Du hast überlesen oder einfach ignoriert, dass einige normale Nutzer hier genau das bestätigen, was ich oben als These geschrieben habe. Wenn Dir die Gamestop Studie nicht passt, dann ignorier sie doch, aber Silverhawks Kommentar, der genau meine These bestätigt, der wird dadurch nicht ungeschehen gemacht. Du hast ihn allerdings auch nochmal erwähnt, insofern lässt Du ihn ja auch gelten.
Warum sollte ich ein gebrauchtes für 40 EUR erwerben, wenn es neu teurer ist?
Vielleicht, weil ich Wert auf neue Ware lege, weil ich Onlinesupport haben will und Erstkäufer DLC Boni oder Kostüme? Hattest Du nicht mal in früheren Posts so etwas verteidigt?
Klar, wenn jemand nur nach "Hauptsache billig" geht, dann gewinnt sicher meist das gebrauchte Spiel. Aber das ist ja auch völlig legal. Es ist generell unmöglich für den Hersteller, irgendetwas am Gebrauchtmarkt mit zu verdienen, weil er generell ja nicht als Anbieter auf diesem Markt auftaucht. Da er keine Leistungen auf diesem Markt erbringt, hat er ja auch keine Gegenleistungen verdient, denn die Ware wird ja von ganz anderen zur Verfügung gestellt. Er stellt ja das Spiel nicht als 2nd Hand Version zur verfügung, warum sollte er also daran verdienen?
Der Publisher verdient zurecht nur beim Erstverkauf. Der Entwickler, nun ja, bei dem weiß ich es nicht, ob sie nach verkauften Stückzahlen bezahlt werden oder fixe Gehälter bekommen.
Sicher können gebrauchte Spiele immer weiter verkauft werden, das ist ja auch völlig legal, das kann man mit Autos auch machen, wo ist der Aufschrei des Entsetzens bei VW oder Mercedes? Ob dadurch potentielle Käufer verloren gehen, das kann man nur mutmaßen.
Wenn Du "Gebrauchtkäufer aus Prinzip" wärest, dann ginge dem Entwickler/Publisher rein gar nichts verloren, weil Du niemals überhaupt auf der "potentieller Käufer"-Seite gestanden hattest, weder vorher noch nachher.
Das wären reine zusammen phantasierte "entgangene Gewinne". Hier war nie ein "Selling Potential" vorhanden, also kann auch nichts entgangen sein.
Die Hersteller könnten solche Spieler aber auch als Chance begreifen. Wenn Spiele "wandern" können, dann können mehr Spieler ein Spiel kennen lernen zu vergünstigten Konditionen, so kann mehr Werbung gemacht werden, so kann der Hersteller bei mehr Menschen auf sich aufmerksam machen und evtl. überzeugen. Wer weiß, vielleicht wird daraus dann ein williger Neukäufer?