Aber Nintendo hat trotzdem noch seine eigene Design Philosophie, seine eigene Welt. Und Nintendo machte auch trotzdem noch sehr anspruchsvolle und innovative Games. Ein Level von Mario Galaxy explodiert vor Ideen.
Von daher stört mich das bei Nintendo weniger.
Sicher Nintendo hat den Casual Markt erst aufgebaut, aber ich finde die Xbox Live Welt, hat das Hardcore zocken zu Casual Zocken gemacht. Bzw. es hat die Definition von Hardcore verändert. Das hat einen völlig anderen Effekt. Die heutigen Zocker haben andere Werte.
Das mag vielen gefallen, wie jetzt alles ist. Für manche waren die letzten Jahre die besten. Viele freuen sich dann auch auf Spiele wie Titanfall zum Beispiel. Das ist auch legitim. Ich spreche die ganze Zeit nur von mir. Für mich ist das alles halt nicht mehr interessant.
Ich vermisse die Zeiten, als Spiele noch echte Abenteuer waren.
Und selbst die Spiele die mir echt gefallen, zum Beispiel Tomb Raider oder Last of Us, ich hab die Spiele gefressen. Ich find beide richtig geil.
UND DENNOCH
irgendwo in mir ist es nicht mehr dasselbe. Und das liegt nicht daran dass ich älter bin, sondern daran, dass ich die ganze Zeit Menschen kille. In beiden Games. Die Story ist zwar da, aber sie verspricht in beiden Fällen viel mehr als passiert.
Verglichen mit alten Silent Hills, Legacy of Kains, Metal Gears ist das nicht mehr so gut. Selbst das alte Tomb Raider- sicher der Charakter war etwas Comichafter. Ich mag auch die neue Lara. Auch die Inszenierung und das aussehen der Insel war der Killer. Und doch fand ich die ganz alten Teile waren intelligenter und Abwechslungsreicher. Und auch ein bißchen fantasievoller.
Ich bring jetzt die ganze Zeit nur Menschen um. Ich töte nur Menschen. Wenn ich zwischen durch wenigstens mal was anderes töten dürfte.
Dann Last of us zum Beispiel- es war durchgehend geil. ich war wie im Rausch. Aber am Ende, im Nachhinein hab ich mehr Menschen gekillt als infizierte. Ich hab auch null und nichts von den infizierten erfahren, es waren auch immer die gleichen Viecher.
Und ich frag mich bei dem Spiel echt, wieso die ganze Welt ausgestorben ist, wenn ich zu 80 Prozent gegen Psychos und Soldaten kämpfe. Was das Spiel aber rettet, ist das tolle Drama zwischen den Charakteren, und das erfrischend kompromislose Survival Gameplay. Daher ist das noch eines der besseren Games.
Aber wenn ich mal rüberschaue, zu den großen Multititeln, fällt mir zum Beispiel Bioshock ein. Ich fand das Spiel ist ein Shooter von der Stange. Game of The Year Anwärter nennt man das- ICH VERSTEHE ES NICHT.
Okay es gab einen Twist, aber so unverhersehbar war eer eigentlich nicht. Das Art Design ist gelungen ABER
das Gameplay ist Brutalo Dauergemetzel. Und es demontiert teilweise die Story. Ich meine der Typ will sein Kriegstrauma bekämpfen, aber das was er im Krieg gemacht hat, ist lächerlic him Vergleich zu dem Gemetzel das man während des Games anrichtet.
Und das ist irgendwie die ganze Zeit so. Um jetzt den Bogen zu Microsoft zu kriegen, ich denke schon das wenn man die gesamte Entwicklung der letzten Gen mal durchdenkt, das dieser Online Achivement Multiplayer Action Fokus, sich in das Design aller heutigen Spiele hineingefressen hat.
Das ist sogar bei Fantasyspielen so. The Hunted- boah ich dachte das wird voll die Dark Fantasy Welt. Aer ich metzle die ganze Zeit die gleichen Orks. Es ist so eintönig man.
Ich spiele langsam nur noch JRPGs, Metal Gear und Yakuza (und tekken halt). Da kämpfe ich zwar auch viel gegen Menschen, aber da gibts noch so viel mehr. Die Spiele Unterscheiden sich noch vom Rest.
Dabei will ich eigentlich gar nicht nur das spielen, ich mag auch Action Adventures und Shooter.
Aber die Entwickeln sich meiner Meinung nach nicht mehr. Im Gegenteil, weniger Bosse, weniger Rätsel, weniger Gameplay Ideen, alles ist so militaristisch. Ich meine die Inszenierung ist immer total stark, aber die Substanz ist nicht wirklich mehr da.
Und da darf man auch Ego Shooter kritisieren.
Zum Beispiel Crysis oder Fear. Wieso muss ich die ganze Zeit Soldaten am Arsch haben? Ich musste selbst bei Aliens Colonial Marines die ganze Zeit gegen Soldaten kämpfen!
Ich meine wieso kann es nicht mal ein Shooter sein, wo ich nur gegen Ausserirdische kämpfe, oder es nur um den Horror geht. Wo man sich echt noch was überlegt, wie bei Metroid und en alten Alienspielen.
Es gab mal solche Games.
Und jetzt komm ich zu meinem eigentlichen Standpunkt, glaube ich. Durch MS und deren Riesenerfolg in den USA, hat auch eine Amerikanisierung der Videospielkultur eingesetzt.
Und was wir jetzt sehen, ist das gleiche wie in Hollywood. Dieselbe scheiße immer neu. Selbst im Actionbereich. Ich mag auch gute Actionspiele. Aber selbst da, sind die wirklich guten, zum Beispiel Platinum Games, immer noch Underdogs.
Früher, da sind wir zu ZEHNT vor Silent Hill 3 gesessen. Wir haben uns zu viert Mega Man X gegeben, alleine das zuschauen war interessant. Irgendwie ist das nicht mehr so.
Irgendwie ist es nur noch, hey kommste mal Online und hilfst mir bei dieser und jener Trophy. Und das sind teilweise die selben Leute. ...
Alles hat sich verändert. Jann Lee hat recht, eine Veränderung gibt es immer. Aber zu einem großen Teil ist Sony MS hinterhergerannt, und das hat meiner Meinung nach Einfluss darauf gehabt, was die Ansprüche der Konsumenten anbelangt. Für einen wie mich, sind aber die wirklich tollen Games ziemlich selten geworden.