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Gesinnungstest für Ausländer

ThoRsten hat folgendes geschrieben:

Blueboy hat folgendes geschrieben:

Ich wäre dafür, das in der Schule im Unterricht sowohl die Bibel als auch der Koran ausgibig behandelt wird.


Ich wäre dafür, dass weder das Eine, noch das Andere behandelt wird. Soll sich jeder der sich dafür interessiert in seiner Freizeit damit beschäftigen ;)

und ich finde genau so etwas gehört in die Schule weil sich die Leute in ihrer Freizeit eben NICHT damit beschäftigen würden! Es geht dabei nicht primär darum "Religion zu predigen" sondern um die Toleranz und Akzeptanz untereinander zu fördern.
Welche Kiddys mit 12-18 interessieren sich schon für Religion?? Da werden lieber gleich Vorurteile akzeptiert und alles so entgegengenommen wie es ist. Da sind eben die Lehrer gefragt um die Schüler dahingehend zu erziehen das man eben Sachen hinterfragt und nicht immer alles stumm akzeptiert und den bequemeren Weg wählt.
Wie gesagt, es geht nicht darum irgendjemand Religion in der Schule reinzupressen, sondern um Toleranz und kritisches Auseinandersetzen mit anderen Ansichten/Lebenseinstellungen zu lernen.

PS: ich bin übrigens überzeugter Atheist ;)
 
@RAMS-es
Ich bestreite nicht, dass man Schritte unternehmen muss, die der Integration dienen, v.a. die sprachliche Integration ist eine der dringlichsten Themen (kenne genug Türken, die kaum deutsch können). Nur wie das zur Zeit gehandhabt wird, ist meines Erachtens nutz- und sinnlos. Generell liegt das Problem weniger am Koran und somit dem Glauben Islam, sondern viel mehr an dessen Intepretation und Umsetzung.
Viele der Handlungen, die du angesprochen hast (wie Ehrenmord, Blutrache und Zwangsverheiratung) sind im Islam nicht erlaubt - dagegen ist z.B. die Scheidung und Abtreibung unter Umständen im Islam erlaubt. Das Problem sind die Leute: wie sie die Religion intepretieren und wie ihre Sitten und Bräuche aussehen. Manche Familien wollen, dass man nur innerhalb der Familie heiratet, andere wollen unter keinen Umständen, dass man jemanden aus der Verwandtschaft ehelicht. Die Sitten, Bräuche usw. sind von Ort zu Ort, von Dorf zu Dorf sehr sehr verschieden.

Natürlich kann man die Zuwanderer nach ihrer Gesinnung fragen und natürlich sollte die schriftliche Fixierung von nur vorgetäuschter Geisteshaltung Konsequenzen haben - die Frage ist nur: wird diese Täuschung überhaupt bekannt werden? Vielfach ist es doch so, dass man die noch nicht volljährigen Töchter mit in den Urlaub nimmt, diese dort zwangsverheiratet und dann das Mädchen bedroht, ja nix verlauten zu lassen... wie sollte dann diese Tat je bekannt werden?

Generell stimme ich deinen Aussagen zu, denn man muss wirklich etwas unternehmen. Die Frage ist nur: welche Schritte sind sinnvoll und welche nicht...

PS: bin zwar kein Atheist, denn an Gott glaube ich, aber auch keine Gläubige, denn ich glaube nicht an die Religionen ;)
 
Allah ist groß, Allah ist mächtig....

Allah hat ne Rute von 3 Meter 60....!

:D

@Rossi

Wenn man deinem Beispiel folgen würde, (das mich in Wahrheit ehrlich gesagt an die nazis im 2. Weltkrieg erinnert :D ) und dann die Tochter Sex mit nem deutschen haben würde.....dann würde die arme Tochter ja freiwillig irgend nen Dorftrottel heiraten, weil bei dem wenigstens die Kanone stimmt!

Ihr seid nun mal in der Pimmel-Weltrangliste ganz weit unten! :D

Dafür verdient ihr besser und habt ne große Schnauze ---> Siehe RAMS-es :D
 
politicus hat folgendes geschrieben:

@RAMS-es

Ich bestreite nicht, dass man Schritte unternehmen muss, die der Integration dienen, v.a. die sprachliche Integration ist eine der dringlichsten Themen (kenne genug Türken, die kaum deutsch können).

Und genau da liegt nämlich das grösste Problem! Sprachliche Integration wäre am wichtigsten. Ich meine du kannst heute als Türke zb. in München im "Türkenviertel" am Hauptbahnhof eigentlich komplett ohne deutsche Sprachkenntnisse leben..wäre kein Problem. Das schlimme ist nur, wenn die ältere Generation den Kindern dann nicht beibringt richtig Deutsch zu reden. Also, Deutschtests vor der Einschulung! Damit könnte man sicherstellen wie gut die Kinder Deutsch verstehen (und dann natürlich dementsprechend einwirken) und reden können udn somit wäre das auch förderlich für die INtegration.
Zudem kanns halt einfach nicht sein das auf Deutschen Hauptschulen der Ausländeranteil bei 70%-80% liegt und die meisten gar nicht die Chance haben wirklich "höher" zu kommen weil sie null unterstützt werden(sei es von den Eltern oder von den Lehrern oder beides). Klar führt sowas am Ende zu Frustrationen.
Ich mein, die Intelligenz ist ja nicht abhängig von der Staatsangehörigkeit und genau deswegen kapier ich nicht, das da nicht endlich mal was gemacht wird sondern ständig nur dämlich gelabert wird. Stattdessen entscheiden irgendwelche dämlichen Politiker das muslimische Erziehrinnenn kein Kopftuch tragen dürfen...wie blöd und sinnlos ist das eigentlich????

Wenn ich mich zurück erinnere an meine Abi Zeit, dann kenn ich keinen einzigen ausländischen Mitbürger der in diesem Jahr Abi gemacht hat...und das lag sicher nicht an mangelnder Intelligenz, sondern an der mangelnden Förderung in den frühen Schuljahren.
Für die ganz alte Generation ists zu spät mit der Integration...bei den Kindern muss man anfangen.
 
@Politicus

Ehrenmord, Blutrache und Zwangsverheiratung sind nun einmal Ordnungselemente dieser und anderer Kulturkreise und Religionen.

Diese Formulierung sollte gerade darauf hinweisen, daß nicht die Religion, der Islam oder der Koran allein hier als Quelle der Verhaltensweisen dienen kann. Gerade die Rolle der Sippe oder des Stamms spielen in diesem Bereich ein viel stärkere Rolle.

Die Abschiebung auf die Interpretation lasse ich nicht gelten, denn ohne menschliche Interpretation und Auslegung "ist Religion nicht". Und selbst die bloße Interpretation, also bereits das reine Spekulieren verbietet sich im Hinblick auf die Unantastbarkeit des GG.

Natürlich kann man die Zuwanderer nach ihrer Gesinnung fragen und natürlich sollte die schriftliche Fixierung von nur vorgetäuschter Geisteshaltung Konsequenzen haben - die Frage ist nur: wird diese Täuschung überhaupt bekannt werden? Vielfach ist es doch so, dass man die noch nicht volljährigen Töchter mit in den Urlaub nimmt, diese dort zwangsverheiratet und dann das Mädchen bedroht, ja nix verlauten zu lassen... wie sollte dann diese Tat je bekannt werden?

Frag' das doch bitte die edlen Verfechter von "Multikulti". Denn wenn dem so ist oder sein sollte, dann besteht für mich gar nicht dieses Problem. Mein Problem ist wie bekomme ich diese Leute möglichst schnell weg von meinem Heimatort, wie kann ich diese subversive Unterwanderung meines Staats beenden.

Natürlich kann ich versuchen eine Antwort zu finden. Mir wäre es am liebsten dies innerhalb einer großangelegten Gesellschaftsrefom zu tun. Im Bildungsbereich besteht sowieso erhöhter Nachholbedarf. Die Umstellung auf 12 Jahre, Uniformpflicht, Ganztagsschule, Einführung eines allgemeinen Dienstjahrs bieten vielfältige Möglichkeiten. Dabei muß meines Erachtens auch die Entscheidung fallen, wollen wir atheistische Schule oder richten wir uns konsequent auf das Christentum aus (dies ist übrigens ein Investementtipp, Konfessionsschulen sind geniale Kapitalanlagen). In einer modernen, bildenen Ganztagsschule streng auf einen Wertekanon ausgelegt, wird sich schnell zeigen, ob das Elternhaus auf Dauer in überkommenen, tradierten Weisen überleben kann. Ein extrem wichtiger Bereich wäre auch die Ansiedlung. Wir bieten Zuwanderern zu einseitige Siedlungsräume und gewähren das Privileg der Freizügigkeit zu stark. Die hohe Konzentration in Städte muß aufgebrochen werden. Die Verteilung, die nicht unwesentlich durch den sozialen Wohnungsbau geprägt wird läßt durchaus zielgerichtet nutzen. Da geschehen dann plötzlich Wunder. Die hohen Abiturquoten von Zuwandererkinder in ländlichen Gebieten belegen dies recht deutlich. Integration braucht Raum. Ich denke da gern an Aian Yldiz, der in Warngau immerhin Kassenwart der Republikaner geworden ist. So kann es auch gehen.

Zum P.S. : Da bin ich genau anders, ich glaube nicht an Gott, ich glaube an mich selbst. Das ist schon schwer genug. Dagegen bin ich glühender Anhänger von Religion als Ordnungselement oder Zuckerl. Ich glaube an die heilige römisch-katholische Kirche. An tote Nazarener verschwende ich weniger Gedanke.
 
Travis Bickle hat folgendes geschrieben:

Allah ist groß, Allah ist mächtig....

Allah hat ne Rute von 3 Meter 60....!

:D

@Rossi

Wenn man deinem Beispiel folgen würde, (das mich in Wahrheit ehrlich gesagt an die nazis im 2. Weltkrieg erinnert :D ) und dann die Tochter Sex mit nem deutschen haben würde.....dann würde die arme Tochter ja freiwillig irgend nen Dorftrottel heiraten, weil bei dem wenigstens die Kanone stimmt!

Ihr seid nun mal in der Pimmel-Weltrangliste ganz weit unten! :D

Dafür verdient ihr besser und habt ne große Schnauze ---> Siehe RAMS-es :D

du schießt wieder mal den Vogel ab Travis! :mosh: :mosh: :mosh: :mosh: :bigsmile: :bigsmile:

Musste mich jetzt ganz schön zusammenreißen, um nicht lauthals loszulachen! :bigsmile: :kiss: :bigsmile:

@Blueboy
die meisten aus der älteren Generation können doch kaum deutsch und das, was sie mal gelernt hatten, haben sie dank türkischem Fernsehen wieder vergessen... :blackeye: Und die Jugend wächst meistens auch unter Türken, mit türkischen Fernsehen etc. auf... gefördert werden die Ausländer kaum, denn man traut ihnen nix zu. Habe selber riesengroße Probleme gehabt, als ich Deutsch Leistungskurs nehmen wollte!!! Sogar der Direktor sprach mit mir: warum wollen sie denn unbedingt Deutsch Leistungskurs nehmen? Denken sie, dass sie als Türkin das wirklich schaffen? etc. :kuh: Habe auch an der Uni nur mit einem Professor Stress gehabt, weil der nicht glauben konnte, dass die von mir abgegebene Arbeit wirklich von mir ist... eine Türkin kann doch unmöglich so gut deutsch... :kuh: hätte ich damals keine Unterstützung von meiner Türkischlehrerin gehabt (war auf einer türkischen Grundschule), dann wäre ich nie im Lebens aufs Gymnasium gekommen... die Situation hat sich auch heute nicht verbessert. Ausländischen Schülern, v.a. Türken, traut man kaum was zu ... :knockout:

@RAMS-es

In einer modernen, bildenen Ganztagsschule streng auf einen Wertekanon ausgelegt, wird sich schnell zeigen, ob das Elternhaus auf Dauer in überkommenen, tradierten Weisen überleben kann. Ein extrem wichtiger Bereich wäre auch die Ansiedlung. Wir bieten Zuwanderern zu einseitige Siedlungsräume und gewähren das Privileg der Freizügigkeit zu stark. Die hohe Konzentration in Städte muß aufgebrochen werden. Die Verteilung, die nicht unwesentlich durch den sozialen Wohnungsbau geprägt wird läßt durchaus zielgerichtet nutzen. Da geschehen dann plötzlich Wunder. Die hohen Abiturquoten von Zuwandererkinder in ländlichen Gebieten belegen dies recht deutlich.

das unterschreib ich sofort! ;)


EDIT:

Hier die neuesten Nachrichten zu diesem Thema:

Einbürgerungstest stößt auf Ablehnung

Blick in den Bundestag zu Beginn der Debatte über den Einbürgerungstest.

Berlin - Der seit Jahresanfang in Baden-Württemberg geltende Einbürgerungstest stößt im Bundestag auf breite Ablehnung. Lediglich die Union verteidigte am Donnerstag den strittigen Gesprächsleitfaden, in dem Kritiker eine Diskriminierung von Muslimen sehen.
Der Antrag der Grünen, die Bundesregierung solle auf eine Änderung hinwirken, fand dennoch keine Mehrheit, obwohl die Koalitionspartner CDU/CSU und SPD völlig unterschiedlicher Meinung waren. Nur die Linkspartei unterstützte diesen Vorstoß.

Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) wies die Kritik an dem Gesprächsleitfaden zurück, der unter anderen auf die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie die Haltung zur Religionsfreiheit oder zur Homosexualität eingeht. «Die deutsche Staatsangehörigkeit darf es nicht zum Nulltarif geben.» Rech sprach von massiven Fehlinterpretationen und Missverständnissen. Der Einbürgerungstest gelte selbstverständlich nicht nur für Muslime, sondern für alle. Er fügte an: «Wir dürfen aber nicht ausblenden, dass es bei Angehörigen islamischer Staaten Strömungen gibt, die in ihrer Haltung mit den Werten des Grundgesetzes und unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung nicht in Einklang stehen.»

Unterstützung erhielt Rech vom baden-württembergischen CDU- Abgeordneten Clemens Binninger. Im ganzen Leitfaden tauche nicht einmal das Wort Muslim auf, auch werde nicht einmal nach einer bestimmten Religion gefragt.

Der SPD-Innenpolitiker Michael Bürsch verwarf den «blödsinnigen Fragebogen» als Gesinnungstest, der gegen den Gleichheitsgrundsatz der Verfassung verstoße. Der Fragebogen sei geprägt vom Misstrauen gegen Menschen, die nach Deutschland kämen. «Wer Deutscher werden will, muss kein Gutmensch sein.» Bei der Einbürgerung müssten bestimmte Kriterien erfüllt sein, deswegen gebe es auch die Anfrage beim Verfassungsschutz. «Diese ganze Aktion verdient die Bewertung mangelhaft. Herr Rech, machen Sie Schluss damit», forderte Bürsch den Stuttgarter Innenminister auf.

Der Grünen-Abgeordnete Josef Philip Winkler warf Rech vor, alle Muslime unter den «skandalösen Generalverdacht» einer verfassungsfeindlichen Gesinnung zu stellen. Verfassungsfeinde dürften nicht eingebürgert werden. Der Test sei für eine Überprüfung aber kein geeignetes Instrument. Fragen etwa nach der Intimsphäre gingen den Staat nichts an.

Der FDP-Politiker Hartfrid Wolff nannte den Fragebogen «absolut indiskutabel» und sexuell diskriminierend. «Die CDU hat der Integration in diesem Fall einen Bärendienst erwiesen.» Die Vertreterin der Linksfraktion, Sevim Dagdelen, kritisierte, die Fragen bedienten lediglich die vorherrschenden Ressentiments gegenüber Migranten. «Wir können nicht von Menschen, die sich einbürgern wollen, erwarten, das zu sein, was wir nicht sind.»
 
Blöde Frage:
Wenn ich nach Holland emigrieren will, muss ich nachweisen, dass ich der Amtssprache dort mächtig bin, um mich um mich selbst kümmern zu können. Das ist nicht nur in Holland so, sondern fast in jedem europäischen Staat. Weder fühlt sich dort jemand diskriminiert noch sonstwie übervorteilt. Warum hat Deutschland ein so großes Problem damit dasselbe von seinen Einwanderern zu verlangen?

:halo: Pitlobster
 
@pit

Weil wir Deutschen andauernd etwas wollen, aber selten bereit sind es konsequent umzusetzen und den Preis zu bezahlen.
 
In Bayern hängen doch Kreuze...!

Davon ab...bin auch Christ, aber n Kreuz muss genausowenig sein wie n Kopftuch!
 
politicus hat folgendes geschrieben:


@Blueboy

die meisten aus der älteren Generation können doch kaum deutsch und das, was sie mal gelernt hatten, haben sie dank türkischem Fernsehen wieder vergessen... :blackeye: Und die Jugend wächst meistens auch unter Türken, mit türkischen Fernsehen etc. auf... gefördert werden die Ausländer kaum, denn man traut ihnen nix zu. Habe selber riesengroße Probleme gehabt, als ich Deutsch Leistungskurs nehmen wollte!!! Sogar der Direktor sprach mit mir: warum wollen sie denn unbedingt Deutsch Leistungskurs nehmen? Denken sie, dass sie als Türkin das wirklich schaffen? etc. :kuh: Habe auch an der Uni nur mit einem Professor Stress gehabt, weil der nicht glauben konnte, dass die von mir abgegebene Arbeit wirklich von mir ist... eine Türkin kann doch unmöglich so gut deutsch... :kuh: hätte ich damals keine Unterstützung von meiner Türkischlehrerin gehabt (war auf einer türkischen Grundschule), dann wäre ich nie im Lebens aufs Gymnasium gekommen... die Situation hat sich auch heute nicht verbessert. Ausländischen Schülern, v.a. Türken, traut man kaum was zu ... :knockout:

Jepp kann ich bestätigen. Aber die Türken die heute zwischen 25-30 sind die können eigentlich alle sehr gut Deutsch. vielleicht liegts daran das es in eurer Kindheit noch keine Satellitenschüsseln gab und auch kein türkisches Fernsehen?? Wer weiß;)

Passt übrigens perfekt deine Aussage...meine Freundin liest für Deutsche Anwälte Korrektur hehe;):mosh: Ausserdem hat sie nichtmal einen Hauch von Akzent, am Telefon merkt da niemand das sie keine Deutsche ist.

Interessant ist halt das "Deutsch" irgendwie wieder rückläufig geworden ist bei den Türken. Zumindest kommt mir das so vor. Wie vorhin schon erwähnt, vielleicht liegts auch am Fernsehen??? Keine Ahnung, kann ich nur rumspekulieren;)
 
@Blueboy
Was ich so von meinem türkischen Umfeld mitbekomme, ist der Empfang der türkischen Kanäle ein Hauptgrund für die Sprachprobleme. Vor allem die Eltern schauen kaum noch deutsches Fernsehen und somit wächst auch die Jugend mehr mit der türkischen als mit der deutschen Sprache auf. Ein weiterer Grund ist, dass die Jugend heutzutage viel weniger liest: viele Sender, Internet (was kaum zur Sprachförderung dient - wie man es auch hier im Forum sehen kann ;) :bigsmile: ), Videogames etc. sind verlockender als Bücher ... leider ... ;)

@pitlobster
die Deutschen sind einfach zu ängstlich und trauen sich viel zu wenig ... sieht man doch schon bei der Einführung einer neuen Technologie - da muss alles hieb- und stichfest sein, bis man diese endlich umsetzt... etwas mehr Mut zum Risiko wäre nicht schlecht ...
 
gyroscope hat folgendes geschrieben:

Davon ab...bin auch Christ, aber n Kreuz muss genausowenig sein wie n Kopftuch!

Schalldichter Sack überm Kopf und die Hände auf den Rücken gefesselt wäre sowieso sinnvoller...
In gewisser Weise ist es doch genau so, oder nicht? Fiktives Beispiel: Du begegnest auf der Strasse einer Familie mit Kindern. Mama ist brav verscheiert und läuft drei Meter hinterm Mann. Was wird passieren, wenn du Mama ansprichst?

1.) Sie wird dir freundlich lächelnd deine Frage beantworten

2.) Er wird dir freundlich lächelnd deine Frage beantworten

3.) Er ist überhaupt nicht freundlich und stellt sich zwischen sie und dich


8) Pitlobster
 
@pit

Touché!

@gyros

Ois kloa bei dir? Heit' gaats Graecogripperl mia a sauba aufa'n Sack.
 
pitlobster hat folgendes geschrieben:

gyroscope hat folgendes geschrieben:

Davon ab...bin auch Christ, aber n Kreuz muss genausowenig sein wie n Kopftuch!

Schalldichter Sack überm Kopf und die Hände auf den Rücken gefesselt wäre sowieso sinnvoller...
In gewisser Weise ist es doch genau so, oder nicht? Fiktives Beispiel: Du begegnest auf der Strasse einer Familie mit Kindern. Mama ist brav verscheiert und läuft drei Meter hinterm Mann. Was wird passieren, wenn du Mama ansprichst?

1.) Sie wird dir freundlich lächelnd deine Frage beantworten

2.) Er wird dir freundlich lächelnd deine Frage beantworten

3.) Er ist überhaupt nicht freundlich und stellt sich zwischen sie und dich


8) Pitlobster



4) Er schaut komisch und streng und beide versuchen meine Worte zu enträtseln!
 
So, habe jetzt den folgenden Artikel bezüglich sprachliche Integration gelesen:

Babylon auf dem Pausenhof
Beim Thema Deutschsprechen an Schulen sind die Aggressionen groß. Jedenfalls in Berlin.


Vielleicht liegt es ja daran, dass viele Journalisten selbst Kinder an Berliner Schulen haben. Sicherlich sind auch einige Vertreter der türkischen Verbände im Nebenberuf Eltern und kennen den Schulalltag nur zu gut.

Dass aber bei einer ganz gewöhnlichen Pressekonferenz so wütend geschimpft wird und manche Reporter ihre Fragen stellen, als hielten sie ein Gewehr den Händen, das zeigt vor allem eines: Beim Thema Deutschsprechen an Schulen sind die Aggressionen groß. Jedenfalls in Berlin.

Es war der Türkische Bund Berlin-Brandenburg, der am Donnerstag unter die Stuckdecken seines Kreuzberger Büros eingeladen hatte, um der Presse zu erklären, was türkische Eltern und Lehrer von der Entscheidung einer Berliner Schule halten, auf dem Schulhof nur noch Deutsch sprechen zu lassen.

Acht Muttersprachen
Die Realschule liegt im Wedding, einem der ärmsten Viertel der Stadt, in jeder Klasse werden hier acht verschiedene Muttersprachen gesprochen, und nur bei jedem zehnten ist diese Sprache Deutsch.

Als die Lehrer feststellten, dass viele Schüler weder ihre Fragen noch ihr Unterrichtsmaterial verstanden, beschloss eine Schulkonferenz – zusammen mit Eltern, Lehrern und Schülern – in die Hausordnung zu schreiben, dass nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch in der Pause Deutsch gesprochen werden muss.

Anderthalb Jahre ist das her, jetzt schwappt eine Welle der Aufregung über die Stadt. Denn Berlins Schulsenator Klaus Böger (SPD) und die Staatsministerin für Integration, Maria Böhmer (CDU), haben signalisiert, dass sie die Sprachregelung für eine gute Idee halten.
In den türkischen Verbänden sieht man das anders. „Das Verbot der Muttersprachen offenbart die Inkompetenz und Unfähigkeit des deutschen Bildungssystems“, erklärte der türkische Elternverband und warnte vor einer „kulturell und sprachlich gesäuberten Schule“.

Im Ton zurückhaltender, aber ähnlich empört, war die Sprecherin des Türkischen Bundes, Eren Ünsal. Sie kritisiere nicht die Regelungeiner einzelnen Schule, sondern das Signal, das von dieser Entscheidung ausgehe: „Mit dieser Botschaft werden Kategorien und Wertigkeiten bestimmt. Was wir erleben, ist nur das Schüren von Ressentiments bei der Mehrheitsgesellschaft.“

Offenbar haben die Mitarbeiter des Türkischen Bundes Berlin in den letzten Tagen reichlich Briefe und Anrufe bekommen, die sie als rassistisch und beleidigend empfunden haben.

Es gebe da wohl etliche Leute, die endlich mal loswerden wollten, wie sehr sie die Migrantenkinder an deutschen Schulen stören, erzählte ein Mitarbeiter des Türkischen Bundes. Hätte die Schulleitung auch „Elitesprachen“ wie Englisch verboten, wollte eine Vertreterin türkischer Studenten wissen?

Hätte sie nicht, sagte Jutta Steinkamp, die die Herbert-Hoover-Realschule im Wedding leitet und stolz ist auf ihre Hausordnung. Um ein Sprachverbot geht es gar nicht, sagt sie.

Wenn auf ihrem Pausenhof ein Schüler Serbokroatisch oder Türkisch spricht und eine Lehrerin hört das, weist sie ihn darauf hin, er entschuldigt sich in der Regel – das war’s.

Jeder versteht jeden
Strafen für den Gebrauch der Muttersprache gibt es nicht, versichert die Direktorin, die nichts davon hören will, dass Schüler so ausgegrenzt werden. Im Gegenteil, sagt sie.

Nun könne in der Schule jeder jeden verstehen – und das baue Aggressionen ab. Und weil jeder Realschüler Englisch verstehe, sei Englisch auf dem Pausenhof erlaubt.

Yener Polat ist ein geduldiger Mensch, auch wenn er langsam das Gefühl bekommt, dass diese ganze Debatte irgendwie entgleist. Polat ist Chef einer Reinigungsfirma, türkischer Berliner und Elternvertreter der Herbert-Hoover-Schule. Die Aufregung der türkischen Verbände versteht er nicht.

„Wir wollen, dass unsere Kinder besser Deutsch sprechen“, sagt er. „Diese Hausordnung ist von uns einstimmig und ohne Druck beschlossen worden.“

Natürlich stimme es, sagt der Vater von zwei Teenagern, dass viele Migrantenkinder viel zu wenig Deutsch sprächen, und natürlich hielten sich auch nicht alle Kinder immer an die Sprachregelung auf dem Schulhof. „Aber wenn sie auf diese Weise nur ein oder zwei Wörter dazulernen, dann ist doch schon etwas gewonnen.“

Rettung von der Sprachinsel
Sieht ganz so aus, als hätten die türkischen Lobbyisten vergessen, mit der Basis zu reden. Die Diskussion jedenfalls hat sich inzwischen so aufgeladen, dass die langjährige Berliner Ausländerbeauftragte Barbara John (CDU) vor einer unnötigen Emotionalisierung warnt.

„Es geht hier nicht um ein Verbot, sondern um eine Verabredung, die durchaus Sinn hat“, sagte sie. Aber: „Im Widerstand gegen die Beteiligten ist so eine Maßnahme nicht durchsetzbar.“

Dass Minderheiten empfindlich reagierten, wenn es um ihre Sprache und Identität gehe, sei ganz natürlich und nicht neu. Deshalb sei es wichtig, hier nicht bevormundend oder autoritär aufzutreten.

In einer Stadt, in der eine große Zahl von Migrantenkindern weder die Sprache ihrer Eltern noch die ihrer Lehrer gut beherrschen, haben sich viele auf „sehr verarmte“ Sprachinseln zurückgezogen, sagt Barbara John.

Um sie von diesen Inseln zu holen, seien Ideen und ein kooperativer Ton gefragt. „Das muss mit pädagogischem Pfiff angegangen werden.“ John könnte sich etwa einen „Babylon-Tag“ an Schulen vorstellen, an dem jeder redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Für einen Tag.

Ob sich der Vorschlag durchsetzt, ist ungewiss. Städte wie Hamburg, Köln oder München jedenfalls haben signalisiert, dass sie die Berliner Sprachversuche nicht übernehmen.

Ich finde die Idee gut - zumidest ist es ein Anfang - und kann deshalb die ganze Aufregung nicht verstehen... :crazy:
 
Ich ehrlich gesagt auch nicht. Die Idee ist doch supergenial. Andere Idee: Laßt sie weiter russisch und türkisch reden und gebt ihnen in jedem Fach 6er, weil sie die Sprache nicht können. So einfach ist das.
 
Wer mit der Regelung ein Problem hat, also kein Deutsch kann, der kann erst recht nicht am Unterricht teilnehmen. Da liegt doch das Problem. Es genügt nicht die Kinder einfach in die Schule zu schicken damit der Tag vorbei geht, man soll ja was lernen.


8) Pitlobster
 
Schon echt hart, auf der einen Seite regen sich "Ausländer" auf das sie hier nicht richtig integriert werden und ihre Kinder schlechtere Chancen haben,aber wenn dann mal einer was macht ist das Geschrei wieder groß!

Ich meine was erwarten die Leute? Sollen jetzt hier mitten in Deutschland an den Schulen in mehreren Sprachen unterrichtet werden damits jedem REcht gemacht wird?? Als ob unser BIldungssystem nicht schon jetzt teuer genug wäre:meckern:

Wenn man in ein anderes Land auswandert, dann sollte man auch die Sprache lernen die dort gesprochen wird! Wir Deutschen müssen uns im Ausland doch genauso anpassen wenn wir dort leben wollen oder?

Jeder der hier nach Deutschland kommt und nicht den Willen zeigt sich zu integrieren d.h. für mich in erster Linie die Sprache zu lernen, sich angemessen aufzuführen (bei Gewalttätigkeiten raus! Wenn wir Deutsche uns irgendwo im Ausland aufführen fliegen wir ja auch raus!)und sich natürlich auch am Arbeitsleben zu beteiligen bzw. der Wille soll da sein(sofern er dazu gesundheitlich in der Lage ist natürlich).

Und jeder der sich nicht integrieren möchte, der soll halt einfach wieder da hingehen wo er hergekommen ist. Spätenstens wenns darum geht, das die Leute wieder da hingehen sollen wo sie hergekommen sind, werden die meisten auf einmal ganz kleinlaut!

Ich finds immer wieder verblüffend, noch vor 15 JAhren oder so war das überhaupt kein Thema! Die meisten Ausländer die in Deutschland geboren bzw. aufgewachsen sind und jetzt so im Alter zwischen 25-30 sprechen ganz normal Deutsch und arbeiten auch ganz normal. Klar gibts hin und wieder kleine Problemchen bzw. Auseinandersetzungen aber das ist meist im Rahmen des "Normalen".

Also ich bin ja wirklich nicht ausländerfeindlich (sonst wär ich wohl kaum mit einer Türkin zusammen;)) aber ich bin der Meinung jeder der sich nicht integrieren möchte, soll wieder gehen! Natürlich ist das integrieren nur auf den "Alltag" zu beziehen (gerade Schule, Arbeit etc.), denn jeder sollte seinen Wurzeln irgendwo treu bleiben und Sitten/Bräuche und Religion frei beibehalten. Aber diese DInge stehen nicht unbedingt im Gegensatz zueinander, vor allem dann nicht, wenn alle ein bisschen toleranter miteinander umgehen.

Jedenfalls find ich die Entscheidung der Berliner Schule genau richtig!
 
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