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Und wieder ein Amoklauf.

J

JannLee

Guest
:crazy:

http://portal.gmx.net/de/themen/nac...1234-[MW]_amoklauf-England_mia.html#.00000002

Der Kerl ist zwar schon 52, aber irgendwo wird schon wieder irgendwie irgendein Zusammenhang hergestellt. Das ist mir egal. Was mich viel mehr interessiert, wie man überaupt sowas machen kann. Da müssen sich doch fälschlicherweise irgendwelche Drähte in den Köpfen der Leute berühren. :crazy:

Edit: Weiß nicht warum der Link nicht geht... ist die Addy aus der Adresszelle. Über Copy & Paste is die Seite aufzurufen.
 
Whoa :0
Mit 52?
Bei Jugendlichen ist der Hintergrund meistens der, dass sie gehänselt oder von "besseren" Mitschülern terrorisiert werden oder so, aber mit 52 :crazy:
 
EgoBoy95 hat folgendes geschrieben:


Bei Jugendlichen ist der Hintergrund meistens der, dass sie gehänselt oder von "besseren" Mitschülern terrorisiert werden oder so, aber mit 52 :crazy:

Vielleicht wurde er im Altersheim terrorisiert. So wie ich auch. :bigsmile:

:sun:
 
BigJim hat folgendes geschrieben:

EgoBoy95 hat folgendes geschrieben:


Bei Jugendlichen ist der Hintergrund meistens der, dass sie gehänselt oder von "besseren" Mitschülern terrorisiert werden oder so, aber mit 52 :crazy:

Vielleicht wurde er im Altersheim terrorisiert. So wie ich auch. :bigsmile:

:sun:

Musst eben die Pfleger bestechen, so wie ich :)
 
Wenn ich mir dass so durchlese, ist alles klar.

Counterstrike ist diesmal unschuldig.

GTA ist offensichtlich der Auslöser gewesen.
 
Das auch ältere Mitbürger zu Amokläufern werden können, sollte gerade in Deutschland kein Thema sein. Es wird zwar gern unter den Teppich gekehrt und es wird behauptet das nur jugendliche Videospieler Amokläufe veranstalten, aber es gab z.B. 1964 einen 48jährigen Kriegsveteran, der in Deutschland mit einem selbstgebastelten Flammenwerfer und einer Lanze in eine Schule stürmte und dort 8 Kinder und 2 Lehrerinnen tötete.

Einer der berühmtesten Amokläufe Deutschlands ereignete sich 1913 als ein 39jähriger Lehrer seine Frau, seine 4 Kinder tötete und danach eine Ortschaft anzündete, als die Anwohner vor dem Feuer flüchteten, erschoss er sie (12 Opfer)

Amokläufe gab es und gibt es immer wieder, genauseo wie es kranke Arschlöcher (Napoleon, Dschinghis Khan, Stalin, Hitler) immer wieder gibt und das meiste zu einer Zeit, ales noch kein einziges Computerspiel und keinen einzigen richtigen Horrorfilm gab.
Man muss eben mal schauen, was wirklich zu solchen Taten führt und in den meisten Fällen sind es die gleichen Probleme: Schlechtes Umfeld, sozialschwaches Umfeld, schlechte Erziehung, Propaganda aus welchen Richtungen auch immer (Linke Faschisten, Rechte Faschisten, Arbeitslosenpropaganda, falsche Freunde, Mobbing, weiß der Teufel was)
 
@Shadow: Sehe ich sehr ähnlich. Aber hast du seriöse Quellen für die von dir genannten Beispiele? Ich zumindest hab davon noch nie was gehört.
 
scoopexx hat folgendes geschrieben:

@Shadow: Sehe ich sehr ähnlich. Aber hast du seriöse Quellen für die von dir genannten Beispiele? Ich zumindest hab davon noch nie was gehört.

Quellen gibt es gerade für diese Beispiele ausreichend:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,303519,00.html
http://www.ursula-kuhr-schule.de/Chronik/Attentat/Attentat.html

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31343/1.html
http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~E5766F20F84CC439DAB7815F938181234~ATpl~Ecommon~Scontent.html
http://www.unrast-verlag.de/files/patient_massenmoerder_pm.pdf

Über Menschen wie Dschinghis Khan, Stalin, Napoleon oder Hitler, die allesamt kranke Gestalten waren und Millionen Opfer auf ihrem Gewissen haben, braucht es wohl hoffentlich keine Quellen? Die alle haben den Mist gebracht, Jahrzehnte, Jahrhunderte bevor es "böse Killerspiele", Horrorfilme oder "böse Musik" gab.
 
@Shadow Angel: Danke dafür erstmal. Ist ja eine Menge Lesestoff. ;) Ich bin erstmal an dem Telepolis-Artikel hängengeblieben. Erinnert mich an die guten alten Tage, an dem Telepolis-Artikel wirklich meistens noch lesenswert waren.
 
ShadowAngel hat folgendes geschrieben:

Über Menschen wie Dschinghis Khan, Stalin, Napoleon oder Hitler, die allesamt kranke Gestalten waren und Millionen Opfer auf ihrem Gewissen haben, braucht es wohl hoffentlich keine Quellen? Die alle haben den Mist gebracht, Jahrzehnte, Jahrhunderte bevor es "böse Killerspiele", Horrorfilme oder "böse Musik" gab.

Dschinghis Khan mit einem Amokläufer zu vergleichen oder als "kranke Gestalt" zu bezeichnen halte ich schon für sehr gewagt.
Schonmal daran gedacht, dass in der Mongolei vor gut 800 Jahren die Umstände ein bisschen anders waren als hier und heute? Irgendwelche Raubzüge waren da eher die Tagesordnung, und Dschinghis Khan hat die mongolischen Stämme vereint, die bis dahin ständig in interne Streitereien verwickelt waren. Er hat ein Reich geschaffen.

Amokläufer stellen sich ganz allein gegen die vorhandene Gesellschaft, nur aus persönlichen Gründen und haben als Ziel nichts anderes, als sich zu rächen indem sie anderen möglichst alles zerstören.

Für Leute wie Dschinghis Khan war eben Gewalt und Tod von Anfang an ein Bestandteil ihres Lebens. Die durchschnittliche Lebenserwartung zur damaligen Zeit war vielleicht gerade einmal halb so hoch wie heute.

Bei uns ist Gewalt nun grundsätzlich erstmal verboten und etwas "niederes", und sterben tut man in der Regel nicht vor 60-70 Jahren.

In Computerspielen dagegen geht es ständig nur um's töten töten töten. Ist doch echt nicht überraschend, dass darin eine Quelle für Gewalt gesehn wird.
 
Miew hat folgendes geschrieben:

Amokläufer stellen sich ganz allein gegen die vorhandene Gesellschaft, nur aus persönlichen Gründen und haben als Ziel nichts anderes, als sich zu rächen indem sie anderen möglichst alles zerstören.

Für Leute wie Dschinghis Khan war eben Gewalt und Tod von Anfang an ein Bestandteil ihres Lebens. Die durchschnittliche Lebenserwartung zur damaligen Zeit war vielleicht gerade einmal halb so hoch wie heute.

Und weil es damals an der Tagesordnung war, macht es ihre Taten umso lobenswerter?

Dschingis Khan hatte natürlich nicht die Rache vor Augen. Nein, er wollte nur die Mongolen einen. Allein seine Feldzüge und die damals rasante Ausweitung des Mongolenreiches sprechen da allerdings eine andere Sprache.

Amokläufe definieren sich übrigens nicht über deine Ausführung.
 
schwarzweisz hat folgendes geschrieben:

Und weil es damals an der Tagesordnung war, macht es ihre Taten umso lobenswerter?

Nein, aber man kann auch nicht unsere Moralvorstellungen auf eine ganz andere Kultur zu einer ganz anderen Zeit anwenden und aufgrunddessen dann jemanden wie Dschinghis Khan als "krankes Arschloch" bezeichnen, nur weil er nicht dem entsprach was heute korrekt ist.

Ansonsten kannst du ja gleich auch Cäsar, Alexander den Großen und alle möglichen anderen auch als kranke Arschlöcher bezeichnen. Als würden solche historischen Figuren einfach willkürlich irgendwann auftreten und aus heiterem Himmel Kriege heraufbeschwören, nur weil sie solche riesen Arschlöcher sind. :crazy:
 
Miew hat folgendes geschrieben:


Ansonsten kannst du ja gleich auch Cäsar, Alexander den Großen und alle möglichen anderen auch als kranke Arschlöcher bezeichnen. Als würden solche historischen Figuren einfach willkürlich irgendwann auftreten und aus heiterem Himmel Kriege heraufbeschwören, nur weil sie solche riesen Arschlöcher sind. :crazy:


Ist das nicht so?

Einen gewissen Größenwahn muss man ihnen schon unterstellen, ansonsten metzelt man nicht zehntausende nieder, wenn auch indirekt.

Ob nun Krieg oder amoklauf oder Mord.
Die Ergebnisse sind immer die gleichen und für das Opfer ist es völlig uninteressant warum es gerade ermordet wird.

Ich persönlich würde mich nicht besser fühlen, wenn ich von einem heroischen Kriegshelden umegbracht werde als von einem unzufriedenen frührentner.
 
Silverhawk hat folgendes geschrieben:

Ist das nicht so?

Einen gewissen Größenwahn muss man ihnen schon unterstellen, ansonsten metzelt man nicht zehntausende nieder, wenn auch indirekt.

Vollkommen korrekt.
Und nur weil sie heutzutage als "historische Figuren" hingestellt werden, heißt es nicht, dass sie alle Tassen im Schrank hatten.

Mord ist Mord. Und dabei ist es unerheblich, ob ich auf dem Schlachtfeld wegen des Größenwahns eines damaligen Herrschers - egal wie sie hießen - oder in der heutigen Zeit durch einen sogenannten Amokläufer sterbe.

Natürlich kann man die damaligen Vorstellungen nicht auf die hiesigen projizieren. Was aber Mord keineswegs damals schon legitimiert hat. Nicht umsonst hat Dschingis Khan auch aus Rache gehandelt.
 
Silverhawk hat folgendes geschrieben:

Ist das nicht so?


Einen gewissen Größenwahn muss man ihnen schon unterstellen, ansonsten metzelt man nicht zehntausende nieder, wenn auch indirekt.


Ob nun Krieg oder amoklauf oder Mord.

Die Ergebnisse sind immer die gleichen und für das Opfer ist es völlig uninteressant warum es gerade ermordet wird.


Ich persönlich würde mich nicht besser fühlen, wenn ich von einem heroischen Kriegshelden umegbracht werde als von einem unzufriedenen frührentner.

Der Vergleich ist trotzdem oberflächlich. Das einzige was die genannten Personen mit dem typischen Amokläufer gemein haben mag eine gewisse Rücksichtslosigkeit sein. Die ganzen Hintergründe, Motivationen, Gedankenwelt und Ziele sind völlig anders. Für diese historischen Personen war die Gewalt ein Mittel zum Zweck, aber ein Amokläufer hat als primäres Ziel die direkte Ausübung von Gewalt. Darum hatten die geschichtlichen Persönlichkeiten ja auch tausende hinter ihnen, während ein Amokläufer in der Regel allein ist. Es ist einfach was völlig anderes und den Vergleich nicht wert.
 
Miew hat folgendes geschrieben:

Der Vergleich ist trotzdem oberflächlich. Das einzige was die genannten Personen mit dem typischen Amokläufer gemein haben mag eine gewisse Rücksichtslosigkeit sein. Die ganzen Hintergründe, Motivationen, Gedankenwelt und Ziele sind völlig anders.

Hintergründe, Motivationen und Ziele sind anders? Stichwort Rache.
Zur Gedankenwelt kannst du natürlich etwas sagen, oder?

Für diese historischen Personen war die Gewalt ein Mittel zum Zweck, aber ein Amokläufer hat als primäres Ziel die direkte Ausübung von Gewalt.

Gewalt als Mittel zum Zwecke der Rache.
Ob sich die Gewalt nun an ganze Stämme, Kulturen, Völker oder an den Einzelnen auslässt, ist vollkommen unerheblich.

Darum hatten die geschichtlichen Persönlichkeiten ja auch tausende hinter ihnen, während ein Amokläufer in der Regel allein ist. Es ist einfach was völlig anderes und den Vergleich nicht wert.

Ach darum hatten sie so viele hinter sich. Ich dachte sie konnten einfach nur Menschen "blenden".
 
schwarzweisz hat folgendes geschrieben:

Hintergründe, Motivationen und Ziele sind anders? Stichwort Rache.

Willst du damit sagen, Hitler, Napoleon, Dschinghis Khan, Cäsar, Stalin... alle wollten sich in erster Linie die ganze Zeit rächen? Und Kriege und Opfer die entstanden sind haben ihnen durch das Leid der Opfer Genugtuung verschafft, ja?
Also es ging ihnen nicht in erster Linie darum den eigenen Einfluss zu erweitern und etwas zu schaffen das auch nach ihrem Tod weiter besteht, sie wollten einfach nur möglichst allen anderen was kaputt machen?

schwarzweisz hat folgendes geschrieben:
Ach darum hatten sie so viele hinter sich. Ich dachte sie konnten einfach nur Menschen "blenden".

Sicher konnten sie das gut. Aber die Leute müssen auch in der Position sein sich blenden zu lassen. Leute denen's selbst blendend (ha ha..) geht, ziehen ja nicht ohne weiteres in den Krieg für eine Sache die sie mal eben so eingeredet bekommen haben.
Da mag auch oft ein Rachegedanke im Spiel gewesen sein, aber es ist dennoch etwas anderes, ob man ein Volk dazu motiviert (oder auch zwingt) zu den Waffen zu greifen, als wenn man selbst eine Pistole nimmt, durch die Gegend fährt und willkürlich Leute erschießt.

Der typische Amokläufer steht irgendwo am Rande der Gesellschaft und ist ausgegrenzt und frustriert. Die typische historische Persönlichkeit ist vielleicht auch frustriert, steht aber an der SPITZE der jeweiligen Gesellschaft und wird von vielen verehrt. Das ist doch ein völlig anderer Hintergrund oder etwa nicht? o_O
 
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