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Gamezone Podcast #9: Ist die 10/10 für GTA 5 zu hoch oder ist Grand Theft Auto wirklich das beste Spiel aller Zeiten?

Ich nenne hier als Beispiel einfach mal das Review von Roger Ebert zu Tobe Hooper's Klassiker The Texas Chain Saw Massacre von 1974: Der Film bekam von Ebert 2 von 4 Sternen und Ebert machte innerhalb seiner Rezension in sachlichem Tonfall klar, dass es sich bei dem Film um einen sehr guten und für das Genre erstaunlich intelligenten Streifen handelte, den er persönlich allerdings ziemlich widerwärtig fand und aus Gewissensgründen einfach nicht uneingeschränkt empfehlen konnte. Kurz und gut, wenn man seinen Standpunkt erläutern kann, dann ist eine entsprechende Wertung auch nachvollziehbar.
 
Es ist auch subjektiv, was man unter bestem Spiel aller Zeiten versteht, wobei ich gezielt versuche, den Begriff "aller Zeiten" aus meinem Wortschatz zu verbannen, das ist für mich keiner, der einen Platz in seriösen Bericherstattungen hat. Es ist so eine Art ultimatives Statement, das man nicht relativieren kann und keine abweichenden Meinungen respektiert.
GTA5 ist für mich ausufernde Quantität an Dingen, die alle durchschnittlich bis unausgegoren sind. Auf dem Papier hat GTA5 eine enorme Tiefe, aber effektiv kann es keine Tiefe sein, dass z.B. Charaktere Rollenspiel-Elemente während Überfällen verbessern können, die keiner braucht, um das Spiel meistern zu können, das überwiegend Casual-Schwierigkeit hat. Der Wechsel der Charakter mag kreativ erschienen, aber der einzige Grund, wieso ich auf einen anderen wechsle ist der, dass er ein besseres Schussfeld hat oder näher am nächsten Missionsmarker ist.
Klar verdient GTA5 eine 90, Quantität muss auch ins Resultat einfliessen, während ich etwa Crysis 3 schon vorab 20 Punkte wegen einer grob mangelhaften Spielzeit abziehe. Es erscheit mir generell schwer, ein Spiel wie GTA5 zu bewerten. Ich meine, Skyrim könnte ich Punkte abziehen, weil die Hälfte aller Skill-Bäume und Perks sinnlos oder fehlerhaft sind, während ich das in GTA5 knicht tun kann, weil seine Rollenspiel-Attribute nix taugen, die man eigentlich gar nicht erwartet hat. Für mich stellt es einen groben Mangel dar, wie einfach das Spiel ist und die Hälfte aller Dinge darin machen keinen Sinn, weil es nur eine fixe Casual-Schwierigkeit hat. Man kann einem Spiel aber auch keine Punkte abziehen, weil es ein wenig zu einfach ist, während es mir privat den Wiederspielwert TOTAL versaut. In machen Spielen mache ich klaglos unangenehmere Dinge oder übe Tage lang solche, für die ich weniger Talent habe, weil sie einen Sinn haben und kann darin sogar Spass finden. Aber die Blockade, die sich nach dem ersten Durchgang GTA5 in meinem Kopf aufgebaut hat, ist selbst für mich überraschend, es erscheint mir inzwischen kaum attraktiver als ein Kehrmaschinen-Simulator oder Barbies Ponyhof.
Mal sehen, vielleicht könnte das Spiel wieder zum Thema werden, wenn ich es auf PC modden oder hacken kann, damit es mindestens doppelt so schwer ist, die Fahrphysik viel weniger Fehler verzeiht und Munition rarer ist.
 
Gamezone Podcast #9: Ist die 10/10 für GTA 5 zu hoch oder ist Grand Theft Aut...

Danke für den Podcast. Freut mich immer sehr euch zulauschen zu können.
Werde es mir im Auto auf dem Weg zur Arbeit reinziehn. :D
 
Wie kommen die Leute eigentlich bei GTA5 auf sowas wie Charakterentwicklung? Die Story und Charakterentwicklung ist etwas, was bei der GTA Reihe nicht existiert, bzw. zweitrangig ist. Und das ist auch etwas, was mich bei GTA nicht groß stört.

Was mich mehr stört ist die Spielmechanik . Meiner Meinung ist diese mittlerweile veraltet und ich hätte mir ein präziseres und schnelleres Gameplay gewünscht. Auto Aiming ist etwas das ich grundsätzlich nicht verfluche, aber bei GTA5 übertreibt es Rockstar und macht das Spiel kaum herauszufordernd sondern idiotensicher. Hier hätte man sich bei Spielen wie Gears of War oder Uncharted bedienen dürfen.
 
@abc
Ich denke, eine Funktion gesehen zu haben, mit der das autoaming abgeschaltet werden kann... Ich finde, solange sich jeder Kunde seinen Schwierigkeitsgrad einstellen kann, geht es in Ordnung, auf Zugänglichkeit zu zielen. Ich bin ein durchschnittlich guter Spieler, für mich ist das toll.

Vorgestern Nacht habe ich nochmal Max Payne 3 gespielt, die Shooter-Mechanik haben sie tatsächlich 1:1 nach GTA 5 übernommen...
 
Interessant wie viele Thread es zur Wertung des Spiels gibt :D

Ich würde eine 8.5/10 geben.

Das Spiel hat mich über 40 Stunden bei der Stange gehalten.
Komischerweise habe ich nur 68 der 69 Hauptmissionen absolviert.
Wo ist die Nummer 69!?
Rund 70% des Spiels habe ich gesehen.

Das Spiel lebt drastisch und extrem von seiner Präsentation, von seinen überzeichneten, aber irgendwo doch glaubwürdigen Charakteren.
Die Steuerung wurde verbessert, zeigt sich in stressigen Situationen aber immer noch nicht fehlerfrei.
Vor allem das Schießen während einer Autofahrt ist sehr schlecht gelöst.
Dafür ist es, dank automatischer Zielerfassung außerhalb von Fahrzeugen, fast schon zu leicht.

Das Spiel nimmt den Spieler von Anfang an extrem an die Hand.
Spielerische Freiheiten während der Story gibt es fast nicht.
Außer der, dass man sich bei manchen Missionen zwischen zwei Vorgehensweisen entscheiden kann.
Aber sonst läuft man von einem gelben Kreis zum nächsten gelben Kreis, man hat höchst selten die Möglichkeit zu entscheiden wie man eine Mission erledigen will.
Das haben andere Spiele (GTA III und Der Pate) etwas besser gemacht.
Ich fühlte mich zu oft wie ein Hund, der an der Leine herumgeführt wird und egal was man macht:
Geschossen wird in dem Missionen viel zu viel.

Die Unmöglichkeit Verbrechen außerhalb der Story zu begehen habe ich ja schon kritisiert.
Warum kann man jeden Bürger der Stadt töten aber kaum jemanden ausrauben?
Warum gibt es kaum Geschäft die man überfallen kann?
Und selbst wenn es die gäbe...würde es Spaß machen, wenn sowieso immer sofort die Polizei vor der Tür steht?
Da kann man ja machen was man will.
Warum kann man nicht zumindest in bestimmte Häuser einbrechen?

Die Idee mit dem drei Charas ist klasse, aber auch hier zu einseitig umgesetzt.
Ich kann sie meist in den Missionen nur an exakt vorgegebenen Stellen positionieren.
Wie gesagt, Hundeleine.
Da wären viel mehr Freiheiten drin gewesen.

Es gibt kaum eine mission die sagt:
Das ist das Ziel.
Wie du es erreichst?
Lass dir was einfallen, Nigga! (Die gespräche zwischen Franklin und Lamar nerven übrigens übelst)

Es wird exakt vorgeben was man wie, wo und wann zu tun hat.
War in den PS2 Teilen oft nicht so.

Ich war schon extrem positiv überrascht, als man für den letzten großen Überfall drei Sportwagen auffinden musste.
Alles klar, wo sind die gelben Kreise?
Wie?
Es gibt keine?
Ich bekomme nur kleine Karten per Mail und muss selbst rausfinden wo die Autos sind?
So viel trauen mir die Entwickler plötzlich zu?
Jucheee!!!

Die Mission war nicht spannend, aber so was von viel Anspruch hätte ich mir öfter gewünscht.

Mal nicht sagen was man wie machen muss, sondern den Spieler experimentieren lassen.
Experimentieren kann man nur Abseits der Missionen und das eben ohne sinn und verstand.

Wobei natürlich Amokläufe mi Trevor in seiner Unterwäsche am meisten Spaß machen

Das Spiel legt unglaublichen Wert auf Details, es ist schon bemerkenswert was in dieser Stadt alles so passiert, wie viel es zu sehen gibt.
Auch wenn man mit fast nichts und niemandem interagieren kann.

Die Präsentation ist atemberaubend, ist aber leider auch das einzige was das Spiel über die Mittelmäßigkeit erhebt.
Das Spiel bietet wenig Abwechslung, im Grunde nichtmal viel Gameplay.
Viel Potential der großen lebendigen Stadt wird verschenkt, weil man eben nicht viel machen kann außer Sachen in die Luft jagen und leute umbringen.
Es sei denn eben, an den exakt dafür vorgesehenen Punkten.

Die Präsentation aber eben ist genial und so ziemlich das beste was ich bisher in einem Spiel sehen durfte.

Sicher, man kann Schnipsel und ähnliches in der ganzen Stadt finden.
Aber das ist nicht die Art von Interaktion die ich mir vorstelle.

Das Schlimmste war:
Es gibt einen Country Sender aber nur ein Lied von Johnny Cash?



Ich habe mich jetzt bewusst auf die Dinge konzentriert, die mir nicht gefallen haben, das positive wurde ja schon mehr als genug von euch herausgehoben

Den extremen Wertungshype kann ich aber nicht ganz verstehen.
Ich würde in etwa sagen:

Grafik: 10/10
Sound: 10/10

Gameplay: 8/10
Dauerspaß (Offline) 9/10

Gesamt: 8.5/10

Was die Burtalität angeht...die Folterszene wurde oft beschrieben, für mich persönlich kommt sie aber nur auf Platz 3 der brutalsten Szenen.
Natürlich rechne ich mal die Alltagsgewalt im Spiel nicht mit, also das man Leute zu hunderten überfahren kann usw.
Es geht mir mehr um einzelne Szenen die man absolvieren oder sehen muss.

3: Eben die Folterszene

2: Ganz zu Anfang mit Trevor als er diesen Kerl totgetreten hat

1: Wieder Trevor. Ich hab die Namen vergessen, aber als der den Mann (Cousin?) und die Frau in der Wohnung getötet hat.
Man hat NICHTS von der Szene gesehen, nur wie er hinterher mit Blut beschmiert aus der Wohnung kam.
Aber gerade das machte die Szene imo so abartig.

Aus Trevor bin ich eh nicht ganz schlau geworden, aber vermutlich sollte da so sein

So, dass war es erstmal:
Tolles Spiel, hat aber unglaublich viel Potential liegen lassen und ist imo, außer bei der Präsentation, kein Meilenstein.
 
Sorry, aber manche User scheinen nicht zu denken, bevor sie schreiben.

Es sind nur Pixel? Wenn man Spiel von Realität nicht unterscheiden kann, dann soll man keine Videospiele spielen? Spielt lieber mit Puppen? - Dan kann doch wirklich nicht euer ernst sein.
Der Umkehrschluss daraus ist nämlich: Erlaubt alles, setzt keine Grenzen, denn jeder kann ja selbst entscheiden was für einen gut ist. - Und genau das ist falsch und auch nicht richtig. Nicht jeder kann sich selbst richtig einschätzen.
Wir brauchen kritische Stimmen. Wir müssen uns aufregen und mitteilen wenn uns Szenen in Videospielen anekeln. Als Warnung und als Sicherheit damit es weiterhin Grenzen gibt.
Ich mag GTA V und ich habe keine Probleme damit Relaität vom Pixel zu unterscheiden. Trotzdem halte ich von der Folterszene absolut garnichts, sie hätte nicht sein müssen.

In diesem Sinne: Einfach hinzugehen und zu sagen "Dann spielt doch was anderes." ist ignorant und gefährlich. - Vor allem der Realität gegenüber.
 
@ marco a

Dennoch bleibt es dabei, dass jemand, der diese Szene verurteilt solche Spiele an sich verurteilen muss.

Ein Spiel wie GTA ist durch und durch brutal.
Der einzige Umstand der es möglich macht, dass wir uns über eine Folterszene (imo gab es im Spiel weit schlimmere Szenen) aufregen aber nicht über andere beweisst ja schon unsere zum Teil vorhandene Abstumpfung.

Die Grenzen "des guten Geschmacks" haben Spiele, Bücher und Filme schon lange überschritten.
Ob sich daraus Folgen ergeben ist eine andere Frage.
 
Wie kommen die Leute eigentlich bei GTA5 auf sowas wie Charakterentwicklung? Die Story und Charakterentwicklung ist etwas, was bei der GTA Reihe nicht existiert, bzw. zweitrangig ist. Und das ist auch etwas, was mich bei GTA nicht groß stört.

Was mich mehr stört ist die Spielmechanik . Meiner Meinung ist diese mittlerweile veraltet und ich hätte mir ein präziseres und schnelleres Gameplay gewünscht. Auto Aiming ist etwas das ich grundsätzlich nicht verfluche, aber bei GTA5 übertreibt es Rockstar und macht das Spiel kaum herauszufordernd sondern idiotensicher. Hier hätte man sich bei Spielen wie Gears of War oder Uncharted bedienen dürfen.

Wenn dich die Zielfunktion stört, warum wechselt du dann nicht einfach in den Optionen von Auto-Zielen auf freies-Zielen?
 
Wenn dich die Zielfunktion stört, warum wechselt du dann nicht einfach in den Optionen von Auto-Zielen auf freies-Zielen?

Weil ich dann Probleme haben den Gegner zu treffen. Ich weiß klingt komisch, ist aber so. Das Fadenkreuz, oder besser gesagt der Punkt ist so klein geworden, dass ich manchmal Probleme hatte ihn zu erkennen.
 
Man kann in den Optionen auf ein richtiges Fadenkreuz oder ein großen Kreis umstellen.
 
Also ich selber hab GTA V nicht gespielt, da ich solche Spiele, passend zum Flair, immer in den Sommermonaten zocke, bin aber ehrlich gesagt ein wenig ernüchtert als ich den Test von 4players gelesen hab, deren Artikel ich wirklich mag, weil sie den letzten Dreck unterm Fingernagel suchen beim Bewerten eines Spieles. Dort wird unter anderen geschrieben, dass GTA V im Grunde ein Mix der vergangenen Rockstar Titel, GTA IV; Red Dead Redemption und Max Payne 3 sei und die Meinungen hier und in anderen Foren tendieren auch eher dazu. Nun frag ich mich halt ernsthaft ob das wirklich reicht, um dem vermeintlich besten Spiel aller Zeiten gerecht zu werden.
 
Genau as stört mich an den 4p Tests...da wird, für meinen Geschmack, teilweise krampfhaft nach Fehlern gesucht und diese dann aufgeblasen um was zu kritisieren zu haben....ich nenn es mal überkritisch
 
ist mir aber persönlich lieber über jeden noch so kleinen kritikpunkt bescheid zu wissen, als nur die positiven dinge zu erwähnen, die eh jeder kennt. was die dann daraus machen ist mir ehrlich gesagt wurst.
 
Ums kurz zu machen....10/10 ist definitiv verdient - das "perfekte Game für alle" wirds nie geben und wenn man diese eierlegende Wollmilchsau suchen müsste vor man diese Höchstwertung vergeben könnte - eben wie schon gesagt, dann würds nie eine 10/10 geben. So ein Drama wegen einer Folterszene in einem "ab 18 Game" ist wieder mal typisch für uns. Der eine Vogel kann das Game nicht mehr fertig spielen - was für eine Dramaqueen. Dann darf er aber auch nie wieder einen Burger futtern weil die bösen Amis solche Dinge ganz nett hoch halten - von den ganzen miesen Staaten wie Syrien usw fang ich gar nicht an weil das wäre polemisch - wir sind ja irgendwie auch "zivilisiert" ;). Mir fällt da ganz spontan auch der Film "Zero Dark Thirty" ein - könnte als Vorlage für die Szene in GTA V dienen und dann wärs mit Garantie eine Parodie auf einen amerikanischen "Volkssport" des CIA und Gedöns, also.....wie immer eine miese "Gutmenschen Nummer" - völlig indiskutabel - gehört nicht in Kinderhände das Game, aber das würds so wie anders nicht und für den Rest der mündigen Erwachsenen - der sollte damit umgehen können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt wirklich noch Leute die was von den 4Players Tests was halten?

Hätte ich nicht gedacht....
 
@ marco a

Dennoch bleibt es dabei, dass jemand, der diese Szene verurteilt solche Spiele an sich verurteilen muss.

Ein Spiel wie GTA ist durch und durch brutal.
Der einzige Umstand der es möglich macht, dass wir uns über eine Folterszene (imo gab es im Spiel weit schlimmere Szenen) aufregen aber nicht über andere beweisst ja schon unsere zum Teil vorhandene Abstumpfung.

Die Grenzen "des guten Geschmacks" haben Spiele, Bücher und Filme schon lange überschritten.
Ob sich daraus Folgen ergeben ist eine andere Frage.




Sehe ich zum Teil genau wie du, aber auch wieder komplett anders... Ich denke langsam bewegen wir uns mit der Diskusion um die Folterszene / Brutalität in Videospielen schon in Richtung Ethik u. Ä..

Ich kann mich bzgl. der Folterszene nur wiederholen: Das was mich an ihr stört, ist, dass ich sie nicht ablehnen / umgehen kann und somit aktiv selbst foltern muss. Das hört sich ziemlich scheinheilig an, so nach dem Motto "Wenn ich nur gucke, dann ist foltern okay, aber wenn ich selber machen muss ist es scheisse.", soll es aber nicht.
Ich habe keine Lust in einem Videospiel jemandem zu foltern und zu quälen. Das macht mir einfach keinen spass. - Dann spiel ich wirklich lieber den "Zahnarzt-Simulator", bei dem ich unter Narkose Patienten kaputte Zähne ziehen muss.

Das es einen Aufschrei (in welche Richtung auch immer) über diese Szene gab und gibt zeigt mir, dass einige Menschen noch nicht abgestumpft sind. Wobei man auch dies anders weiterdiskutieren kann, denn die Menschen waren schon immer recht stumpf, egal in welche Zeitepoche man schaut. Dafür musste es nicht erst Filme, Bücher und Videospiele geben.


In diesem Sinne: GTA wird durch diese Szene im Gesamtbild nicht besser oder schlecht - zumal die Szene in der folgenden Videosequenz thematisiert wird -aber sie hat mich dennoch überrascht, da sie meiner Meinung nach komplett unthypisch für GTA ist. Nich wegen der Gewalt oder dem Thema folter, sondern weil sie so intensiv ist.
 
Ich kann mich bzgl. der Folterszene nur wiederholen: Das was mich an ihr stört, ist, dass ich sie nicht ablehnen / umgehen kann und somit aktiv selbst foltern muss. Das hört sich ziemlich scheinheilig an, so nach dem Motto "Wenn ich nur gucke, dann ist foltern okay, aber wenn ich selber machen muss ist es scheisse.", soll es aber nicht.
Ich habe keine Lust in einem Videospiel jemandem zu foltern und zu quälen. Das macht mir einfach keinen spass. -


Ich habe leider im moment wenig Zeit um auf deine guten Argumente einzugehen.

Nur kurz zu dem da oben:
Nahezu das komplette Spiel besteht daraus andere zu quälen.
Folter ist es vielleicht nicht per Definition, aber jemanden nun auf einen Stuhl zu fesseln und zu malträtieren oder jemanden auf offener Straße ein Messer in den Bauch zu rammen...die "betroffene Person" wird beides als wenig angenehm beschreiben.

Und jeder Shooter, sogar jedes ernstere Fantasy Adventure besteht daraus Menschen zu quälen und zu töten.
Und man kann diese ganzen Aspekte in keinem Spiel umgehen.
Du musst Gewalt anwenden um das Ziel des Spiels zu erreichen.

Da wirft GTA ganz andere Probleme auf.
Zum Beispiel das ermorden von dutzenden "Menschen" (teils Polizisten) nur um seine eigene Haut zu retten.
Und mit eigener Haut meine ich nichtmal das Leben, sondern teils auch nur die Freiheit.

Michael z.B. tötet in dem Spiel bewusst dutzende von Menschen nur um nicht ins Gefängnis zu müssen oder auch nur weil jemand seine Tochter schief angesehen hat.
Von Trevor mal ganz zu schweigen.

Die Folterszene fügt sich ins gesamte Bild des Spiels und sie ist wie ich finde nichtmal gut gemacht.
Ich hatte kein Problem die Szene durchzuführen, da gab es ganz andere Dinge im Spiel bei denen ich schlucken musste.

und natürlich:
regen wir uns lieber über echte Gewalt auf (physisch wie psychisch).
Im Vergleich dazu ist ein Spiel wie GTA nichtmal wenig, es ist quasi gar nicht existent.
 
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