Die E3 hat den Zustand der Spielebranche eindeutig dokumentiert. Man sucht Content von aussen, neue Zielgruppen, will sich mit der Medienlandschaft vernetzen. Um Games geht es hier nur noch am Rande. Sie leben derzeit von den Ideen früherer Tage. Alte Marken, alter Content, mutlose Hardware-Upgrades, zyklisches Nummer-Sicher-Releasing.
Auch technisch ist das Ende der Fahnenstange so gut wie erreicht. Kleinstoptimierungen täuschen Fortschritt vor, Gimmicks verschleiern technische Limitierungen.
Wenn man bedenkt, dass auch Microsoft in Richtung Casual abdriftet und Nintendo da auch nicht mehr raus will, dann kann man Sonys Pressekonferenz nicht verurteilen. Uncharted 3 und die PS Vita sind wenigstens noch echter Gamer-Stoff, wenngleich auch hier der Fortschritt und die Games-spezifische Innovation im Vergleich zu früheren Zeiten sehr zäh vonstatten geht.
Eine neue Killer Application für die PSV hätte es bspw. schon sein dürfen. So hat man eher das Gefühl das Launch Line Up der PSP nochmal aufgelegt zu bekommen.