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Schweiz: Ständerat für Verbot von Killerspielen

Die Ungleichbehandlung von Filmen und Spielen ist mir auch völlig schleierhaft. Von Filmen, auch der massivsten Folterdichte, lese ich bemerkenswerte Besprechungen in der Süddeutschen. Hostel ist das beste Beispiel, und ganz ehrlich, Saw liegt da nicht viel daneben.

Deswegen haben für mich alle diese Verbotsinitativen keinen Bestand - die fallen mit der ersten Klage, wenn mit einem Medienvergleich argumentiert wird.
 
Pico hat folgendes geschrieben:

Lustig das die meisten hier eine Meinung abgeben ohne sich mit dem Thema richtig auseinanderzusetzen. Es sollen nicht alle Killerspiel verboten werden sondern nur ein Teil davon.

Liegt wahrscheinlich daran, dass die Angst gross ist, dass in der Schweiz die selben Missstände wie in Deutschland Einzug halten.
Klar, es muss Grenzen geben, aber wenn man diese Grenzen verschiebt, ist die Gefahr gross, dass sie zu weit verschoben werden und zwar von irgendwelchen pazifistischen Weltverbesserern die selbst nicht spielen und die gerne vorbeugend Rundumschläge machen.
 
@gameblack dingsbums

Ähm, wenn wir den Amis alles nachmachen würden, dann gäbe es hier die Todesstrafe, über Hitler würde man lachen, Tanz der Teufel würde im Nachmittagsprogramm laufen und ich könnte mir im Supermarkt eine PumpGun kaufen. Bei letzterem hätte ich allerdings auch kein Problem mit. Man weiß ja nie, wann man von iwelchen durchgeknallten pickeligen Kiddies zusammgeschlagen wird.
 
@tomk
"Okay, in der Schweiz fahren Soldaten mim Fahrrad rum."

FYI:
2001 wurden die Radfahrertruppen in der Schweiz aufgelöst, aber wir haben ja noch 380 Leopard 2 A4, wovon ca. die hälfte in Bunkern vor sich hinrostet ;)
 
Pico hat folgendes geschrieben:

Lustig das die meisten hier eine Meinung abgeben ohne sich mit dem Thema richtig auseinanderzusetzen. Es sollen nicht alle Killerspiel verboten werden sondern nur ein Teil davon. Spiele wie Manhunt z.B. Ein Counterstrike ist davon nicht betroffen.



Hast du ne Quelle? Auf DRS3 habe ich gehört, dass man darüber diskutiert sämtliche Spiele, in denen Menschen erschossen, erstochen, erschlagen... werden können, verboten werden sollen.

Ich hoffe ein Referendum macht dem ganzen (Schmieren-)Theater ein Ende!
 
ich mache mir da keine Sorgen! Erstens bin ich kein Schweizer und zweitens wird diese sinnlose Debatte IRGENDWANN von alleine verschwinden! Wenn der Durchschnittsspieler 30Jahre alt ist, der Durchschnittspolitiker 60... dann haben wir nur noch 30Jahre zu überstehen! Dann sitzen Zocker (ehemals) am Politiktisch und lassen uns in Ruhe!!!
 
es ist völlig richtig, was jemand weiter oben schrieb. Es ist ein simpler Generationenkonflikt.
In Deutschland ist es so, dass die älteren Menschen und Wähler die Mehrheit stellen (die auch zum Teil recht zahlungskräftig ist, was für Parteispenden ganz einträglich sein kann).
Diese Mehrheit wollen Politiker für sich haben. Deswegen werden die ganzen neumodischen Dinge, die die "Alten" früher nicht hatten, verteufelt, dämonisiert und an den Pranger gestellt.
Warum nicht die Schützenvereine? Weil die schon eine viel längere Tradition haben als die Videospiele. Damit würde man doch die ganzen alten Wähler vergraulen.

So funktioniert es in der Politik: Problem raussuchen, eine "unbedeutende" Minderheit diffamieren und an den Pragner stellen, verteufeln und Lügen verbreiten, Fakten schaffen sich dadurch bei der Mehrheit einschleimen und deren Stimmen einfangen.

Diese Minderheit gehört irgendwann mal zur Mehrheit der alten Wähler (bildet innerhalb derer natürlich immer noch eine Minderheit), dann wird man sich bei uns einschleimen. Mit welchem Thema wohl dann?
 
Die Spiele sind nicht das Problem, so lange sie keine gesteigerte Bedeutung im Leben eines Menschen einnehmen.

Bei schulischer Überforderung, Mobbing, Arbeitslosigkeit oder Depression kann es schnell passieren, dass Spiele einen grossen Tag des Alltags einnehmen. Dann sind sie nicht mehr Unterhaltung, sondern alles was die jeweilige Person an diesem Tag erlebt.

Dass eine solche Person aus Frust Gewalt-Spiele bevorzugt, dürfte nachvollziehbar sein.

Insofern sehe ich in erster Linie ein Defizit in der Integration und Lebensführung einer gefährdeten Person, kann in zweiter Linie aber auch nicht vom Tisch wischen, dass Gewalt-Spiele in solchen (nicht seltenen) Fällen alles andere, als einen günstigen Einfluss darstellen.
 
Ich kann einfach nicht glauben, wie kurzsichtig unsere Politiker sind. Da lese ich heute einen Zeitungsbeitrag über das Verbot von Killerspielen...obwohl von denen sicher nicht die hälfte wissen was das überhaupt ist. Dann lese ich die Spalte nebenan, die davon handelt, dass unser Ständerat im Gegenzug gegen eine Erhöhung der Freiheitsstrafen bei Massenvergewaltigungen ist und dieses Thema klar abgelehnt hat. Hallo, wo fehlt es diesen Leuten?
 
Richtig traurig was in unserem Parlament gerade abläuft. Ein Haufen alter Säcke die keinen Plan von irgendwelchen Spielen haben und nun das erste Mal davon was mitbekommen, sind nun völlig verängstigt und kapiert nicht was die "Jugend" an solchen Spielen findet. Alles was die warnehmen wenn sie sowas sehen ist das ein grosser Teil der Bevölkerung so täglich ihre Mordlust virtuell stillen will ;)

Naja, wenn ich in Zukunft keine chilligen Gameabende mit Kollegen mehr durchführen kann aufgrund solcher Verbote gehe ich mich halt öfters besaufen....so wird sicher auch die Jugendgewalt dezimiert! :D
 
Ich würde hier nicht gleich den Teufel an die Wand malen....

Kein Verkauf von Killerspielen an Kinder und Jugendliche. Aber kein generelles Verbot für diese Computerspiele in der Schweiz. Diese Motion hat deutlich bessere Chancen als die von der SP-Partei die ein generelles Verbot fordert.

Gemäss Umfrage der grössten Tageszeitung sind übrigens 76% gegen ein Killerspiel-Verbot und im Falle einer Abstimmung hat in der Schweiz immer noch das Volk das Sagen.
 
Müssen wir jetzt wirklich wieder die ermüdenden und offensichtlichen Gegenargumente durchkauen?

Ich kenne mich mit der Schweizer Rechtsprechung nicht aus, aber ich denke, eine Verfassungsänderung bzw. ein Verbot wird da auch nicht so ohne weiteres durchsetzbar sein.

Die Idee, gewalthaltige Spiele für Kinder unzugänglich zu machen ist ja auch nicht so verkehrt.

Zudem wurde zu dem Thema in den letzten 5 Jahren hier auf GZ so ziemlich alles in doppelt und dreifacher Ausführung gesagt. Und ehrlich gesagt bin ich sowohl von den Gegnern als auch von den Befürwortern langsam aber sicher gelangweilt.

Edit:
Hab letztens auf NDR so eine Talkshow mit diesem Hirschhausen gesehen. Dort ging es u.a. um gewalthaltige Spiele, zwecks Jahrestag von Winnenden etc...

Ein Psychologe wurde eingeladen. Hirschhausen meinte, mit den Spielen könne man ja so richtige Zielübungen machen und die machen doch bestimmt voll Amok und so. Psychologe sagt sinngemäß: "totaler Quatsch".
 
@Tron
"Gemäss Umfrage der grössten Tageszeitung sind übrigens 76% gegen ein Killerspiel-Verbot"

Quelle?
 
einfach nur traurig diese alten hinterwältler-politiker. aufregen nützt ja nichts irgendwann sind wir jungen an der macht und dann lachen wir über die alten säcke.

wie nun dieses verbot letztendlich aussehen wird wissen wir erst in ein paar monaten, da nun der bundesrat (gegen seinen willen) beauftragt ist, ein entsprechendes gesetz zu entwerfen. dann könnte es immernoch zu einem gegenvorschlag kommen oder gar zu ner volksabstimmung es kann also noch jahre dauern bis ein verbot (wie auch immer es letztendlich aussehen wird) von erwachsenenspielen in kraft tritt.

so und nun muss ich weiterkillen... ;-D
 
Also ich finds sehr gut, dass die Schweiz was bei uns abschaut. Das sollten andere Länder auch machen. Die Spiele sind heut zu tage einfach viel zu brutal, was die Darstellung angeht.
 
(...will den Verkauf solcher Spiele mit gewalttätigem Inhalt an Kinder und Jugendliche verbieten???)
Das darf zwar nicht vorkommen, sollte aber auch nicht passieren weil die Nr. 18 auf den meisten sogenannten Killerspiele steht!

(Die zweite Motion kam von Nationalrätin Evi Allemann (Bern, SP) und forderte ein Verbot für die Herstellung, das Anpreisen, die Einfuhr, der Verkauf und die Weitergabe von Computerspielen mit gewalttätigem Inhalt.)
Wie bitte!? Herstellung!?
Da hat sich die Nationalrätin aber eine Mission Imposible ausgesucht!!!
Mal schauen wie EA oder Sega darauf reagieren;-)
 
chocobo hat folgendes geschrieben:

"Die Spiele sind heut zu tage einfach viel zu brutal, was die Darstellung angeht."


und weil DIR manche spiele zu brutal sind, sollen natürlich ALLE sowas nicht mehr zocken, schon klar...

DU bist der "junge" politiker, den das land (nicht) braucht!


Mir sind se nicht zu brutal! Aber einer gewissen Gruppe schon, die mit solchen Spielen nix anfangen können, und bei denen dann halt was ausgelöst wird. So lange Spiele gewalt oder Agressionen auslösen können, gelten se als gewaltverherrlicht. Und allen wird das Spielen ja nicht verboten, sondern einer gewissen jüngeren Gruppe. Und das ist auch gut so.

Edit: Games werden nun mal immer realistischer und gezwungener massen dadurch auch brutaler. Das die Politiker dadurch reagieren müssen ist ganz normal und alles andere als ein Skandal. Ein Skanadal wäre es, wenn sie überhaupt nichts machen würden,imo.
 
Die "grenzen" uns ja total ein!
Jetzt das "Killer-Spiel"-Verbot, dann das Alkoholverbot, dann das Rauchverbot(was ich ja selber nicht schlimm finde), dann vlt. auch noch das Fernsehverbot weil da gibts ja brutale Filme und Cartoons 0.o
Was die sich darüber aufregen, haben die nichts besseres zu tun?! Vlt. über Verbrecher, Kinderschänder, Mörderer etc.?! Darüber sollten die mal richtig diskutieren!
 
@Echidna_SH
"Wie bitte!? Herstellung!? Da hat sich die Nationalrätin aber eine Mission Imposible ausgesucht!!! Mal schauen wie EA oder Sega darauf reagieren;-)"

Warum? Weder EA noch Sega produzieren Games in der Schweiz. Die Rechtsprechung eines Landes beschränkt sich immer auf das Land selbst und dessen Bewohner.

Soweit ich weiss gibt es in der Schweiz gar keinen Gamedevelopper. Es gibt lediglich Niederlassungen von Publishern die dafür sorgen, dass ihre Games in die Läden kommen.
 
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