• Forum geschlossen!
    Das Forum befindet sich im Nur-Lese-Modus. Das Erstellen neuer Themen und Beiträge ist nicht mehr möglich.

Spendable Milliardäre

Klopper

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
20.10.2007
Beiträge
6.660
Reaktionspunkte
6
Diese Meldung hat mich gerade ein wenig umgehauen:

40 Milliardäre spenden Hälfte ihres Vermögens

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,710192,00.html

Bill Gates und Warren Buffett, beide recht gut betucht und sehr spendabel, haben 38 weitere US-Milliardäe überredet, ein Versprechen abzugeben, dass sie mindestens 50 Prozent ihres Vermögens zu Lebzeiten oder nach ihrem Tod für wohltätige Zwecke spenden wollen.

So viel Wohltätigkeit auf einmal hat die Welt wohl noch nicht gesehen. Die Summen, die dabei zusammen kommen könnten, kann man sich kaum ausmalen. Buffett hat in seinem Leben allein schon 40 Milliarden abgedrückt. Für diese Summe hätte er auch das eine oder andere kleine Land kaufen können...

Was meint ihr dazu? Ein Schritt hin zu einer bessern Welt, oder sind das nur leere Versprechungen, ein PR-Gag oder gibt es einen Haken bei der Geschichte?
 
Nö, das würde ich denen locker zutrauen. Gerade Bill Gates macht ohnehin sehr viel für wohltätige Zwecke und Buffet ist ein von Grund auf sympathischer Typ, der einfach verdammt gut mit Geld umgehen kann. PR kannst du ausschließen, weil das wohl kaum das Geld wieder einspielen würde. ;) Finde ich gut. Mit so einer Summe kann man z.B. die Welt von Lepra befreien.

Aber natürlich ist das Ganze steuerlich absetzbar, du kannst von dem Betrag also noch 5 bis 20%, je nach Dauer der Vortragsfähigkeit abziehen. ;)
 
scoopexx hat folgendes geschrieben:

Aber natürlich ist das Ganze steuerlich absetzbar, du kannst von dem Betrag also noch 5 bis 20%, je nach Dauer der Vortragsfähigkeit abziehen. ;)

Naja, wenn man 10 Milliarden freiwillig abdrückt, sind einem 500 Millionen Steuerrückzahlung wohl ziemlich egal. :bigsmile:

Ich finde die Aktion einfach genial! Diesen Menschen tut es ja kein Stück weh. Selbst wenn Buffett schon 40 Milliarden gespendet hat, hat er ja immer noch 10 Milliarden auf dem Konto. Aber man muss erstmal die Schneid besitzen, um so eine Aktion durchzuziehen. Wie viele andere sitzen ihr Leben lang auf ihrer Kohle, bis sie sterben. Von Gier getrieben, geben sie keinen Euro freiwillig zu viel aus. Was haben die davon?

Absolut begrüßenswert, wenn sich noch mehr der Aktion anschließen! Und natürlich sollte das Geld auch vernünftig genutzt werden.
 
Klopper hat folgendes geschrieben:

Diese Meldung hat mich gerade ein wenig umgehauen:

40 Milliardäre spenden Hälfte ihres Vermögens

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,710192,00.html

Bill Gates und Warren Buffett, beide recht gut betucht und sehr spendabel, haben 38 weitere US-Milliardäe überredet, ein Versprechen abzugeben, dass sie mindestens 50 Prozent ihres Vermögens zu Lebzeiten oder nach ihrem Tod für wohltätige Zwecke spenden wollen.

So viel Wohltätigkeit auf einmal hat die Welt wohl noch nicht gesehen. Die Summen, die dabei zusammen kommen könnten, kann man sich kaum ausmalen. Buffett hat in seinem Leben allein schon 40 Milliarden abgedrückt. Für diese Summe hätte er auch das eine oder andere kleine Land kaufen können...

Was meint ihr dazu? Ein Schritt hin zu einer bessern Welt, oder sind das nur leere Versprechungen, ein PR-Gag oder gibt es einen Haken bei der Geschichte?

Haste reiche Mama und Papa oder was soll die Werbung hier?!?
Das ganze rückt das Gesamtbild nämlich ein "wenig" ins falsche Licht!
Schön das sich ein paar zusammengefunden haben...haben ja auch genug von denen (besonders in den USA) mal kurz die Weltwirtschaft zum Einsturz gebracht....wenn ich an die ganzen Börsianermilliardäre denke und deren aggresive Spekulationsgeschäfte...wundervoll! Die russischen Oligarchen, die ihren Reichtum auf Basis der absoluten Volksarmut aufbauten sind bestimmt auch die spendabelsten...so und jetzt gehen wir alle in die Kirche und danken den Milliardären für die Weltrettung...!

PS:
Der Spitzensteuersatz in den USA lag mal bei um die 90%....wurde dann aber von der Reichenklientel und deren Interessen mit der Zeit immer weiter runter gedrückt...anders ausgedrückt kann man sagen, die geben nur das zurück, was dem Staat und dem Volk so oder so zustand! Danke!
 
TheProfiGamer hat folgendes geschrieben:

Haste reiche Mama und Papa oder was soll die Werbung hier?!?

Das ganze rückt das Gesamtbild nämlich ein "wenig" ins falsche Licht!

Ach, Junge...

Schön das sich ein paar zusammengefunden haben...haben ja auch genug von denen (besonders in den USA) mal kurz die Weltwirtschaft zum Einsturz gebracht....wenn ich an die ganzen Börsianermilliardäre denke und deren aggresive Spekulationsgeschäfte...wundervoll! Die russischen Oligarchen, die ihren Reichtum auf Basis der absoluten Volksarmut aufbauten sind bestimmt auch die spendabelsten...so und jetzt gehen wir alle in die Kirche und danken den Milliardären für die Weltrettung...!

Von denen hat kein einziger die Weltwirtschaft zum Einsturz gebracht. Es waren vermutlich nur die wenigsten an exzessiven Finanzmarktspekulationen beteiligt und wenn, dann investiert man ohnehin maximal 5% seines Vermögens in spekulative Geschäfte. Falls, ja falls das irgendeiner von denen getan haben sollte, dann ist er das Geld jetzt ohnehin los und wurde damit abgestraft.

So ziemlich alle von denen haben ihr bisher verdientes Geld mit Unternehmen gemacht, die einfach am Markt extrem erfolgreich waren und dem amerikanischen Staat so einen unglaublichen Haufen an Wertschöpfung, Steuern und Nutzen gegeben haben. Microsoft mit der Setzung des Standards in Betriebssystemen z.B. oder Cisco mit der Schaffung der Infrastruktur für Internet, das du jeden Tag nutzt. Nicht, dass das genug wäre - sie zahlen zudem noch einen ganzen Arsch voll Steuern dafür und geben dem Staat einen ordentlichen Anteil ihres Lohnes (ca. die Hälfte) ab und damit auch der Gesellschaft, in der sie leben.

Ich weiß auch gar nicht, wie du auf so einen Mist kommst, den du oben schreibst. Es redet niemand von der Weltrettung, sondern davon, dass ein paar Leute, die verdammt viel an die Gesellschaft gegeben haben, einen Teil von dem, was sie selbst zurückbekommen haben, wieder abgeben.

PS:

Der Spitzensteuersatz in den USA lag mal bei um die 90%....wurde dann aber von der Reichenklientel und deren Interessen mit der Zeit immer weiter runter gedrückt...anders ausgedrückt kann man sagen, die geben nur das zurück, was dem Staat und dem Volk so oder so zustand! Danke!

Genau. Für ca. 5 Jahre, dann hat man gemerkt, dass sich die Leute in Länder mit normalem Spitzensteuersatz verziehen und dort für Wertschöpfung sorgen. Die Gesellschaft hat kein Recht darauf, jemandem 91% von dem zu nehmen, was er verdient. Wer dem Markt und damit der Gesellschaft viel gibt, soll auch viel bekommen. Ansonsten wandern dir alle kreativen, leistungsfähigen Köpfe ab und dir bleibt eine Gesellschaft, die vom Mittelmaß zehrt. Aber du wirst darüber dann sicher noch mehr meckern...
 
Wenn ich ein paar Milliarden über hätte würde ich auch was spenden, ist aber leider nicht der Fall. :)

Ich finde solche Summen immer irgendwie krass. Mein Girokonto bringt mickrige 1,5 Prozent Zinsen, wenn ich mir jetzt vorstelle da lägen 20 Milliarden Euro drauf, dann würde ich pro Monat einen Zinsgewinn von 300 Millionen Euro machen.

Da würde ich ja glatt verhungern. :D

So werden die reichen Leute dieser Welt auch durch Nichtstun immer reicher und reicher, dann kann man auch ruhig mal was abgeben, früher oder später hat mans ja eh wieder.
 
jaypeekay hat folgendes geschrieben:

Wenn ich ein paar Milliarden über hätte würde ich auch was spenden, ist aber leider nicht der Fall. :)


Ich finde solche Summen immer irgendwie krass. Mein Girokonto bringt mickrige 1,5 Prozent Zinsen, wenn ich mir jetzt vorstelle da lägen 20 Milliarden Euro drauf, dann würde ich pro Monat einen Zinsgewinn von 300 Millionen Euro machen.


Da würde ich ja glatt verhungern. :D


So werden die reichen Leute dieser Welt auch durch Nichtstun immer reicher und reicher, dann kann man auch ruhig mal was abgeben, früher oder später hat mans ja eh wieder.

Bei welchem Giro(!)konto(!) bist du, dass du 19,5 Prozent Zinsen p.a. bekommst. Normalerweise bekommt man 0 Prozent bei Girokonten und maximal 1,x Prozent bei Sparkonten.

Aber jau, auch wenn diese Leute sicher in den letzten 1,5 Jahren 10-30 Prozent Verlust gemacht haben, so verdienen sie an Zinseszins, Dividende, Unternehmensgewinne, Rente, Lohn, etc. schon eine ganze Menge. Da können wir nur von träumen, aber von dem Nutzen, den diese Leute der Gesellschaft gebracht haben, können wir ebenso nur träumen - müssen wir aber gar nicht, weil wir zu 50% daran partizipiert haben (zumindest an den Deutschen Reichen). Zudem haben wir das denen nicht bezahlt, sondern Aktionäre, die ihre Dividende dadurch gedrückt haben oder Kunden, die deren Produkte gekauft haben. Und wenn es denen wert war, dann werden sie wohl einen Grund dazu haben. Also, was haben wir für ein Recht, diese Beträge anzuzweifeln? Extremer Erfolg ist nunmal gleichbedeutend mit extremen Gewinn.

Sicher gibt es da auch andere Beispiele, die in der Minderzahl sind, aber die spenden auch nicht einfach mal die Hälfte bis 99% ihres Vermögens. Also: Ja, ich finde, dass es eine super Aktion ist.
 
Ich wäre schon froh, wenn mein Konto nicht mit Zinsen belastet wird, wenn ich mal im Minus bin :bigsmile:
 
scoopexx hat folgendes geschrieben:

TheProfiGamer hat folgendes geschrieben:


Haste reiche Mama und Papa oder was soll die Werbung hier?!?


Das ganze rückt das Gesamtbild nämlich ein "wenig" ins falsche Licht!


Ach, Junge...


Schön das sich ein paar zusammengefunden haben...haben ja auch genug von denen (besonders in den USA) mal kurz die Weltwirtschaft zum Einsturz gebracht....wenn ich an die ganzen Börsianermilliardäre denke und deren aggresive Spekulationsgeschäfte...wundervoll! Die russischen Oligarchen, die ihren Reichtum auf Basis der absoluten Volksarmut aufbauten sind bestimmt auch die spendabelsten...so und jetzt gehen wir alle in die Kirche und danken den Milliardären für die Weltrettung...!


Von denen hat kein einziger die Weltwirtschaft zum Einsturz gebracht. Es waren vermutlich nur die wenigsten an exzessiven Finanzmarktspekulationen beteiligt und wenn, dann investiert man ohnehin maximal 5% seines Vermögens in spekulative Geschäfte. Falls, ja falls das irgendeiner von denen getan haben sollte, dann ist er das Geld jetzt ohnehin los und wurde damit abgestraft.


So ziemlich alle von denen haben ihr bisher verdientes Geld mit Unternehmen gemacht, die einfach am Markt extrem erfolgreich waren und dem amerikanischen Staat so einen unglaublichen Haufen an Wertschöpfung, Steuern und Nutzen gegeben haben. Microsoft mit der Setzung des Standards in Betriebssystemen z.B. oder Cisco mit der Schaffung der Infrastruktur für Internet, das du jeden Tag nutzt. Nicht, dass das genug wäre - sie zahlen zudem noch einen ganzen Arsch voll Steuern dafür und geben dem Staat einen ordentlichen Anteil ihres Lohnes (ca. die Hälfte) ab und damit auch der Gesellschaft, in der sie leben.


Ich weiß auch gar nicht, wie du auf so einen Mist kommst, den du oben schreibst. Es redet niemand von der Weltrettung, sondern davon, dass ein paar Leute, die verdammt viel an die Gesellschaft gegeben haben, einen Teil von dem, was sie selbst zurückbekommen haben, wieder abgeben.


PS:


Der Spitzensteuersatz in den USA lag mal bei um die 90%....wurde dann aber von der Reichenklientel und deren Interessen mit der Zeit immer weiter runter gedrückt...anders ausgedrückt kann man sagen, die geben nur das zurück, was dem Staat und dem Volk so oder so zustand! Danke!


Genau. Für ca. 5 Jahre, dann hat man gemerkt, dass sich die Leute in Länder mit normalem Spitzensteuersatz verziehen und dort für Wertschöpfung sorgen. Die Gesellschaft hat kein Recht darauf, jemandem 91% von dem zu nehmen, was er verdient. Wer dem Markt und damit der Gesellschaft viel gibt, soll auch viel bekommen. Ansonsten wandern dir alle kreativen, leistungsfähigen Köpfe ab und dir bleibt eine Gesellschaft, die vom Mittelmaß zehrt. Aber du wirst darüber dann sicher noch mehr meckern...


Hättest du dich einmal ein wenig mit der Art beschäftigt, auf welch biedere weise der Spitzensteuersatz gesenkt wurde, dann hättest du hier nicht so einen Propagandamist von dir gegeben (sag mal hast du dein Parteibuch bei der FDP?)! Ach ja und Leistung sollte wirklich belohnt werden...stimme ich dir zu! Aber im Maße. Mit deiner Begründung rechtfertigt beispielsweise auch Herr Ackermann seine völlig überzogenen Boniregeln und wir wissen alle wozu der ganze scheiss letztenendes geführt hat.
Weist du was das größte Virus der Armut ist?! Relativ einfach!
Das ganz WENIGE verdammt VIEL Kapital haben! Der Markt ist ein Kuchen...jeder will was von haben...und es gibt nur DIESEN EINEN Kapitalkuchen...keinen zweiten...und wenn sich nun ein paar ganz sättigend von bedienen, so bleibt wenig für die anderen übrig!
China beispielsweise holt sich jetzt durch extremes Wirtschaftswachstum seinen Anteil vom Kuchen...und promt fallen Anteile anderer Industriestaaten ab...weil es halt nur diesen einen Kuchen gibt.
Aber dies zieht auch Gesellschaftsinterne Kreise....ich kenne jetzt die genauen Zahlen wirklich nicht aber es sind um die 6-9% der Bevölkerung in Deutschland die um die 80% des Kapitals halten! Ist das normal?! Ist das Gesund?! Natürlich nicht...als ob die wenigen Personen das Kapital so investieren und in den Fluss bringen könnten, dass es dem System nutzt!
Nicht um sonst redet die Politik doch immer davon, dass die Gesellschaft KONSUMIEREN muss..wie denn bei diesem Kapitalverhältnis?
Aber du siehst dies natürlich anders...ich erzähle ja nur mist...und alle Milliardäre sind durch errichten Caritativer Einrichtungen reich geworden.
Schon klar.
 
TheProfiGamer hat folgendes geschrieben:


Aber du siehst dies natürlich anders...ich erzähle ja nur mist...und alle Milliardäre sind durch errichten Caritativer Einrichtungen reich geworden.

Schon klar.

Wenn du Exzellenz und Kompetenz bestrafen willst und die Leute so ins Ausland treibst, die wirklich Wertschöpfung erzeugen und damit auch noch drastische Einbrüche bei den Steuereinnahmen folgen, dann erzählst du tatsächlich komisches Zeug. Bei der folgenden Entlassungswelle, die durch mittelmäßige Unternehmen und mittelmäßige Entscheidungen im Management getroffen werden, bist du sicherlich der erste, der Juchhu ruft. Ebenso, wenn du auf deine Straße fährst und du durch 20 Schlaglöcher durchknallst, bis du auf der Arbeit bist.

Ich seh ja deinen Punkt. Aber das Land wird nicht reicher, wenn man die hellen Köpfe alle wegtreibt. Es wird ärmer. Viel ärmer. Ein Spitzensteuersatz von über 50% ist absolut kontraproduktiv.
 
Wofür wirds denn genau gespendet?
Wie bei Gates oft für seine AIDS-Medikamente? Das sieht nur der Bevölkerungsteil positiv, der keine, aber wirklich gar keine, Ahnung von Medizin, Forschung und Krankheit hat.

Zu dem lieben Menschenfreund Gates hier mal ein ganz kurzer (etwas über 1 Minute) Film:
http://www.youtube.com/watch?v=MVb8xe00ru0

Also das ist keine Verarsche, das meint der ernst, ist in seinen Kreisen das gängige Bild. Und solche asozialen Subjekte spenden für etwas "Gutes"? Das glauben wohl nur BWler und Gleichgesinnte...

In einem gescheiten System könnte erst gar niemand soviel Geld anhäufen (und indirekt so Milliarden anderen Menschen wegnehmen). Natürlich ist das (im jetzigen System) legal, dem bin ich mir vollkommen bewusst.
Unser "Recht" stellt ja auch finanziellen Schaden über das Leben eines Menschen. Was legal und "Recht" ist hat rein gar nichts mit Moral, Anstand oder Gerechtigkeit zu tun.
Wie heißt es so schön:
"Gesetze von Verbrechern, für Verbrecher."

Fazit:
Wenn ein asozialer Dieb gestohlenes Geld, für seine Zwecke, ausgibt ist er längst kein Heiliger.
Und die uninformierte Masse bejubelt sie wieder...
 
Socke
Dir ist hoffentlich klar, das diese Aussage völlig aus dem Kontext gerissen wurde. Man sollte sich mit dem kompletten Beitrag befassen, und nicht nur mit einem kleinen Teil, um zu verstehen, worauf er eigentlich hinaus wollte. Der Videobeitrag erinnert an das Niveau der Bild-Zeitung.
 
GarfieldausHN hat folgendes geschrieben:

Socke

Dir ist hoffentlich klar, das diese Aussage völlig aus dem Kontext gerissen wurde. Man sollte sich mit dem kompletten Beitrag befassen, und nicht nur mit einem kleinen Teil, um zu verstehen, worauf er eigentlich hinaus wollte. Der Videobeitrag erinnert mich irgendwie an die Bild-Zeitung.

@Garfield: So funktioniert das eben. Anderen wird partout eine Meinungskompetenz abgesprochen (gerne auch anderen Medien und einer (Finanz-)Obrigkeit) und die eigene, krude Meinung vertreten unsere lieben Kopp- und SchallundRauch-Leser dadurch, dass sie witzige Blogs, UFO-Theorien und aus dem Kontext gerissene "Beweise" und Interviews als Quellen vorlegen. 9/11, BP, Finanzkrise... Alles von den bösen Reichen geplant! Hat mich gewundert, dass hier noch niemand die Illuminaten bei den Rothschilds angeführt hat^^ Laut einem witzigen Gesellen im SpON-Forum haben die nämlich 100.000 Milliarden Dollar und sind voll böse und so! Lächerlich.

Fazit: Wenn Reiche ihre Kohle bei sich behalten und horten, werden die kritisiert. Wenn sie die Kohle für Luxusgüter ausgeben, sagen wir mal 100-Meter Yachten, dann werden sie kritisiert, obwohl Normalos ihnen das Ding erstmal bauen müssen und damit auch Geld verdienen. Wenn sie die Kohle für karitative und wissenschaftliche Projekte ausgeben, werden sie kritisiert. Ganz ehrlich: Ich an deren Stelle würde mich auch nicht sonerlich um die Meinung der Neider kümmern, denn: Niveau sieht halt nur von unten aus wie Hochnäsigkeit"^^
 
Socke hat folgendes geschrieben:

In einem gescheiten System könnte erst gar niemand soviel Geld anhäufen (und indirekt so Milliarden anderen Menschen wegnehmen). Natürlich ist das (im jetzigen System) legal, dem bin ich mir vollkommen bewusst.
Unser "Recht" stellt ja auch finanziellen Schaden über das Leben eines Menschen. Was legal und "Recht" ist hat rein gar nichts mit Moral, Anstand oder Gerechtigkeit zu tun.
Wie heißt es so schön:
"Gesetze von Verbrechern, für Verbrecher."

Dann frage ich dich als Weltverbesserer doch mal warum ist jemand ein "Verbrecher" der ein Produkt erfunden hat welches heute auf über 90 Prozent aller PCs weltweit läuft ?

Die Menschen kaufen die Produkte von Bill Gates, auch wenn er inzwischen wenig damit am Hut hat. Aber das viel größere Verbrechen wäre es doch wenn jemandem wie Bill Gates, der für diese Erfolge mal hart gearbeitet hat, sein Geld von anderen Institutionen, beispielsweise dem Staat, weggenommen wird, nur damit das System "gerechter" wird und eine einzelne Person bloß nicht zu reich wird.

MS nimmt ja niemandem etwas weg, die Kunden geben es ihnen ja freiwillig und daraus kann man doch niemandem einen Vorwurf machen.

Wäre es wirklich ein besseres System wenn reichen Leuten ihr Geld geklaut wird um es denen zu geben die vielleicht einfach nur zu faul zum arbeiten sind ?

Ich kann darin nichts positives erkennen.

Jeder hat es selbst in der Hand etwas zu schaffen. Microsoft wurde der Überlieferung zufolge einmal in einer Garage gegründet, wer keine Ideen hat der wird eben auch nichts, allen anderen sei es bitteschön gegönnt.

Wenn du irgendwie mal zu viel Geld kommen solltest kannst du es ja vollständig dem Staat stiften, der hat es bitter nötig und wir wollen ja nicht das hier jemand zu reich wird. :D
 
@jaypeekay

Naja, was hat denn Bill Gates erfunden?
Habe zufällig erst folgendes gelesen, was hier ziemlich gut passt:

"Aber so wenig Bill Gates zur Lichtgestalt taugt, so unsinnig dürfte es sein, ihn zu verteufeln. Seine Erfolgsgeschichte begann mit einer Dusseligkeit von IBM, aber wäre längst in Vergessenheit geraten, wenn er nicht immerhin seine Produkte so hinreichend gepflegt hätte, dass die Internet-Welt ihm in Scharen entflohen wären. Sicherlich gab es immer wieder mal Bestrebungen aus seinem Haus, den freien, fairen Wettbewerb zu behindern, aber darin versündigen sich so gut wie alle Wettbewerber, sobald sie die Möglichkeit dazu sehen und sich niemand drum kümmert.
Ich jedenfalls arbeite gerne mit seinen "Standards", auch wenn ich für diese Abhängigkeit schon Vermögen bezahlte und stets um Alternativen bat, aber in Wahrheit hat niemand hinreichendes Interesse an Lösungen und die gesamte IT-Branche erweist sich als Kartell, die sich in der Produktion von Computerschrott und Datenmüll gefällt, was durch die gegenseitige und turnusmäßige Überalterung zu stets neuem Absatz verhilft: Hielt ein Rechenstab und eine Schreibmaschine früher Jahrzehnte, so "braucht" man seit dem ersten MS-Produkt alle 2 Jahre einen neuen Rechner plus Software, denn die Software erweist sich als zu "soft" für die neuen Rechner und die neuen Rechner erweisen sich nicht "hard" und schnell genug für die neue Software. Die bei Kauf noch halbwegs ordentlich funktionierende Gemeinschaft aus "Hard & Soft" zerrüttet sich Monat für Monat und landet im Keller, bis dort kein Platz mehr ist. - Ich traue mich schon gar nicht mehr runter :-)) "


Und ob man als ehrlicher Geschäftsmann (mit ein wenig Gewissen) Milliarden verdienen kann, sei mal dahingestellt...

@Rippchen:

Und wenn man nur mal kurz nachschaut findet man auch dies: http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/investitionen-die-dunkle-seite-der-gates-stiftung-579994.html

ps: Sie werden nicht dafür geächtet, dass Sie die 100Meter Yacht kaufen, sondern dass Sie das Ding 300 Tage im Jahr rumfahren lassen ohne darauf zu sein. Und ist es in unserer Zeit wirklich rechtens, wenn eine Person 20Tonnen Sprit am Tag verbraucht und der "Normalo" nur mit Umweltplakette rumfahren darf und Sparlampen benutzen muß?? Wach auf!
 
donarkai hat folgendes geschrieben:

Und ob man als ehrlicher Geschäftsmann (mit ein wenig Gewissen) Milliarden verdienen kann, sei mal dahingestellt...

Genauso sei es dahingestellt, ob man als Milliardär automatisch Dreck am Stecken haben muss, wie es die (nicht so reichen) Massen gerne behaupten. Auch wenn es viele bestreiten mögen, ich denke bei solchen Stammtisch-Aussagen schwingt immer eine gehörige Portion Sozialneid mit.

Diese Superreichen gibt es nunmal und wird es immer geben. Denn auch in den bisherigen Versuchen des Kommunismus, Sozialismus, Maoismus und was weiß ich noch alles, gab es immer zwei Klassen von Menschen: die Reichen und die Besitzlosen. Und ob es die Armen unter dem Versuch der Güterteilung besser hatten, weiß ich nicht.
Man sollte sich eher fragen, was für eine Art Milliardär einem lieber ist?

Ein Typ Buffett, der viel verschenkt, um zu helfen. Mögen einem die Motive auch nicht klar sein und die Hilfsprojekte auch nicht zusagen.

Oder ein Typ Abramowitsch, der sein Geld lieber zu seinem Vergnügen verprasst, aber so auch einen großen Teil seines Vermögens der Wirtschaft zurückgibt. Denn auch bei Chelsea arbeiten nicht nur Drogba und Co., sondern auch Hausmeister, Platzwart und Putzkraft stehen dort auf der Gehaltsliste.

Oder wir nehmen die Brüder Albrecht (Aldi), die bis zum Tod auf ihrem Geld hocken, so dass nie jemand etwas davon hat. Nichtmal sie selbst.

Mir sind Typ 1 und 2 da deutlich lieber.
 
Ich denke den Link hast Du nicht gelesen......


Und auf deine Aussage
" Genauso sei es dahingestellt, ob man als Milliardär automatisch Dreck am Stecken haben muss, wie es die (nicht so reichen) Massen gerne behaupten. Auch wenn es viele bestreiten mögen, ich denke bei solchen Stammtisch-Aussagen schwingt immer eine gehörige Portion Sozialneid mit......"

Lächle ich mal still und beneide dich um dein kindliches Gemüt (nicht böse gemeint)
 
donarkai hat folgendes geschrieben:

Ich denke den Link hast Du nicht gelesen......

Und auf deine Aussage

" Genauso sei es dahingestellt, ob man als Milliardär automatisch Dreck am Stecken haben muss, wie es die (nicht so reichen) Massen gerne behaupten. Auch wenn es viele bestreiten mögen, ich denke bei solchen Stammtisch-Aussagen schwingt immer eine gehörige Portion Sozialneid mit......"

Lächle ich mal still und beneide dich um dein kindliches Gemüt (nicht böse gemeint)

Nein, den Link hast du erst hinzu-editet, als ich schon dabei war die Antwort zu schreiben.

Es ist immer die Frage, ob es moralisch verwerflich ist, Stiftungsgelder zu investieren. Der Vorteil: Sie vermehren sich und mit mehr Geld kann man noch mehr Menschen helfen.
Der Nachteil: Die Investition sollte natürlich auch in Unternehmen erfolgen, die auch das Geld vermehren können. Und da gehören Öl-, Pharma- und Tabakindustrie mit ihren großen Renditen nunmal dazu.

Im Prinzip ist die einzige Spende, mit der du keinem anderen Menschen wehtust, wahrscheinlich wenn du persönlich einem bedürftigem Kind was zu Essen vorbei bringst. Aber dann kommt auch wieder jemand um die Ecke geschissen, der dir vorwirft, dass das Essen vom bösen X-Konzern kommt, der zum Spaß Kinder tötet, und dass man diese Kindermörder damit wieder unterstützt hat, obwohl man doch das Gegenteil bezwecken wollte.
Die Ideallösung gibt es einfach nicht.

Und es hat nichts mit einem kindlichen Gemüt zu tun, wenn ich mich einer Verallgemeinerung verwehre. Darauf reagiere ich empfindlich. Zu behaupten, dass alle Milliardäre Verbrecher sind, ohne den Beweis zu erbringen, ist in etwa gleichgestellt mit anderen Verallgemeinerungen wie "alle Polen klauen", "alle Moslems sind potentielle Selbtsmordattentäter" und auch "Killerspieler sind Amokläufer".
Selbst wenn 99% aller Milliardäre Verbrecher sein sollten, gibt es immer noch das eine Prozent, dem du damit unrecht tust.
 
donarkai hat folgendes geschrieben:

Und wenn man nur mal kurz nachschaut findet man auch dies: http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/investitionen-die-dunkle-seite-der-gates-stiftung-579994.html

Dem Stern angepasst, ist der Artikel sehr reißerisch. Die Unternehmen, die dort genannt und teils auch nicht genannt sind, sind alles große Player, die weltweit aktiv sind. Natürlich sind die nicht vollständig sozial und ökologisch nachhaltig, aber sie sind, so wie ich das sehe, so ziemlich alle im Dow Jones Sustainability Index gelistet. Man kann also nicht davon reden, dass die keine nachhaltigen Kriterien in Sachen Investitionen hätten. Ja, Shell macht vielleicht das Nigerdelta kaputt. Ich kann es nicht beurteilen. Dafür muss man die Situation da unten aber auch erst einmal kennen. Ich habe z.B. auch davon gelesen, dass die Leute dort geschlossene Pipelines aufbrechen, um an Öl zu kommen, das sie dann in Kanistern abtransportieren. Ist die Frage, wie viel Shell dazu kann, wenn die Bevölkerung geschlossene Anlagen kaputthaut. Aber vielleicht haben sie da unten tatsächlich Versäumnisse, die sie nachholen sollten. Wahrscheinlich sogar. Aber warum macht die nigerianische Regierung dann keinen Druck auf den Konzern? Haben die dann nicht auch Versäumnisse? Es ist doch der Job einer Regierung, Umweltauflagen zum Schutz der Bevölkerung zu erlassen. Ich kenne mich mit der Sache da unten zu wenig aus, mag es aber auch nicht, wenn Leute, die noch weniger Ahnung davon haben (Stern anscheinend) so etwas schreiben.

Und es ist auch ein bisschen kleinlich, wenn man darauf hinweist, das ein Global-Player Unternehmen (das natürlich zufällig nicht genannt wurde), Zigarettenschachteln herstellt und das dann anprangert. Das Unternehmen hat wahrscheinlich ein riesiges Produktportfolio und das Schlimmste, was die da drin finden sind Zigarettenschachteln...? Und das nennen die dann dubiose Investitionen...?!

Zudem: Denjenigen möchte ich sehen, der 10 Milliarden diversifiziert anlegt und kein Unternehmen dabei hat, das irgendwo mal Mist gebaut hat / Mist baut.

Auch ist die Schreibweise des Artikels irreführend. Er liest sich so, als würde die Gates-Stiftung diese Unternehmen unterstützen. Das tut sie nicht, denn von einem Aktienkauf hat Unternehmen nur bei der Erstemission etwas - wenn es also eigene Aktien auf den Markt wirft. Danach ist es einfach für das Unternehmen selbst voll egal, wer die Aktien hält. Die kriegen dadurch keinen Mehrwert.
 
@scoopex
"Ja, Shell macht vielleicht das Nigerdelta kaputt."

Ja, tun Sie:

http://bazonline.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Die-lindustrie-verschmutzt-auch-anderswo/story/20598863


"Ich habe z.B. auch davon gelesen, dass die Leute dort geschlossene Pipelines aufbrechen, um an Öl zu kommen, das sie dann in Kanistern abtransportieren. Ist die Frage, wie viel Shell dazu kann, wenn die Bevölkerung geschlossene Anlagen kaputthaut."

Naja, ich denke, dass die faulen, nicht arbeiten wollenden und im Überfluß lebenden Nigerianer es aus Spaß tun, weil Sie den lieben BP Konzern nicht mögen, der dem Land den Wohlstand brachte :crazy:]

Und zu dem Sternbeitrag: Das war nur ein Beispiel (was Du ja schöngeredet hast), dass man unter Spenden viel bezeichnen kann.
Mir kommt es aber auch so vor, dass hier einige gar nicht darauf eingehen wollen, sondern immer gegenhalten müssen. Nach dem üblichen Schema - ihr mit euren Verschwörungen.....


"Zudem: Denjenigen möchte ich sehen, der 10 Milliarden diversifiziert anlegt und kein Unternehmen dabei hat, das irgendwo mal Mist gebaut hat / Mist baut."

Laut Klopper gibt es die :bigsmile:

"Auch ist die Schreibweise des Artikels irreführend. Er liest sich so, als würde die Gates-Stiftung diese Unternehmen unterstützen......"

Wie heißt es doch so schön: Eine Hand wäscht die Andere...
 
Zurück