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THQ: Ist vom Cloud-Gaming angetan

Eine dicke Internetleitung und natürlich Netztneutralität, sonst könnte es richtig teuer werden. Und wie man an der Netztneutralität sägt, muss ich sicher auch einem Brian Farrell nicht erzählen. Aber es ist interessant wie er sich um das Geld anderer Leute sorgt. Die Hardware-Hersteller können die Ersparnisse an die Kunden weitergeben, die Ersparnisse bei der Software gehen an die Entwickler und Publisher - das ist Logik!
 
Damit ist dann THQ auch gestrichen, von der Liste der noch brauchbaren Publisher. Vermutlich gibt es kein zurück mehr zu der guten alten Zeit, in der man eine Konsole aus dem Schrank kramte, Spiel rein und fertig. Wenn ich heute mit der Basisinstallation und den Patches fertig bin hab ich kaum noch Lust zu spielen. Macht man nicht regelmässig Backups und ein YLOD/RROD erwischt einen ist der Spielspass ganz im Keller. Mal sehen wo das alles noch hinführt..
 
Ich bin nach wie vor ebenfalls angetan vom Cloud Gaming. Finde das Konzept sehr interessant.

Im Endeffekt wären Games dann nichts anderes wie das Fernsehen, nur interaktiv - man schaltet das Gerät ein und hat eine Auswahl von "Programmen". Dafür zahlt man dann eben 15 Euro monatlich. Ich finde dieses Konzept nicht unbedingt schlecht. (Und ich sehe darin die Zukunft der kompletten "Computerwelt", inklusive aller Betriebssysteme usw - TV ein, Programme aus der Cloud auswählen und benutzen, fertig).

Ich weiß, dass viele Sammler diese Entwicklung komplett ablehnen, aber (so leid´s mir tut) Sammler waren und sind in allen Bereichen eine "Randgruppe". Ich war da nie sonderlich nostalgisch - ich habe kaum mehr Fotos auf Fotopapier, meine Musik liegt auf der Festplatte oder auf den Servern von Napster. Und wer Angst hat um alle alten Spiele - mittels Emulation hat man heute im Netz Zugriff auf viel mehr Spiele als man in den "guten alten Zeiten" jemals Konsolen oder Spiele haben konnte.

Warum sollten Spiele nicht funktionieren wie ein Radio oder Fernsehen, bei dem man das Programm selbst bestimmen kann?
 
@ Elias
Das sehe ich ähnlich. Ich finde das Konzept sehr interessant.
Ich kann aber auch alle Panikmacher hier zum Teil verstehen, da dieses System in jedem Fall sehr "Anwenderunfreundlich" ausgelegt werden kann.
Wenn die Firmen ein ebenfalls gutes Konzept zu dieser Art von Vertrieb vorlegen, wie z.B. Abos, Flatrates u.ä. kann das alles noch sehr spannend werden.
 
dorgard hat folgendes geschrieben:

Ich mache mich nicht abhängig von irgendwelchen Servern.

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Amen! Aber die News wundert mich jetzt nicht sooo:D.

Und ganz ehrlich, wer glaubt eigentlich ernsthaft, dass der Kunde von solchen Diensten profitiert? Was glaubt ihr denn, warum die Industrie ein so großes Interesse hat? Wegen irgendwelchen glücklichen Gamern jedenfalls nicht.

Und bei Begriffen wie "Emulation" rollen sich mir sowieso die Fußnägel.
 
Ich denke schon, dass der Kunde profitiert. Nimm doch mal den Vergleich mit dem Fernsehen: ein Programm, das dauerhaft gesendet wird, bietet durchaus viele Vorteile im Vergleich zu "alles, was ich sehen will, muss ich mir einzeln im Geschäft kaufen". Bei den Games kommt ja noch hinzu, dass man sich das Programm aussuchen kann.

Und ich denke dass jedes erfolgreiche Konzept genau deshalb erfolgreich ist, weil möglichst viele Menschen irgendetwas davon haben, das sie "glücklich macht". Ob das jetzt Freunde stalken bei facebook, gute Suchergebnisse bei Google, einfaches Einkaufen bei amazon oder sonstwas ist. Wenn ein Konzept die Kunden nicht glücklich macht (oder zumindest besser zufriendenstellt als die Konkurrenz), geht es mit Sicherheit unter.

Mal ehrlich - wenn man den "Sammler-Aspekt" weglässt, ist das Konzept nicht so schlecht. Und die wenigsten sind Sammler ...
 
Ich finde es halt ehrlich gesagt sehr kurz gedacht, wenn man die Nachteile nur bei Sammlern sieht. Erinnert mich an die Onlinepass-Diskussion, bei der ja laut vielen nur die Gebrauchtkäufer Nachteile haben, was ja nun nicht der Fall ist.

Mir stellen sich bei solchen Dingen sehr viele Fragen und die haben nur bedingt mit dem Sammlen zu tun. Was ist bei Importen? Gerade wir in Deutschland kennen die Problematik und sind immer so stolz auf irgendwelche Uncut-Importe. Und genau wir Deutschen wollen dann in die Download- oder Cloud-Zukunft? Man sieht ja bei den aktuellen Konsolen schon, wohin das führt.

Was ist mit der Zuverlässigkeit? Der PSN-Ausfall hat gezeigt, wie kritisch man jede Verlangerung ins Netz betrachten sollte. Die Frage mit der Zukunft hast du ja auch aufgezeigt, aber leider mit dem Thema Emulator für mich etwas schwierig beantwortet.

Was ist mit Freunden? Kein Verleihen mehr, kein Verschenken von Spielen mehr zu Geburtstagen etc. Also mir würde was fehlen und das auch fern vom Sammeln. Kein Bummeln mehr auf dem Flohmarkt, kein Kaufen von alten Spielen, die man aus der Kindheit kennt oder sich als kleiner Bub immer gewünscht hat.

Eine Download- und Cloud-Zukunft finde ich da sehr traurig und auch ziemlich seelenlos.
 
Cloud Gaming hat sicher seine Vorteile. Das Problem ist nur, dass es der Tod jeglichen Moddings oder ähnlicher Dinge ist.

Wenn Cloud Gaming zum Standard wird, und die Leute keine Maschinen mehr besitzen die selbst in der Lage sind die Dinge zu berechnen, dann haben es kleine Entwickler bzw. Indies ausserdem auch schwerer. Die müssten dann ihre Spiele, damit sie jemand spielen kann, in irgendeinen Streaming Service hereinbekommen, da der Ottonormalbenutzer ja dann kein Gerät mehr bei sich zuhause hat, was aufwändige Grafik überhaupt berechnen kann.

Dieses Cloud Gaming wäre sicherlich absolut regiert von Publishern wie EA und Activision, also 0 Raum für Experimente, Nischenspiele oder Innovationen.
Ich denke mir zwar, dass es dann da sicher sowas wie eine Flatrate geben würde irgendwann, bzw. generell alles nicht so teuer wäre, aber das Sortiment würde sicher hauptsächlich aus dem bestehen was man heute so als AAA Titel oder Social Games kennt. Kein Platz für interessante Randerscheinungen.
 
Ich bin auch sehr überzeugt von dem Cloudgaming. Wäre doch schön nicht laufen aufrüsten zu müssen, abgesehen davon wären die Konsolen nicht mehr an ihre Hardware gebunden, ergo kann es so zu schnelleren Fortschritten im Grafikbereich kommen.
Der Gebrauchtmarkt würde wegfallen, da man spiele wesentlich günstiger Anbieten kann, als auf einen Datenträger, da die Raubcopien drastisch nachlassen würden.
Auch kleinere Games können dadurch wesentlich leichter und schneller auf den Markt kommen.
Ich sammel zwar gerne Spiele, doch sind die Vorteile leider gewichtiger als die Nachteile.
 
Also bei den aktuell vorhandenen Downloads merke ich eigentlich keinen wirklichen Unterschied zum Preis auf dem Datenträger. Sicherlich kann man die Spiele durch die weggefallenen Kosten günstiger anbieten, nur, zwischen können, wollen und auch machen bestehen halt noch ein paar Unterschiede. Und ob man Raubkopien damit wirklich verhindern kann, ist ein Thema für sich und wage ich mal zu bezweifeln.
 
Natürlich ist Cloud-Gaming interessant. Aber gleichzeitig auch schlecht. Denn so habe ich als Kunde, keine Möglichkeit mehr Einfluss auf das Produkt zu nehmen.
Und dann kann ich wahrscheinlich auch nur noch widerliche, lokalisierte Versionen zocken. Denn mal kurz ein Sprachpaket runterladen oder die Sprache umstellen geht dann nicht mehr, wenn der Publisher sagt, nein, DAS bieten wir denen nicht an. Kostet ja nur extra Geld. Und dann will ich mal was älteres spielen und ich darf es nicht mehr? Super...
Cloud-Computing: nein. Da gibt es nicht mal ein "danke" für das Angebot. Und eine Kostenersparnis wird es auch nicht für Kunden geben. Davon kann man träumen.
Man darf nicht vergessen, das ALLE Spielehersteller Unternehmen sind und Geld verdienen wollen. Und Kostenersparnisse sind immer was feines. Da fällt die ganze Produktion von Datenträgern und Verpackungen weg, und die Händler verdienen auch kein Geld mehr.
 
Rein technisch wäre nichts gegen das Cloud-Gaming einzuwenden, mir wäre es es egal, wenn sich Spiele wie Fernsehen verhalten würden. Es würde sich wahrscheinlich auch kaum anders als Steam anfühlen, wo man beliebig Sprachen wechseln kann, die sich sowieso auf zentralen Servern befinden.

Nur macht man sich noch abhängiger von Publishern und ich glaube kaum, dass Spiele wirklich spürbar billiger werden, denn ich schätze, dass die Kosten für Datenträger marginal sind.
Das mit dem Modding wurde ja schon genannt, bisher konnte ich Fallout NV auf Steam genau so modden, wie Fallout 3 auf Datenträger, weil sich die Daten noch bei mir befinden.
Und als erwachsener Deutscher würde ich mich mit Händen und Füssen dagegen wehren, dass Daten gestreamt werden, deren Gore-Faktor von den Zensur-Behörden bestimmt werden und dass man nur mit illegalen Mitteln ungeschnittene Spiele kriegt.
 
"...von niedrigeren Kosten profitieren, was man an die Kunden weiter geben kann."
Wir leben im "Disc-Zeitalter", also so riesig ist die Ersparnis, denk ich mal nicht, wenn ich sehe wie billig vieles gemacht ist. Die Hüllen der Spiele sind sind jetzt nicht wirklich stabil (Plastikersparnis), die Disc ist Cent-Ware was die Produktion angeht und Handbücher werden auch immer rarer.
Man KANN die materielle Ersparnis an den Kunden weitergeben, MUSS MAN ABER NICHT und ich glaube kaum dass das irgend jemand machen würde (siehe z.B. Games on Demand bei Xbox Live: dort kostet der Download auch nicht weniger als die UVP des Spiel als Retail-Disc). Für mich hört sich das Ganze nur nach Schöngerede der Publisher an. Wie schon angesprochen würde dann auch die ganze Sache mit dem Import von Uncut-Games oder "exotischen" Games (z.B. Japan-Only-Release bestimmter Games) wegfallen. Will man so was dann streamen, wird, wenn man es überhaupt angezeigt kriegt, beim Stream-Versuch die Meldung kommen: "Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar".
 
für mich zerstört dieser cloud scheiss die seele des gamings, weswegen sie mich als kunden los sind.
 
Was haben bloß alle mit diesem Cloud-Gaming? Schlechte Bildqualität dank Videokomprimierung nein danke. Und dann noch die Latenz oben drauf. Darauf kann man echt verzichten.
 
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