Wer sich in der Geschichte in erster Linie gegenseitig umbringt, ist der Mensch und da hängt als nächstes vielleicht noch die Politik drin. Wenn im Namen der Bibel ein Mensch getötet wird, liegt das genausowenig an der Bibel (und vor allem am NT, das mit "Liebe auch deine Feinde" ja radikal einem Krieg entgegensteht), wie die Egoshooter am Amoklauf, oder...? In Egoshootern wird doch mehr getötet, richtig? Sind die dann vielleicht doch böser?
Recht traurig, dass man das einigen hier noch erklären darf. Mich hat das schon heute früh an die Kant-Definition der Aufklärung erinnert, dass einige hier wohl auch in einer Art "selbst verschuldeten Unmündigkeit" stecken und über ihren Teller-, korrigiere: Monitorrand nicht hinaussehen können. Dann ist eben alles, was drin ist, gut und in Ordnung und alles außerhalb kann einen gefälligst mal am Allerwertesten...am besten per WebCam und YouTube. Ihr meint also, zu wissen, was wie gut für euer Leben ist und ob man irgendwie geistigen Reichtum überhaupt braucht?! Ist das nicht genauso arrogant, wie dem Papst vorzuwerfen, er wüsste es nicht? Und damit hier nicht ständig dieselben Pseudoargumente herausgekramt werden:
1. Die Kreuzzüge waren primär eine Konteraktion gegenüber den Muslimen, die seit Mitte des 7. Jhds. alles Land unterhalb des Mittelmeeres in ihre Kontrolle erobert hatten (und wer ein klein wenig Mohammeds Vorgehensweisen kennt, wird auch eher einsehen, dass dort wesentlich mehr (politischer) Pragmatismus herrscht als z.B. im NT) und, von den heiligen Stätten in Jerusalem abgesehen, bestimmt noch weiter nach Norden marschiert wären. Karl Martell hat sie zuvor in Frankreich (!)* zurückgeschlagen, drastisch (und ein wenig gewagt, gebe ich zu) formuliert könnte man sagen, dass ihr ohne die Kreuzzüge wahrscheinlich gerade alle beim Beten in der Moschee knien und nicht am gemütlichen Computer sitzen würdet.
2. Die Inquisition war dazu da, häretische Triebe der Kirche zu stutzen. Wer Ecos Name der Rose gelesen hat, kennt einige "tolle" Auswüchse davon. Die folgenden Hexenverbrennungen liefen, wie ich mal gelesen habe, der Kirche nach und nach aus dem Ruder und der wütende Mob drehte sein eigenes Ding (natürlich im Glauben, etwas Gutes zu tun). Bei mittelschweren Bierzeltgelagen, so meine ich, kann man dieses Köcheln noch spüren. Vielleicht bin ich aber zu internettu...interlek...intellektuell. Unabhängig davon hat die Kirche heutzutage keinen materiellen Nutzen mehr von solchen Weisungen, warum sollte sie also gegen die Vernunft und eine objektive Wahrheit arbeiten?
* nein, nicht Spanien, nebenbei, das Wissen hatte ich zu allererst aus Age of Empires II, soviel zu einem MÖGLICHEN Bildungsgehalt!