Ich will ja keine Werbung machen, aber zu dem Thema empfehle ich ein nettes kleines Büchlein mit dem Titel "Schönes Leben noch!", written by Harald Fränkel, seines Zeichens Redakteur der PC Action. Das Buch ist so herrlich grottig, dass es schon weieder geil ist!
Hier eine Leseprobe:
"Jetzt pass auf du Schwein, dir geht das Alibi ab! Oder etwa nicht?" Der Kommissar schlug mit der Faust auf den Tisch. "Außerdem hat Schmidt gesehen, wie du drei Männer mit dem Messer aufgeschlitzt hast."
Während er brüllte, tanzten zwischen den Mundwinkeln feinen Speichelfäden. Gunter Eckstein galt in der Polizei- und Verbrecherkreisen als harter Hund. Und das zeigte er dem 38-Jährigen Verdächtigen mit aller Macht
"Herr Schmidt muss sich getäuscht haben", sagte der Mann der in Hand- und Fußfesseln an dem kleinen Tisch saß. "Um Gottes Willen, mein Nachbar ist 93 Jahre alt, ich weiß nicht was er da gesehen hat. Ich habe kein Counterstrike. Außerdem, es ist nur ein Spiel, das sind keine Menschen, was soll das?"
Die Schweißtropfen auf Harry Fenkels bis auf einen Mohikaner kahl geschorenen Schädel zitterten wie Kaninchenbabys in einer Schlangengrube.
"Hey Freundchen, wir schreiben das Jahr 2008 und es ist seit einem Jahr verboten, Killerspiele zu besitzen oder gar zu spielen, also komm mir nicht frech. Du schwitzt. Du hast Angst. Ich schwör dir, dazu hast du auch Grund. Ich krieg dich wegen Hehlerei von brutalen Spielen dran und dann wirst du dir wünschen, nie geboren worden zu sein!"
Lebenslänglich mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Das Gerichtsurteil hatte Harry getroffen wie ein Vorschlaghammer. Da stand er nun in der Zelle. Als der Neue, wie auf einem Präsentierteller vor seinen neuen Lebensabschnittsgefährten. Rechts leckte sich ein gewaltiger Fleischberg die Lippen, als freue er sich auf die erste gemeinschaftliche Dusche. "Na Alter? Ich bin Hubert. Hab zehn Jahre gekriegt. Musste einen Profiboxer killen, weil er mit meiner Freundin gesprochen hat." zischte der Muskelberg gefährlich. "Der da drüben", Hubert deutete auf einen kleinen, drahtigen Kerl, der sogar im Gesicht und am Schädel tätowiert war, "das ist Torben. 15 Jahre für dreifachen Mord. Die Mädels wollten ihn beim Strippoker bescheißen!" Hubert lachte rau. "Und der auf dem Bett ist Ferdinand." Der Farbige sprang auf, grinste und ließ eine Reihe von elfenbeinweißer Zähne blitzen. "Bankraub. Dummerweise ist mir die GSG 9 in die Quere gekommen. Musste alle umlegen. Und? Warum bist du hier, süßer?" Harry musste schlucken. "Ich bin unschuldig..." Durch die Zelle tönte schallendes Gelächter. "Mann das sagen alle", gluckste Torben. Harry senkte den Kopf. "Na gut ist eh schon alles egal... Ich habe lebenlänglich, wegen Counterstrike..."
Hubert, Torben und Ferdinand wichen beinahe zeitgleich einen Schritt zurück, fast wie bei einer Choreografie. "Fuck, Alter! Ein Killerspiel-Spieler", jaulte Tattoo-Torben. In den Gesichtern der Männer spiegelte sich Angst. Nein, Panik sogar. "Oh Gott, ich muss hier raus", flüsterte der riesige Hubert mit brüchiger Stimme. "Mit einer fast perfekt ausgebildeten Amokmaschine in einer Zelle..."
Eine Träne verließ sein rechtes Auge.