Silverhawk hat folgendes geschrieben:
@ scoopexx
Ich habe leider nicht die Zeit das Thema ausführlich zu besprechen obwohl ich auch nicht glaube, dass du meine Sicht teilen würdest
Sonst könnte ich noch mehr schreiben, nur abschließend in aller Kürze:
Es ging nicht um religiöse Gruppen allein, es ging um jede Art von Gruppen.
Auch geht es nicht darum abzusprechen, dass Menschen teils in Gruppen zusammen arbeiten müssen um gewisse Dinge zu erreichen.
Es geht um eine innere, eine psychische Identifikation mit einer Gruppe, gleich welcher Art sie auch ist.
Und es ist solchen Gruppen innewohnend, dass sie Menschen voneinander trennen.
Egal wie groß die Gruppen ist.
Selbst wenn es nur zwei Gruppen auf der Welt gäbe die jeweils in sich völlig synchron und geschlossen wären, würde dies eine Spaltung der ganzen Welt herbei führen.
Und Spaltung bedeutet letzten Endes immer Konflikt, Gewalt und letzten Endes auch Krieg.
Im Kleinen wie im Großen.
Das ist nun auch nichts was ich erfinden würde, es ist von keiner Meinung abhängig, es zieht sich durch die ganze Geschichte.
Es waren immer Gruppen die sich gegenseitig bekämpft haben und das werden sie auch bis in alle Ewigkeit tun.
Da können heutige Religiöse oder politische Gruppen von Einheit sprechen soviel sie wollen.
Das tun sie ja schon seit Jahrtausenden, ohne Erfolg.
Es gibt Teilerfolge, aber ebenso viele Mißerfolge, es hält sich die Waage.
Wem das reicht...
Und nein, ein Mensch muss (innerlich, psychisch) keiner Gruppe angehören.
Äußerlich kann dies so sein.
Auf dem Papier bin ich Deutscher, Mitglied der evangelischen Kirche und Mitglied einer Gewerkschaft und was sonst noch so dazugehört.
Dennoch gehöre ich auf diese Art keiner dieser Gruppen an.
Du kannst mich ja einer Gruppe zuordnen (das tun wir alle, weil es die Welt für uns einfacher macht), aber ich tue das nicht.
Von daher würde ich mich auch weder als Atheisten noch als Agnostiker oder als Gläubigen bezeichnen.
Das hat im Grunde keine Bedeutung für mich.
Und Dinge wie "unbewusst ordnet man sich immer zu" sind merkwürdige Argumente. Du kannst es nicht beweisen, dass es so ist, ich kann es nicht wiederlegen.
Tatsache ist natürlich, dass sich Menschen Gruppen zuornden (wieder: innerlich, psychisch. Äußerlich muss dies teils sein) weil wir sonst in unserem Leben keinen Halt finden.
Oder um es bildlich zu sagen:
Wir brauchen in dieser Beziehung Krücken, weil wir nie lernten zu laufen.
Es geht also weniger darum ob dies unbewusst geschehen muss oder ob es genetisch so veranlagt ist (was natürlich eine sehr bequeme Theorie ist).
Es geht darum zu sehen welche Folgen diese Dinge haben.
Und bisher hat uns die Identifikation mit solchen Dingen (egal ob politisch, religiös, wissenschaftlich oder sozial/familiär) hauptsächlich abermillionen Tote gebracht und noch mehr Menschen die dadurch direkt oder indirekt gelitten haben und anderen ebenso Leid zugefügt haben.
Speziell die Christen dürften mehr Menschen getötet haben als die meisten anderen Gruppen der Geschichte.
Bequem oder nicht, genetisch sinnvoll oder nicht...viel positives ist dabei nicht rumgekommen, eher im Gegenteil.
Das ist eine schlichte Tatsache.
Man kann es sich schön reden, aber dabei zumindest bleibt es.