pitlobster hat folgendes geschrieben:
Ja, aber gibt es zwischen einem Amt und einem Konzern nicht doch noch einen Unterschied?
Pitlobster
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Ja, Sony kennt meinen Kontostand noch nicht.
Obwohl, wer weiß ?
Aber im Ernst, ich finde da gibt es keine Rechtfertigung für. Früher mussten Steuersünder auch so überführt werden und letztlich ist es ja auch so das die entsprechenden Personen ihr Geld wohl kaum auf deutschen Girokonten deponiert haben dürften.
Bei den mickrigen Zinsen alleine müsste man da schon ein sehr dämlicher Steuerhinterzieher sein.
Klar gibt es einen Unterschied zwischen einem Konzern und einer Behörde, aber korrekt ist beides in meinen Augen nicht so ganz. Was geht den Finanzamtsbeamten mein Kontostand an und was geht es die Behörden an wann ich von wo mit meiner Freundin telefoniert habe ?
Das sind Stasi Methoden und nichts anderes.
Was Sony macht ist das klammern nach dem letzten Strohhalm. Die Rechtslage in den Staaten sieht in diesen Dingen noch etwas anders aus als hierzulande. Sony hat ein Interesse daran diejenigen zu kriegen die für die Jailbreaks verantwortlich sind und sie versuchen das nun mit allen Mitteln juristisch durchzusetzen, das die Herausgabe der Logs erklagt wird ist da ein logischer Schritt. Wie gesagt, wenn man sich hier auf bestimmten Webseiten herumtreibt die irgendwann das Interesse gewisser Behörden auf sich gezogen haben, dann werden solche Logs da auch meist schnell herausgegeben um die verantwortlichen damit vor Gericht zu kriegen.
Die Musik und Filmindustrie macht ja kaum etwas anderes, die klagen auch was das Zeug hält und versuchen irgendwie möglichst jeden dranzukriegen.
Im Falle von Sony gab es ja kaum eine andere Möglichkeit als die Logdaten. Die reinen IP Adressen hätten nicht weiter geholfen wenn man beweisen möchte aus welchem Bundesstaat nun die meisten Leute die entsprechenden Daten geladen haben. Und wenn ein Richter dem stattgibt, dann ist das wohl innerhalb des geltenden Rechts.
Ob das nun moralisch alles so vertretbar ist ist sicher eine andere Geschichte, aber zumindest in den Staaten kommt man damit scheinbar durch.
In einem Land in dem man nach 30 Jahren kettenrauchen die Tabakindustrie verklagen kann weil man dummerweise plötzlich an Lungenkrebs erkrankt ist, muss man sich allerdings auch über gar nichts wundern.
