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  1. #1
    Erfahrener Benutzer
    Avatar von Mersadion
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    Gaming meets Literatur: Eure Kritiken/Erfahrungen mit Büchern zu Videospielen

    Servus Mädels,
    Ich hab mal diesen Thread eröffnet um ein wenig Erfahrungen, Kritiken und auch Empfehlungen zu sammeln zum Thema "Videospiel-Literatur".
    Der Thread soll weniger auf Fachliteratur abzielen sondern vielmehr auf Romane die zu Videospielen erschienen sind. Mittlerweile hat ja beinah jede große Spielreihe die was auf sich hält auch einen bis mehrere Romane oder Comics am Start. Man denke nur an die vielen Bücher zu Halo, Diablo oder Mass Effect. Sogar Assassins Creed und Fable haben ihre Romanergänzungen erhalten. Damit der Markt da ein wenig überschaubar bleibt und da die Rezensionen auf amazon und Co teilweise wenig hilfreich sind....wenn z.B. ein "normaler" Leser eine Rezension zu nem Halo-Roman schreibt wird der vermutlich ganz anders werten als einer von uns Nerds.
    Daher in diesem Thread die Fragestellungen:

    - Welche Romane zu Games habt ihr schon gelesen?
    - Wie fandet ihr diese Romane? Waren es nur Nacherzählungen oder haben sie das Spieluniversum (sinnvoll) erweitert?
    - Welche Romane könnt ihr weiterempfehlen, von welchen würdet ihr abraten und warum?

    So die Fragestellungen sind natürlich nicht bindend. Ich dachte einfach an eine Art "Rezensionen von Nerds für Nerds"....haut rein.
    Schmadda und Dirty Pretty Thing gefällt dieser Beitrag.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer
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    Avatar von Mersadion
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    So ich mal einfach mal den Anfang:

    Ich hab bislang 4 von den Halo-Romanen durch, sowie die Kurzgeschichtensammlung....Für Halo-Fans sind diese Bücher ein Paradies. Zwar werden in Band 2 wenn ich mich recht entsinne "nur" die Geschehnisse von Halo 2 nacherzählt aber die Bücher sind eine echt sinnvolle und gut lesbare Ergänzung zu den Spielen. Man erfährt mehr über die Spartaner, die Hintergründe der Allianz, den Beginn und Verlauf des Krieges abseits der Spiele. Ebenso erfährt man aber auch von den ersten Einsätzen der Spartaner die nicht gegen die Allianz gerichtet waren sondern gewissermassen gegen die eigene Bevölkerung und Raumpiraten/Rebellen.
    Selbst für "Nicht-Halo-Fanboys" sind die Bücher ziemlich lesenwert da gerade Eric Nylund wie ich finde sehr "technisch" an die Sache geht und damit dem Universum ein wenig mehr Fleisch auf die Knochen bringt. Manch einen wird es nerven wenn über eine oder mehrere Seiten die Funktion eines Hyperantriebs erklärt wird, aber gerade für Fans macht das den Reiz aus.

    Weiterhin hab ich mir die Mass Effect Bücher durchgelesen (Bd.1-3).
    Hier wird nicht direkt die Spielhandlung nacherzählt sondern eher die Vorgeschichte der Spiele. Man erfährt mehr über Saren als er noch ratstreuer Spectre war, man erfährt mehr über die Grisholm-Academy (die man ja in ME3 auch im Spiel besucht). Die Beweggründe des Illusive Man werden näher beleuchtet und damit natürlich auch von Cerberus. Den 4ten Band kann man momentan in die Tonne treten auf Grund massiver Logikfehler.
    Die Comics (Bd. 1-2) sind leider ein wenig kurz, beleuchten aber die Vorgeschichte des Illusive Man (unter anderem wird erklärt woher er die merkwürdigen Augen hat) und man erfährt mehr über die Omega 4 Station und Aria. Auch hier eine klare Empfehlung für Fans die mehr über das ME-Universum erfahren möchten.

    Kommen wir nun zu Dead Space: Märtyrer:
    Da weiss ich nicht so recht was ich davon halten soll. Allerdings hab ich es erst einmal gelesen und hab es nicht mehr so ganz präsent. Ich kann mich nur noch dran erinnern das Issac im Buch keine Rolle spielt. Es geht vielmehr um den Marker, Unitology und selbst die Necromorph tauchen erst am Ende so wirklich auf.

    Mich würde interessieren ob jemand von euch schon eines oder alle Bücher zu Diablo gelesen hat da ich hier grad mit einem Kauf der 7 Bände liebäugle.

  3. #3
    gyroscope
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    Die Elder Scrolls Bücher waren sehr gut Haben bislang nur ein paar Exemplare in D verkauft, schlagt mal zu Die Mass Effect Reihe ist für Bioware-Fans gute Science Fiction Unterhaltung, hat mir viel Spass gemacht.

    Generell sollte jeder Gamer mal Neuromancer geniessen - was für eine geile Triologie.

  4. #4
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    Avatar von Klopper
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    An Büchern zu Videospielen habe ich persönlich so überhaupt kein Interesse. Vielleicht habe ich da Vorurteile, aber das sind nun mal in den meisten Fällen Auftragsbücher und nicht gerade die Visionen des Künstlers. Das ist schön für Leute, die sich in einem Universum sehr wohl fühlen und darin länger verweilen wollen, als das Spiel dauert. Aber mir mangelt es da an Freiheit. Der Autor ist ja eine enge Vorgabe gebunden und wenn er da zum Beispiel mal ein Fan-Favourite sterben lässt oder einen anderen Weg als die Vorlage beschreiten möchte, steigen ihm direkt die Fans aufs Dach. Gerade Gamer sind ja gerne schnell angepisst, wenn etwas nicht genauso ist, wie sie es haben wollen...

    Aber ich kann wenigstens was beitragen zu Büchern, die Vorbild für Videospiele waren. Vielleicht will der eine oder andere mal das große Vorbild zu seinem Lieblingsspiel lesen. Und da gibt es tolle Sachen.

    Metro 2033 - nach dem gleichnamigen Roman von Dmitry Glukhovsky
    Als ich das gelesen habe, dachte ich: Mensch, daraus müsse man ein Spiel machen! Hat man ja auch ein ganz passables, auch wenn mir ein Shooter-RPG statt eines reinrassigen Shooters lieber gewesen wäre.
    Story sind bei Buch und Spiel weitgehend identisch: Moskau weggebombt und verstrahlt, Menschen leben in den U-Bahn-Tunneln und haben auf den Bahnhöfen kleine Nationen gegründet, die sich nicht immer vertragen. Schwarze Wesen kommen von oben runter. Was tun? Viel durch die Dunkelheit latschen und Ballern!
    Ein sehr atmosphärisches Buch, bei dem man spürt, dass der Autor gerne zockt. Denn das mutet wirklich wie ein Videospiel an, inklusive gängiger Sexismen, denn Frauen spielen in der harten Welt überhaupt keine Rolle. Ich glaube, nur einmal darf eine auch was sagen.
    Egal, für Zocker und Endzeit-Fans echt empfehlenswert!

    Dante's Inferno - nach der Göttlichen Komödie von Dante Alighieri
    Hier haben Spiel und Vorlage mal so rein gar nichts miteinander zu tun. Das Spiel ist eher eine Parodie auf diesen Klassiker der Weltliteratur. Dante ist in Wirklichkeit ein furchtsamer, schmächtiger Dichter, statt der blutrünstigen Kampfmaschine des Spiels. Im Buch gibt es keine Gewalt, außer den Schilderungen der Hölle. Das Spiel hat sich davon ein paar besonders Grausame herausgepickt und noch brutaler gestaltet, dazu noch eine B-Movie-Story, fertig! Hier steht also ein komplexes und bedeutendes Meisterwerk simplen Trash gegenüber.

    American McGee's Alice/Alice: Madness Returns - nach Alice im Wunderland und Alice hinter den Spiegeln von Lewis Carroll
    Ich denke, da braucht man nicht mehr viel zu sagen. Carrolls Bücher sind absolut irre. Der Mann muss auf harten Drogen gewesen sein, als er das schrieb. Die Umsetzungen (sind ja eher Fortsetzungen) von American McGee passen dazu ziemlich gut. Auch der düstere Anstrich, denn im Wunderland geht es auch gelegentlich grausam zu.
    Wenn man mal echt abgefahrenes Zeug lesen möchte, sollte man die beiden Bücher lesen!

    Mir fallen jetzt noch einige Point & Click-Adventures ein, die auf Roman basieren. Aber die halten sich meist einfach genau an die Vorlage und bauen dabei mehr oder weniger geschickt Rätsel ein. Oder die Discworld-Spiele, die aus Szenen verschiedener Bücher aus Terry Pratchetts Scheibenwelt-Romanen zusammengebastelt wurden und für Fans super, für Nicht-Gans vermutlich nur super schwer sind.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer
    Avatar von Corlagon
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    Der erste Roman zu City of Heroes hat mir gut gefallen (The Web of Arachnos, befaßt sich mit den ersten Superhelden um 1930); den zweiten habe ich leider noch nicht.

    Die Romanadaption zu The Force Unleashed II kann ich insoweit empfehlen, als daß die Handlung im Spiel selbst enttäuschend kurz war, was der Roman durch eine zusätzliche Nebenhandlung ausgleicht. Die des Vorgängers hat hingegen einen schlechten Ruf.

  6. #6
    Moderator
    Avatar von partykiller
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    Mir fallen dazu die Adventures der Firma Telarium ein, die meistens allesamt Literaturvorlagen hatten und auf diesen basieren oder sie fortsetzen.

    Rendezvous with Rama (auch genannt "Rendezvous im Weltraum) - Arthur C. Clarke
    Fahrenheit 451 - sehr bekannter Science Fiction Roman von Ray Bradbury, das Adventure Spiel ist quasi die Fortsetzung des Romans
    Congo - Michael Crichton (daran angelehnt das Adventure "Amazon")
    die Amber Romane - Roger Zelazny (dazu das Telarium Adventure "Nine Princes in Amber" (nur so am Rande: der Titel klingt wie ein (Soft-)Porno, das täuscht aber sehr stark ))
    Perry Mason Krimis - Earl Stanley Gardner (in Bezug auf das Spiel "Perry Mason and the Case of the Mandarin Murder")
    Shadowkeep - Alan Dean Foster (hier war das Rollenspiel "Shadowkeep" ausnahmsweise mal die Vorlage für das Buch)
    Dragonworld - Preiss/Reaves (Fantasy Roman zum gleichnamigen Adventure)

    Zu den meisten Werken kann ich nichts sagen, manchmal muss man das auch nicht, Fahrenheit 451 dürfte ja sehr bekannt sein, auch die Science Fiction Werke von Arthur C. Clarke sind manchen ein Begriff.

  7. #7
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    Fahrenheit wurde auch sehr gut verfilmt meiner Meinung nach.

  8. #8
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    Avatar von partykiller
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    Ja, das passt. Und das Computer Adventure Fahrenheit 451 setzt nach den Ereignissen des Films/Buches an und ist eine Art Sequel.

  9. #9
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    Ahhh, das war mir neu. Pädagogischer Auftrag für heute erfüllt

  10. #10
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    Avatar von Schmadda
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    Hab mal kurz in die Buchbesprechungen zu den Assassins Creed-Romanen reingeschaut. Kommen nicht so gut. Erzählen wohl nur die Story der Games nach. Und mal ehrlich, wer braucht sowas? Man hat die Spiele doch eh gespielt. Dann lieber Bücher wie Mass Effect, die Vor- und Zwischengeschichten von teilweise wichtigen Ereignissen oder Nebenfiguren erzählen.
    ESport ist kein Sport.
    Spiele des Jahres 2019 bis jetzt: Resident Evil 2, Bloodstained, A Plague Tale, Control

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