JannLee hat folgendes geschrieben:
Also, in meiner Berufsschulklasse gibts eine die felsenfest der Meinung ist, in 10 Jahren gibt es kein Deutschland mehr und russisch ist die Weltsprache... mal schaun ob sie recht hat ^^
Das ist der Unterschied zwischen Deutschen und Russen. Den Russen gehts dreckig und sie haben immer noch Nationalstolz als hätten sie den Kalten Krieg gewonnen. Den Deutschen geht's super und suchen händeringend nach Gründen, warum sie ihre Heimat verlassen sollen. Die meisten werden am Ende doch hier bleiben, weil sie ihren dickgefressenen Reichen-Arsch nicht hoch bekommen und sich lieber weiter über Türken, Russen, Politiker, gut verdienende Unternehmer und andere Sündenböcke auslassen.
@Ramses & Matrix:
Staatsquote bei 60-70%? Halte ich für ein Gerücht. Die letzte Zahl, die ich im Kopf habe waren 47% für 2005. Quellen habt ihr vermutlich nicht...?
47% ist übrigens absolut nicht zu hoch. Deutschland liegt mit seinem Wert im unteren EU-Durchschnitt und niemand weiß genau, wo die optimale Staatsquote liegt. Wir könnten mit 47% durchaus voll und ganz im Bullseye liegen.
Ich vermuteallerdings fast, dass Ramses mal wieder zu beschäftigt damit war geschwollene Phrasen zu schreiben, um zu bemerken, dass er Schuldenquote statt Staatsquote meint. Die liegt nämlich tatsächlich bei knapp 70%. Aber anstatt da gleich wieder "doofe Politiker" zu rufen, sollte man vielleicht die Medaille auch mal umdrehen und sich mal fragen, ob die Schuldenquote wirklich so aussagekräftig ist. Japan hat derzeit einen moderaten Aufschwung trotz einer Staatsquote von 161,9% und die USA liegt auch nur 2 Prozentpunkte unter unserem Wert. Es ist absolut normal, dass Länder stark verschuldet sind - wir leben nicht mehr im Merkantilismus.
Aber um die Kacka, die Matrix zu dem Thema hier los lässt noch einmal aufzugreifen, habe ich eben nochmal Wikipedia bemüht:
Die Staatsquote lag 2003 bei 49,1%, 2004 bei 47,5% und 2005 bei 47,2% - ist also in den letzten Jahren kontinuierlich gefallen. Da hätte man sich vielleicht mal informieren können, bevor man sich gleich hinten anstellt, um auf Gerd und Angie herumzuhacken.
Das heißt nicht, dass ich mit den Personallösungen im Bundestag einverstanden wäre. Insbesondere macht einem die SPD da sorgen.
Die Wirtschaftsminister, die die BRD ab Kohl hatte, waren durch die Bank Durchschnitt. Es gab sogar ein paar Volldeppen wie Lafontaine, der ja zum Glück schnell wieder sein Amt verloren hatte. Vielleicht macht der Glos jetzt vieles besser, offenbar fährt er ja eher die Keynes-Schiene.
Deutschland geht es übrigens gar nicht schlecht. Klar haben wir wirtschaftliche Probleme. Mein Gott, welches Land hat die nicht. Man kann auch die USA und Japan durch den Sand ziehen, wenn man sich ein paar Statistiken ansieht. Der Hund in Deutschland liegt in der Wiedervereinigung begraben. Rechnet man den Osten weg, ist Deutschland spitzenklasse. Aber den Osten haben wir ja nun an der Backe kleben und als Deutscher der offenbar wesentlich mehr Nationalstolz besitzt, als fast alle anderen, die in diesem Thread gepostet haben (nicht übel nehmen

), muss ich auch erwähnen, dass es gar nicht schlecht ist, dass Deutschland wieder vereint ist (obwohl mir Elsass-Lothringen lieber gewesen wäre