Die Lücke lag gar nicht in Linux, Leute. Linux hat nur geholfen, nach dem Aushebeln des Hypervisors den Speicher auszulesen. Dabei ist nichtmal grossartig etwas herausgekommen, die Private Keys sind nach wie vor unbekannt. Für den Hack muss man die Konsole öffnen, über viel Elektronik-Know-How verfügen und genau wissen, was man tut. Zudem funktioniert er meist nicht, das System crasht einfach. Ganz selten crasht es nicht, dafür ist dann der Hypervisor ausgehebelt. Wie geohot beschrieben hat, kommt danach erst der schwierigste Teil.
Die PS3 ist weit davon entfernt, geknackt zu sein. Alles, was Sony damit erreicht, ist dass nun weitere Hacker kommen, nämlich diejenigen, die Linux und Homebrew auf der PS3 installieren und benutzen wollen. Das ist der Teil der möglichen Angreifer des Systems, der technisch versierter ist, als diejenigen, die Sicherheitskopien spielen wollen. Dass jede Lücke, die dazu dient, Linux oder Homebrew zu benutzen, das Potenzial birgt, auch für Sicherheitskopien genutzt zu werden, ist leider Tatsache.
Mit anderen Worten: Sony hat denjenigen, die es auf Kopien angelegt haben, einen Dienst getan -- jetzt kriegen sie nämlich Unterstützung der Linux-Hacker. Dafür wird ein Feature von der PS3 entfernt, das für einige (wenige) mit ein Kaufgrund war.
Fail, Sony, EPIC Fail!