Also versteht meinen ersten Kommentar nicht falsch: Ich hab auch nix dagegen, mich in einem Spiel etwas schmutzig zu machen und es gehört ja teilweise auch zum Spiel (siehe bspw. Resident Evil).
Doch wenn ich einige Kommentare hier so lese kann ich nur hoffen, dass das kein "Killerspiel"-Gegner liest. Denn er würde nur noch darin bestätigt, dass die Jugend bzw. junge Erwachsene immer mehr durch "Killerspiele" abstumpfen.
Und wie soll man Nicht-Spielern klar machen, dass wir einfach nur normale Menschen mit einem normalen Hobby sind, wenn aus der Spielerschaft immer wieder der Schrei nach noch mehr Blut- und Gore-Effekten bei jeder Gelegenheit zu hören ist??
Ich zieh da mal wieder Vergleiche zu "Horrorfilmen". Während es in richtig guten Horrorfilmen früher nicht nötig war, alles im Detail zu zeigen, wird einem heute fast alles - im wahrsten Sinne des Wortes - auf dem Silbertablett serviert und bis ins kleinste Detail gezeigt. Das solch ein Weg eine Gesellschaft verändert (im negativen Sinne), dürfte klar sein.
Und noch was zum Thema "Abstumpfung": Ich war echt geschockt, wie ich jetzt schon in mehreren Diskussionen nach dem Winnenden-Amoklauf gehört habe, dass viele Menschen in unserer Gesellschaft mit Opfern inzwischen schon kein Mitleid mehr wie früher haben, sondern "Opfer" als Schwächlinge sehen, da sie nicht in der Lage waren, sich zu wehren. Was für eine Gesellschaft ist das dann bitte?
Bin mir bewusst, dass es einige (oder viele?) hier geben wird, die sich jetzt auf den Schlips getreten fühlen, aber Blut und Gore-Effekte hin oder her - alles sollte irgendwann mal seine Grenzen haben.