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Gamezone wählt Europa

Mal wieder Politik? *Gähn*

8 rechtsextremistische Stimmen? Ich befürchte, nicht alles sind Scherzkekse und Protestwähler -> Opfer. Aber jedem das Seine. Vielleicht bezieht ein solcher ja mal mutig Stellung, obwohl ich es kaum erwarte. ;)
 
Das liegt wohl auch daran, weil sie eine noch junge Partei sind und eine Themenpartei sind. Vielleicht solltest du dich mal intensiv mit deren Webauftritt beschäftigen. ;)

Und wenn du dort genau lesen würdest, dann würdest du zweifelsfrei wissen, dass sie für vieles eintreten, sicher aber nicht für raubkopieren.
 
Urheberrecht und nicht-kommerzielle Vervielfältigung

Der uralte Traum, alles Wissen und alle Kultur der Menschheit zusammenzutragen, zu speichern und heute und in der Zukunft verfügbar zu machen, ist durch die rasante technische Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte in greifbare Nähe gerückt. Wie jede bahnbrechende Neuerung erfasst diese vielfältige Lebensbereiche und führt zu tief greifenden Veränderungen. Es ist unser Ziel, die Chancen dieser Situation zu nutzen und vor möglichen Gefahren zu warnen. Die derzeitigen gesetzlichen Rahmenbedingungen im Bereich des Urheberrechts beschränken jedoch das Potential der aktuellen Entwicklung, da sie auf einem veralteten Verständnis von so genanntem "geistigem Eigentum" basieren, welches der angestrebten Wissens- oder Informationsgesellschaft entgegen steht.

Keine Beschränkung der Kopierbarkeit

Systeme, welche auf einer technischen Ebene die Vervielfältigung von Werken be- oder verhindern ("Kopierschutz", "DRM", usw.), verknappen künstlich deren Verfügbarkeit, um aus einem freien Gut ein wirtschaftliches zu machen. Die Schaffung von künstlichem Mangel aus rein wirtschaftlichen Interessen erscheint uns unmoralisch, daher lehnen wir diese Verfahren ab. Darüber hinaus behindern sie auf vielfältige Art und Weise die berechtigte Nutzung von Werken, erschaffen eine vollkommen inakzeptable Kontrollierbarkeit und oft auch Überwachbarkeit der Nutzer und gefährden die Nutzung von Werken durch kommende Generationen, denen der Zugang zu den heutigen Abspielsystemen fehlen könnte. Zusätzlich stehen die gesamtwirtschaftlichen Kosten für die Etablierung einer lückenlosen und dauerhaft sicheren Kopierschutzinfrastruktur im Vergleich zu ihrem gesamtwirtschaftlichen Nutzen in einem extremen Missverhältnis. Die indirekten Folgekosten durch erschwerte Interoperabilität bei Abspielsystemen und Software erhöhen diese Kosten weiter.

Freies Kopieren und freie Nutzung

Da sich die Kopierbarkeit von digital vorliegenden Werken technisch nicht sinnvoll einschränken lässt und die flächendeckende Durchsetzbarkeit von Verboten im privaten Lebensbereich als gescheitert betrachtet werden muss, sollten die Chancen der allgemeinen Verfügbarkeit von Werken erkannt und genutzt werden. Wir sind der Überzeugung, dass die nichtkommerzielle Vervielfältigung und Nutzung von Werken als natürlich betrachtet werden sollte und die Interessen der Urheber entgegen anders lautender Behauptungen von bestimmten Interessengruppen nicht negativ tangiert. Es konnte in der Vergangenheit kein solcher Zusammenhang schlüssig belegt werden. In der Tat existiert eine Vielzahl von innovativen Geschäftskonzepten, welche die freie Verfügbarkeit bewusst zu ihrem Vorteil nutzen und Urheber unabhängiger von bestehenden Marktstrukturen machen können. Daher fordern wir, das nichtkommerzielle Kopieren, Zugänglichmachen, Speichern und Nutzen von Werken nicht nur zu legalisieren, sondern explizit zu fördern, um die allgemeine Verfügbarkeit von Information, Wissen und Kultur zu verbessern, denn dies stellt eine essentielle Grundvoraussetzung für die soziale, technische und wirtschaftliche Weiterentwicklung unserer Gesellschaft dar.

Förderung der Kultur

Wir sehen es als unsere Verantwortung, die Schaffung von Werken, insbesondere im Hinblick auf kulturelle Vielfalt, zu fördern. Positive Effekte der von uns geforderten Änderungen sollen im vollen Umfang genutzt werden können. Mögliche, aber nicht zu erwartende negative Nebenwirkungen müssen bei deren Auftreten nach Möglichkeit abgemindert werden. Ausgleich zwischen Ansprüchen der Urheber und der Öffentlichkeit Wir erkennen die Persönlichkeitsrechte der Urheber an ihrem Werk in vollem Umfang an. Die heutige Regelung der Verwertungsrechte wird einem fairen Ausgleich zwischen den berechtigten wirtschaftlichen Interessen der Urheber und dem öffentlichen Interesse an Zugang zu Wissen und Kultur jedoch nicht gerecht. Im Allgemeinen wird für die Schaffung eines Werkes in erheblichem Maße auf den öffentlichen Schatz an Schöpfungen zurückgegriffen. Die Rückführung von Werken in den öffentlichen Raum ist daher nicht nur berechtigt, sondern im Sinne der Nachhaltigkeit der menschlichen Schöpfungsfähigkeiten von essentieller Wichtigkeit. Es sind daher Rahmenbedingungen zu schaffen, welche eine faire Rückführung in den öffentlichen Raum ermöglichen. Dies schließt insbesondere eine drastische Verkürzung der Dauer von Rechtsansprüchen auf urheberrechtliche Werke unter die im TRIPS-Abkommen vorgegebenen Fristen ein.

Gleichstellung von Software

Wir lehnen einen Sonderstatus von Software im Urheberrecht ab, sofern dieser nicht technisch bedingt ist (zum Beispiel zur Wahrung der Interoperabilität). Dies beinhaltet insbesondere die Ablehnung von Privilegien wie zum Beispiel die Einschränkung der Nutzung und Verfielfältigung von Software, die auch über die Regelungen für andere Werksformen hinausgehen.
 
Naja, wenn du das so siehst, deine Meinung will ich dir nicht absprechen.
 
Die PIRATEN PARTEI sitzt mit 7,1 % im EU-Parlament. In Deutschland haben sie vergangenen Sonntag 0,9 % bekommen. Keine schlechte Leistung, wenn man bedenkt, dass es noch eine sehr junge und hierzulande relativ unbekannte Partei ist.

http://www.gamestar.de/hardware/news/vermischtes/1956702/71_fuer_die_piraten_partei.html

:sun:
 
Naja, es war ihre erste Europawahl, von daher können sie zufrieden sein. In Frankfurt und Berlin stehen sie generell gut da. In einem Stadtteil von Frankfurt hatten sie sogar die 5 Prozent Hürde geknackt.
 
Ich glaube es würde (noch) mehr Wählerstimmen bringen den Namen Piraten-Partei zu ändern. Wenn ich nämlich zu meinem Großvater sage er soll die Piratenpartei wählen, dann meint er nur... Wieso, sind doch eh alles Gangster! :bigsmile:
 
spongebob87 hat folgendes geschrieben:

Ich glaube es würde (noch) mehr Wählerstimmen bringen den Namen Piraten-Partei zu ändern. Wenn ich nämlich zu meinem Großvater sage er soll die Piratenpartei wählen, dann meint er nur... Wieso, sind doch eh alles Gangster! :bigsmile:

Aber für viele Jung- und Erstwähler klingt der Name PIRATEN PARTEI bestimmt reizvoll. :sun: Dein Großvater kann beruhigt sein. Die wirklichen Gangster sitzen schon längst in den Regierungen.
 
Oh je.... GAMEZONE ist eine FDP Seite.
Ich kotz gleich... Die Fähnchen im Wind die sich immer an den hängen, der grad das Sagen hat ("Lass ma Koalition machen").
Würg... Aber was soll man machen?
Man hat ja eh nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.

P.S.: Welche 7 A***löc**** haben die REPs gewählt????? Scherz, oder?
 
Als Killerspieler setze ich mich selbstverständlich für die Tiere ein.:D
 
JannLee hat folgendes geschrieben:

Was machen denn die REPs?


Die REPs sind eine rechte, national-konservative Partei. Sie wurde ursprünglich mal von zwei abtrünnigen CSU-Bundestagsabgeordneten gegründet; das war 1983. Ihre größten Erfolge hatten die REPs zwischen Ende der 80er und Mitte der 90er Jahre. Mittlerweile sind sie aber in der poltischen Bedeutungslosigkeit verschwunden; lediglich in Süddeutschland (Bayern, Baden-W.) sind sie noch ein Begriff (obwohl sie dort auch nicht mehr so stark sind).

Die "Führerschaft" im rechten Lager hat heute die NPD. Die NPD hat auch eine relativ junge Altersstruktur (DVU und REPs sind hoffnungslos überaltet, was die Mitglieder betrifft); sie hat aber bei den Europawahlen zu Gunsten der DVD (zwischen diesen beiden Parteien gibt es Absprachen) auf eine Kandidatur verzichtet. Programmatisch vertreten die REPs ultra-konservative Vorstellungen. Ich habe sie vergangenen Sonntag nicht gewählt, halte sie aber für weitgehend systemkomform, also zumindest für nicht antidemokratisch. Die NPD halte ich für weitaus gefährlicher. Sie hat die jüngsten Mitglieder. Und sie weist programmatisch starke Ähnlichkeiten mit der NSDAP auf. Auch viele NPD-Funktionäre kommen aus dem rechtsfaschistischen Umfeld.

Die DVU ist für meine Begriffe eigentlich keine Partei, sondern mehr der Buchclub eines deutsch-nationalen Verlegers. Dabei handelt es sich um einen gewissen Dr. Frey; dieser ist u.a. auch Herausgeber der "National-Zeitung". Selbst in extrem rechten Kreisen ist Frey nicht unumstritten. Er gilt als deutsch-nationaler Geschäftemacher (was objektiv auch so ist). Frey gilt als Multimillionär. Er besitzt zahlreiche Immobilien in und um München. Seine Partei, die DVU, wird oft auch als "Phantom-Partei" bezeichnet, da man von ihr eigentlich nur die Werbesendungen aus dem Briefkasten kennt. Die DVU-Abgeordneten haben sich in der Vergangenheit meist als völlig unfähig erwiesen.

Bekannt wurde der DVU-"Spitzenkandidat" Reimers bzw. dessen peinlicher Presseauftritt im Jahre 1993:

http://www.youtube.com/watch?v=idV6zZ9Q0A4

:bigsmile:
 
Goreminister hat folgendes geschrieben:
(...)

P.S.: Welche 7 A***löc**** haben die REPs gewählt????? Scherz, oder?
Vielleicht so ein paar Hip Hop Kinder, die die RAPUBLIKANER falsch interpretiert haben.
 
Das interpretierst du Falsch, denn es geht nicht darum alle Software Patente abzuerkennen.

Ich bin ein Befürwörter deren Themen und habe auch kein Problem damit, dass zu sagen.
 
^^hätte die auch gewählt, wenn ich denn gewesen wäre.
 
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