Altersfreigaben: Neues Spielerating nimmt erste Hürde
Industrie Gremium verabschiedet "A-ss rating" für absolut miese Spiele.
Man fühle sich den Spielen sehr verbunden, sei sich der Tragweite sehr bewusst und habe sich ebenfalls eingehend mit Spielen sowie deren Effekt auf den Endkunden und Verbraucher befasst. Das Rating Board der Spieleindustrie erklärte, dass eine neue Einstufung mit sofortiger Wirkung in Kraft trete und in die Riege der derzeitigen Freigaben mit aufgenommen werde.
Das sogenannte "A-ss rating" (für ASS, also schlicht und einfach: Spiele, die Schrott sind) werde dem Endkunden und Verbraucher dabei helfen, die Art von Spielen zu identifizieren, die einen Inhalt haben, "der für Personen mit niedrigster mentaler Kapazität geeignet sein könnte". Titel in dieser Kategorie könnten beispielsweise Humor von solchen Größen wie Jackie Mason enthalten oder Gags, die von Zeppo Marx oder seinem unehelichen Sprößling, Belden Marx, stammten und schon sehr viel früher genutzt wurden.
Den Ausführungen eines Mitglieds des Gremiums zufolge verblasse sogar die Darstellung von Sex in Videospielen, von explodierenden Eingeweiden oder blutenden Zombies gegenüber dem schieren Stumpfsinn und der gähnenden Langeweile solcher Produkte, die dann auch verdienterweise das Label "A-ss" verpasst bekämen.
partykillers Meinung:
Man merkt den Ausführung des Board Mitglieds an, dass wohl sehr viel Emotion im Spiel gewesen sein muss, anders sind diese harschen Worte wohl kaum zu erklären. Vermutlich haben gewisse Produkte einfach zu viel Unmut verbreitet und auf sich gezogen, dass man nun in die Offensive ging und diesen Schritt wagte.
Sehr mutiger Schritt des Rating Boards, was sich damit gewiss einige Feinde machen wird. Aber für den Verbraucher sicher eine gute Orientierungshilfe, wenn man tatsächlich die echten Softwaregurken vorher aussortieren kann. Für die Spielehersteller könnte das Ganze einen erzieherischen Effekt haben, da man nun davon ausgehen darf, dass man wirklich als gebrandmarkt dasteht, wenn man minderwertige Qualität anbietet.
Die Filmindustrie ist ja bereits soweit, dass für die schauerlichsten Machwerke die "Goldene Himbeere" verliehen wird, warum sollte man nicht auch in der Spieleindustrie einen ähnlichen Weg einschlagen?
Könnte wirklich den Effekt haben, dass man sich mehr Mühe gibt und potentiell miese Spiele lieber gar nicht erst herausgibt aus Furcht oder Respekt vor diesem "Antilabel".
Eine sehr interessante Art von Verbraucherschutz, vor allem sehr ehrlich. Mal schauen, ob dieses Beispiel nicht Schule macht?!
http://www.gamespot.com/news/6146940.html