naja, wenn Du das Kirchengeschwätz weglässt und Dir von denen nichts einreden läßt, weil es zum Teil ja durchaus fragwürdig ist. Warum sollten andere Menschen dazu befugt sein, mir vorzuschreiben, wie ich von Gott zu denken und ihn zu sehen habe? Und woher wissen die das, haben die einen besseren Draht oder sind die irgendwie besser als ich, dürfen die mir Vorschriften machen in punkto Auslegung?
Das sehe ich völlig anders, ich denke, man kann sich auch seine eigenen Überzeugungen zulegen und die in seinem eigenen Glauben einbauen! Schließlich habe ich einen eigenen Verstand bekommen, damit ich selber denke und mir nicht von anderen das, was ich zu denken habe, vorkauen lassen sollte. Die Kirche hat vor allem in einigen Jahrhunderten eine riesige Macht dargestellt, daher sollte man generell skeptisch sein, wenn von dort irgend welche Vorschriften/Dogmen kommen, denn eine Kirchenorganisation, die hierarchisch aufgebaut ist, will meines Erachtens nach nicht so ganz zum christlichen Glauben passen. Warum sollten wir einen Vorturner/Häuptling brauchen? Wieso so eine Unterordnung?
Daher: völlig ok, wenn Du nicht an das "Kirchengeschwätz" glaubst! Aber es ist eine andere Sache, ob Du vielleicht abgesehen von diesem ganzen Kirchengeschwafel, was ja nur von anderen Menschen erzählt wird, doch irgendwie das Gefühl hast oder den Glauben, dass es ein höheres schöpferisches Wesen gibt, das denkend und lenkend im Hintergrund bleibt und von mir aus auch schützend die Hand über einen hält?
Ob es stimmt oder nicht, ich glaube, dass Menschen den Glauben an ein höheres Wesen irgendwie brauchen, weil es eine Art Trost darstellt. besonders für ältere Menschen. Denn es wäre ja furchtbar oder sehr traurig, wenn nach dem Tode das große Nichts käme.