Ich hab mir Gras nie angetan (nur durch passiv einatmen), kann bei der Diskussion um die Schädlichkeit also nur begrenzt mitreden. Die Leute, die beim häufigen Graskonsum geblieben sind und jetzt in meinem Alter sind, sind allerdings oft schon ziemlich verplant und Gleichgültig. Einer ist ganz eindeutig paranoid geworden. Außerdem ist Cannabis x-mal schädlicher für die Lungen und Nerven. Und die meisten haben meines Wissens keine Lust auf abgefaulte Füße mit 50. Gras ist allerdings auch eine ziemliche Kinderdroge. Wenn man mit Anfang 20 noch nicht davon los ist, dann wird man meist ziemlich belächelt, hab ich festgestellt. Die meisten probieren es halt aus, rauchen es dann hier und da in Gesellschaft auf Partys und sind dann recht schnell wieder damit durch.
Angeblich haben die Niederlande ja große Erfolge bei der Legalisierung gehabt. Wenn ich an meinen Freundeskreis vor 5 Jahren zurückdenke, dann ist es für mich auch schwer vorstellbar, dass in den Niederlanden mehr Leute kiffen, als hier. Das kann man mit der Prohibition Anfang des letzten Jahrhunderts vergleichen. Der Verbot von Alkohol hat da einen riesigen Schwarzmarkt, kontrolliert von den übelsten Gangstern, entstehen lassen. Die haben die Prohibition ja auch ganz schnell abgeschafft. Der Schwarzmarkt für Cannabis würde sich bei einer Legalisierung zumindest auch auflösen.
Mich würde mal interessieren, wie es aussehen würde, wenn man Gras in D legalisieren würde und dazu dann massive Aufklärungsarbeit in den Schulen starten würde. Bei Zigaretten hat man ja auch Erfolge. Rauchen gilt bei immer mehr jugendlichen als uncool.
Ich für meinen Teil bleib lieber bei meinem 6er Becks. Hab aber letzte Woche erst mal wieder gemerkt, wie gemein Alk werden kann, wenn man zu viel davon hat. Ich trinke sonst nicht viel, aber es gibt ja immer diesen einen Tag im Jahr, bei dem man sich übernimmt. Wir hatten Besuch und eine Kiste Krom + 2 Sixer Becks und als die leer waren, kam mein Mitbewohner noch mit 2 Pullen Wein an, von denen ich aus irgendeinem Grund eine Pulle fast allein weggetrunken habe. Das letzte, was ich von dem Abend weiß, ist, wie ich mir ein Glas Wein einschänke - ich hatte am nächsten Morgen dieses Bild noch vor Augen. Naja, ich bin da wohl irgendwann kurz darauf aufgestanden - oder hab es zumindest versucht - und bin ganz dezent auf den Tisch im Wohnzimmer geknallt, der natürlich voller Bierflaschen stand. Die Nachbarn haben von allen 3 Seiten gegen die Wände geklopft und ich bin einfach liegen geblieben und hab andauernd gelallt "is doch egal, is doch egal".

Ich werd jetzt noch damit aufgezogen. Jaja, Kinners. Lasst die Finger weg von zu viel Alk. Das kann böse enden.

Ich weiß sowieso nicht, wie die Leute das durchhalten, die jedes Wochenende 2x so ein Komasaufen machen. Ich werde mindestens bis Mitte April Alkohol nicht mal mehr mit dem Arsch angucken und dann schön zu meinem Sixer zurückkehren. Aber kein Krom mehr.
