Sucht ist eigentlich immer eine Folge eines übgergeordneten Problems.
Die Internet-Sucht ist definitiv ein totgeschwiegenes, nahezu unerforschtes Massenproblem.
Durch die Sucht wird das übergeordnete Problem durch Faktoren wie Isolation negativ verstärkt, so daß man das Thema auf jeden Fall ernst nehmen muss.
Daß Spiele einen zum Teil bedenkliche Inhalte intensiv miterleben lassen, ist darüber hinaus auch nicht von der Hand zu weisen. Deswegen spielen wir doch?
Diesen Kick, diese Interaktion, das Feedback ...das bekommt man aus keinem anderen Medium heraus.
Daß das weder für Kinder, noch für labile Menschen gut ist, wird kaum einer bestreiten. So fördern einige Games auch nicht gerade moralische und geistige Aspekte bei gesunden Erwachsenen.
Schade finde ich bei solchen Reportagen meist den Stil der Berichterstattung. Für seriöse und intelligente Aufklärung, jenseits populistischer Schwarzmalerei, wäre vielleicht auch der ein oder andere unter euch zu haben, der sich hier mit Ironie versucht der Thematik zu entziehen.
Ich spiele jedenfalls gerne, obwohl ich um die Risiken weiss. Es ist ein negativ behaftetes Genußmittel wie Nikotin und Alkohol. Es macht bei häufigem Genuß fett, träge und unflexibel. Die monotonen Abläufe unterfordern das Gehirn bei gleichzeitiger Reizüberflutung. Ausserdem fördert es durch die Passivität und Misserfolge Frust und Aggressivität.
Aber so what... ich hab´ ja schon mit dem rauchen aufgehört
