht war, sondern eher eine nebulöse Prophezeiung kommender Gesellschaftsordnungen ist : „Wenn das Proletariat im Kampfe gegen die Bourgeoisie sich notwendig zur Klasse vereint, durch eine Revolution sich zur herrschenden Klasse macht und als herrschende Klasse gewaltsam die alten Produktionsverhältnisse aufhebt, so hebt es mit diesen Produktionsverhältnissen die Existenzbedingungen des Klassengegensatzes, der Klassen überhaupt, und damit seine eigene Herrschaft als Klasse auf." Wesentlich prägender auch heute noch sind die von Marx entwickelten Theorien, die 1867 in „Das Kapital“ erschienen. Hier stellt Marx fünf Haupttheorien auf : Akkumulationstheorie, Konzentrationstheorie, Verelendungstheorie, Krisentheorie und Zusammenbruchstheorie. Die revolutionäre Diktatur des Proletariats beseitigt in einer Übergangsphase die Klassenunterschiede während eine gewählte Körperschaft die gesetzgebende und ausführende Gewalt ausübt. Laut Marx wird der Staat dadurch überflüssig. „An die Stelle der Regierung über Personen tritt die Verwaltung von Sachen und die Leitung von Produktionsprozessen. Der Staat wird nicht abgeschafft, er stirbt ab." Neben der politischen und wirtschaftlichen Umgestaltung stand aber auch der Mensch selbst im Mittelpunkt der sozialistischen Bestrebungen. Nach den Leitmotiven der Gleichheit, der Freiheit, der Solidarität und des Fortschritts soll sich der Mensch entwickeln und handeln.

Diese Seite des sozialistischen Ansatzes wurde von Engels, Marx, Bebel, Liebknecht vertreten. Er ist kläglich gescheitert, wie wann wunderbar in Nordkorea sehen kann. Die dem entgegengesetzte Strömung war die der demokratischen Sozialisten. Auch sie wollten Staat und Mensch neu kreieren. Doch hielten sie nichts von der Idee des revolutionären Umsturzes. Es schien viel wichtiger, sich im bereits vorhandenen System einzubringen und durch aktive Hilfe die Arbeiter zu Verbündeten zu machen. Nach der Einführung eines allgemeinen Wahlrechts würden die Sozialisten dann automatisch die absolute Mehrheit erlangen, da nun einmal der absolute Großteil der wahlberechtigten Bevölkerung aus Proletariern bestand, und würden daraufhin den Staat nach ihren Vorstellungen gestalten können. Lassalle ist einer der prominenten Anhänger dieser Richtung, die dementsprechend für pragmatische Ziele wie Gleichberechtigung der Frau, gerechtere Steuerpolitik, allgemeines Wahlrecht, bessere Bildungsanstalten und aktive Sozialpolitik kämpfte. Auch diese Richtung konnte bisher die „Soziale Frage“ nicht entgültig lösen, viele ihrer Ziele, auch wenn sie nicht von ihnen erreicht wurden, linderten aber die Auswirkungen der Industrialisierung derart, daß die Relevanz der „Sozialen Frage“ für fast ein Jahrhundert verschwand.

2. Der kirchliche Ansatz

Bei diesem Ansatz muß man unbedingt die konfessionelle Differenzierung beachten. Den ersten Schritt auf Seiten der Katholiken ging der Mainzer Erzbischof Wilhelm Emanuel Freiherr von Ketteler mit seiner Streitschrift „Die Arbeiterfrage und das Christentum". Von Ketteler wirkte später als Reichstagsabgeordnete an der Bismarckschen Sozialgesetzgebung mit. Adolf Kolping ist wohl der wichtigste Vertreter der katholischen Seite. Das 1849 gegründete Kolpingwerk vertrat einen eindeutig kulturellen Ansatz, wie der Wahlspruch deutlich belegt : „Religion und Tugend, Arbeitsamkeit und Fleiß, Eintracht und Liebe, Frohsinn und Scherz.“ Aber gerade das Werk verband diesen Anspruch mit praktischen Taten, die Schaffung von freien Versammlungsorten zur Geselligkeit, zur Stärkung sozialer Bindungen zwischen Bürgertum und Arbeiterschaft, die Entlastung der Familien durch Kindergärten und das Heben des Bildungsniveau durch das Angebot von Abendkursen. Durch die Konzentration der katholischen Öffentlichkeit innerhalb der Zentrumspartei (siehe hierzu auch Andreas Joachim Mergner : Das Zentrum und die katholische Öffentlichkeit zwischen 1871 und 1904, München 2000) verlagerten sich die katholischen Bemühungen auf die staatliche Ebene. Entscheidend ist die Definition des Subsidiaritätsprinzip. Dieses besagt, dass jedes Individuum in jeder Angelegenheit zunächst seine unmittelbare Umgebung um solidarische Hilfe bitten solle und wenn dies nicht ging, sollte immer erst die jeweils nächste Ebene (Gemeinde, etc.) angerufen werde. So ist der Staat erst das letzte Glied in dieser langen Kette. Ebenso prägend wie die Politisierung des Katholizismus war die 1881 erschienene „Rerum Novarum“ von Papst Leo XIII., diese betonte das harmonische Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft und richtete sich vehement gegen die sozialistische Vorstellung des Klassenkampfs. Zusätzlich beeinflusste diese Enzyklika das weitere Abrücken von einer staatlichen Lösung. Der katholische Ansatz sucht die Lösung in der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung und fordert diese zum selbsttätigen Handeln. Sankt Martin des Ehrentag wir diese Woche feiern ist das ideale Bild um diese Ansicht auszudrücken. Neben diesem theoretischen Überbau, der sich nur in katholischen Kreisen und Regionen durchsetzen konnte, dort aber die „Soziale Frage“ bis heute als einziger Denkansatz wirklich lösen konnte, stand die Bereitstellung von Verbesserungsmaßnahmen für die Gemeinde der katholischen Arbeiter und die aktive Linderung durch die katholische Wohlfahrt.

Der Protestantische Ansatz ist im Gegensatz wesentlich pragmatischer und praktischer ausgefallen, verweist dafür aber auf einen wesentlich nebulöseren theoretischen Hintergrund. Wichern bekämpfte als Erster mit seinem „Rauhen Haus“ 1833 die Obdachlosigkeit und das erschreckende Waisentum. Die „Innere Mission“ versuchte seelsorgerisch den Arbeitern zu helfen. Beide Aspekte fanden bald breite Unterstützung in protestantischen Kreisen und so entstanden eine Vielzahl derartiger Einrichtung und Organisationen, das Diakonische Werk ist auch heute noch am Werk. Im Zusammenspiel mit dem sozialistischen Bemühungen versuchten die Pfarrer Todt und Stoecker die christliche Nächstenliebe gegenüber dem Klassenkampf zu stellen. 1878 gründete Stöcker einen Vorläufer der Unionsparteien die Christlich-Soziale Arbeiterpartei. Die Berufung auf das Prinzip der Nächstenliebe, der Verweis auf den guten Samariter und die aktive Arbeit zeichnen die protestantischen Bemühungen aus. Erfolg bei der Bekämpfung der Ursachen stellte sich aber erst im politischen Zusammenspiel mit dem Staat ein, ansonsten war wegen der mangelnden Organisationsstruktur nur vereinzelter Erfolg möglich. Da man aber kein Problem mit der staatlichen Einmischung hatte, kann man noch heute die Handschrift in der Sozialgesetzgebung erkennen.

3. Der ökonomische Ansatz

Zunächst am effektivsten waren die Bemühungen der Unternehmer. Diese strebten aus einer Mischung von moralischer Verpflichtung, von Gesellschaft und Kirchen eingefordert, und der Erwartung gegenseitiger Vorteilsnahme. Nur ein gesunder Arbeiter kann gut Arbeiten. Mit diesem Gedanken bauten sie Arbeiterwohnungen, zum Beispiel die Krupp Siedlung in Essen, Fabrikschulen, den nur der gebildete Arbeiter kann kompliziertere Tätigkeiten verrichten. Zudem wurden schon bald Hilfs- und Pensionskassen errichtet und eine beschränkte Mitwirkung an der Gestaltung des Arbeitsalltags gewährleistet, denn nur der interessierte Arbeiter leistet richtig. Natürlich waren viele dieser Maßnahmen auch Vorwegnahme erwarteter gesetzlicher Maßnahmen. So schrieb Werner Siemens : „Es wird in immer weiteren Kreisen als eine Pflicht der Arbeitgeber aufgefasst, [...] für ihre Arbeiter, deren Kräfte sie ausnutzen, Sorge zu tragen, und wahrscheinlich wird hier die Gesetzgebung diese Verpflichtung allgemeingültig auferlegen – wie sie speziell für den Tod oder Arbeitsunfähigkeit infolge von Unglücksfällen höchstwahrscheinlich schon in der nächsten Reichtagssitzung tun wird. In Erwartung dieser Gesetzgebung werden jetzt schon vorbereitende Schritte überall getan." Die staatlichen Maßnahmen oder die Aussicht auf sie trugen Früchte. Die freiwilligen Maßnahmen beschränkten sich zudem auf die großen Betriebe, die sich zunehmend dem Taylorismus unterwerfen mussten, also verstärktes Eigeninteresse an sogenannten Facharbeitern hatten. Nichts desto trotz muß man die unternehmerischen Bemühungen loben, den sie führten fast immer zur Lösung der Probleme. Hierbei ist beachtenswert, daß gerade Unternehmen die eher dem moralischen Druck folgten, anstatt dem des Klassenkampfs bzw. des Staates, die besseren und dauerhaftesten Lösungen schufen und natürlich dementsprechend am Markt profitierten. Das Modell des sorgenden Firmenpatriachen gilt bis heute in bei der Arbeitnehmerschaft als „Best Case“. Nur in Deutschland hat man dieses Modell vergessen und verpönt es lautstark, wir sehen wie weit man damit kommt wenn man die Arbeitslosenzahlen betrachtet. Gerade die asiatischen Länder, Taiwan, China oder Indien fahren grandiose Erfolge damit ein.

4. Der staatliche Ansatz

Staatliche Maßnahmen wurden von allen Seiten verlangt und dementsprechend notwendig. Sie verzögerten sich in Deutschland aber deutlich, einmal wegen der fehlenden staatlichen Einheit und zum anderen wegen der Dominanz des Liberalismus, der eine Einmischung des Staates als Hemmnis und Störung betrachtete. Der erste Schritt war das erste deutsche Kinderschutzgesetz, das aber erst 14 Jahre später tatsächlich umgesetzt wurde. Erst in den 1880er Jahren wurde die Reichregierung wirklich aktiv. Bismarck schuf die Sozialgesetze natürlich um primär in der Innenpolitik den Rücken frei zu haben. Dabei entstand allerdings das Grundgerüst des deutschen Sozialstaats der derzeit um seine Existenz, scheinbar ein deutlicher Beweis für seine Untauglichkeit den eigentliche Problemkomplex zu lösen. 1883 wurde das Gesetz zur Krankenversicherung, 1884 das Gesetz zur Absicherung von Unfallopfern und 1889 das Gesetz zur Alters- und Invaliditätssicherung verabschiedet. Ab 1890 folgten weitere unterstützende Maßnahmen : die Schaffung des öffentlichen Nahverkehrs, der Bau von Sozialwohnungen, Unterstützung bei Bildung von Arbeiterkinder und die Förderung der Gesundheitsvorsorge. Zahllose Ergänzungen und Gesetze auch in anderen Bereichen haben diesen Grundstock an Maßnahmen zum Sozialstaat aufgebaut. Der eigentliche Effekt die Maßnahmen noch im 19. Jahrhundert waren marginal und in der Weltwirtschaftskrise versagten diese Instrumente, gefordert von protestantischen und sozialistischen Kreisen, vollkommen. Eins erreichten sie auf jeden Fall, die „Soziale Frage“ verschwand für die Allgemeinheit vom Tisch der Tagesthemen.

Wie wurde die „Soziale Frage“ beseitigt? Wurde sie denn tatsächlich beseitigt gaben die Maßnahmen, die zu ihrem Verschwinden als Thema führten, tatsächlich sinnvolle Antworten auf die Kernprobleme. Ich bin der Meinung : Nein. Wie Placebos sorgten sie dafür, daß der Patient glaubt geheilt zu sein, aber in Wirklichkeit besteht bis heute das Kernproblem, der Überhang im Angebot von Arbeitskraft und die Folgen daraus werden im Zeitalter der Globalisierung eher früher als später die gleichen Orte in Westeuropa und Amerika heimsuchen und tun dies bereits. Der Wohlfahrtsgedanke, der moralische Ansatz der Kirchen konnte noch am nachhaltigsten den Problemen zu Leibe rücken, mit der Aushöhlung dieser beiden Institutionen durch die beiden deutschen Diktaturen und den Nihilismus der 68er verlor sich aber ihre Strahlkraft und Effektivität. Der Nachweis ihrer Wirkung ist aber unbestritten, man nehme nur einmal den Vergleich zwischen kirchlichem oder privaten Sozialengagement und den Leistungen des Staats, Entwicklungshilfe wäre ein anderes Beispiel. Der sozialistische Ansatz in seiner radikalen Form des Klassenkampfs und mit der Utopie der klassenlosen Gesellschaft ist eindrucksvoll gescheitert. Die reformistische Ansatz der späteren Sozialdemokraten konnte mit staatlichen Mittel vieles erreichen, allerdings war bis heute nicht in der Lage das angesprochene Kernproblem zu lösen, Geld sparen funktionierte nicht, Geld raushauen funktionierte ebenfalls nicht, zumal Geld knapp wird. Das Engagement der Unternehmer, ihre Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen und Sorge zu tragen war bislang am effektivsten das Kernproblem zu lösen. Leider kollidierte dieser Ansatz mit den absoluten Freiheitsfanatiker und dem zunehmenden Individualismus. Die Menschen wollen heute keine Vater mehr, der sich durchaus überall einmischt. Das Ergebnis ist bekannt, die großen Firmen werden nicht mehr von Unternehmern geführt sondern von bloßen Geschäftsführern und Prokuristen, Manager genannt. Diese haben ihre eigenen Götter die Shareholder, welche wiederum durchaus Arbeiter sein können, ein wirklich vertracktes Bild. Der Staat kaschierte die Problematik, wobei beachtet werden muß, daß die gesetzlichen Maßnahmen zur Abschaffung eindeutiger Missstände und zur Schaffung gewisser Mindeststandards ein korrekter Ansatz ist, der ausufernde Ausbau dagegen sorgt für die Beerdigung, den ein Staat dem das Geld ausgeht sieht alt aus. Warum verschwan aber die „Soziale Frage“ von der Tagesordnung? Die Antwort ist recht einfach, die Brisanz des Themas verlor sich im „Goldenen Zeitalter“, der belle époche. Die Wirtschaft brummte, die Nachfrage an Gütern stieg überproportional zum Angebot, dementsprechend wuchs auch die Nachfrage nach Arbeitskraft dem Kernproblem. Die zunehmenden Spezialisierung der Arbeitsprozesse und das Eigeninteresse der Unternehmer nach qualifizierte Arbeitskraft beseitigten die meisten Missstände von ganz alleine. Das Paradox, welches Marx nicht vorhersehen konnte, war daß sich bei veränderten Bedingungen, wie während der Hyperinflation oder der Weltwirtschaftskrise kein gesellschaftliche Aufschrei wer entstand, obwohl die Verhältnisse ähnlich erschreckend waren wie im 19. Jahrhundert. Anscheinend haben die Placebos ihren Dienst getan und die politischen Gruppierungen verstärkten ihren Effekt noch, um sich mit angeblichen Errungenschaften zu bei ihrer Klientel zu brüsten. Dies ist auch heute noch so, man denke nur an Blüms Pflegeversicherung, die keinen wirklich hilft, die aber keiner wirklich abschaffen will, obwohl sie Unsummen verschlingt. Die „Soziale Frage“ kann nicht beantwortet worden sein, denn sie stellt sich gerade wieder.

*Diverse andere Ansätze, wie der romantisch angehauchte Ansatz Fichtes, der in der völkischen Theorie und später im akademischen Nationalsozialismus mündete, habe ich nicht berücksichtigt, da sie im Kernzeitraum nur marginale Rollen spielten.


Rossi:

Karl Marx., genauer Karl Heinrich Marx, wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren und starb am 14. März 1883 in London. Er ist Namensgeber für den Marxismus, der mit der kommunistischen Ideologie Russlands eng verbunden ist. Marx gilt als Philosoph und Kritiker der bürgerlichen Ökonomie, wobei er selbst maßgebliche ökonomische Konzepte erdachte.

Wer war Karl Marx?

Karl Marx wurde als Sohn eines Anwalts, der aus einer Rabbinerfamilie stammte in Trier geboren und ging dort auch auf das Gymnasium, dass er 1835 verließ um ebenfalls Jura in Bonn zu studieren. Nachdem er schon 1836 nach Berlin an die dortige Universität wechselte, begannen seine Studien der Philosophie und Geschichte, wobei er sich den sog. Hegelianern anschloss, die die Lehren Hegels vertraten. Allerdings zählte sich Marx zu den Linkhegelianern, die den Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung des preußischen Staates legten und gegen Armut und Diskriminierung der Nicht-Lutherianer kämpften.

Bereits 1841 promovierte Marx und spekulierte auf eine Professur, die ihm jedoch als Zugehörigem der Opposition im Sinne der Linkshegelianer nicht angeboten wurde. Auf der Suche nach einem neuen Wirkungskreis wurde Marx bald Herausgeber und Verantwortlicher einer oppositionellen Zeitung, deren Erscheinen jedoch kurz darauf verboten wurde.

Nachdem Marx daraufhin nach Paris zog, kam er in Kontakt mit Engels, dessen Lehre ihn stark beeinflusste und wohl letztlich auch dazu beitrug, Marx für den Kommunismus/Sozialismus zu begeistern. Nachdem der preußische Staat immer wieder versuchte Marx zu bremsen, gab er 1845 die Staatsbürgerschaft auf und war zu diesem Zeitpunkt bereits eng mit Engels verbunden, mit dem er Verbindungen zu den Chartisten aufnahm.

Seine seit 1847 erscheinenden Publikationen zeichneten sich immer mehr durch harsche Kritik an der Ökonomie aus, wurden jedoch nach und nach immer kapitalismusfeindlicher. 1848, also im Revolutionsjahr, wurde er vom „Bund der Kommunisten“, einer der zahlreichen Vereinigungen denen er in seinem Leben beigetreten war beauftragt deren Manifest zu verfassen. Es wurde das berühmte „kommunistische Manifest“!

Nach der bald folgenden Frühlingsrevolution, kehrte Marx noch einmal kurz als Journalist nach Köln zurück, bevor er als Staatenloser ausgewiesen wurde und nach London ins Exil ging. Diese Zeit, in der in Engels weiter unterstützte, nutzte Marx weiter um den Kommunismus zu propagieren und mit dem Kapitalismus endgültig abzurechnen. Kurzfristig arbeitete Marx für die New York Tribune, wo er auch schon ansetzte umfassende ökonomische Analysen europäischer Länder zu veröffentlichen.

Sein erster ernsthafter Ansatz zur Determinierung seiner Weltanschauung war 1859 mit dem Erscheinen seines Werkes "Zur Kritik der politischen Ökonomie" getan. Er erkannte jedoch dessen Unvollständigkeit und veröffentlichte 1867 den ersten Band seines Dreiteilers „Das Kapital“, welches noch heute geschichtliche Beachtung in der Wirtschaftswissenschaft findet.

Auch während seiner Arbeiten beteiligte und engagierte sich Marx immer wieder an Verbänden, Parteien und Organisationen, so auch an der ersten „Internationale“. 1869 gipfelte seine politische Agitation sodann in der Begründung der „Sozialistischen Arbeiterpartei“ zusammen mit Liebknecht, einem lassalistischtem Vorgänger der heutigen SPD.

Marx umgab sich stets mit den Größen der Arbeiterbewegung in Europa, mit der er gleichwohl untrennbar verbunden ist, nicht zuletzt aufgrund seiner angeblich oft postulierten Aussage: „Proletarier / Arbeiter aller Länder, vereinigt Euch!“



Wodurch wurde Marx zu einer historischen Persönlichkeit?

Karl Marx war ein hochintelligenter Ökonom und Philosoph, der in den Wirren der europäischen Inhaltslosigkeit und politischen Erschütterung sein Ziel stets verfolgte. Er war ein Erzfeind des Kapitalismus, den er in Form Preußens als seinen persönlichen Feind betrachtete. Seine Kritik an diesem Staatssystem und sein Eintreten für die Arbeiterbewegung in Verbindung mit den kommunistischen Denkansätzen, machten Marx, mit dem Erscheinen des „Kapital“ endgültig zu einer geschichtlichen Persönlichkeit. Erst Marx´ Denkansätze machten den Kommunismus denkbar und möglich. Erst seine Thesen und die Lehren Engels schufen die Grundlage für die Ökonomie, von den scheinbar gottgegebenen unverrückbaren Thesen des Kapitalismus abzurücken und das Volk und die Arbeiterschaft proaktiv in den ökonomischen Verständnisprozeß einzubinden.


Was wird noch heute klar mit Marx verbunden?

Hierauf gibt es mehrere mögliche Antworten. Aber untrennbar mit Marx ist natürlich der Marxismus und der damit verbundene Kommunismus verbunden, der allerdings bis heute eine Utopie geblieben ist. Ebenfalls mit Marx ist die Kritik am Kapitalismus verbunden, die sein Werk „Das Kapital“ darstellt (die letzten beiden Bände wurden übrigens posthum von Engels veröffentlicht). Kern seiner Theorien waren dabei die Ausbeutungstheorie sowie die so genannte „Mehrwert“-Theorie, die in diametralem Gegensatz zur klassischen politischen Lehre der Ökonomie stehen. Kernpunkt seiner Ideen war dabei die Abschaffung des Eigentums, da dieses dazu diene, die Arbeiter arm und die Kapitalisten reich zu erhalten. Mit der Ablehnung der bürgerlichen Demokratie, schuf Marx gleichwohl einen kommunistischen Gegenentwurf zu den herrschenden Staatsformen, die auf einer Protegierung der Arbeiterklasse beruhte. Der Marxismus gehört allerdings zu einer der kontroversesten und mißverstandensten Theorien überhaupt. Denn selbst die UdSSR, der man am ehesten im allgemeinen Weltbild kommunistische Regierungsformen unterstellt, hat zu keinem Zeitpunkt den wahren Marxismus aufgegriffen, sondern erging sich in sozialistischen und stalinistisch geprägten Gesellschaftsformen, die jeweils einer Personaldiktatur unterstanden.


MagicalChild:

Der Aralsee war der viertgrößte See der Welt. Er liegt im ehemals Sowjetischen Zentralasien inmitten von großen Wüsten und Steppen. Der Aralsee wird von zwei Flüssen, dem Amu-Darja und dem Syr-Darja, gespeist, von deren Zufluss auch seine Existens abhängt, da in den heißen Sommern sehr viel Wasser verdunstet.
Den Flüssen der Region wurde schon immer Wasser zur künstlichen Bewässerung von Feldern entnommen. Als das Gebiet im Zuge der Kolonialisierung an Russland überging, wurde die Landwirtschaft dort jedoch extrem ausgebreitet, da Russland das Gebiet zur Ressourcengewinnung nutzen wollte, um unabhängig von Importen zu werden. So wurden die Baumwollanbaugebiete stark vergrößert und es wurde außerdem begonnen Reis anzubauen, der sehr viel Wasser braucht. Außerdem wurde der Fischfang im Aralsee stark erhöht.
Um die riesigen Felder ausreichend bewässern zu können, wurde ein langläufiges Kanalsystem an den Zuflüssen des Aralsees angelegt, so dass kaum noch Wasser den Aralsee erreicht.
Dadurch verschwanden zum einen die Urwälder an den Mündungsgebieten der Flüsse als auch ein großer Teil des Aralsees, so dass dieser mittlerweile in zwei Hälften zerfallen ist. Durch die Austrocknung des Sees wird das kontinentale Klima in der Region verschärft, da der See einen wichtigen Wärmespeicher darstellte. Durch Verdunstung entstand über dem See ursprünglich eine Dunstglocke, die die Steppenwinde abschwächte. Durch dessen Fehlen kommt es zu heißeren Sommern und kälteren Wintern.
Auch der Fischfang im Aralsee mußte mittlerweile eingestellt werden und an den Unterläufen der Flüsse ging viel Nutzfläche verloren. Beides führte zu einer bis heute andauernden erhöhten Arbeitslosigkeit und Armut.
Das größe Problem stellt jedoch die, aus der Austrocknung des Sees resultierende, Versalzung der Region dar. Staubstürme wirbeln den slazhaltigen Staub des ausgetrockneten Seebodens auf und verteilen ihn in der Region.
Dort herrscht aber auch schon ein natürlicher hoher Salzgehalt in den unteren Bodenschichten vor. Durch die starke Bewässerung gelangt dieses Salz an die Oberfläche und führt zu einer erheblichen Versalzung dieser großen Flächen. Diese Bodenversalzung wiederum führt zu Ernteeinbußen, die mit großen Mengen an Dünger und Pestiziden auszugleichen versucht werden. Unter der Sowjetführung wurden außerdem hochgiftige Substanzen versprüht, die die Ernte erleichtern sollten. Diese Substanzen sind mittlerweile verboten, befinden sich aber in der Region nach wie vor im Boden und im Wasser und somit auch in den Nahrungsmitteln. Zudem wird der See noch zusätzlich durch ansässige Industrien geschädigt, die ihre giftigen Abwässer in die Zuflüsse leiten.
Der größere Teil des Aralsees wird heute, auf Grund des hohen Salzgehaltes, schon als biologisch tot angesehen.


Mysterygamer:

Im Voraus ein paar allgemeine Sätze zum Aralsee. Der Aralsee ist ein abflussloser See in Zentralasien(Usbekistan und Kasachstan), seine 2 größten Zuflüsse sind der Syrdarja und der Amudarja.

Noch in den 60er Jahren war der Aralsee der viert größte See der Welt.

Die Entstehung der Katastrophe

Anfang der 70er Jahre begannen die Menschen das Wasser der beiden wichtigen Zuflüsse, dem Syrdarja und dem Amudarja, für Bewässerungszwecke, für die Landwirtschaft, abzupumpen. Was man nicht ahnen konnte war, dass bereits kleine Flussbettänderungen verherrende Folgen hatten, nämlich dass das Wasser der Flüsse den Fluss nur noch vermindert erreichen würde, seit den 80er Jahren, gibt es außerdem Perioden in denen das Wasser den Aralsee nicht einmal erreicht!

Die Folgen der Katastrophe

Der Aralsee hat bereits 70% seines Wasservolumens verloren, somit verlor er auch an Fläche. Außerdem ist der See inzwischen in 2 getrennte Teile getrennt, der kleine Aralsee im Norden und der große Aralsee im Süden. Städte wie Aralsk oder Muinak werden inzwischen nichteinmal mehr vom Wasser erreicht!
Die Tendenz des Wasserstands ist noch bis heute fallend.

Aber der Aralsee verlor nicht nur an Wasser und an Fläche, sondern sein ehemaliges Bewässertes Gebiet zeigt auch ökologische Folgen. So hat der Salzgehalt im Wasser um das dreifache zugenommen, dass wiederrum hat starke Folgen für die Pflanzen- und Tierwelt. So gibt es in den letzten Jahren imm weniger Störe, Karpfen und Heringe. Damit wurde auch die Fischproduktion am Aralsee eingestellt.

Durch das Absinken des Seespiegels sind in den ehemaligen Aralseegebieten immer wieder Termitenplagen vor gekommen, so werden zahlreiche Bürger bzw. Bewohner zur Abwanderung gezwungen. Aber auch in den früheren Seebecken sind inzwsichen Salzablagerungen entstanden, diese bewirken wiederum Salzstürme, die das Sals in dei Nachbarregionen wirbeln, so sind schon mehrere neue Inseln entsanden.

Die Aralseekatastrophe gilt als die größte von Menschen verursachte Naturkatastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts, inzwischen haben sich die anligenden Staaten und die UNO auf eine Problemlösung geeinigt. Sie versuchen die landwirtschaftliche Bewässerung zu minimieren, in dem sie neue nicht soviel Wasser verbrauchende Pflanzen anbauen.


ThoRsten:

Karl Marx wurde am 5.5.1818 in Trier geboren. Er studierte in Bonn und Berlin Jura sowie Philosophie. Anschließend begann er bei der "Rheinischen Zeitung" zu arbeiten, bei der er schon bald zum Chefredakteur aufstieg. Nachdem die Regierung das Erscheinen dieser Zeitung verbot, ging er nach Paris. Nachdem er die deutschen Länder in dem Wochenblatt "Vorwärts" kritisiert, wurde er allerdings auf Geheiss der preußischen Regierung aus Paris ausgewiesen und er siedelte nach Brüssel über. Dort verfasste er mit seinem Freund Engels u.a. das "kommunistische Manifest".

Während der Revolution 1848/49 konnte er wieder nach Deutschland zurückkehren und gab in Köln die "Neue rheinische Zeitung" heraus. Nach Scheitern der Revolution musste er allerdings wieder nach London auswandern. Dort verfasste er u.a. "Zur Kritik der politischen Ökonomie" und "Das Kapitel". Welche allerdings unvollendet blieben und erst nach seinem Tode von Engels veröffentlicht wurden.

Karl Marx starb im Alter von 64 Jahren in London.

Weltruhm erlangte Marx mit seinen Werken erst nach seinem Tod. Sie prägten die Parteiprogramme von vielen sozialistischen und aller kommunistischen Parteien wesentlich.

Heute wird der "Marxismus" mit Karl Marx verbunden, der auch augenscheinlich nach ihm benannt wurde.


Robinson:

Worum handelt es sich bei der "Gewaltenteilung", wie ist diese entstanden/erfunden worden und wozu wird benötigt/ ist sie ins Leben gerufen worden?

Bei der Gewaltenteilung handelt es sich um 3 Staatsgewalten:
Legislative (gesetzgebente Gewalt wie der Landtag)
Exekutive (ausführende Gewalt wie die Verwaltung)
und Judikative (richterliche Gewalt wie Gerichte)

Sie sind dazu da unseren Alltag in Grundzügen zu bestimmen.
Das heißt wenn die Legislative ein Gesetz verabschiedet müssen wir uns an dieses halten. Die Exekutive sorgt dafür, das diese Gesetzte eingehalten werden. Sollte es dann doch einmal einen Verstoß geben, so kümmert sich dann die Judikative darum. Sie bestraft die Verstoße jeder einzelnen Person je nach dem Verstoß verschieden.
Dieses System ist dazu da den Rechtsfrieden aufrecht zu erhalten und sichert uns ab im Fall von Verstößen. (z.B. GG Recht auf Unversehtheit)



Ach ja, und Robinson ist damit natürlich weiter und im Halbfinale! :)
 
Es gibt Gründe mit denen ich mit einer Verschiebung einverstanden wäre, aber vorrübergehend klares nein! Wie magical schon sagt, es steht so in den Regeln!
 
Betrug, da fehlt ja ein ganzer Absatz!

Was verstand man unter der „Sozialen Frage", wann und wie ist diese aufgekommen und wie wurde sie beseitigt?

Mit der „Sozialen Frage“ bezeichnet man im Allgemeinen die Reaktion der Gesellschaft auf die sozialen und ökonomischen Probleme, die aus der industriellen Revolution, dem Übergang aus der Agrar- bzw. postfeudalen Gesellschaft im 18. und 19. Jahrhundert. Dabei ist zu beachten, daß die Thematik je nach Entwicklungsstand der europäischen Staaten in unterschiedlichen Zeiträumen an Brisanz gewann, zusätzlich beeinflusste auch die bisherige gesellschaftliche Strukturierung die Auseinandersetzung mit der Frage. So lässt sich das Aufkommen für England bereits sehr früh um 1750 feststellen, während die „Soziale Frage“ im Heiligen Römischen Reich zunächst im westlichen Preußen und Hannover, so um 1830, und in den wesentlich stärker agrarorientierten Staaten erst um 1850 aufkam. Da der Begriff „Soziale Frage“ selbst primär die deutsche Entwicklung, und hier fast ausschließlich städtische Auseinandersetzung beschreibt, werde ich mich im weiteren Verlauf nur auf den deutschen Aspekt konzentrieren.

Es ist wie bei allen großen gesellschaftlichen Diskussionen zu beachten, daß unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen äußerst differenziert an die „Soziale Frage“ herantraten. Die zunehmend bestimmende Gruppe des Bürger- und Beamtentums reagierte auf die Problematik der Industrialisierung auf kulturelle Weise. So versuchte das Groß- und Besitzbürgertum sowie das Beamtentum die „Soziale Frage“ mit der Anleitung zu höheren moralischen Werten zu beantworten. Weniger die Umstände wurden verantwortlich gemacht, sondern eher das moralische Fehlverhalten, den direkt betroffenen Arbeitern wurde zugespitzt „Barbarei“ vorgeworfen, etwas das sich in ihren Augen in Faulheit, grundlosem Klagen, fehlendem Anstand und schlechten Sitten ausdrückte. Dementsprechend kann man nicht von einem Lösungsansatz sprechen sondern lediglich von einer Verurteilung. Das mittelständische und Kleinbürgertum sowie dem aufkommenden liberalen Bildungsbürgertum legte mehr Gewicht auf die Klassenunterschiede und sah in ihnen das kritische Element. Für das klassische Bauerntum sowie den Adel stellte sich die „Soziale Frage“ wenn überhaupt nur peripher, ein deutlicher Unterschied zu England, wo die Gentry stark involviert war, die Landbevölkerung war nur insofern betroffen als es für sie einen Aufstieg bedeutete in die Gruppe der Arbeiter einzutreten (siehe hier Landflucht, Binnenmigration). Für die Arbeiter, die Betroffenen der Umstände ging es primär um die pragmatische und praktische Behandlung der diversen Missstände. Eine tiefere Auseinandersetzung mit den Ursachen blieb aus. So wurden schließlich die Antworten zur Lösung von einzelnen Gruppen von Theoretikern im Bürgertum, der Arbeiterschaft und dem Klerus gefunden, da sich diese verstärkt auf die Ursachen konzentrierten.

Die Ursachen für die „Soziale Frage“ lagen wie bereits erwähnt in der Problematik des gesellschaftlichen Umbruchs hin zur Industriegesellschaft. Dabei steht noch vor der eigentlichen Industrialisierung, die Auflösung der postfeudalen Gesellschaftsordnung in den Städten und der Wegfall der feudalen Ordnung auf dem Land. Auffälligstes Merkmal hierbei ist die Bevölkerungsexplosion und -konzentration in den Städten. Auslöser war der Wegfall der bisherigen traditionellen Ehegesetze, Zustimmung des Feudalherrn bzw. der Zünfte bzw. monetäre Auflagen, und die Einführung der Freizügigkeit, ebenfalls vorher abhängig von der Zustimmung der Feudalherren bzw. der Städte. Dadurch kam es zunächst zu einer Überbevölkerung auf dem Land, welche verstärkt durch die technologische Weiterentwicklung der Anbaumethoden zum Ausbleiben entsprechender Erwerbsmöglichkeiten führe. Die Folge war die Landflucht. In den Städten bzw. Industriegebieten mussten sich die Menschen von ihrem bisherig gewohnten Lebensumständen verabschieden. Das alte auf Ergänzung basierende Wirtschaftsleben bestand nicht mehr, in der Stadt brauchte man Geld, um selbst das Lebensnotwendige zu erwerben. Die Auflösung der traditionellen Bindung von Werk- und Wohnstatt verstärkte den Druck zusätzlich. Durch diesen Zwang zur Erwerbsarbeit und durch die Landflucht entstandene Bevölkerungszuwächse entstand ein Überhang im Angebot an Arbeitskraft. So wurde Arbeit dementsprechend niedrig bezahlt. Die marktwirtschaftliche Konkurrenz zwischen denn nun mehr entstehenden Unternehmen förderte das zunehmenden Absinken des Lohnniveaus weiter. Aus dieser Entwicklung resultierten zwei bedeutende Problemkerne der „Sozialen Frage“. Einmal fehlte so den Arbeitern zunehmend das Kapital und auch die Zeit, um für anständige Unterkunft zu sorgen. So entstanden regelrechte „Slums“ bzw. Gossenviertel die durch ihre Dichte und niedrigen Standards erbärmliches Elend zementierten. Die Not wurde dadurch sichtbar für jedermann. Ebenso bedeutend war die Entstehung der Frauen- und Kinderarbeit, denn um wenigstens das Notwendigste zu haben, mussten alle Familienmitglieder schuften. Hierdurch wurde zunächst noch einmal der Druck auf den Arbeitsmarkt erhöht, Frauen und Kinder wurden nämlich wesentlich geringer entlohnt als Männer, was sich die Unternehmen natürlich zunutze machten. Viel entscheidender war die zunehmende Zersetzung der gesellschaftliche Keimzelle, der Familie. Da Zeit und Geld fehlten brachen diese gesellschaftlichen Bindungen auf und beschränkten sich zum Teil auf bloße Erwerbsgesellschaften. Gerade für die Kinder bedeutete dies, das völlige Fehlen einer sozialen und moralischen Ordnung. Neben den Lebensumständen führte dieser Aspekt zu deutlichen Verrohung der Arbeiterschaft als sozialen Gruppe. Der Alkoholismus der Männer aber auch der Frauen ist ebenso ein Resultat des Fehlens funktionierender Familien. Die sichtbar und eindeutig zutage tretende Verelendung eines großen Teils der Gesellschaft, ausgedrückt in mangelnder Hygiene, Wohnungsnot, fehlender Bildung, Verarmung, Kriminalität stellen die „Soziale Frage“ dar.

Wie bereits geschilderte kamen die Lösungsversuche tendenziell eher von Einzelnen oder Institutionen und kamen nicht von den großen Gruppierungen der Zeit. Grob lassen sich vier unterschiedliche Ansätze umreißen. Da wäre als erstes natürlich die sozialistische bzw. marxistische Linie zu nennen. Anhand der „Sozialen Frage“ bildete sich die Arbeiterbewegung aus. Als zweite große Linie kann man die kirchliche Antwort festhalten, die mit der Ausbildung der christlichen Soziallehre versuchte die Problematik zu lösen. Drittens sind die Ansätze der Verwaltung bzw. des modernen Staates zu nennen, eine Entwicklung die in unserem heutigen „Sozialstaat“ mündete. Als letztes bleibt noch der Ansatz der Unternehmer, eine Mischung aus ökonomischem Eigeninteresse und Vorteilserwartung und der freiwilligen Festlegung auf moralische Normen, der typische umsorgende Firmen-Patriach, Springer, Grundig oder auch Ford wären prominenten Beispiele, darf hier Ergebnis der Überlegungen gelten. Im Folgenden werden alle vier in gekürzter Form dargestellt, stark gekürzt, da jeder einzelnen Ansatz schon ein eigenes Thema wäre.

1. Der sozialistische Ansatz

Der sozialistische Ansatz ist geprägt von der historischen Normenableitung und dem Hauptaugenmerk auf die Klassenunterschiede. Sie werden als das Grundübel neben den angeblich brutalen Zwängen der Kapitalwirtschaft betrachtet. Diese Sichtweise wurde durch das „Kommunistische Manifest“ (Marx und Engels 1848) bis heute zementiert : „Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen. Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigener, Zunftbürger und Gesell, kurz, Unterdrücker und Unterdrückter standen in stetem Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, der jedes mal mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen. Die aus dem Untergang der feudalen Gesellschaft hervorgegangene moderne bürgerliche Gesellschaft hat die Klassengegensätze nicht aufgehoben. Sie hat nur neue Klassen, neue Bedingungen der Unterdrückung, neue Gestaltung des Kampfes an die Stelle der alten gesetzt."

Dieser aus bestimmten Perspektiven immer noch zutreffende Analyse, wenn man sich wirklich der historischen Normenschaffung unterwerfen will, wurde auch ein Lösungsansatz nachgeliefert, der allerdings weniger als Handlungsanweisung gedacht war, sondern eher eine nebulöse Prophezeiung kommender Gesellschaftsordnungen ist : „Wenn das Proletariat im Kampfe gegen die Bourgeoisie sich notwendig zur Klasse vereint, durch eine Revolution sich zur herrschenden Klasse macht und als herrschende Klasse gewaltsam die alten Produktionsverhältnisse aufhebt, so hebt es mit diesen Produktionsverhältnissen die Existenzbedingungen des Klassengegensatzes, der Klassen überhaupt, und damit seine eigene Herrschaft als Klasse auf." Wesentlich prägender auch heute noch sind die von Marx entwickelten Theorien, die 1867 in „Das Kapital“ erschienen. Hier stellt Marx fünf Haupttheorien auf : Akkumulationstheorie, Konzentrationstheorie, Verelendungstheorie, Krisentheorie und Zusammenbruchstheorie. Die revolutionäre Diktatur des Proletariats beseitigt in einer Übergangsphase die Klassenunterschiede während eine gewählte Körperschaft die gesetzgebende und ausführende Gewalt ausübt. Laut Marx wird der Staat dadurch überflüssig. „An die Stelle der Regierung über Personen tritt die Verwaltung von Sachen und die Leitung von Produktionsprozessen. Der Staat wird nicht abgeschafft, er stirbt ab." Neben der politischen und wirtschaftlichen Umgestaltung stand aber auch der Mensch selbst im Mittelpunkt der sozialistischen Bestrebungen. Nach den Leitmotiven der Gleichheit, der Freiheit, der Solidarität und des Fortschritts soll sich der Mensch entwickeln und handeln.

Diese Seite des sozialistischen Ansatzes wurde von Engels, Marx, Bebel, Liebknecht vertreten. Er ist kläglich gescheitert, wie wann wunderbar in Nordkorea sehen kann. Die dem entgegengesetzte Strömung war die der demokratischen Sozialisten. Auch sie wollten Staat und Mensch neu kreieren. Doch hielten sie nichts von der Idee des revolutionären Umsturzes. Es schien viel wichtiger, sich im bereits vorhandenen System einzubringen und durch aktive Hilfe die Arbeiter zu Verbündeten zu machen. Nach der Einführung eines allgemeinen Wahlrechts würden die Sozialisten dann automatisch die absolute Mehrheit erlangen, da nun einmal der absolute Großteil der wahlberechtigten Bevölkerung aus Proletariern bestand, und würden daraufhin den Staat nach ihren Vorstellungen gestalten können. Lassalle ist einer der prominenten Anhänger dieser Richtung, die dementsprechend für pragmatische Ziele wie Gleichberechtigung der Frau, gerechtere Steuerpolitik, allgemeines Wahlrecht, bessere Bildungsanstalten und aktive Sozialpolitik kämpfte. Auch diese Richtung konnte bisher die „Soziale Frage“ nicht entgültig lösen, viele ihrer Ziele, auch wenn sie nicht von ihnen erreicht wurden, linderten aber die Auswirkungen der Industrialisierung derart, daß die Relevanz der „Sozialen Frage“ für fast ein Jahrhundert verschwand.

2. Der kirchliche Ansatz

Bei diesem Ansatz muß man unbedingt die konfessionelle Differenzierung beachten. Den ersten Schritt auf Seiten der Katholiken ging der Mainzer Erzbischof Wilhelm Emanuel Freiherr von Ketteler mit seiner Streitschrift „Die Arbeiterfrage und das Christentum". Von Ketteler wirkte später als Reichstagsabgeordnete an der Bismarckschen Sozialgesetzgebung mit. Adolf Kolping ist wohl der wichtigste Vertreter der katholischen Seite. Das 1849 gegründete Kolpingwerk vertrat einen eindeutig kulturellen Ansatz, wie der Wahlspruch deutlich belegt : „Religion und Tugend, Arbeitsamkeit und Fleiß, Eintracht und Liebe, Frohsinn und Scherz.“ Aber gerade das Werk verband diesen Anspruch mit praktischen Taten, die Schaffung von freien Versammlungsorten zur Geselligkeit, zur Stärkung sozialer Bindungen zwischen Bürgertum und Arbeiterschaft, die Entlastung der Familien durch Kindergärten und das Heben des Bildungsniveau durch das Angebot von Abendkursen. Durch die Konzentration der katholischen Öffentlichkeit innerhalb der Zentrumspartei (siehe hierzu auch Andreas Joachim Mergner : Das Zentrum und die katholische Öffentlichkeit zwischen 1871 und 1904, München 2000) verlagerten sich die katholischen Bemühungen auf die staatliche Ebene. Entscheidend ist die Definition des Subsidiaritätsprinzip. Dieses besagt, dass jedes Individuum in jeder Angelegenheit zunächst seine unmittelbare Umgebung um solidarische Hilfe bitten solle und wenn dies nicht ging, sollte immer erst die jeweils nächste Ebene (Gemeinde, etc.) angerufen werde. So ist der Staat erst das letzte Glied in dieser langen Kette. Ebenso prägend wie die Politisierung des Katholizismus war die 1881 erschienene „Rerum Novarum“ von Papst Leo XIII., diese betonte das harmonische Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft und richtete sich vehement gegen die sozialistische Vorstellung des Klassenkampfs. Zusätzlich beeinflusste diese Enzyklika das weitere Abrücken von einer staatlichen Lösung. Der katholische Ansatz sucht die Lösung in der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung und fordert diese zum selbsttätigen Handeln. Sankt Martin des Ehrentag wir diese Woche feiern ist das ideale Bild um diese Ansicht auszudrücken. Neben diesem theoretischen Überbau, der sich nur in katholischen Kreisen und Regionen durchsetzen konnte, dort aber die „Soziale Frage“ bis heute als einziger Denkansatz wirklich lösen konnte, stand die Bereitstellung von Verbesserungsmaßnahmen für die Gemeinde der katholischen Arbeiter und die aktive Linderung durch die katholische Wohlfahrt.

Der Protestantische Ansatz ist im Gegensatz wesentlich pragmatischer und praktischer ausgefallen, verweist dafür aber auf einen wesentlich nebulöseren theoretischen Hintergrund. Wichern bekämpfte als Erster mit seinem „Rauhen Haus“ 1833 die Obdachlosigkeit und das erschreckende Waisentum. Die „Innere Mission“ versuchte seelsorgerisch den Arbeitern zu helfen. Beide Aspekte fanden bald breite Unterstützung in protestantischen Kreisen und so entstanden eine Vielzahl derartiger Einrichtung und Organisationen, das Diakonische Werk ist auch heute noch am Werk. Im Zusammenspiel mit dem sozialistischen Bemühungen versuchten die Pfarrer Todt und Stoecker die christliche Nächstenliebe gegenüber dem Klassenkampf zu stellen. 1878 gründete Stöcker einen Vorläufer der Unionsparteien die Christlich-Soziale Arbeiterpartei. Die Berufung auf das Prinzip der Nächstenliebe, der Verweis auf den guten Samariter und die aktive Arbeit zeichnen die protestantischen Bemühungen aus. Erfolg bei der Bekämpfung der Ursachen stellte sich aber erst im politischen Zusammenspiel mit dem Staat ein, ansonsten war wegen der mangelnden Organisationsstruktur nur vereinzelter Erfolg möglich. Da man aber kein Problem mit der staatlichen Einmischung hatte, kann man noch heute die Handschrift in der Sozialgesetzgebung erkennen.

3. Der ökonomische Ansatz

Zunächst am effektivsten waren die Bemühungen der Unternehmer. Diese strebten aus einer Mischung von moralischer Verpflichtung, von Gesellschaft und Kirchen eingefordert, und der Erwartung gegenseitiger Vorteilsnahme. Nur ein gesunder Arbeiter kann gut Arbeiten. Mit diesem Gedanken bauten sie Arbeiterwohnungen, zum Beispiel die Krupp Siedlung in Essen, Fabrikschulen, den nur der gebildete Arbeiter kann kompliziertere Tätigkeiten verrichten. Zudem wurden schon bald Hilfs- und Pensionskassen errichtet und eine beschränkte Mitwirkung an der Gestaltung des Arbeitsalltags gewährleistet, denn nur der interessierte Arbeiter leistet richtig. Natürlich waren viele dieser Maßnahmen auch Vorwegnahme erwarteter gesetzlicher Maßnahmen. So schrieb Werner Siemens : „Es wird in immer weiteren Kreisen als eine Pflicht der Arbeitgeber aufgefasst, [...] für ihre Arbeiter, deren Kräfte sie ausnutzen, Sorge zu tragen, und wahrscheinlich wird hier die Gesetzgebung diese Verpflichtung allgemeingültig auferlegen – wie sie speziell für den Tod oder Arbeitsunfähigkeit infolge von Unglücksfällen höchstwahrscheinlich schon in der nächsten Reichtagssitzung tun wird. In Erwartung dieser Gesetzgebung werden jetzt schon vorbereitende Schritte überall getan." Die staatlichen Maßnahmen oder die Aussicht auf sie trugen Früchte. Die freiwilligen Maßnahmen beschränkten sich zudem auf die großen Betriebe, die sich zunehmend dem Taylorismus unterwerfen mussten, also verstärktes Eigeninteresse an sogenannten Facharbeitern hatten. Nichts desto trotz muß man die unternehmerischen Bemühungen loben, den sie führten fast immer zur Lösung der Probleme. Hierbei ist beachtenswert, daß gerade Unternehmen die eher dem moralischen Druck folgten, anstatt dem des Klassenkampfs bzw. des Staates, die besseren und dauerhaftesten Lösungen schufen und natürlich dementsprechend am Markt profitierten. Das Modell des sorgenden Firmenpatriachen gilt bis heute in bei der Arbeitnehmerschaft als „Best Case“. Nur in Deutschland hat man dieses Modell vergessen und verpönt es lautstark, wir sehen wie weit man damit kommt wenn man die Arbeitslosenzahlen betrachtet. Gerade die asiatischen Länder, Taiwan, China oder Indien fahren grandiose Erfolge damit ein.

4. Der staatliche Ansatz

Staatliche Maßnahmen wurden von allen Seiten verlangt und dementsprechend notwendig. Sie verzögerten sich in Deutschland aber deutlich, einmal wegen der fehlenden staatlichen Einheit und zum anderen wegen der Dominanz des Liberalismus, der eine Einmischung des Staates als Hemmnis und Störung betrachtete. Der erste Schritt war das erste deutsche Kinderschutzgesetz, das aber erst 14 Jahre später tatsächlich umgesetzt wurde. Erst in den 1880er Jahren wurde die Reichregierung wirklich aktiv. Bismarck schuf die Sozialgesetze natürlich um primär in der Innenpolitik den Rücken frei zu haben. Dabei entstand allerdings das Grundgerüst des deutschen Sozialstaats der derzeit um seine Existenz, scheinbar ein deutlicher Beweis für seine Untauglichkeit den eigentliche Problemkomplex zu lösen. 1883 wurde das Gesetz zur Krankenversicherung, 1884 das Gesetz zur Absicherung von Unfallopfern und 1889 das Gesetz zur Alters- und Invaliditätssicherung verabschiedet. Ab 1890 folgten weitere unterstützende Maßnahmen : die Schaffung des öffentlichen Nahverkehrs, der Bau von Sozialwohnungen, Unterstützung bei Bildung von Arbeiterkinder und die Förderung der Gesundheitsvorsorge. Zahllose Ergänzungen und Gesetze auch in anderen Bereichen haben diesen Grundstock an Maßnahmen zum Sozialstaat aufgebaut. Der eigentliche Effekt die Maßnahmen noch im 19. Jahrhundert waren marginal und in der Weltwirtschaftskrise versagten diese Instrumente, gefordert von protestantischen und sozialistischen Kreisen, vollkommen. Eins erreichten sie auf jeden Fall, die „Soziale Frage“ verschwand für die Allgemeinheit vom Tisch der Tagesthemen.

Wie wurde die „Soziale Frage“ beseitigt? Wurde sie denn tatsächlich beseitigt gaben die Maßnahmen, die zu ihrem Verschwinden als Thema führten, tatsächlich sinnvolle Antworten auf die Kernprobleme. Ich bin der Meinung : Nein. Wie Placebos sorgten sie dafür, daß der Patient glaubt geheilt zu sein, aber in Wirklichkeit besteht bis heute das Kernproblem, der Überhang im Angebot von Arbeitskraft und die Folgen daraus werden im Zeitalter der Globalisierung eher früher als später die gleichen Orte in Westeuropa und Amerika heimsuchen und tun dies bereits. Der Wohlfahrtsgedanke, der moralische Ansatz der Kirchen konnte noch am nachhaltigsten den Problemen zu Leibe rücken, mit der Aushöhlung dieser beiden Institutionen durch die beiden deutschen Diktaturen und den Nihilismus der 68er verlor sich aber ihre Strahlkraft und Effektivität. Der Nachweis ihrer Wirkung ist aber unbestritten, man nehme nur einmal den Vergleich zwischen kirchlichem oder privaten Sozialengagement und den Leistungen des Staats, Entwicklungshilfe wäre ein anderes Beispiel. Der sozialistische Ansatz in seiner radikalen Form des Klassenkampfs und mit der Utopie der klassenlosen Gesellschaft ist eindrucksvoll gescheitert. Die reformistische Ansatz der späteren Sozialdemokraten konnte mit staatlichen Mittel vieles erreichen, allerdings war bis heute nicht in der Lage das angesprochene Kernproblem zu lösen, Geld sparen funktionierte nicht, Geld raushauen funktionierte ebenfalls nicht, zumal Geld knapp wird. Das Engagement der Unternehmer, ihre Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen und Sorge zu tragen war bislang am effektivsten das Kernproblem zu lösen. Leider kollidierte dieser Ansatz mit den absoluten Freiheitsfanatiker und dem zunehmenden Individualismus. Die Menschen wollen heute keine Vater mehr, der sich durchaus überall einmischt. Das Ergebnis ist bekannt, die großen Firmen werden nicht mehr von Unternehmern geführt sondern von bloßen Geschäftsführern und Prokuristen, Manager genannt. Diese haben ihre eigenen Götter die Shareholder, welche wiederum durchaus Arbeiter sein können, ein wirklich vertracktes Bild. Der Staat kaschierte die Problematik, wobei beachtet werden muß, daß die gesetzlichen Maßnahmen zur Abschaffung eindeutiger Missstände und zur Schaffung gewisser Mindeststandards ein korrekter Ansatz ist, der ausufernde Ausbau dagegen sorgt für die Beerdigung, den ein Staat dem das Geld ausgeht sieht alt aus. Warum verschwan aber die „Soziale Frage“ von der Tagesordnung? Die Antwort ist recht einfach, die Brisanz des Themas verlor sich im „Goldenen Zeitalter“, der belle époche. Die Wirtschaft brummte, die Nachfrage an Gütern stieg überproportional zum Angebot, dementsprechend wuchs auch die Nachfrage nach Arbeitskraft dem Kernproblem. Die zunehmenden Spezialisierung der Arbeitsprozesse und das Eigeninteresse der Unternehmer nach qualifizierte Arbeitskraft beseitigten die meisten Missstände von ganz alleine. Das Paradox, welches Marx nicht vorhersehen konnte, war daß sich bei veränderten Bedingungen, wie während der Hyperinflation oder der Weltwirtschaftskrise kein gesellschaftliche Aufschrei wer entstand, obwohl die Verhältnisse ähnlich erschreckend waren wie im 19. Jahrhundert. Anscheinend haben die Placebos ihren Dienst getan und die politischen Gruppierungen verstärkten ihren Effekt noch, um sich mit angeblichen Errungenschaften zu bei ihrer Klientel zu brüsten. Dies ist auch heute noch so, man denke nur an Blüms Pflegeversicherung, die keinen wirklich hilft, die aber keiner wirklich abschaffen will, obwohl sie Unsummen verschlingt. Die „Soziale Frage“ kann nicht beantwortet worden sein, denn sie stellt sich gerade wieder.

*Diverse andere Ansätze, wie der romantisch angehauchte Ansatz Fichtes, der in der völkischen Theorie und später im akademischen Nationalsozialismus mündete, habe ich nicht berücksichtigt, da sie im Kernzeitraum nur marginale Rollen spielten.

von Andreas Joachim Mergner
 
@greenkeeper

Ein ausformulierter Aufsatz, muß nicht zwangsläufig besser sein, als ein gut zusammengefaßter Lexikonartikel. Der Vorteil der Ausführlichkeit, ist die Möglichkeit zur klaren Differenzierung, die Gefahr ist die Vernachlässigung einzelner zentraler Punkte. Die katholische Sozialethik habe ich im Durchmarsch behandelt, das vorherrschende liberale Weltbild, nur hinsichtlich der staatlichen Tätigkeit erwähnt, wobei dieser Aspekt, geradezu ideal gewesen wäre, die Betonung der recht theoretischen Diskussion Einzelner zu unterstreichen, jeder ist seines Glückes Schmied, entstammt dieser Lehre, etc. pp.
 
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