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Six Days in Fallujah: Konami zieht sich zurück

Ich finds ok, das Konami so ein Spiel nicht herausbringt. Spiel bedeutet ja nichts anders als Unterhaltung, und ich finde es einfach mies, wenn in Irak täglich Menschen sterben und wir uns darüber hier per Videospiele "unterhalten". Spiele unterliegen zwar IMHO der Meinungsfreiheit, aber irgendwo gibt es auch grenzen, und das Argument "es ist doch bloss ein Spiel" sticht nicht mehr.
 
Nachdem man im Vorfeld ja schon mit dem Gewaltgrad die Werbetrommel rühren wollte (eventuell keine Veröffentlichung in Europa, da zu hart) höre ich das jetzt gerne. Außerdem ist die Sache im Irak noch nicht vorbei und es sterben wöchentlich sicher noch genug amerikanische Soldaten. Da finde ich das Timing einfach unpassend, wenn man derweil ein Spiel auf den Markt bringt, indem sich Spieler derweil in ihrem sicheren Heim an solch einem realen Kriegsschauplatz "spaßige" Schlachten liefern...
 
Endlich gewinnt auch mal der Respekt gegenüber dem Leben. Schön, dass es nicht erscheint.

Wie man hier von "Anti" Kriegsspiel, bei nem Shooter(!!!), reden kann ist mir völlig unbegreiflich. Das bestätigt dann allerdings mein kleines Vorurteil gegenüber Zocker solcher Spiele :)
Wenn in einem Rennspiel gesagt wird "Fahren kann dolle Unfälle verursachen!" ist es dann auch ein "Anti"-Rennspiel?
Muss ja, nach der Logik...aber irgendwie läufts ja doch wieder auf Fahren (Ballern) hinaus...hmm.
Zumal ich sehr stark bezweifel, dass in dem Spiel etwas gegen den sinnlosen Krieg (jeder ist das natürlich) gesagt werden würde...und wenn ändert nen Spielchen daran auch nix.

Ich stell mir gerade vor das "Kulturgut" Videospiel würde, unter der Flagge des "Anti", die Vergasung von bestimmten Menschen thematisieren. Das Prinziep ist das gleiche. Was wäre da wieder los (und da mal zu Recht!).

Wer unbedingt im Staub kämpfen will, gegen den bösen Terror, kann ja zur Bundeswehr gehen. Die suchen noch nen paar Dumme, da geht ja kaum noch wer freiwillig hin.
 
@Matt1980

Es sterben nicht nur Amis im Irak! Da sieht man (nicht böse gemeint) wie verblendet viele schon sind. Als ob die Iraker keine Menschen wärenoder weniger wert. Die sterben auch, und im Gegensatz zu den Amis haben sie nicht "angefangen".

Davon abgesehen ist für die US-Army nicht das Schlachtfeld der größte Feind, sondern der Selbstmord.
Es töten sich mehr Soldaten selbst als auf dem Feld fallen (kein Scherz).
Soviel dann dazu, dass der Mensch ja sooo kriegerisch veranlagt ist, das sind Einzelne (meist die, die selbst nur Anweisungen geben), den Meisten setzt sowas verdammt hart zu, bis sie es nicht mehr aushalten.
 
Krieg ist keine schöne Sachen, ich denk das weiss jeder. Aber das es Kritik an einem Spiel hagelt, dass die Realtität darstellen soll versteh ich jedoch nicht. Vorallem nicht wenn die Kritik von den USA kommt. Denn erst Krieg führen, dann aber nicht verkraften wenn man die Retourkutsche in Form eine für jeden spielbare Dokumentation.

Wieder eine Niederlage für die freie Entfaltung der Videospiel Industrie. Und ein weitere Sieg für die Moralschützer, die die Spiele eh nicht Spielen. Da sollte Konami lieber auf ihrer Fan´s hören.
 
Ich persönlich hatte den Eindruck, dass die Entwickler darauf aus waren, den Fokus des Videospiels vor allem auf Dokumentation bzw. Aufklärung und weniger auf Unterhaltung zu legen. Ob dieser Ansatz letztlich auch entsprechend umgesetzt worden wäre, ist natürlich die zweite Frage.

Ungeachtet dessen bin ich der Meinung, dass wir Gamer solchen Konzepten durchaus eine Chance geben sollten. Ob Videospiele generell das richtige Medium für solcherlei dokumentarische Aufarbeitungen sind, sei einmal dahin gestellt - zumal gerade in diesem speziellen Fall die Sensibilität, mit der man sich der Thematik und ihrer Videospielumsetzung nähert, über Erfolg und Misserfolg des Projekts entscheidet. Wichtig ist jedoch in jedem Fall, dass wir uns gegen Ansätze, deren Zielsetzung es ist, den Charakter des Mediums "Videospiel" um die eine oder andere neue Facette zu erweitern, nicht von vornherein zur Wehr setzen. Videospiele müssen nicht für immer einzig und allein der Unterhaltung dienen.
 
@ people24

Riddick ist schöner Mix aus Stealth, Kampf und Shooter
Metroid Prime ist ein guter Mix aus Action Adventure und Shooter
The Darkness hat eine einzigartige Atmosphäre, eine sehr gut erzählte Story und glaubwürdige Charaktere
CoD 4 spielt nicht im 2. WK, sondern wurde in ein zukünftiges Szenario verfrachtet, außerdem hat das Spiel eine einzigartige Atmosphäre und ist besser als jeder Hollywoodfilm.

Aber ich empfehle dir die genannten Spiele zu zocken.

@ dj

Darf ich dich mit Stacheldraht umarmen ? :D
 
Also Leutz ich bin da auch auf Shikimarus Seite (NEIN, nicht wegen dem Nick ^^). Man kann nicht als Argument anführen, dass es sich dabei um aktuelle Kriegsthemen handelt, da es egal ist ob es aktuell ist oder nicht. Im 2. WW sehen sich die Amis als Retter und Helden und entsprechend haben sich auch keine Probleme mit Games, die in dieser Zeit spielen und die amerikanischen Soldaten schön patriotisch und heldenhaft darstellen. Das ist einfach nur heuchlerisch. Schliesslich könnte man genauso anführen, dass Menschen die den 2. WW überlebt haben diese Spiele als beleidigend empfinden.

@Socke, schöner Kommentar. Vielen ist z.B. auch nicht bewusst, dass im 1. sowie 2. WW viele Überlieferungen bekannt sind, wo sich "Feinde" auf lokalen Territorien Waffenstillstand über mehrere Monate gegönnt haben, weil sie keine Menschen umbringen wollten. Es ist eine Sache über kilometerweite Strecke Raketen auf Menschen abzufeuern und eine andere Mann gg Mann jemanden abzuknallen. Da zögern oft beide, lassens sein und trennen sich wieder ihrer Wege. Die Menschen können Ungeheuer sein, aber oft waren das Wenige und diese haben dann andere dazu gezwungen denn wenn es heisst "du oder er" dann ist der Überlebstrieb meist stärker als das Gewissen, denn ich glaube nicht, dass z.B. nur mordlustige Freaks in KZs rumgelaufen sind.

Zurück zum Thema: Ob solche Spiele wie CoD, MoH, GTA IV (jaaa auch das) oder nun eben dieses Six Days geschmacklos sind oder nicht, sollten die Spieler entscheiden und nicht Politiker, die meinen zu wissen was denn gut oder schlecht für einen erwachsenen Menschen ist, da sie ihm jegliche rationale Entscheidungskraft absprechen. Deshalb sollten Sie und andere politische Gruppen aufhören Druck auf solche Dinge auszuüben. Es gibt Grenzen aber wenn diese erreicht sind, dann wird sich das Volk schon selbst um die Sache kümmern und entsprechend abstrafen (mit Kaufboykott, etc...)
 
In Interviews wirkte das Spiel ganz interessant.
Und in Call of Duty IV haben auch einige Abschnitte im Irak gespielt.

Na ja, wir reden hier immerhin von Konami, die haben nach zwei Jahren noch immer nicht den Online-Modus von PES 08 gepatcht. So viel Kundenservice ist beispiellos in der gesamten Branche.
 
Socke hat folgendes geschrieben:

@Matt1980

Es sterben nicht nur Amis im Irak! Da sieht man (nicht böse gemeint) wie verblendet viele schon sind. Als ob die Iraker keine Menschen wärenoder weniger wert. Die sterben auch, und im Gegensatz zu den Amis haben sie nicht "angefangen".

++++++++++

Nehm ich dir nicht übel und fühle mich da auch nicht angesprochen.
Warum? Nun, weil man solche Spiele ja besonders auf dem großen amerikanischen Markt verkaufen will. Ob dieser aber auch schon bereit dafür ist, scheint fragwürdig zu sein. Deswegen bezog ich mich da hauptsächlich auf die Amis, auch wenn mir natürlich klar ist, dass da noch andere Parteien beteiligt sind.

@Topic
Finde schon, dass es ein Unterschied ist, ob man ein Spiel zu einem aktuellen, realen Thema macht, oder über etwas, dass schon einige Zeit zurück liegt.
Auch wenn es natürlich nicht möglich gewesen wäre, aber man stelle sich vor, es wäre ein 2ter Weltkriegsspiel auf den Markt gekommen, während dieser noch gelaufen ist. Erschieß die bösen Deutschen - heute kommen wir damit klar, da wir Abstand zum Thema haben, aber damals wäre das sicher undenkbar gewesen...
 
Ich verstehe nicht ganz, warum ein Spiel nicht den Status eines Filmes wie Jarhead oder Platoon haben kann.

Wenn ich mir überlege was Jennys Tod in "The Darkness" in mir ausgelöst... denke ich es kommt ganz auf die Erzählweise an. Spiele wie Half Life oder Doom degradieren einen wie im Film zum passiven Beobachter, der aber durch diese Scripts zu bestimmten Handlungen gezwungen wird.

Und ich kann mir wirklich vorstellen, dass so etwas auch abseits von Alieninvasionen und militärischem Drill wie die Tom Clancy Reihe oder CoD funktioniert.

Leider traut man sich nicht wirklich an wirklich ernsthafte Themen heran. Dazu haben Video- und Computerspiele noch einen zu kindlichen Charakter.

Ob Six Days in Fallujah einen wirklich emotional bindet und man wirklich geschockt wird wie in einem guten Antikriegsfilm kann bezweifelt werden, dass es erscheint und dass es gut erzählt wird darf man aber hoffen.
 
sehr gut. konami sollte umdenken. solche spiele sollten verboten werden. ich bezweifle, dass leute die solche games spielen wirklich wissen wieviele leid an diesen schauplätzen tatsächlich passiert ist!!!
solche teile wie call of duty&co sind reine kriegsverherrlichung und zu verneinen!

und zum thema antikriegsspiel: sowas kann´s schon aus prinzip nicht geben, weil die sinn eines jeden spiels ist bis zum ende hin zu kommen, mit vielen leben, mit vielen schüssen die man überlebt...........der reale krieg sieht aber ganz anders aus, ein schuß und alles ist vorbei oder man ist für immer schwer verletzt!
wenn man shooter in fantasywelten überträgt kann ich damit leben - aber wenn es reale hintergründe sind, wird´s schlimm!
 
@powerpack
Also vielleicht lässt meine Erinnerung nach, aber soweit ich das noch weiß, ist der amerikanischer Held des Spielers nach Explosion einer Atombombe in "Call of Duty 4" umgekommen. Mit dem hat man das Ende des Spiels nie erreicht...
 
@Powerpack: Ein "Antikriegsspiel" sollte erst gar nicht als Actionspiel aus der Sicht des Militärs angelegt sein. Gerade hier sollten die Perspektiven der Opfer und drittbeteiligten (Helfer, Ärzte, berichtende Medien etc.) die Hauptrolle spielen. Stell' dir mal vor, du wirst als Reporter durch den Hexenkessel gejagt, von allen Seiten angekeift und mit Waffen bedroht, unter Beschuss genommen und permanent mit Bildern von zivilen Opfern konfrontiert und am Schluss mündet alles in eine läppische 3-Minuten-CNN-Sendung mit ein paar Bildern von rauchenden Häusern...
 
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