also mal ganz ehrlich.
Die gescheiterte "Phantom" Konsole von Infinium Labs, die damals schon im Keim erstickt wurde, hatte das gleiche Prinzip, auf das es jetzt mittlerweile hinausläuft. Ein Endgerät, mit dem Games aus dem Netz gestartet werden können.
Damals wurde das Gerät auch vom Konzept her von den Gamern belächelt, von einigen Geldgebern aber mit Interesse verfolgt. Sie war einfach ihrer Zeit voraus, es war der falsche Zeitpunkt für so einen Schritt, die Firma musste Konkurs anmelden.
Die PSPgo ist ähnlich, aber Sony ist nicht auf diese Hardware allein angewiesen, sie haben ein größeres Portfolio. Dennoch ist die PSPgo auch noch nicht das, was die Käufer wirklich haben wollen.
Da würde ich mir als Videospieler so vorkommen wie die Leute in den Krankenhäusern, die mit so einem Gestell rumlaufen, aus dem alles mögliche an Nahrung intravenös zugeführt wird. "Am Tropf hängen" quasi.
Beim iPhone bemerken die Leute den "Allherrschaftsanspruch" noch nicht so sehr wie bei Sony mit der PSPgo, weil Apple vielen Entwicklern einen relativ problemlosen Zugang zur Plattform bietet. Sony ist da restriktiver.
Homebrew ist beiden Anbietern ein Dorn im Auge.
Wenn beie Plattformen modifiziert werden dürften, dann wäre einiges mehr an Software verfügbar. Schade, dass man so viele Dinge komplett aussperrt.
Die Anbieter hätten am liebsten die volle Kontrolle. Vielen Menschen sind diese Gängelunsmechanismen noch nicht so recht unangenehm aufgefallen, daher wird sich das schleichend weiter verbreiten. Die Leine, an der die Publisher einen halten wollen, die wird immer kürzer. Eine Entwicklung, die mir gar nicht gefällt. Aber auf mich kommt es eben nicht an.
Wenn man sich anschaut, was alles gekauft wird und wieviel Müll dabei ist, dann sieht man doch dort bereits, dass die informierten Spieler hier schon längst keinen Einfluss mehr haben, wenn sie ihn jemals hatten. Aber es haben eben auch die weniger gut informierten eine Stimme, dann wird in Zukunft das Hobby "Videospiele sammeln" leider von denen bestimmt. Dann kann man entweder nur weiter Aufklärung betreiben oder bei diesem Treiben nicht (mehr) mitmachen.