@Supreme
Dann ist das individuell dein Recht es so zu handhaben. Aber man könnte ebenso sagen "der Weltkrieg hat Millionen Menschen betriffen und wirkt noch heute nach, Erfurt und Co betraf meinetwegen 150 Leute" auf was soll man mehr Rücksicht nehmen? Die Befindlichkeit von Millionen oder die von 150 Menschen?
Was die Aktualität angeht will ich dir nicht widersprechen, aber viele Shooter bieten heute noch "Standardgegner" wie Araber/Asiaten, ob nun Afghanistan oder Korea sei mal ignoriert, aber man kann durchaus auch hier sagen ob Al Kaida vor 5 Jahren oder Irak vor 10 Jahren oder ISIS vor 10 min...die Aktualität ist immer da. Der durchschnittliche Spieler wird da kaum Unterscheiden ob der gegnerische Turbanträger jetzt zu fiktiv ist, von Al Kaida oder ISIS. Wenn man also ne Art "Karrenz-Zeit" fordert dürften kaum Gegenwartsshooter erscheinen.
Eine Frage habe ich noch. Was meinst du mit "Boykott"? Kauf/Spielboykott oder medialen Boykott a la man sollte es als Website/Magazin totschweigen
Medialen Boykott, auch wenn eine sachliche Diskussion angebracht wäre, aber man hat ja gesehen, was am Ende immer dabei rauskommt: Trolle, und Möchtegern halbwissende, die die Welt verbessern wollen und Tod und Anarchie den Themeerstellern androhen.
Stimmt schon, aber dennoch ist das so in MEINEM Kopf und in MEINEM denken so verankert, dass man irgendwann mit der Vergangenheit fertig werden und sie abschließen muss.
60 Jahre sind eine lange Zeit und ich, mit meinen zart besaiteten 22 Jahren, habe, Gott sei dank, keines dieser Kriege persönlich erlebt, aber dennoch finde, ich, dass man da deutlich differenzieren sollte zwischen hier und jetzt und was seit Jahrzehnten oder Jahrunderten geschehen ist.
Ich könnte jetzt auch kein Rome II: Total War spielen, weil zu dieser Zeit ja Millionen Menschen getötet und versklavt wurden.
Ist es dann nicht auch genauso grausam wie ein Wk II Spiel?
Wenn ja, dann dürfen wir aber auch GAR KEIN Spiel mehr spielen, was eine historische Tatsache als Hintergrund hat.
Wenn du es so sieht, gut, ich aktzeptiere das, aber ich finde, irgendwann muss man die Weltkriege als das sehen, was sie sind: Vergangenheit.
Denn, wer stets deine Schiene entlnaggeht und sich nicht damit abfindet, der ist ähnlich wie die Leute, die sich bis heute für den Holocaust entschuldigen müssen.
Interessant finde ich es, wie hier eine Zwei Seiten Commuity entstanden ist.
Die einen sehen keinen Unterschied zu neueren Titeln, wie GTA, AC oder CoD.
Andere sehen genau einen Unterschied zwischen diesen Titeln.
Ich stehe mehr auf letztere Seite, weil mein gesunder Menschenverstand mir sagt, dass dieses "Spiel" zu grausam ist, und keinen Sinn liefert,
warum genau diese "Pixel und Polygone" sterben sollen.
Dennoch kann ich die andere Partei verstehen, weil wir ja auch, indirekt selber alle schon gesagt haben, dass wir Virtuelle Gewalt von echter unterscheiden können, und es uns egal ist, ob wir ein paar Passanten in GTA überfahren oder irgendwelchen Zombies den Gehirnpudding aus der Birne ballern.
Prinzipiell haben wir uns in der Hinsicht ein Eigentor geschossen, denn mit unserem Boykott, entkräften wir unser Argument, dass Videospielgewalt uns egal ist und sie stets virtuell ist.
Ich hätte aber auch nie gedacht, dass sich jemand eines solch heiklen Themas so...respektlos annimmt.
Ich hab mal letztens...auf Arte, glaube ich, eine Film gesehen über einen Amoklauf in einer Uni irgendwo in England.
Fand das gezeigte doch sehr radikal, auch wenn es fiktiv ist.
Und bei "Rampage" von unser aller Lieblingsregisseur Uwe Boll hatte ich auch ein zwiespältiges Verhältnis gehabt.
Zum einen hat es schon sehr krass dargestellt, wie schnell solche Menschen zu solchen Handlungen fähig sind, aber zum anderen war ich auch ein wenig angewidert, wie grausam Herr Boll das dargestellt hat.
Aber trotz aller Freiheit und Ähnlichkeiten zu den Grausamkeiten in GTA V, Hatred schießt deutlich über das Ziel hinaus und da hat mir schon mein Verstand nach einer halben Minute gesagt, dass das Spiel zu grausam und geschmacklos ist, um es wirklich ohne Gewissensbisse so zu entwickeln.