Ein gutes Review zeichnet aus, dass
- es eine kurze und knackige Einleitung besitzt ohne "persönliche Umschweife"
- mit zwei Sätzen drei Informationen transportiert werden (und nicht umgekehrt)
- zuerst das Inhaltliche und dann das Technische beschrieben wird
- sich die Struktur dem Leser nicht aufdrängt (also keine unnötigen Überschriften), er aber trotzdem erkennt wo welche Information steckt
- keine "Stolperfallen" enthalten sind
- nichts Selbstverständliches beschrieben wird (wie das Menü)
- dafür auf alles "Besondere" eingegangen wird
- jede "Bewertung" auch erklärt wird
- es auch ein Review bleibt und keine Komplettlösung wird (den Leser interessiert nicht WIE man in einem Spiel irgendwohin kommt, sondern nur WAS dort passiert bzw. möglich ist)
- das Fazit quasi die Zusammenfassung des Reviewtextes darstellt
- die Wertung auch dem Text entspricht
- man merkt, dass der Schreiber das Spiel auch gezockt hat
Ich kann jedem "Anfänger" in Sachen Reviews nur empfehlen, sich für die Genres für die er/sie sich interessiert, eine Art neutrale Stichwortsammlung anzulegen, über Dinge die in ein gutes Review gehören. So erhält man mit der Zeit eine schöne Liste für jedes Genre, die man dann ganz leicht abarbeiten kann. Auf diese Weise passiert es dann auch immer seltener, dass man wichtige Dinge nicht erwähnt, denn die Listen werden ja immer länger.
Ein Beispiel Anhand einer Stichpunktliste für Rennspiele:
Reales oder fiktives Setting?
Anzahl Strecken und Autos?
Tuning- oder Lackiermöglichkeiten?
Schadensystem und dessen Funktion?
Boxenstopps möglich?
Gegner KI?
Wie sind die Meisterschaften aufgebaut?
Wie funktionieren die Online-Features?
Maximale Anzahl der Autos auf der Strecke?
Genereller Umfang/Langzeitmotivation?
Wie steigert sich der Schwierigkeitsgrad?
Kamerapositionen und Rückspiegel?
Replay, kann aufgezeichnet/gespult werden?
Lenkradunterstützung?
Motorsounds, hört man Defekte und Tuningteile heraus?
Umweltgeräusche?
Wettereinflüsse?
Hupe, Blinker, Scheibenwischer, Scheibenheber?
etc...
Fügt man mit jedem Review die neu hinzugekommenen Punkte an, hat man recht bald eine saubere Liste zu jedem Genre, die man dann ganz einfach abarbeiten kann.
Und immer eine gute Idee ist, sich den eigenen Text laut vorzulesen, da entdeckt man Dinge, die kann man gar nicht selbst geschrieben haben

Pitlobster