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Die Schatzkammer der Esoterik

Pitlobster

ehemaliger Redakteur
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30.09.2001
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Eben erst auf youtube.com entdeckt (weil gerade upgeloadet) und absolut sehenswert. Verdammt, meine Feinde sind meine besten Freunde?!

In diesem Live-Vortrag von Deutschlands Top-Management-Trainerin, Vera F. Birkenbihl, lernen Sie einige Aspekte aus der Schatztruhe der Esoterik kennen.
http://www.youtube.com/watch?v=FLNo_bIrYg0
Der Vortrag hat zehn Teile, ihr werdet euch schon durchhangeln können.

8) Pitlobster
 
Sicher das Gamezone schon reif ist für derart intellektuelles Material ? :D

Ich werd's mir auf jeden Fall mal reinziehen, aber nicht mehr heute Abend, das dauert dann doch zu lange. Morgen früh ist zeitig wecken. :halo:
 
Von Vera F. Birkenbihl habe ich mal ein sehr gutes Buch über Mnemotechniken (= Gedächtnistechniken) gelesen. Leider fällt mir der Titel im Moment nicht mehr ein. :bigsmile:
 
Du bist doch wohl wahnsinnig!:nut:
10 Teile a je 10 Minuten? Und das davon!?:crazy:

Wenn ich mal zwei Stunden meines Lebens übrig habe vielleicht..:bigsmile:

PS:
Nicht übel nehmen was ich oben sage,
aber das ist für heut Abend zu viel;)
 
@jaypeekay:
Ja, das denke ich schon. Eine der ersten Erkenntnisse meines Lebens ist, dass es keine dummen oder klugen Menschen gibt, es gibt nur Menschen die sich nicht so gut oder besser ausdrücken können (weil ihre Fähigkeiten auf anderen Gebieten liegen). Meine Mutter arbeitete früher mit geistig behinderten Menschen und ich besuchte sie nach der Schule oft. Hab damals viel gelernt von denen, die gewisse Leute als "beschränkt" bezeichnen ...

@BigJim:
Birkenbihl ist eine Ausnahmeerscheinung, eine Schande, dass man im Mainstream-TV so selten von ihr hört, wo sie doch so aktiv ist.
"Nicht die Welt ist schlecht, sondern die Scheiße steckt im Filter".

@GrünerElch:
So gehts mir als bekennender youtube-Junkie doch auch. Die Abende sind viel zu kurz für all das interessante was es da gibt ...

8) Pitlobster
 
pitlobster hat folgendes geschrieben:

@jaypeekay:

Ja, das denke ich schon. Eine der ersten Erkenntnisse meines Lebens ist, dass es keine dummen oder klugen Menschen gibt, es gibt nur Menschen die sich nicht so gut oder besser ausdrücken können (weil ihre Fähigkeiten auf anderen Gebieten liegen). Meine Mutter arbeitete früher mit geistig behinderten Menschen und ich besuchte sie nach der Schule oft. Hab damals viel gelernt von denen, die gewisse Leute als "beschränkt" bezeichnen ...

Hehe, ich hab eine Tante die macht genau dasselbe. Ich muss allerdings sagen das ich mit solchen Leuten, wie eben meiner Tante, irgendwie nicht so recht klar komme. Das Problem das sie nämlich hat, ist das sie daheim, bzw. wenn ich bei ihr zu Besuch bin, gerne mal die Psychologin raushängen lässt. Anders ausgedrückt, sie dreht einem die Worte im Mund um und interpretiert Dinge in Sätze die eigentlich vollkommen anders gemeint waren. Auch merkt sie sofort wenn man irgendwie mal mit den Händen wackelt, worauf dann gleich die Frage kommt ob man irgendwie nervös sei.

Leider geht ihre Tochter, also meine Cousine, derzeit genau denselben Weg. Die studiert den Mist gerade, ich könnte jetzt schon brechen. ;)

Wobei ich dir in dem Punkt mit den behinderten Menschen schon Recht gebe. Hier in der Nähe gibt es eine Behindertenwerkstatt und in der war ich auch schonmal zu Besuch weil ein alter Kumpel von mir da arbeitet. Man sieht in der Tat vieles mit anderen Augen, wobei das natürlich mit Sicherheit nicht für jeden gilt.
 
@jaypeekay:
Das ist eine ganz miese Eigenschaft der Logic (Exoterik), dass man mit etwas Hirn ALLES ins Gegenteil verargumentieren kann. Hatte da in der Schule einen eigenen Kurs, "wie Diplomaten argumentieren" oder so ähnlich hieß der. Das erfordert keine Intelligenz, aber es ist gut zu wissen wie sowas funktioniert, um die Pharisäer dieser Welt zu entlarven.

Das Schlimme daran ist, das solche Menschen unseren Planeten regieren. Doch man muss sich im Klaren sein, dass solche ein Verhalten nicht zur Weisheit oder Wahrheit führt. Denn solche eine Argumentation schöpft keinerlei Wissen.

Und genau darauf beruht auch der Trick immer die Person anzugreifen, aber niemals auf das Argument selbst einzugehen. Kennt man ja in vielen Bereichen ...

8) Pitlobster
 
Was ich absolut nicht abkann, sind solche Typen wie Jürgen Höller ("Tschakaaaaaa"). Der saß auch schon mal im Bau, weil er`s mit seinen Lebensweisheiten wohl selbst nicht so genau genommen hat (da war irgendwas mit Unterschlagung, betrügerischem Konkurs oder sowas in der Art).

Grundsätzlich halte ich es aber für falsch, Dinge wie Persönlichkeitsbildung, Lern- und Arbeitstechniken, Lernpsycholgigie usw. als Spinnerei abzutun. Da ist zwar schon seit vielen Jahren ein riesiger "Markt" entstanden, auf dem sich viele schwarze Schafe tummeln, die ein Vermögen mit Büchern, Seminaren, Videos etc. über solche Themen verdienen, aber es ist nicht alles schlecht oder Bauernfängerei.

Wichtig waren für mich immer die Bücher von Gustav Großmann ("Sich selbst rationalisieren", "Die Welt der Könner"), dem Erfinder des "Glückstagebuches" (heute: Zeitplanbuch) und des "Wie-Plans", denen ich bereits in früheren Jahren wesentliche Erkenntnisse entnommen habe. Zum Beispiel die, dass man nicht das erreicht, was man erreichen will, sondern das, was man durch seine Handlungen verursacht.

Übrigens ist es erwiesen (man hat das untersucht), dass der "Durchschnittsmensch", wenn man es einmal bei dieser statistischen Bezeichnung belässt, ca. 80 Prozent seiner Anlagen und Fähigkeiten ungenutzt mit ins Grab nimmt, also Zeit seines Lebens weit - sehr weit! - hinter seinen tatsächlichen Möglichkeiten zurückbleibt.

Heute kommt nicht mehr derjenige voran, der die brave Ochsentour marschiert, sondern derjenige, der es versteht, sich Fähigkeiten und Kenntnisse schnell und rational anzueignen. Doch die dafür erforderlichen Methoden werden am wenigsten angewandt - und von den Wenigsten. Dabei ist unrationales Arbeiten die ursprünglichste, primitivste Form. Unrational arbeiten kann jeder. Viele arbeiten unrational, nicht, weil sie "doof" wären, sondern weil sie nicht rationell arbeiten (oder lernen) können. Weil sie es nicht gelernt haben, rationell zu arbeiten. Was wäre denn z.B., wenn man einen Hochschulprofessor im Dschungel aussetzen würde und diesen vor die Aufgabe stellt, eine Woche zu überleben? Die meisten dieser Leute würden sich dümmer anstellen als der Affe im Urwald, der diese Fähigkeiten meisterhaft beherrscht.

In anderen Ländern (z.B. Japan) gibt es Schulen, an denen die Schüler ein Vielfaches von dem lernen, was unsere Schüler lernen. Und dies in derselben, oft sogar kürzeren Zeit. Ein Grund dafür liegt u.a. darin, dass dort nicht etwa nur (Fremd-)Sprachen, Mathe, Naturwissenschaften usw. in den Stoffplänen stehen, sondern auch Fächer wie "Zeitplanung", "Schnell-Lesetechniken", "Konzentrations-Training" usw. zum Unterrichtsalltag gehören. Allerdings sind die Asiaten auch aus einem ganz anderen Holz geschnitzt als die bierbäuchigen Europäer, insbesondere aber das Jammer-Volk Nummer 1, die Deutschen, die nur die vier "F" als bestimmende Momemte ihres Lebens kennen: Freizeit, Fernsehen, Flaschenbier und F... So gesehen ist es auch immer eine Frage der Einstellung.

Daher solche Dinge nicht einfach als "Quatsch" abtun, sondern sich damit mal beschäftigen - und im Gegenzug vielleicht mal die Zockerei und/oder den TV-Konsum ein ganz klein wenig reduzieren. Man hat es dann auf der (Abend-)Schule, in der Ausbildung, am Arbeitsplatz oder ganz allgemein wesentlich einfacher. Das spart Kraft und Umwege. Wie meinte doch schon André Kostolany: "Wer den ganzen Tag nur arbeitet, der hat keine Zeit, Geld zu verdienen." ;)
 
Ich hab von der Firma aus mal an einem WE Seminar von Birkenbihl teilgenommen. Wirklich sehr geil.
 
BigJim:
Ganz deiner Meinung. Doch mein Schluss ist, dass viele Menschen sich nicht entfalten können, nicht ihr Potenzial nutzen, weil sie in der Schuldenfalle hängen (für ein noch größeres Auto, Haus etc...). Was macht ein Mensch der Schulden hat? Er arbeitet mehr und immer mehr um sie abzubauen.

Doch genau da liegt der Hund begraben. Wer in die Arbeit geht um seine Miete und seine monatlichen Ausgaben zu bezahlen, hat das System Geld nicht verstanden. Wir gehen in die Arbeit um zu lernen, nicht um zu verdienen.

Der Großteil der Menschen verwechselt das, was wirklich einen Wert hat (also Geld bringt), und das, was Geld kostet. Ein Haus oder ein Auto ist keine Wertanlage, denn es kostet, aber bringt nichts. Die meisten Menschen kaufen sich, sofort wenn sie mehr verdienen, noch mehr Dinge die Geld kosten, aber nichts was Geld bringt.

Das ist der Unterschied zwischen dem, was Arbeiter ihren Kindern lehren und dem was reiche Leute ihren Kindern lehren. Geld ist da um andere für sich arbeiten zu lassen (also zu versklaven), denn Geld arbeitet nicht, es sind Menschen die arbeiten. Wer Geld hat, kann andere arbeiten lassen (nicht das Geld).

Darum geht es darum in seinem Leben einen Wert zu schaffen der Geld produziert, sein Geld nicht für Dinge auszugeben die Geld kosten, sondern in Dinge zu investieren die Geld bringen. Die modernen Sklaven aber geben ihr Geld aus und belasten sich immer mehr, womit sie sich immer mehr versklaven statt Freiheit zu erringen. Die Reichen haben das schon lange kapiert, die Werbung lehrt uns Arbeiter das Gegenteil.

Pitlobster
 
@pit:

- Der "Trick" besteht darin, erst gar nicht in die Schuldenfalle zu tappen. Reine Konsumschulden sind in der Regel selbstverschuldet. Dafür gibt`s keine Entschuldigung. Das sind nicht die Gene, die Umstände, irgendwelche Erdmännchen oder was auch immer. Hier gilt das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit.

- Verdienen kommt von "Dienen". Wer überdurchschnittliche Leistung bringt, den wird man nicht so schnell vor die Tür setzen. Natürlich gibt es Ausnahmen (z.B. wenn der Betrieb schließt und auch verdiente Mitarbeiter ihren Job verlieren). Und man kann ganz allgemein auch die Frage aufwerfen, ob Leistung immer in angemessenem Maße honoriert wird und ob das Einkommensgefälle, wie wir es heute (dank unserer Regierungsparteien, die sich aus der politischen Verantwortung längst verabschiedet haben, um die Wirtschaft oder irgendwelche EU-Bürokraten "machen zu lassen") noch verhältnismäßig und damit gerecht ist. Zum Teil hängen diese Schieflagen aber auch mit völlig überholten Vorstellungen zusammen. So ist das Erreichen bestimmter Positionen (und damit bestimmter Einkommen) bei uns quasi immer an formale Voraussetzungen (Bildungsstand, Zeugnisse, Notendurchschnitte usw.) gekoppelt. Das mag in bestimmten Fällen auch sinnvoll sein, denn um z.B. als Arzt arbeiten zu können, sollte man eben schon Medizin studiert haben. Da würde eine Maurer-Lehre wenig bringen. Womit ich aber absolut nicht zu versöhnen bin, sind diese akademischen Klugscheißer, die mit fast 30 gerade mal von der Hochschule kommen, mangels Berufspraxis von Tun und Blasen keine Ahnung haben, und dann Leuten vorgesetzt werden, die schon 30 Jahre in der Firma sind. Bei Akademikern, die - erfreulicherweise gibt es auch solche Fälle - vor dem Studium eine Lehre gemacht haben und in ihrem Leben auch mal was anderes als nur Bücher bearbeitet haben, sehe ich diese Probleme übrigens weniger bis gar nicht, denn diese Leute kennen beide Seiten, also auch die handwerklich-praktische. Die Heisenberg`sche Unschärferelation erläutern können, aber nicht wissen, wie man einen Nagel in die Wand haut - auf die Fähigkeiten solcher "Chefs" zu vertrauen, bringt in der Tat wenig.

- Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand, klar. Was würde mir ein Porsche bringen (außer immense Kosten, die Anschaffung und Unterhaltung betreffend). Selbst auf mein Traumfahrzeug (Batmobil) kann ich verzichten. Was könnte ich mit so `ner Rakete anfangen? Kaum bin ich zehn Minuten aus der Garage, stehe ich sowieso im Stau. Hat sich also erledigt. Wenn es die Wetterverhältnisse zulassen, radel ich eh meistens mit dem Fahrrad durch die Gegend. Positiver Nebeneffekt: Man kommt häufiger an die frische Luft. Und da ich einen Firmenwagen fahre, gebe ich fürs Auto praktisch kein Geld aus. Dafür habe ich allerdings keinen "eigenen" Wagen. Aber wie man sieht, geht`s auch so.

- Man muss nicht ewig ein armer Schlucker bleiben. Man kann auch vom Armen zum Reichen aufsteigen, sogar auf legalem Wege, also ohne krumme Dinger drehen zu müssen. Dies wird immer wieder übersehen. Wobei "Reichtum" sowieso relativ ist und sich nicht nur am Geldbeutel festmachen lässt, was ebenfalls klar sein dürfte. Hängt eben von den Vorstellungen ab. Ich kenne Leute, die sehr viel Wert auf ihr Äußeres legen. Die Armbanduhr muss dann unbedingt von einem namenhaften Designer stammen und mindestens 3.000 € kosten. Ich kenne aber auch genug Leute, die wie ich seelische Qualen erleiden würden, wenn sie 3.000 € für eine Armbanduhr ausgeben müssten.

Ungeachtet dessen: Es gibt auch "Reiche", die sich ihren Reichtum erarbeitet haben (insofern sind auch sie "Arbeiter", und wahrscheinlich gar nicht mal die schlechtesten). Denn man muss unterscheiden zwischen verdientem und unverdientem Reichtum.

- Deinem Geldwertbegriff kann ich nicht ganz folgen. Die ursprüngliche Bedeutung des Kapitals besteht darin, den Wohlstand zu mehren und persönliche Freiheiten - nicht nur im Bezug auf die Wahl der Produkte und Dienstleistungen - zu schaffen. Dass dies in der Wirklichkeit nicht immer funktioniert, ist nicht Schuld des Kapitals, sondern der Kapitalbesitzer, besser wäre vielleicht zu sagen: der Kapital-Konzentration. Ich jedenfalls halte es für unverantwortlich, dass das Wohl und Wehe der Menschheit mittlerweile von ein paar Fondsmanagern abhängt, nachdem sich die politisch Verantwortlichen in der Beziehung immer weiter aus dem Staub machen. Der Ermessensspielraum dieser Leute muss deutlich eingeschränkt werden und die Politik wieder die Oberhand gewinnen. Konkret bedeutet dies: Wir müssen nach Jahren der Deregulierung schrittweise wieder zu einer Regulierung der Märkte übergehen. Sonst fliegt uns der Laden nämlich früher oder später wirklich um die Ohren. Aber das ist ein anderes Kapitel.

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:sun:
 
Schade, jetzt wollte ich die Entwicklung dieses Threads mal verfolgen, aber er ist offenbar schon dem Tode nahe. Da werfe ich doch gleich mal ein paar Fleischstücke in die Arena. ;)

pitlobster hat folgendes geschrieben:

@jaypeekay:

Das ist eine ganz miese Eigenschaft der Logic (Exoterik), dass man mit etwas Hirn ALLES ins Gegenteil verargumentieren kann.

Logik ist nicht Exoterik und es ist auch keine Eigenschaft der Logik, etwas ins Gegenteil zu argumentieren - eher das genaue Gegenteil davon ist der Fall. ;)

Die modernen Sklaven aber geben ihr Geld aus und belasten sich immer mehr, womit sie sich immer mehr versklaven statt Freiheit zu erringen. Die Reichen haben das schon lange kapiert, die Werbung lehrt uns Arbeiter das Gegenteil.

Kant sagt dazu:

"Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen."

Mehr ist dazu wohl nicht zu sagen.

@Big Jim:

Was haben dir die 30-jährigen Studenten getan, die keinen Nagel mit dem Hammer treffen können? Die gehen auch nebenher arbeiten, denn irgendwoher muss das Geld ja kommen - und bei den meisten sitzt ebensolches eher eng. Bilde dir auch nicht ein, dass du auch nur einen von denen durchfütterst, indem du Steuern zahlst. Bafög bekommt keiner von denen. Schonmal mit so einem unterhalten? Entweder der wird seine Gründe haben oder er wird einer der sozialsten Menschen sein, die du kennen lernen wirst.
 
scoopexx hat folgendes geschrieben:


@Big Jim:

Was haben dir die 30-jährigen Studenten getan, die keinen Nagel mit dem Hammer treffen können? Die gehen auch nebenher arbeiten, denn irgendwoher muss das Geld ja kommen - und bei den meisten sitzt ebensolches eher eng. Bilde dir auch nicht ein, dass du auch nur einen von denen durchfütterst, indem du Steuern zahlst. Bafög bekommt keiner von denen. Schonmal mit so einem unterhalten? Entweder der wird seine Gründe haben oder er wird einer der sozialsten Menschen sein, die du kennen lernen wirst.

Habe nicht geschrieben, dass alle Studenten bis zum 30. Lebensjahr studieren bzw. alle, die studieren oder studiert haben, keinen Nagel in die Wand hauen können. Wo steht das?
Ich habe lediglich gesagt, dass es Leute gibt, die bis zum 30. Lebensjahr studieren und selbst in dem Alter noch keinen Nagel in die Wand hauen können. Und ich habe geschrieben, dass solche Leute nicht unbedingt die besten Voraussetzungen mitbringen, um später mal leitende Positionen einzunehmen. Kurz: Es ging um den fehlenden Praxisbezug einer bestimmten Gruppe von Studenten/Hochschulabsolventen. Nicht um "alle" Studenten/Akademiker. Gegenbeispiele habe ich ebenfalls genannt.

Übrigens mache ich den Leuten nur bedingt einen Vorwurf daraus. Das Hauptübel liegt m.E. in unserem Schul- und Ausbildungssystem. Ich habe z.B. in meiner Erstausbildung (Lehre) 70% der Zeit damit verbracht, zu rechnen und zu zeichnen, 10% gingen für Fächer wie Politik/Wirtschaft, 10% für Technologie und 10% für - man höre auf - Fächer wie Sport (als ob man auf dem Bau nicht schon genug Bewegung gehabt hätte) und Religion (noch blödsinniger!) drauf. Und das in einem handwerklichen Ausbildungsberuf. Dafür hätte der Technologiebereich aus meiner Sicht schon damals mindestens 50% ausmachen müssen. Die wesentlichen Inhalte (z.B. Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, Pneumatik usw.) habe ich mir durch Fachzeitschriften (bezahlt von meinem kargen Lehrlingslohn) aneignen müssen, weil sie in der Ausbildung, die ja eigentlich dafür da ist, so gut wie nicht behandelt wurden. Nur: Ich habe diese Stoffpläne und Prüfungsordnungen nicht gemacht. Und dieser Mist wird halt von Leuten (Bildungspolitikern) verzapft, die die Anforderungen der beruflichen Praxis nicht kennen, wahrscheinlich nur studiert haben, und - da bin ich mir sicher - auch keinen Nagel in die Wand hauen können. Wie z.B. der frühere Bundeskanzler Schröder (wir erinnern uns: das war diese Lachbacke mit den gefärbten Haaren), der in jungen Jahren durch den praktischen Teil des "Idiotentests" gefallen ist, weil er nicht in der Lage war, in der Aufnahmeprüfung ein Stück Blech zu schneiden. Und das zu einer Zeir, als die Betriebe wirklich noch so ziemlich alles und jeden genommen haben. Eben solche "Verantwortlichen" sind aber das Problem - in der Politik und teilweise auch der Wirtschaft (Schröder ist/war ja in beiden Bereichen sehr aktiv). Und das war mein Ausgangspunkt.

Ja, natürlich ist auch ein Studium - wenn man es konsequent betreibt - harte Arbeit, geistige Maloche gewissermaßen. Habe ich das irgendwo bestritten? Ungeachtet dessen bin ich schon der Meinung, dass viele, die sich in zunehmender Zahl auf den (Fach-)Hochschulen tummeln, dort einfach nicht hingehören (zu erkennen u.a. übrigens an der hohen Zahl von Studienabbrechern, was durchaus auch zu "Ausfällen" im Bruttosozialprodukt führt), und dass - quasi im Vorfeld, also bezogen auf unsere Schulen - viele Abiturienten, die von dort kommen, im Grunde genommen überhaupt keine sein dürften. Auch dazu könnte ich viele Beispiele nennen. Aber was soll`s? Ich habe diese Politik schließlich nicht zu verantworten. An den Zuständen ändert das allerdings nix.

@topic:
Ganz allgemein zu "Erfolgsstrategien" möchte ich noch sagen, dass sich die Methoden auf die persönlichen Stärken beziehen müssen. Einige Erfolgs-Gurus tun ja immer so, als ob man sich nur einer bestimmten Strategie bedienen müsse, um auf jedem Gebiet Außerordentliches zu leisten. Das ist totaler Schwachsinn! Goethe hätte auf dem Gebiet Einsteins sicher keine Loorbeeren geerntet, und Einstein keine auf dem Gebiet der Dichtkunst.

Hier noch eine Buchempfehlung:
Klugemann/Gasch
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BigJim hat folgendes geschrieben:

Habe nicht geschrieben, dass alle Studenten bis zum 30. Lebensjahr studieren bzw. alle, die studieren oder studiert haben, keinen Nagel in die Wand hauen können. Wo steht das?

Ok, dann hab ich da wohl was hineininterpretiert, dass du gar nicht sagen wolltest. Nix für Ungut. :)

Ich habe lediglich gesagt, dass es Leute gibt, die bis zum 30. Lebensjahr studieren und selbst in dem Alter noch keinen Nagel in die Wand hauen können. Und ich habe geschrieben, dass solche Leute nicht unbedingt die besten Voraussetzungen mitbringen, um später mal leitende Positionen einzunehmen. Kurz: Es ging um den fehlenden Praxisbezug einer bestimmten Gruppe von Studenten/Hochschulabsolventen. Nicht um "alle" Studenten/Akademiker. Gegenbeispiele habe ich ebenfalls genannt.

Recht häufig sind das bei uns Leute, die in der Uni-Politik tätig sind und sich noch einbilden, da was ändern zu können und deswegen bewusst nicht abschließen. Aber in vielen Bereichen ist es auch egal, ob du praktisch begabt bist bzw. dort Erfahrung gemacht hast. Du wirst ja nicht in jedem Beruf irgendwelchen Schleifern und Drehern vorgestellt, die da seit 20 Jahren in dem Betrieb arbeiten und um deren Ansehen du kämpfen musst. Wenn du Behindertenpädagogik studierst und später Leute zu heilen versuchst, oder Arzt wirst oder im Bereich Marketing anfängst, dann brauchst du nicht vorher einen Preis im Hammern gewonnen zu haben. Bei einem Chirurgen würde mich das eher beunruhigen. ;)
Außerdem können sicher 70% der weiblichen Studienabgänger besser den Finger treffen, als den Nagel - sind also praktisch unbegabt. Dass die im späteren Berufsleben nicht total abkacken beweist doch auch, dass es nicht wirklich darauf ankommt, was du vorher für praktische Erfahrungen im Niedrigqualifiziertenbereich gesammelt hast - auch wenn es sicher nie schadet, weswegen es ja auch die duale Ausbildung gibt.

Übrigens mache ich den Leuten nur bedingt einen Vorwurf daraus. Das Hauptübel liegt m.E. in unserem Schul- und Ausbildungssystem. Ich habe z.B. in meiner Erstausbildung (Lehre) 70% der Zeit damit verbracht, zu rechnen und zu zeichnen, 10% gingen für Fächer wie Politik/Wirtschaft, 10% für Technologie und 10% für - man höre auf - Fächer wie Sport (als ob man auf dem Bau nicht schon genug Bewegung gehabt hätte) und Religion (noch blödsinniger!) drauf. Und das in einem handwerklichen Ausbildungsberuf. Dafür hätte der Technologiebereich aus meiner Sicht schon damals mindestens 50% ausmachen müssen. Die wesentlichen Inhalte (z.B. Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, Pneumatik usw.) habe ich mir durch Fachzeitschriften (bezahlt von meinem kargen Lehrlingslohn) aneignen müssen, weil sie in der Ausbildung, die ja eigentlich dafür da ist, so gut wie nicht behandelt wurden. Nur: Ich habe diese Stoffpläne und Prüfungsordnungen nicht gemacht. Und dieser Mist wird halt von Leuten (Bildungspolitikern) verzapft, die die Anforderungen der beruflichen Praxis nicht kennen, wahrscheinlich nur studiert haben, und - da bin ich mir sicher - auch keinen Nagel in die Wand hauen können. Wie z.B. der frühere Bundeskanzler Schröder (wir erinnern uns: das war diese Lachbacke mit den gefärbten Haaren), der in jungen Jahren durch den praktischen Teil des "Idiotentests" gefallen ist, weil er nicht in der Lage war, in der Aufnahmeprüfung ein Stück Blech zu schneiden. Und das zu einer Zeir, als die Betriebe wirklich noch so ziemlich alles und jeden genommen haben. Eben solche "Verantwortlichen" sind aber das Problem - in der Politik und teilweise auch der Wirtschaft (Schröder ist/war ja in beiden Bereichen sehr aktiv). Und das war mein Ausgangspunkt.

Der Schrödi hat sein Abi ja auch erst auf dem 3. Bildungsweg gemacht. Würde ich ihm aber gar nicht vorwerfen - die praktische Arbeit lag ihm eben nicht. Zu doof war der sicher nicht, um ein Stück Blech zu schneiden, aber wenn er das nicht als das ansieht, was er später mal machen möchte, dann steckt der halt auch nicht sein Herzblut dort hinein. Das ist ja offenbar sofort anders geworden, als er sich in Richtung Politik bewegt hat - man kann ihm ja vieles vorwerfen, aber nicht, dass er keine Traumkarriere hingelegt hätte und die legst du nicht hin, wenn du nicht gut in dem bist, was du machst.
Das ist das, was du unten mit deinem Einstein/Goethe-Beispiel sagtest. Das Set an Potenzial, das Schröder hat, war sicher nicht für praktische Arbeit ausgelegt. Der Typ konnte einfach gut labern und hat sich selbst gern reden gehört - was liegt da näher, als Politiker zu werden?

Das Problem mit den falschen Ausbildungs-/Studienschwerpunkten ist übrigens auch heute noch aktuell. Ich kann gerne mal 95% von dem was ich gelernt habe, vergessen und die letzten 5% sind nicht unbedingt allzu berufsvorbereitend. Ich muss mir auch von meinem mageren Einkommen sündhaft teure SAP-Kurse und Sprachkurse bezahlen.
 
scoopexx hat folgendes geschrieben:

Das Set an Potenzial, das Schröder hat, war sicher nicht für praktische Arbeit ausgelegt. Der Typ konnte einfach gut labern und hat sich selbst gern reden gehört - was liegt da näher, als Politiker zu werden?

Absolute Zustimmung. :bigsmile:

PS.:
Betriebswirtschaft kann man alternativ aber doch auch an den (praxisbezogenen) Fachhochschulen studieren. Wäre das nicht vielleicht besser (und kürzer) gewesen? Insofern gibt es da für BWL-Studenten, Ingenieure usw. immerhin noch gewisse Alternativen. Geistes- und Naturwissenschaften gibt`s meines Wissens nur an den Universitäten. Macht aber irgendwo auch Sinn. Habe bei IBM schließlich noch nie einen Betriebs-Philosophen gesehen. ;)
 
BigJim hat folgendes geschrieben:

Betriebswirtschaft kann man alternativ aber doch auch an den (praxisbezogenen) Fachhochschulen studieren. Wäre das nicht vielleicht besser (und kürzer) gewesen? Insofern gibt es da für BWL-Studenten, Ingenieure usw. immerhin noch gewisse Alternativen. Geistes- und Naturwissenschaften gibt`s meines Wissens nur an den Universitäten. Macht aber irgendwo auch Sinn. Habe bei IBM schließlich noch nie einen Betriebs-Philosophen gesehen. ;)

Das Ding ist einfach: Ein "richtiges" Diplom öffnet dir mehr Türen, als ein FH-Diplom. Das ist ähnlich, wie mit Bachelor/Master, nur dass du mit einem FH-Diplom im Gegensatz zu einem Bachelor noch was anfangen kannst. Ich kann nicht beurteilen, ob eine Ausbildung auf der Fachhochschule besser oder schlechter ist. Sie ist halt anders - wenn auch nur in Teilen. Fakt ist aber, dass das deutsche Unisystem in vielen Bereichen mal eine Komplettsanierung benötigen würde. Im Moment werden viele (u.a. meinereiner) zwar prima dafür ausgebildet, in die Forschung zu gehen, aber nicht dafür, später im Betrieb zu arbeiten. Wenn man sich das nicht durch Praktika etc. aneignet, gibt es sicher bei vielen einen Praxisschock.
 
scoopexx hat folgendes geschrieben:

Das Ding ist einfach: Ein "richtiges" Diplom öffnet dir mehr Türen, als ein FH-Diplom. Das ist ähnlich, wie mit Bachelor/Master, nur dass du mit einem FH-Diplom im Gegensatz zu einem Bachelor noch was anfangen kannst. Ich kann nicht beurteilen, ob eine Ausbildung auf der Fachhochschule besser oder schlechter ist. Sie ist halt anders - wenn auch nur in Teilen. Fakt ist aber, dass das deutsche Unisystem in vielen Bereichen mal eine Komplettsanierung benötigen würde. Im Moment werden viele (u.a. meinereiner) zwar prima dafür ausgebildet, in die Forschung zu gehen, aber nicht dafür, später im Betrieb zu arbeiten. Wenn man sich das nicht durch Praktika etc. aneignet, gibt es sicher bei vielen einen Praxisschock.

Ja, hängt natürlich auch immer davon ab, in welchen Bereichen man arbeitet bzw. zu arbeiten beabsichtigt. Wer z.B. als Ingenieur Technik anwenden will, für den ist die Fachhochschule sicher nicht verkehrt. Wer aber in Entwicklung oder Forschung tätig sein möchte, der studiert vorzugsweise an der Universität, weil man (nur) da das wissenschaftliche Arbeiten lernt. Nachdem, was mir berichtet wurde, ist ein FH-Studium nicht unbedingt einfacher. Aber anders, praxisbezogener. Die ganze Ausbildung verläuft wohl auch eher "schulischer".
Früher war die Trennung offensichtlicher. So gab es z.B. den "Dipl.Ing" (Universität) und den "Ing.grad" (Absolvent einer Ingenieurschule, heute: Fachhochschule). In den 70er Jahren gab`s dann nur noch das Diplom. Allerdings trugen Fachhochschulabsolventen den Zusatz "FH", also Dipl.Ing.(FH), Dipl.Betriebswirt (FH). Dummerweise haben einige das "FH" ganz weggelassen, und man wusste dann auf den ersten Blick gar nicht mehr, ob es sich bei den Leuten nun um Hoch- oder Fachhochschulabsolventen handelte. Aber der FH-Anschluß ist immer so `ne Sache. Da kann es zu Problemen mit der Anerkennung kommen. In anderen europäischen Ländern (z.B. Frankreich) gibt es nämlich nach meinen Infos überhaupt keine Fachhochschulen, also auch keine "FH"-Abschlüsse. Da macht es schon Sinn, dass man - der Einheitlichkeit wegen - die Abschlüsse europäisiert. Gerade für den Fall, dass man mal ins Ausland geht bzw. bei ausländischen Firmen arbeitet. "Master" klingt doch auch viel besser, irgendwie so wie "Master of Universe"... :sun:
 
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