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Kolumne: Die Telekom baut das Netz aus, um es drosseln zu können

Ich könnte mir vorstellen das die Kabelanbieter nicht mitziehen. Die haben ja ein eigenes Netz und können die Chance nutzen massig Neukunden zu gewinnen.
 
Ich könnte mir vorstellen das die Kabelanbieter nicht mitziehen. Die haben ja ein eigenes Netz und können die Chance nutzen massig Neukunden zu gewinnen.

Die Kabelnetze sind unter Umständen noch wesentlich schlimmer dran weil die Technik dahinter wesentlich störanfälliger ist. Wer beispielsweise in Mietshäusern mit mehreren Parteien wohnt indem die Leitungen oft vor Jahrzehnten verlegt und von einer Wohnung zur nächsten weitergeführt wurden, der kann teilweise schon nicht mehr ins Netz wenn sein Nachbar gerade ein Dauertelefonat führt.

Kabel Deutschland hat übrigens in seinen Verträgen eine Drosselung ab 10GB pro Tag vorgesehen, wer hier und da mal ein Spiel heruntergeladen oder auch nur ein paar Demos auf seine Konsole gezogen hat, der weiß wie schnell diese 10GB erreicht sein können. Wirksam wird die Drosselung laut Kabel Deutschland derzeit wohl erst ab 60 GB, das heißt aber nicht das es technisch keine entsprechende Möglichkeit gäbe. Wie gesagt, vertraglich ist schon heute alles entsprechend geregelt.
 
Also eine Drosselung nach 10 GB pro Tag für den Rest des Tages ist immer noch verschmerzbarer als eine Drosselung für den Rest des Monats wie die T-Com es plant.
 
Früher hatte die Telekom auch einen sozialen Auftrag. Einen Telefonanschluß kannst Du Dir für die pauschelen 100 Euro auch nach Hintertupfingen in Deinen Schrebergarten legen lassen. Die Politik hatte festgestellt, das eine super ausgebaute Infrastruktur ein wichtiger Wettbewerbsvorteil für das ganze Land ist.

Seit DSL soll das ganze nun nicht mehr gelten - siehe den nicht vorhandenen Netzausbau in ländlichen Gebieten. Die nordeuropäischen Nachbarn lachen sich tot über das Internet 3. Welt-Land BRD.

Leider wird sich die Regulierungsbehörde nicht einschalten, solange schwarz/gelb an der Macht ist (also die nächsten fünf Jahre).
 
Als Dsl Kunde würde ich denen dann mal Vorschlagen, was sie davon halten würden meine monatlichiche Zahlungen je nach budgetlage zu überweisen. Jeder muss die Verträge einhalten das gilt auch für die Affen von der Telekom.
 
Früher hatte die Telekom auch einen sozialen Auftrag. Einen Telefonanschluß kannst Du Dir für die pauschelen 100 Euro auch nach Hintertupfingen in Deinen Schrebergarten legen lassen. Die Politik hatte festgestellt, das eine super ausgebaute Infrastruktur ein wichtiger Wettbewerbsvorteil für das ganze Land ist.

Seit DSL soll das ganze nun nicht mehr gelten - siehe den nicht vorhandenen Netzausbau in ländlichen Gebieten. Die nordeuropäischen Nachbarn lachen sich tot über das Internet 3. Welt-Land BRD.

Leider wird sich die Regulierungsbehörde nicht einschalten, solange schwarz/gelb an der Macht ist (also die nächsten fünf Jahre).

Ich denke bei aller Diskussion sollte man nicht unerwähnt lassen das mindestens 3/4 der Bevölkerung mit den geplanten 75GB für 16 Mbit Anschlüsse locker auskommen dürften. Wenn ich von mir persönlich ausgehe, dann gehöre ich schon eher zu den überdurchschnittlichen Internetnutzern. Ich nutze gelegentlich VoD Plattformen, die jedoch spätestens aufgrund des fehlenden Surroundklangs keine wirkliche Alternative zur Blu-Ray darstellen, auch lade ich hier und da mal eine Demo herunter. Ansonsten halt das übliche, Mailabruf, Internetsurfen und was man halt so macht. Trotz alledem bin ich laut der Auskunft meiner Fritzbox selten mal über 50GB im Monat und das ist dann schon eher viel.

Sicher gibt es Leute die die 75GB innerhalb einer Woche erreichen und sicher stellt sich auch die Frage inwiefern es gerechtfertigt ist dieser kleinen Menge an Leuten dann die Bandbreite zu reduzieren, aber unterm Strich wird es sich wohl nur um eine eher kleine Minderheit handeln die das überhaupt bemerken wird.

In gewisser Weise muss man aber natürlich auch feststellen das die Telekom hier mit zweierlei Maß misst. Die Drosselung wird im Grunde ja damit begründet das die Leitungen geschont werden müssten, gleichzeitig aber werden Entertaininhalte ebenso wenig aufs Volumen angerechnet wie Internettelefonie über Telekomdienste. Da könnte man sich jetzt natürlich die Frage stellen warum beispielsweise Maxdome oder Lovefilm die Leitungen stärker belasten wie die Telekom selbst. Würde jeder 16Mbit Nutzer Entertain nutzen, würden die Leitungen wahrscheinlich in der Tat schon heute zusammenbrechen, die Drosselung wird da wohl kaum etwas bewirken.


@FirstGen

Die Verträge werden ja eingehalten, die Drosselung betrifft nach derzeitigen Planungen ja nur Neukunden. Für Bestandskunden wird sich vorerst nichts ändern, wahrscheinlich weil man weiß dass das rechtlich problematisch werden könnte. Bei Neuverträgen hingegen können entsprechende Klauseln eingetragen werden, wer das dann unterschreibt als Kunde hat dann eben selbst Schuld.
 
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Also eine Drosselung nach 10 GB pro Tag für den Rest des Tages ist immer noch verschmerzbarer als eine Drosselung für den Rest des Monats wie die T-Com es plant.

Bist du verrückt :D Hab letztens Max Payne 3 bei Steam gezogen und es waren glaube ich 25gb :D Da müsste ich ja 3 Tage lang ziehen :D

nene, ohne mich
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An Tankstellen, Supermarktkassen und bei Amazon kann man sich passend zur Einführung der Drosselung PrePaid-Volumen-Karten kaufen. 25GB für 5€, 50 für 10€, usw. usf.
 
An Tankstellen, Supermarktkassen und bei Amazon kann man sich passend zur Einführung der Drosselung PrePaid-Volumen-Karten kaufen. 25GB für 5€, 50 für 10€, usw. usf.

Nee das wird viel lustiger, 5 Minuten vor Ende einen spannenden Thrillers oder in der entscheidenen Phase eines Fussballspiels (z.B. Dortmund - Malaga ) kommt eine Einblendung "Sehr geehrter Kunde, ihr monatliches Inklusivvolumen ist leider aufgebraucht..." :D
 
Die Telekom kann jederzeit die aktuellen Verträge innerhalb der Fristen einfach kündigen und den Kunden gleichzeitig neue Verträge anbieten. Genau so hat es mein Provider vor einigen Monaten bei mir gemacht. Zudem haben sie die Drosselung schon längst in aktuelle Verträge mit aufgenommen, nur technisch noch nicht umgesetzt.

Ich gehe ja vom Schlimmsten aus und befürchte, dass alle Provider dem Beispiel folgen werden, ist schließlich eine herrliche Maßnahme um Mehreinnahmen zu generieren und die eigenen Angebote zu pushen. Auf unser aller Hobby wird das massive Auswirkungen haben, denn so Dinge wie die Cloud oder die ganzen Entertainment-Angebote auf Konsolen werden dadurch verdammt teuer und unattraktiv. Da aber sogar die Mainstream-Medien gespannt haben, dass die Telekom damit ja auch ihre Mediatheken usw. ausbremsen will, hege ich doch noch einen Fünkchen Hoffnung genug Druck auf den Gesetzgeber ausüben zu können, der endlich die Netzneutralität gesetzlich verankern muss.

Denn Faktum ist ja, dass es an den Kapazitäten im Netz nicht liegen kann, weswegen die Telekom drosseln will. Wäre dem nämlich so, müsste das Netz ja regelmäßig zu Beginn eines Monats, wenn alle wieder die volle Geschwindigkeit abrufen könnten, kollabieren. Dann würde auch kein Entertain mehr funktionieren etc. Zum Ende eines Monats hingegen gäbe es Überkapazitäten. Demnach wäre also eine Drosselung, wie sie die Telekom plant, totaler Blödsinn. Technisch würde es viel mehr Sinn machen in Zeiten hohen Aufkommens alle Leitungen leicht zu drosseln, damit alle an ihre Daten kommen. Die Telekom geht aber offensichtlich davon aus, dass sie auch zukünftig genug Kapazitäten hat um auch am Anfang eines Monats alle Kunden bedienen zu können.

Davon abgesehen, habt ihr in euren Routern schon mal nachgesehen, wie hoch euer monatliches Datenvolumen ist? Was die Telekom da fabuliert, von 15 bis 20GB durchschnittlichen Verbrauchs im Monat, ist absolut realitätsfern. Noch dazu unter dem Gesichtspunkt, dass das Datenaufkommen sich bis 2016 vervierfacht, wie die Telekom selbst sagt!
 
@Pit

Aber kommt es nicht drauf an, wann der Anfang eigentlich beginnt ? Ich meine vom Vertrag aus. Manche am 1. oder 15. eines jeden Monats, je nachdem wann der Vertrag abgeschlossen wurde und abgerechnet wird ?
 
Davon abgesehen, habt ihr in euren Routern schon mal nachgesehen, wie hoch euer monatliches Datenvolumen ist? Was die Telekom da fabuliert, von 15 bis 20GB durchschnittlichen Verbrauchs im Monat, ist absolut realitätsfern. Noch dazu unter dem Gesichtspunkt, dass das Datenaufkommen sich bis 2016 vervierfacht, wie die Telekom selbst sagt!

Letzten Monat hatte ich wie schon erwähnt etwa 50GB, hab über Ostern aber auch gut gezockt und im Urlaub hier und da mal was über Maxdome geschaut. Ich persönlich könnte Stand heute wohl mit den 75GB ganz gut hinkommen.

Wie gesagt, alleine dadurch das Maxdome & Co. keinen Dolby Digital Sound anbieten und auch von der Bildqualität her die Blu-Ray für mich vorne liegt, nutze ich derartige Angebote eigentlich nur wenn ich gerade mal zu faul bin zur Videothek zu laufen oder die bereits zu hat. Steam Nutzer könnten da schon eher Probleme bekommen denke ich. Unterm Strich muss man aber auch sagen das die Drosselung wie sie derzeit geplant ist, nur einen kleinen Teil der Bevölkerung wirklich treffen würde. Denn auch wenn es sich die wenigsten hier wahrscheinlich wirklich vorstellen können, nicht jeder ist 10 Stunden am Tag am zocken, nicht jeder hängt den ganzen Tag auf Facebook, Youtube & Co. herum und nicht jeder bezieht seine Games ausschließlich online.

Wenn die Telekom von 15-20GB durchschnittlichen Datenvolumens ausgeht, dann denke ich persönlich dass das durchaus so hinkommen könnte. Zumal ja auch nicht jeder die schnellen Anschlüsse mit 16Mbit aufwärts bekommt, mit Bandbreiten darunter muss man für derartige Datenmengen aber seehr lange warten.

Mich persönlich stört auch eher weniger die Drosselung selbst sondern vielmehr die Ungleichbehandlung verschiedener Dienste. Die Telekom plant eigene Angebote nicht in die Volumenberechnung mit einzubeziehen, dadurch entsteht ein Wettbewerbsvorteil gegenüber Maxdome & Co. bei dem die Behörden meiner Meinung nach eingreifen sollten. Im Grunde fehlen hier ja auch die Argumente, die Telekomdienste belasten die Leitungen ja nicht weniger als andere Anbieter.
 
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