Miew hat folgendes geschrieben:
Macht Win7 es eigentlich genauso wie Vista, dass es Programme irgendwie "verteilt"? Habe gelesen bei Vista sind dann z.B. Konfigurationsdateien die mit XP normalerweise direkt im Programmverzeichnis sind plötzlich irgendwo anders, unter "My Documents" oder so.
Weil das Betriebssystem der Meinung ist, dass man solche wichtigen Dateien irgendwo anders hin tun muss, damit der User nichts kaputt machen kann. *augenroll* Genau wie in XP in der Standardeinstellung keine Systemdateien angezeigt werden.
Ich bin ja froh darüber, dass ich nicht mehr mit irgendwelchen Netzwerkeinstellungen herumfuddeln, oder gar IRQ und DMA einstellen muss etc, aber wie die Betriebsysteme dem Benutzer immer mehr aus der Hand nehmen und dafür an anderer Stelle unendlich viel Fuddelei nötig machen geht mir echt auf die Nerven.
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Das hat sicherheitstechnische Gründe und generell nichts mit dem User zu tun. Unter Linux ist das seit Jahren Standard. Sinn und Zweck dahinter ist es, Programmdateien von "Userdaten" zu trennen, dadurch kann beispielsweise der "Programmordner" (Linux /usr) schreibgeschützt sein, "böse" Programme können sich dadurch unter anderem nicht einfach installieren oder Programmdateien ändern. höchstens eben im Userverzeichnis mit Userrechten rumfuchteln, das System bleibt davon unberührt. Das hat übrigens noch einen ganz anderen Vorteil: Sollte man aus irgend welchen Gründen mal ein System neu aufsetzen müssen, reicht es die eigenen Configs zu speichern und diese im neuen System einfach rüberzukopieren. Geht unter Linux halbwegs problemlos innerhalb einer Distri, von Distri zu Distri unterscheiden sich zum Teil die Configs, das kann Probleme bereiten.
Unter Linux geht man mittlerweile noch einen Schritt weiter und lagert /home - entspricht im Prinzip den My Documents unter Win - in eine eigene Partition aus (Standard bei Fedora, zum Beispiel). Dadurch kann man das komplette System im Wurzelverzeichnis ersetzen, und alle Userdaten sind immer noch da.
Ich sehe da übrigens nur Vorteile, den schon genannten Sicherheitsaspekt, zum anderen weiß man wo die userconfigs immer sind und muss nicht in 20 Ordnern rumsuchen, zum anderen ist es auch möglich (für Programme) eigene configs vorzugeben und benutzerspezifisch weitere configs nachzuladen.