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Kommentar zum Amoklauf-Simulator Hatred: Muss man Gewaltorgien verbieten?

Ich brech es mal kurz runter. Die meisten die hier mit diskutieren kennen den entsprechenden Trailer.

Jetzt stellt euch exakt den selben vor nur kommt vorab der Einleitungssatz "die Welt wird von Körpertauschaliens infiltriert, rette sie". Alles andere bleibt wie gehabt. Wird damit auf einmal ein (zwar technisch mieses) aber akzeptables Spiel daraus nur weil man jetzt auf einmal eine (fadenscheinige) Rechtfertigung für das, und ich betone dass, virtuelle Handeln bekommt?
.

Es geht um die Emotion, die die Handlungen bei dir auslösen.

Empfindest du den Thrill, weil dein virtuelles Ich von Feinden umringt ist und um seinen Leben kämpft? Geht es also um Spannung, Angst und Nervenkitzel?

Oder geht es darum, einem wehrlosen Opfer, welches um sein Leben wimmernd, brutal jenes zu nehmen und völlige Macht auszuleben? Geht es also um Macht über andere und die Freiheit gesellschaftliche Moralvorstellungen absichtlich zu brechen?
 
Seh ich auch so. MK hinkt als Beispiel ein wenig. Hatred fällt eher in die Kategorie Mauerschützen-Mod oder den bereits erwähnten KZ-Simulator.
 
Mortal Kombat ist doch völlig unrealistisch. So ein Game jetzt mit einem Spiel zu vergleichen wo man Massaker an unschuldigen Menschen oder Schul-Amokläufe zelebriert ist trotz das beides extrem blutig ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen.
Hier muss man ein bisschen aufpassen, weil in dem Spiel afaik weder Kinder noch (wie schlimm wäre das denn?) Tiere auftauchen. :)
 
@Lordoby

Sehr gut, danke :)

@Ricewind
Gegenfrage...spielt dass ein Rolle? Klar ist es im ersten Moment ein Unterschied ob ich vermeintlich um mein virtuelles Überleben kämpfe oder ob es nur um den Tabubruch geht. Aber die "Mechanik" als solches ist identisch. Nur einmal gehst du davon aus dass es eine Unschuldige Frau ist der du die Waffe in den Mund steckst...obwohl das keiner sagt sondern du es quasi nur aus dem Gesehenen schliesst...ein anderes mal gehst du davon aus dass es ein Alien in Menschenform ist dem man die Waffe in den Mund steckst. Selbes Bild, selbe Mechanik....nur der Kontext ist anderst. Einmal ist es ein Tabubruch, einmal "gesellschaftlich" akzeptiert.
Genau das mein ich wenn ich vorhin von fadenscheinig oder Doppelmoral schrieb....und ich vermute dass auch genau dass ein Stück weit die Intention der Macher sein könnte.
Der cartoon von Lordoby trifft es da ganz gut, mit nem Augenzwinkern.
 
Hier muss man ein bisschen aufpassen, weil in dem Spiel afaik weder Kinder noch (wie schlimm wäre das denn?) Tiere auftauchen. :)

Das stimmt natürlich. Aber der Brückenschlag liegt ja nahe. Gerade bei jemand wie der Hauptcharakter der so reißerisch extra betont wie sehr er die Welt hasst während er seine Waffen zur Hand nimmt, nur um kurze Zeit später einer am Boden liegenden Frau die um ihr Leben fleht in den Mund zu schießen. Vielleicht fällt den Entwicklern ja noch die ein oder andere Geschmacklosigkeit ein um das ein oder andere Tabu zu brechen...^^

Kann die Meinungen von vielen bezüglich GTA auch verstehen....aber auch wenn die Moral dort auch fragwürdig ist, ist es doch so das einen Rockstar neben dem ganzen Unfug immer in eine Story reinzieht die sich ja nun auch um nicht gerade gesetzestreue Typen dreht.
Das jetzt das töten um eine Mission zu erfüllen besser sein soll als wahlloser Mord ist natürlich Quatsch....GTA muss sich auch gewisse Anschuldigungen gefallen lassen....aber zumindest werden in dem Spiel solche Handlungen durch die NPC's nicht belohnt (Polizei etc.).

Gewalt spielt eh in all unseren Medien eine große Rolle...wir sind Menschen...Gewalt gehört leider zu uns und unserer Vergangenheit, Gegenwart und Geschichte.

Dennoch wie bereits erwähnt...finde ich Themen wo schnell labile Menschen angesprochen werden könnten...wie bei so einem Game nicht für gut. Sowas gehört wie hier verwendet als Gegenstand einer Diskussion aber nicht in ein Videogame.
Vielleicht machen die ja noch ein Spiel über Anders Breivik? :nut:
 
@Ricewind
Gegenfrage...spielt dass ein Rolle? Klar ist es im ersten Moment ein Unterschied ob ich vermeintlich um mein virtuelles Überleben kämpfe oder ob es nur um den Tabubruch geht. Aber die "Mechanik" als solches ist identisch. Nur einmal gehst du davon aus dass es eine Unschuldige Frau ist der du die Waffe in den Mund steckst...obwohl das keiner sagt sondern du es quasi nur aus dem Gesehenen schliesst...ein anderes mal gehst du davon aus dass es ein Alien in Menschenform ist dem man die Waffe in den Mund steckst. Selbes Bild, selbe Mechanik....nur der Kontext ist anderst. Einmal ist es ein Tabubruch, einmal "gesellschaftlich" akzeptiert.
Genau das mein ich wenn ich vorhin von fadenscheinig oder Doppelmoral schrieb....und ich vermute dass auch genau dass ein Stück weit die Intention der Macher sein könnte.

Das wird arg theoretisch, da ein Spiel mit Aliens vermutlich auch nicht darauf zielen würde, die Frau wehrlos und wimmernd darzustellen. Wenn es dies doch täte, fände ich es persönlich genauso wenig unterhaltsam und für mich gäbe es keinen Unterschied.

Im aktuellen Trailer kann man den Kontext nicht anders deuten, als eine wehrlose Frau "genussvoll" abzuknallen. Daran finde ich nichts unterhaltsam, noch habe ich das Bedürfnis auf diese Weise die "Sau rauszulassen".

Die Emotionen die ausgelöst werden, empfinde ich entscheidend. Warum sonst gäbe es diese Diskussion? Das eine unterhält, das andere empört. Emotionen sind nicht logisch, sondern menschlich und ich denke es wäre ein Fehler, die eigenen Emotionen auszublenden und zu sagen: Ach, ist eh alles das gleiche. Denn genau dann erreicht man das Gegenteil von Sensibilität, man stumpft ab und das nächste Spiel muss dann eben mit Kindern daherkommen und wieder kannst du dann sagen. Ach, ist doch alles das gleiche. Emotional ist es dies aber nicht. Zumindest bei den meisten Menschen denke ich ;)
 
Aber meinst du nicht dass ein labiler Mensch von GTA und Co ebenso angesprochen wird? Glaubst du so jm differenziert da wirklich zwischen "Kontext/Satire und Selbstzweck/Tabubruch"?
 
Das wird arg theoretisch, da ein Spiel mit Aliens vermutlich auch nicht darauf zielen würde, die Frau wehrlos und wimmernd darzustellen. Wenn es dies doch täte, fände ich es persönlich genauso wenig unterhaltsam und für mich gäbe es keinen Unterschied.

Im aktuellen Trailer kann man den Kontext nicht anders deuten, als eine wehrlose Frau "genussvoll" abzuknallen.


Guter Einwand. Das sehe ich ähnlich. Klar..wie soll man einen Gegner "moralisch" in einem Spiel töten? Geht ja nicht. Aber wenn, egal ob gut oder böse die virtuelle Person sich nicht wehrt und unter Gnade blutig hingerichtet wird empfinde ich das auch als abstoßend. Egal welche Rolle der Charakter spielt. Sowas muss nicht sein. Wenn wir es ganz auf das reduzieren und es nur auf Emotionen beziehen dann ist das die Essenz.
Jetzt völlig ausgeblendet das es Amokläufe leider real gab und viele Menschen Opfer wurden oder bis heute darunter leiden.


@Mersa

Ich kann nur anhand des Trailers urteilen. Und der begrüßt dich mit "ich hasse diese Welt...bla bla". Das ist schon mal eine andere Begrüßung als in einem GTA Game...zumindest in denen die ich kenne.
Das GTA kein Spiel ist das sich eine Moral-Plakette abholen darf ist doch klar.
Aber ich denke in dem Spiel wird immer durch die Wahl dieser merkwürdigen Charaktere eine gewisse Distanz zu dem geschehen geschaffen....das kann man bei Hatred nicht gerade erkennen. Sein Name tut ja nichts zur Sache^^
Somit könnten sich viele in diesen Nobody hineindenken.

Auch wenn GTA wie gesagt auch in Sachen Gewalt bedenklich ist, setzt es dir Protagonisten vor und schafft so den Abstand den manche Leute wohl benötigen von solchen Handlungen. Rockstar hat das geschickt gemacht...sonst wäre das Game wohl noch öfter oder härter an den Jugendschutz bei uns geraten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das wird arg theoretisch da ein Spiel mit Aliens vermutlich auch nicht darauf zielen würde, die Frau wehrlos und wimmernd darzustellen. Wenn es dies doch täte, fände ich es persönlich genauso wenig unterhaltsam und für mich gäbe es keinen Unterschied.

Im aktuellenTrailer kann man den Kontext nicht anders deuten, als eine wehrlose Frau "genussvoll" abzuknallen. Daran finde ich nichts unterhaltsam, noch habe ich das Bedürfnis auf diese Weise die "Sau rauszulassen".

Die Emotionen die ausgelöst werden, empfinde ich entscheidend. Warum sonst gäbe es diese Diskussion? Das eine unterhält, das andere empört. Emotionen sind nicht logisch, sondern menschlich und ich denke es wäre ein Fehler, die eigenen Emotionen auszublenden und zu sagen: Ach, ist eh alles das gleiche. Denn genau dann erreicht man das Gegenteil von Sensibilität, man stumpft ab und das nächste Spiel muss dann eben mit Kindern daherkommen und wieder kannst du dann sagen. Ach, ist doch alles das gleiche. Emotional ist es dies aber nicht. Zumindest bei den meisten Menschen denke ich ;)



Sicher ist es reine Theorie, keine Frage. Ich sag ja auch nicht das dieses Projekt unterhaltsam ist oder sein will. Im Gegenteil. Empörung ist auch eine Emotion und ich vermute eben dass genau diese Absicht dahintersteckt. Ob aus Marketingkalkül oder eben aus "noblen Motiven", wenn ich es mal so nennen darf, ist die Frage.
 
Sicher ist es reine Theorie, keine Frage. Ich sag ja auch nicht das dieses Projekt unterhaltsam ist oder sein will. Im Gegenteil. Empörung ist auch eine Emotion und ich vermute eben dass genau diese Absicht dahintersteckt. Ob aus Marketingkalkül oder eben aus "noblen Motiven", wenn ich es mal so nennen darf, ist die Frage.

Vielleicht ist dies die Absicht der Entwickler. Ich weiß es nicht. Allerdings glaube ich nicht, dass ein Videospiel, im Gegensatz zu einem Film bei dem man untätig ist und der zeitlich deutlich begrenzter ist, über diesen Mechanismus wirklich funktionieren kann. Denn wenn es dich provoziert und du es abartig findest, hörst du auf es zu spielen, denn du selbst übst die Tat aus. Wer übt schon eine Tat aus, die er abartig findet?

Spiele funktionieren doch nur, weil ihre Tätigkeit Spaß macht. Wenn's keinen Spaß macht, hörst du auf zu spielen und genau das wäre bei einem Spiel eben sinnlos.
 
@Supreme

Dann ist das individuell dein Recht es so zu handhaben. Aber man könnte ebenso sagen "der Weltkrieg hat Millionen Menschen betriffen und wirkt noch heute nach, Erfurt und Co betraf meinetwegen 150 Leute" auf was soll man mehr Rücksicht nehmen? Die Befindlichkeit von Millionen oder die von 150 Menschen?
Was die Aktualität angeht will ich dir nicht widersprechen, aber viele Shooter bieten heute noch "Standardgegner" wie Araber/Asiaten, ob nun Afghanistan oder Korea sei mal ignoriert, aber man kann durchaus auch hier sagen ob Al Kaida vor 5 Jahren oder Irak vor 10 Jahren oder ISIS vor 10 min...die Aktualität ist immer da. Der durchschnittliche Spieler wird da kaum Unterscheiden ob der gegnerische Turbanträger jetzt zu fiktiv ist, von Al Kaida oder ISIS. Wenn man also ne Art "Karrenz-Zeit" fordert dürften kaum Gegenwartsshooter erscheinen.

Eine Frage habe ich noch. Was meinst du mit "Boykott"? Kauf/Spielboykott oder medialen Boykott a la man sollte es als Website/Magazin totschweigen

Medialen Boykott, auch wenn eine sachliche Diskussion angebracht wäre, aber man hat ja gesehen, was am Ende immer dabei rauskommt: Trolle, und Möchtegern halbwissende, die die Welt verbessern wollen und Tod und Anarchie den Themeerstellern androhen.

Stimmt schon, aber dennoch ist das so in MEINEM Kopf und in MEINEM denken so verankert, dass man irgendwann mit der Vergangenheit fertig werden und sie abschließen muss.
60 Jahre sind eine lange Zeit und ich, mit meinen zart besaiteten 22 Jahren, habe, Gott sei dank, keines dieser Kriege persönlich erlebt, aber dennoch finde, ich, dass man da deutlich differenzieren sollte zwischen hier und jetzt und was seit Jahrzehnten oder Jahrunderten geschehen ist.
Ich könnte jetzt auch kein Rome II: Total War spielen, weil zu dieser Zeit ja Millionen Menschen getötet und versklavt wurden.
Ist es dann nicht auch genauso grausam wie ein Wk II Spiel?
Wenn ja, dann dürfen wir aber auch GAR KEIN Spiel mehr spielen, was eine historische Tatsache als Hintergrund hat.
Wenn du es so sieht, gut, ich aktzeptiere das, aber ich finde, irgendwann muss man die Weltkriege als das sehen, was sie sind: Vergangenheit.
Denn, wer stets deine Schiene entlnaggeht und sich nicht damit abfindet, der ist ähnlich wie die Leute, die sich bis heute für den Holocaust entschuldigen müssen.

Interessant finde ich es, wie hier eine Zwei Seiten Commuity entstanden ist.
Die einen sehen keinen Unterschied zu neueren Titeln, wie GTA, AC oder CoD.
Andere sehen genau einen Unterschied zwischen diesen Titeln.
Ich stehe mehr auf letztere Seite, weil mein gesunder Menschenverstand mir sagt, dass dieses "Spiel" zu grausam ist, und keinen Sinn liefert,
warum genau diese "Pixel und Polygone" sterben sollen.
Dennoch kann ich die andere Partei verstehen, weil wir ja auch, indirekt selber alle schon gesagt haben, dass wir Virtuelle Gewalt von echter unterscheiden können, und es uns egal ist, ob wir ein paar Passanten in GTA überfahren oder irgendwelchen Zombies den Gehirnpudding aus der Birne ballern.
Prinzipiell haben wir uns in der Hinsicht ein Eigentor geschossen, denn mit unserem Boykott, entkräften wir unser Argument, dass Videospielgewalt uns egal ist und sie stets virtuell ist.
Ich hätte aber auch nie gedacht, dass sich jemand eines solch heiklen Themas so...respektlos annimmt.
Ich hab mal letztens...auf Arte, glaube ich, eine Film gesehen über einen Amoklauf in einer Uni irgendwo in England.
Fand das gezeigte doch sehr radikal, auch wenn es fiktiv ist.
Und bei "Rampage" von unser aller Lieblingsregisseur Uwe Boll hatte ich auch ein zwiespältiges Verhältnis gehabt.
Zum einen hat es schon sehr krass dargestellt, wie schnell solche Menschen zu solchen Handlungen fähig sind, aber zum anderen war ich auch ein wenig angewidert, wie grausam Herr Boll das dargestellt hat.
Aber trotz aller Freiheit und Ähnlichkeiten zu den Grausamkeiten in GTA V, Hatred schießt deutlich über das Ziel hinaus und da hat mir schon mein Verstand nach einer halben Minute gesagt, dass das Spiel zu grausam und geschmacklos ist, um es wirklich ohne Gewissensbisse so zu entwickeln.
 
Mal eine andere Sichtweise:

Klar gibt es labile Menschen. Stress in der Arbeit. Keine Frau würdigt einem eines Blickes. Allmachtsfantasieen entstehen.

Auch wir "normale" Menschen haben irgendwann mal an Selbstmord gedacht. Wie sagte ein Prof mal in einer Vorlesung: "Das Leben ist kein Wunschkonzert". Ich meine jetzt mal Tacheles: jeder normale Mensch war schon mal in einer Situation wo er gedacht hat "dem dreh ich den Hals um". Aber das ist nur die Wut die schnell verfliegt und kein normaler Mensch setzt das in die Tat um.

Was wenn jetzt ein labiler Mensch seine Gewaltfantasie in so einem Spiel ausleben könnte. Das ihm das reicht und er es nicht im Real Life auslebt?

Nach dem Schema "Freundenhäuser verhindern/mindern Vergewaltigungen". Was wenn Hatred das Ventil ist das ein kranker Mensch braucht um keinem Schaden zuzufügen? Wär das nicht gut für unsere Gesellschaft?

Nur so ein Gedanke.
 
Ich widerspreche der Doppelmoral.

Ich spiele. Das ist das, was ich an meiner Konsole mache.
Ich will unterhalten werden. Mit Action, Chaos und großem Bumm Bumm.

Nehmen wir die beiden angesprochenen Titel GTA und Payday.

GTA:

Na was spielt man da eigentlich? Wir spielen den Aufstieg eines Gangsters/mehrerer Gangster. Das ganze in einem Setting, was der Serie Sopranos recht nahe kommt. Michael ist für mich sehr von Tony Soprano inspiriert.
Man spielt diesen Aufstieg mit all seinen Klischees. Mord, Verrat, Loyalität und Freundschaft. Ist das Reallife?? Ganz sicher nicht! Wir erleben, wie sich Michael/Tony auf lustige/romantische/kliescheebehaftete Weise zu einem Boss, zu DEM Gangster entwickelt.
Das macht Spaß, haben wir das ganz doch in vielen anderen brutalen und weniger brutalen Filmen schon hundert mal gesehen und unterhält uns diese nette Mafiawelt mit Ganoven, Zigarren, hübschen Frauen so gut, dass wir es "gerne" sehen.
Auch diese Filme/Serien und diese Spiele haben bereits provoziert und die WTF Momente entstehen oft durch Gewaltspitzen.
Genau wie Sandro geschrieben hat, unterhalten wir uns über diese Szenen, gerne auch hitzig.
Doch ist der Kern noch immer das Spiel! Klar gibt es Ragekids, welche auf ein Parkhaus bei GTA Steigen, das Sniperrifle auspacken und Zivilisten töten. Klar, geht ja auch. Doch das ist nicht der Sinn und auch nicht der Grundgedanke, schon gar nicht wollen diese Games ein "Mordsimulator" sein. Wer das so sieht, hat das Game/Film nicht verstanden.
Ich baller auch mit 160 durch die Stadt bei GTA und nehme mal einen Zivilisten mit und erfreue mich der derben Ragdolleffekte, wenn es den Typen 50 Meter durch die Gegend schleudert.
Doch sehe ich nicht den "Menschen", den ich gerade mit voller härte getötet habe als "Mensch" an. Es fühlt sich nicht nach einem simulierten Mord an. Das ist halt bei dem Game passiert und keine Tat oder gar ein Mord aus dem Gedanken heraus, jemanden töten zu wollen; ich spiele ein "cooles" Spiel, wo das mal passieren kann. Belohnt werde ich dafür auch nicht. Und zu 99% wollte ich den nicht mal "töten".

Spiegelt das aber die harte Realität in all seinen abartigen Facetten wieder? Nein!!

Nun beende ich das Game und lege mich ins Bett und schalte gemütlich den TV an, um noch etwas TV zu schauen. Wenn ich dann auf einer Doko hängenbleibe, die die Brutalen Machenschaften der Familia X aus sonstewo zeigen, die im Grunde auf grausame Art und Weise tötet wegen Profit, entführt, vergewaltigt und Terror verbreitet, sehe ich hier keine Verbindung zu einem aus Klischees gebauten Tony Soprano/Michael DeSanta.
Hier sind es Mörder im RL, wo man Fotos oder Berichte sieht, welche einem immer wieder denken lassen, "zum Glück haben wir so einen Scheiß nicht hier" und ich glorifiziere oder sympathisiere nicht mit den Taten, die es nun mal im echten Leben gibt. Nein, ich verachte sie und bin froh ganz normal zu sein und habe nicht das Gefühl, gerade ein Teil dieser babarischen Wichser zu sein.

Payday: Wieder spiele ich ein Spiel. Runtergebrochen ist Payday ein Polizei/Räuber Game. Hardline ist ja ziemlich identisch vom Setting.
Was mache ich hier. Klar, ich kann das so sehen, dass ich einen Überfall simuliere und arme Familienväter, welche Frau und Kind zuhause haben, welche nach meinem Klick auf RT nur noch Weisen/Witwen sind, welche ab sofort hart dafür arbeiten müssen, um die Hypothek zu zahlen, es evtl nicht schaffe, umziehe, der kleine falsche Freunde kennenlernt, abrutscht, drogen nimmt und auf dem Rücksitz vom Polo die Nächsten 20 € für den nächsten Schuss "erarbeitet".
Tue ich aber nicht. Ich spiele noch immer ein Spiel, wie ich es mit 9 auf unserem Hinterhof gespielt habe. "Polistist und Räuber" oder einfach "Fangen"
Das ganze in einem "coolen" Setting, irgendwie "Fangen" mit technischer Hilfe simuliert.
Klar hab ich zu besten MP Zeiten schon einmal vor meinem TV gestanden und dem Typen, der mich das vierte mal "gekillt" hat, den Tod gewüscht. Aber doch nicht ernsthaft! Jeder, der in einem Wettbewerb mal verkackt hat, kennt diese Emotion. Doch will ich doch nicht in "echt", dass der Typ an der anderen Seite wirklich tot umfällt.
Ich mache mein Spiel aus und gehe wieder ins Bett. Mache den TV an und sehe eine Sendung wie "Autopsie" oder "Anwälte der Toten". Das sind diese Dokus, die die Ermittlungsarbeiten echter Fälle aufzeigen. Mit all Ihren ekelhaften/beunruhigenden Details. Das finde ich total strengh und hat mich schon mehrmals schlecht schlafen lassen.

Wie kann das jetzt sein, dass ich mir auf der einen Seite, bewaffnet mit einer Tüte Chips und nem Sixer Bier ansehen kann. wie Leatherface jemanden mit einer Kettensäge das Gesicht entfernt und es sich aufsetzt, auf der anderen Seite aber schlecht schlafe, wenn ich von einem einzigen Mord einer unschuldigen Frau vor dem Einschlafen höre?

Ich weiß, was Unterhaltung ist und was das echte Leben ist. Ich weiß, dass das Leben ein heiliges Gut ist, welches für mich unantastbar sein muss.
Spiele sollen mich unterhalten und mir Spaß machen. Sie sollen Spiel sein, so wie Payday oder GTA.

Ich besitze hier keine Doppelmoral, sondern habe und lebe die Werte, die mir die Gesellschaft und meine Eltern mitgegeben haben.

Ein Spiel, was einen Amoklauf simuliert, ist einfach abartig. Und das Game scheint keine Satire, kein Spaß zu sein, sondern soll einzig durch das Tabu polarisieren. Das Tabu unschuldige Menschen abartig zu töten. Hier werden keine Klischees bedient, keine Geschichte erzählt, hier haben wir tatsächlich einen "Mordsimulator", der nur das sein will und die Thematik fast verhöhnt.
Ich will sowas nicht spielen. Ich will gar nicht, dass sich sowas "Spiel" nennen darf. Denn ich spiele Spiele und will nicht, dass jemand denkt, dass ich mit solcher Scheiße einverstanden bin.
Ich hoffe sehr, dass es in allen Foren den einheiltlichen Ausspruch gegen diesen Dreck gibt und die Medien dies wahrnehmen.

Das wäre ein tolles Statement für unser liebstes Hobby!

Ich will spielen und nicht morden.
 
Was wenn jetzt ein labiler Mensch seine Gewaltfantasie in so einem Spiel ausleben könnte. Das ihm das reicht und er es nicht im Real Life auslebt?

Nach dem Schema "Freundenhäuser verhindern/mindern Vergewaltigungen". Was wenn Hatred das Ventil ist das ein kranker Mensch braucht um keinem Schaden zuzufügen? Wär das nicht gut für unsere Gesellschaft?

Nur so ein Gedanke.

Oh oh...heikle Sache....ich würde diesem Gedankenspiel widersprechen.
Viele dieser Typen die zu Mördern wurden haben ihren Kick nach und nach in schlimmeren Taten gesucht. Ich schaue oft Dokus und konnte das so Eindrücke sammeln. Ein Experte könnte da mehr sagen...wobei die sich auch nicht alle einig sind.
Ich denke eher das zocken dieses Games wäre für diese Person die Vorstufe um es in die Tat umzusetzen.
Gib jemandem der eh psychisch angeschlagen ist und in der Schule Ärger und ähnliches hat dann noch einen herben Schlag hinzu und ich denke das Fass läuft über. Das könnte auch ohne Game passieren...aber sowas muss ja nicht.

Der Charakter sagt ja:

Zitat:

My name is not important. What is important is what I'm going to do ... I just fuckin' hate this world. And the human worms feasting on its carcass. My whole life is just cold, bitter hatred. And I always wanted to die violently. This is the time of vengeance and no life is worth saving. And I will put in the grave as many as I can. It's time for me to kill. And it's time for me to die. My genocide crusade begins here.



"human genocide"....ich bitte euch die Entwickler haben einen Knall! Niemand fordert dich in GTA zum Genozid auf.....



@Psycho

Ein Spiel, was einen Amoklauf simuliert, ist einfach abartig. Und das Game scheint keine Satire, kein Spaß zu sein, sondern soll einzig durch das Tabu polarisieren. Das Tabu unschuldige Menschen abartig zu töten. Hier werden keine Klischees bedient, keine Geschichte erzählt, hier haben wir tatsächlich einen "Mordsimulator", der nur das sein will und die Thematik fast verhöhnt.
Ich will sowas nicht spielen. Ich will gar nicht, dass sich sowas "Spiel" nennen darf. Denn ich spiele Spiele und will nicht, dass jemand denkt, dass ich mit solcher Scheiße einverstanden bin.
Ich hoffe sehr, dass es in allen Foren den einheiltlichen Ausspruch gegen diesen Dreck gibt und die Medien dies wahrnehmen.

Das wäre ein tolles Statement für unser liebstes Hobby!

Da stimme ich mit ein!
 
Zuletzt bearbeitet:
Schon interessant was für rhetorische gymnastische Verrenkungen hier betrieben werden um auf Teufel komm raus einen Unterschied zwischen Hatred und GTA, Payday und den anderen AAA Spielen herzustellen.

Wie Mersadion schon angesprochen hat, wenn man GTA, Payday, Assassins Creed usw. ihr Story/Motitations-Mäntelchen wegreisst bleiben nicht mehr viele Unterschiede im Grundprizip: Man tötet Menschen, auf grausame Weise.

http://v.cdn.cad-comic.com/comics/cad-20141020-72987.png

Dieser Comic Strip Trifft den Nagel auf dem Kopf.

Denkt mal darüber nach: Wie haben Regierungen aller Zeiten und aller Breitengrade die jeweilige Bevölkerung zu Kriegen motiviert? "Wir kämpfen gegen das Böse", "War against Terrorism", "Tot den Ungläubingen (Jihad, christliche Kreuzzüge usw.)". Es wurde immer ein Narrativ konstruiert. Dem Feind wird immer die Menschlichkeit abgesprochen. Das Ergebnis war und ist jedoch immer das Selbe. Im Krieg sterben immer unschuldige, Männer, Frauen und Kinder. Aber alles ist gut so lange die Geschichte stimmt.

Und dagegen bin ich. Keiner kann mir sagen das Morden, abschlachten auf ein Mal gerechtfertigt ist wenn nur ein Narrativ vorhanden ist.

Hier liegt meiner Meinung nach der Wert von Hatred. So abstoßend es auch ist. Es hält uns den Spiegel vor: Was bleibt noch übrig wenn man die Geschichte und die Propaganda entfernt?

Ist es abstoßend, abartig? Ja, keine Frage.

Wir Gamer wollen doch alle das Videospiele endlich rechtlich genau so wie die Filme als Kunst respektiert werden. Im Film Glorious Basterds werden Nazis auf Grauenvolle Weise ermordet. (Baseballschläger mit voller Härte gegen einen Köpf in Slow Motion - ist es nicht herrlich? /sarcasm) Diese Taten werden bis ins Detail gezeigt. Aber da ist es ja ok, dass dokumentiert wird wie man Menschen auf bestialische Weise hinrichtet, es sind ja keine Menschen, es sind ja Nazis. Denen spricht man das Menschsein natürlich ab. Bei Nazis, Terroristen, Russen ist es toll, dass sie hingerichtet werden...

Ich habe eine Dokumentation gesehen (glaub auf Arte) wo ein Soldat dem seine Ganze Familie von den Nazis ermordet wurde später, nach dem Krieg die Gelegenheit hatte (von seinem Vorgesetzten Offizier) nach belieben Nazis zu foltern und zu töten, als gerechte Rache sozusagen. Er sagte selber, das er natürlich zu Begin wollte aber er es am ende nicht fertig brachte. "Es sind ja immer noch Menschen", waren seine Worte. Ich mein, wenn so jemand der alles moralische Recht der Welt hätte sich zu Rächen sich auf Menschlichkeit beruft sagt es schon einiges.

Hatred sehe ich natürlich nicht als Kunst an, Hatred ist "kranker Scheiss". Aber das Medium "Videospiel" sollte, wenn es als Kunst anerkannt werden sollte, so einen "kranken Scheiß" aushalten können.

Es gibt da dieses Motto: Kunst darf alles.
 
Was is denn das für ein Bildzeitungskommentar????

Es gibt einen Trailer, wie das Game am Ende ist ob es Töne wie Manhunt und co doch anschlägt kann man wohl kaum sagen.
Klar wenn es nur die eine Aussage "Alle töten die Welt ist blöd" behält ist es ein fragwürdiges perverses Machwerk, aber ich würde sagen abwarten und Tee trinken.

Aber Leute beleidigen die es sich kaufen wollen (da mein Laptop die neue Unreal Engine eh nich pakt brauche ich mir um das Game eh keine gedanken verschwenden)
"Ein Spiel für Loser"
Das ist erwachsen????
Echt?! Mir kommt es so vor als wäre das genauso stupide wie die bisherige Aussage dieses Spiels.

Achja Thema doppelmoral, wenn man schon die Manhuntkeule schwingt dann rede nicht nur über Teil 1 der richtung Running Man ging dann rede auch über Manhunt 2 was war denn der? Die Bild würde schreiben "Kranker schizophrener Psychokiller Simulator"

Also ich für meinen Fall will weder vor nem Robert Steinhäuser noch vor einem Ed Gain stehen, ist beides nich so toll oder?

Aber ich Spiele auch brutale Games aller GTA und bald werde ich Famillienvater, also alles noch ok im Kopf denke ich wohl.

Und Sandro spielste nicht Battlefield 4? Biste etwa kriegsgeil? Reicht nicht was in der Welt abgeht? Merkste wie dumm sich diese 2 Sätze anhören?

Aber das du dann noch unser überzogenes Jugendschutzsystem schönredest ist der Hammer unter den naiven Sätzen in diesem Kommentar.

Hab dich als wir Battlefield Anfang des Jahres mal gezockt haben (mit JannLee) als normalen Typen kennengelernt, was hat sich zu so einem "Bild" Kommentar getrieben, zwang von Computec?
 
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