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Papst in der BRD

Mersadion hat folgendes geschrieben:

Trotzdem muss aber die Frage erlaubt sein ob gerade das Zölibat heute noch zeitgemäß ist, zumindest für "normale" Dorfpfarrer. Ich kann mir gut vorstellen, dass es weniger Missbrauchsfälle gegeben hätte wenn die alle "gekonnt hätten wie sie gewollt haben".
Das spielt hier aber gar keine Rolle. Besagter Dorfpfarrer hat ja vorher gewusst, worauf er sich beim Priesteramt einlässt. Wenn ihm das nicht passt, und er trotzdem gerne was mit Kirche hätte machen wollen, hätte er genauso gut Religionslehrer werden können. Ganz ehrlich, ich gehe davon aus, dass ein Kleriker, der sich an Kindern vergangen hat, das auch ohne Zölibat getan hätte. Außerdem gehe ich davon aus, dass es sich bei der Mehrheit der Offiziellen um wirklich redliche Leute handelt. Natürlich bestätigen Ausnahmen immer die Regel. Aber grundsätzlich denke ich, dass das Zölibat schon seinen Sinn hat. Ich für mich könnte niemals so leben. Aber jemand der sich freiwillig dafür entscheidet um sein Leben in den Dienst der Kirche zu stellen ringt mir schon ein wenig Respekt ab.

Manchmal gehe sogar ich mal in die Kirche, sei es aus Langeweile oder was auch immer. Und in den meisten Fällen habe ich es bei den Predigern mit wirklich intelligenten Leuten zu tun, die auch wissen wovon sie reden.
 
Silverhawk hat folgendes geschrieben:

evilsonic hat folgendes geschrieben:



und zum Buddhismus


Ich würde nicht wirklich "die Welt" zitieren.

[…]

Naja, ich hab den erstbesten Artikel von Google genommen. Es ging mir eher darum zu sagen, dass keine Religion existiert, welche in der Praxis ohne Gewalttaten und fanatischen Ansichten auskommt.
 
@ scoopexx

Ich habe leider nicht die Zeit das Thema ausführlich zu besprechen obwohl ich auch nicht glaube, dass du meine Sicht teilen würdest ;)

Sonst könnte ich noch mehr schreiben, nur abschließend in aller Kürze:

Es ging nicht um religiöse Gruppen allein, es ging um jede Art von Gruppen.
Auch geht es nicht darum abzusprechen, dass Menschen teils in Gruppen zusammen arbeiten müssen um gewisse Dinge zu erreichen.

Es geht um eine innere, eine psychische Identifikation mit einer Gruppe, gleich welcher Art sie auch ist.
Und es ist solchen Gruppen innewohnend, dass sie Menschen voneinander trennen.
Egal wie groß die Gruppen ist.
Selbst wenn es nur zwei Gruppen auf der Welt gäbe die jeweils in sich völlig synchron und geschlossen wären, würde dies eine Spaltung der ganzen Welt herbei führen.
Und Spaltung bedeutet letzten Endes immer Konflikt, Gewalt und letzten Endes auch Krieg.
Im Kleinen wie im Großen.

Das ist nun auch nichts was ich erfinden würde, es ist von keiner Meinung abhängig, es zieht sich durch die ganze Geschichte.
Es waren immer Gruppen die sich gegenseitig bekämpft haben und das werden sie auch bis in alle Ewigkeit tun.
Da können heutige Religiöse oder politische Gruppen von Einheit sprechen soviel sie wollen.
Das tun sie ja schon seit Jahrtausenden, ohne Erfolg.
Es gibt Teilerfolge, aber ebenso viele Mißerfolge, es hält sich die Waage.
Wem das reicht...

Und nein, ein Mensch muss (innerlich, psychisch) keiner Gruppe angehören.
Äußerlich kann dies so sein.
Auf dem Papier bin ich Deutscher, Mitglied der evangelischen Kirche und Mitglied einer Gewerkschaft und was sonst noch so dazugehört.
Dennoch gehöre ich auf diese Art keiner dieser Gruppen an.

Du kannst mich ja einer Gruppe zuordnen (das tun wir alle, weil es die Welt für uns einfacher macht), aber ich tue das nicht.
Von daher würde ich mich auch weder als Atheisten noch als Agnostiker oder als Gläubigen bezeichnen.
Das hat im Grunde keine Bedeutung für mich.

Und Dinge wie "unbewusst ordnet man sich immer zu" sind merkwürdige Argumente. Du kannst es nicht beweisen, dass es so ist, ich kann es nicht wiederlegen.
Tatsache ist natürlich, dass sich Menschen Gruppen zuornden (wieder: innerlich, psychisch. Äußerlich muss dies teils sein) weil wir sonst in unserem Leben keinen Halt finden.
Oder um es bildlich zu sagen:
Wir brauchen in dieser Beziehung Krücken, weil wir nie lernten zu laufen.

Es geht also weniger darum ob dies unbewusst geschehen muss oder ob es genetisch so veranlagt ist (was natürlich eine sehr bequeme Theorie ist).
Es geht darum zu sehen welche Folgen diese Dinge haben.
Und bisher hat uns die Identifikation mit solchen Dingen (egal ob politisch, religiös, wissenschaftlich oder sozial/familiär) hauptsächlich abermillionen Tote gebracht und noch mehr Menschen die dadurch direkt oder indirekt gelitten haben und anderen ebenso Leid zugefügt haben.

Speziell die Christen dürften mehr Menschen getötet haben als die meisten anderen Gruppen der Geschichte.

Bequem oder nicht, genetisch sinnvoll oder nicht...viel positives ist dabei nicht rumgekommen, eher im Gegenteil.
Das ist eine schlichte Tatsache.
Man kann es sich schön reden, aber dabei zumindest bleibt es.
 
evilsonic hat folgendes geschrieben:

Silverhawk hat folgendes geschrieben:


evilsonic hat folgendes geschrieben:

und zum Buddhismus

Ich würde nicht wirklich "die Welt" zitieren.

[…]

Naja, ich hab den erstbesten Artikel von Google genommen. Es ging mir eher darum zu sagen, dass keine Religion existiert, welche in der Praxis ohne Gewalttaten und fanatischen Ansichten auskommt.



Dir ist auch nicht aufgefallen, dass das Satire ist??

Der Muslim als Feindbild hat einen Bart. Es wird Zeit, dass wir uns auch der glattrasierten Deutschland-Feinde annehmen. Deren oft kurz geschorenes Haar erinnert nicht zufällig an die Vertreter einer anderen gewaltbereiten Ideologie, konstituiert in genialer Klarsicht Frank Schirrmacher (Feuilletonchef der FAZ). Wir Deutsche sind bedroht wie nie. Es wird Zeit, dass wir zurück schlagen. Hoffentlich wissen wir noch, wie das geht.

Jetzt weiß ich auch, warum Die Welt hier im Forum so missverstanden wird... ^^
 
Silverhawk hat folgendes geschrieben:

@ scoopexx


Ich habe leider nicht die Zeit das Thema ausführlich zu besprechen obwohl ich auch nicht glaube, dass du meine Sicht teilen würdest ;)


Sonst könnte ich noch mehr schreiben, nur abschließend in aller Kürze:


Es ging nicht um religiöse Gruppen allein, es ging um jede Art von Gruppen.

Auch geht es nicht darum abzusprechen, dass Menschen teils in Gruppen zusammen arbeiten müssen um gewisse Dinge zu erreichen.


Es geht um eine innere, eine psychische Identifikation mit einer Gruppe, gleich welcher Art sie auch ist.

Und es ist solchen Gruppen innewohnend, dass sie Menschen voneinander trennen.

Egal wie groß die Gruppen ist.

Selbst wenn es nur zwei Gruppen auf der Welt gäbe die jeweils in sich völlig synchron und geschlossen wären, würde dies eine Spaltung der ganzen Welt herbei führen.

Und Spaltung bedeutet letzten Endes immer Konflikt, Gewalt und letzten Endes auch Krieg.

Im Kleinen wie im Großen.


Das ist nun auch nichts was ich erfinden würde, es ist von keiner Meinung abhängig, es zieht sich durch die ganze Geschichte.

Es waren immer Gruppen die sich gegenseitig bekämpft haben und das werden sie auch bis in alle Ewigkeit tun.

Da können heutige Religiöse oder politische Gruppen von Einheit sprechen soviel sie wollen.

Das tun sie ja schon seit Jahrtausenden, ohne Erfolg.

Es gibt Teilerfolge, aber ebenso viele Mißerfolge, es hält sich die Waage.

Wem das reicht...


Und nein, ein Mensch muss (innerlich, psychisch) keiner Gruppe angehören.

Äußerlich kann dies so sein.

Auf dem Papier bin ich Deutscher, Mitglied der evangelischen Kirche und Mitglied einer Gewerkschaft und was sonst noch so dazugehört.

Dennoch gehöre ich auf diese Art keiner dieser Gruppen an.


Du kannst mich ja einer Gruppe zuordnen (das tun wir alle, weil es die Welt für uns einfacher macht), aber ich tue das nicht.

Von daher würde ich mich auch weder als Atheisten noch als Agnostiker oder als Gläubigen bezeichnen.

Das hat im Grunde keine Bedeutung für mich.


Und Dinge wie "unbewusst ordnet man sich immer zu" sind merkwürdige Argumente. Du kannst es nicht beweisen, dass es so ist, ich kann es nicht wiederlegen.

Tatsache ist natürlich, dass sich Menschen Gruppen zuornden (wieder: innerlich, psychisch. Äußerlich muss dies teils sein) weil wir sonst in unserem Leben keinen Halt finden.

Oder um es bildlich zu sagen:

Wir brauchen in dieser Beziehung Krücken, weil wir nie lernten zu laufen.


Es geht also weniger darum ob dies unbewusst geschehen muss oder ob es genetisch so veranlagt ist (was natürlich eine sehr bequeme Theorie ist).

Es geht darum zu sehen welche Folgen diese Dinge haben.

Und bisher hat uns die Identifikation mit solchen Dingen (egal ob politisch, religiös, wissenschaftlich oder sozial/familiär) hauptsächlich abermillionen Tote gebracht und noch mehr Menschen die dadurch direkt oder indirekt gelitten haben und anderen ebenso Leid zugefügt haben.


Speziell die Christen dürften mehr Menschen getötet haben als die meisten anderen Gruppen der Geschichte.


Bequem oder nicht, genetisch sinnvoll oder nicht...viel positives ist dabei nicht rumgekommen, eher im Gegenteil.

Das ist eine schlichte Tatsache.

Man kann es sich schön reden, aber dabei zumindest bleibt es.

Du, vielleicht bin ich da ja ein sehr krasser Darwinist, aber ohne das Bilden von Gruppen wäre keiner von uns hier. Hätte der Mensch nie ein Rudelverhalten herausgebildet (ich weiß gar nicht, wie man diese "bequeme Theorie" noch abstreiten kann), sondern wäre einzeln durch die Steppen gestiefelt, hätten wir nie zu unserer heutigen arbeitsteiligen Welt finden können, die uns so stark gemacht hat. Ohne die wären heute ein paar 10.000 Menschen auf der Welt, von denen keiner du und keiner ich wäre. Lass es mich einfach mal so ausführen: Die ursprünglichste und vielleicht im Zusammenhalt am krassesten ausgeprägte, aber auch akzeptierteste Gruppe, ist die Familie. Manchmal haut das nicht so hin, aber meistens fühlt man sich der Familie schon zugeordnet, auch wenn Onkel Heinz sich auf dem Familienfest wieder besauft und die Party sprengt. Deine Schwester oder dein Bruder sind dir im Normalfall wichtiger, als Hans und Franz, die du gestern auf der Straße getroffen hast. Das zieht sich durch Zugehörigkeit zu irgendwelchen Gruppen durch das ganze Leben. Ich meine, niemand hier würde bestreiten, dass es keine bessere Community als Gamezone gibt. ;)

Das ganze ist aber noch viel laxer angelegt, so dass du es eigentlich nur begreifst, dass du einer Gruppe zugehörig bist, wenn diese sich wirklich auch nach außen abgrenzt. Du gehörst in Wirklichkeit sofort einer Gruppe an, sobald du eine Meinung hast. Du gehst wählen? Dann überzeugen dich die Grünen vermutlich dieses Jahr mehr als die FDP - und obwohl sich das schnell ändern könnte, gehörst du dann in diesem Moment schon den Leuten an, die eher ökologisch orientiert sind. Du wirst dich mit denen besser verstehen, als mit Leuten, die dir erzählen, dass sie letzten Monat 20.000€ mit Spekulationen an der Börse verdient haben.

Als Mensch kannst du dich nicht dagegen wehren, dass du eine bestimmte Präferenzstruktur hast. Diese führt dazu, dass du Werte, Meinungen und Überzeugungen ausbildest und diese ordnen dich in bestimmte Gruppen ein, ob du willst oder nicht. Dagegen kannst du nicht viel machen, außer Institutionen schaffen, die in kritischen Bereichen für positive Faktoren sind, wie bspw. bei der evangelischen Kirche. Du bist dann immer noch in den selben Gruppen, aber du lernst vielleicht toleranter anderen Meinungen gegenüber zu sein und nicht mehr auf anderen Gruppen herumzuhacken.

Das ist ja auch das Traurige: Die Leute, die sich hier negativ gegenüber der Kirche äußern, sind ebenso einfach eine Gruppe, die intolerant ist. Das führt die ganze Diskussion ad absurdum, denn wenn man sagt, dass die Kirche intolerant sei und sie deswegen schlecht wäre, dann macht man nichts anderes, als das, was man anklagt - man ist intolerant. Dass Gruppen da keine Rolle spielen, kannst du mir nicht erzählen. Ob du nun Katholik bist oder Atheist ist Jacke wie Hose. Die einen sind lediglich organisiert und die anderen ein laxer Zusammenschluss, aber beides sind Gruppen. Und selbst du bist entweder gläubig, Agnostiker oder Atheist. Tief in deinem Inneren wirst du auch eine Meinung dazu haben, ob es den christlichen Gott gibt oder nicht. Das hat jeder,außer die Agnostiker und auch die sind eine Gruppe.
 
@ scoopexx

Wie mehrfach erwähnt:

Es ist nötig Gruppen zu bilden, sonst wären wir nicht überlebensfähig.

Sich aber psychisch mit diesen Gruppen zu identifizieren und sich gegen andere abzugrenzen ist es nicht und führt lediglich zu Gewalt oder Krieg.

Von daher ging dein Text ein wenig an meiner Aussage vorbei.

Du magst meinen, dass man sich automatisch einer Gruppe zuordnet.
Auch das mag die Regel sein.
Zwingend ist es nicht.

Und nochmal:
Ich rede von einer psychischen Zuordnung, einer Identifikation.
Nicht von dem äußerlichen bilden einer Gruppe, welches nötig ist um gewisse Aufgaben zu erledigen.
Das eine bedingt nicht automatisch das andere, es sei denn wir wollen das so.
 
Silverhawk hat folgendes geschrieben:

@ scoopexx


Wie mehrfach erwähnt:


Es ist nötig Gruppen zu bilden, sonst wären wir nicht überlebensfähig.


Sich aber psychisch mit diesen Gruppen zu identifizieren und sich gegen andere abzugrenzen ist es nicht und führt lediglich zu Gewalt oder Krieg.


Von daher ging dein Text ein wenig an meiner Aussage vorbei.


Du magst meinen, dass man sich automatisch einer Gruppe zuordnet.

Auch das mag die Regel sein.

Zwingend ist es nicht.


Und nochmal:

Ich rede von einer psychischen Zuordnung, einer Identifikation.

Nicht von dem äußerlichen bilden einer Gruppe, welches nötig ist um gewisse Aufgaben zu erledigen.

Das eine bedingt nicht automatisch das andere, es sei denn wir wollen das so.

Wahrscheinlich sind unsere Meinungen letztendlich gar nicht so weit auseinander, ;)
 
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