@ skylined
Das es eine andere Gewichtung zwischen Tötung und Vergewaltigung gibt ist nicht von der Hand zu weisen. Ich glaube aber in Kategorien wie "schlimmer" und "weniger schlimm" darf man hier nicht denken.
Provokante Gegenthese zum Nachdenken: Wer tot ist ist tot und hat es hinter sich, wer vergewaltigt wurde, dem (bzw. meist der) steht in der Regel ein lebenslanges seelisches Martyrium bevor. Und in Punkto Todesstrafe: Was ist das eigentlich grausame daran? Die Hinrichtung selbst oder das mitunter 10 oder 15 Jahre lange Warten auf die Hinrichtung?
Nur damit mich niemand falsch versteht: Ich lehne das eine (töten) wie das andere (vergewaltigen) kategorisch ab!!!
Und was die abgeleitete Bedeutung aus der rechtlichen Betrachtung betrifft noch ein kleiner Einwand: Es ist fakt, das z.B. in Deutschland Eigentumsdelikte wie z.B. Einbruch sehr häufig zu längeren Haftstrafen führen, als z.B. schwere Körperverletzungen bis hin zum Totschlag. Von daher stehe ich Deinem Argument eher skeptisch gegenüber.
Jetzt noch kurz ein Punkt, um das Ganze doch wieder auf die spielerische Ebene zu bringen:
Töten im Spiel ist für mich immer dann aktzeptabel, wo der virtuelle Gegener mich seinerseits mit dem Tod bedroht. In der Regel ist das in Spielen ja so und alles andere, sprich die Tötung Unbeteiligter finde ich auch inaktzeptabel. Im Übrigen entspricht das dann auch wieder der Realität, denn wenn mann wie von Dir angesprochen die Tötung schlimmer findet als die Vergewaltigung, dann relativiert sich das doch in erheblichem Maße, wenn mann eventuell jemanden tötet der einen selbst mit dem Tod bedroht, man also in Notwehr handelt!