Ich will mal stark hoffen, dass sie mindestens 400,- € kostet. Sonst hat das Teil keine hinreichende Verarbeitungsgüte und schmiert schnell mal ab.
Aber das Thema ist ziemlich witzlos. Interessanter ist dies:
Gestern habe ich BioShock Infinite zu Ende gespielt. In diesem Sinne:
- Bei früheren Gameplayvorstellungen gab es noch ganz andere Interaktionen mit der Dame in Blau. Die "Ambitionen" mussten aber anscheinend zurück geschraubt werden. Dies sind die Grenzen des (heute) Machbaren, die wahren und wichtigen Entwicklungsgebiete. Selbst wenn diese Mechaniken über kurze Strecken realisiert werden könnten, ein ganzes Spiel von locker 15 Stunden Spielzeit ist wieder eine andere Dimension.
- Ich zitiere eurogamer.de: "So wie es hier war, empfand ich die ganze Zeit über eine künstliche Trennung von Spiel und Handlung, in der ich im Geiste immer das eine ignorieren musste, wenn ich gerade im anderen unterwegs war. Vor allem eben, weil durch das überbrutale Gameplay die Handlung für mich torpediert wurde."
Das ist genau der Punkt wo Spiele evolutionstechnisch stehen: die Charaktere, das Storytelling können teilweise sehr gut sein aber es stellt sich die Frage was "spielen" bedeuten kann. Das ist die Frage. Der Grad an Gewalt und diese als übergeordnetes Mittel der Interaktion sind nicht sehr fortschrittlich. Neue Offenheit und Inteaktion, das sind die Hoffnungen der Zukunft. Ein weiteres Vorpreschen der Grafik wäre dabei nicht nur nicht förderlich, sondern sogar sehr schädlich, da die Kluft immer größer werden würde.
Alles in allem sind die Call Of Duties dieser Welt wirklich zu verteufeln. Hier ist die Macht der Nachfrager nicht zu unterschätzen.
Die Hersteller wollen cash machen. Der Witz ist: ich könnte mir durchaus vorstellen, dass mutige Bestrebungen hin zu gehaltvoller, anspruchsvoller Kost, ein Publikum erreichen könnte, das jenseits dieser bisherigen Grenzen liegt.
Wenn man sich mal anguckt was für eine enorme Entwicklung Videospiele in audiovisueller Hinsicht in kurzer Zeit gemacht haben, wird jedem Menschen mit ein bischen Sinn und Vertstand klar: Interaktion, Gameplay, KI, darum muss es jetzt gehen.
Mal sehen wie die Interaktion zwischen Joel und Ellie ausfällt. Und wie es mit Beyond im Sinne von Themenerweiterung und Interaktionsauslotung aussieht.
Ein sehr gutes Beispiel dafür, wie problematisch Interaktion (in diesem Fall ganz konkret mit der KI) und die Frage der klassischen Spielmechaniken ist, sieht man bei The Last Guardian. Das einzige was ich nicht verstehe ist, wie man mal einen Termin von Ende 2011 angegeben haben kann, da muss man ja schon was stehen gehabt haben.
Nicht zu vergessen ist auch Journey: In diesem Beispiel ist die Antwort in der Art weniger ist mehr.
Und davon bitte mehr.