rossi
Bekanntes Gesicht
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politicus hat folgendes geschrieben:
Es gibt viele Gründe für die Zunahme der Brutalität, u.a.:
Eltern haben kaum noch Zeit für ihre Kinder (vor allem wenn beide berufstätig sind) und sind von der Arbeit schon so gestresst, dass der Umgangston in der Familie schon meist sehr zu wünschen übrig lässt. Man hat einfach kaum noch Zeit und Geduld für die Kinder.
Die Lehrer sind überfordert (zu große Klassen usw.), schlecht ausgebildet (kaum Pädagogikstunden, viel Theorie und kaum Praxis) und deshalb meistens auch völlig demotiviert. Sie spielen aber nun einmal bei der Erziehung der Kinder und Jugendlichen eine große Rolle.
Zwei Sachen:
1) Du beschreibst trefflich, wie die Familie als Keimzelle der Gesellschaft zerstört und ausgehebelt wird. Ich gebe Dir völlig recht!
2) als ich war auch in Klassen mit 32 oder 33 Schülern. Also laß ich diesen Mist mit zu großen Klassen nicht gelten. Aber m.E. ist es völlig aber auch völlig falsch gedacht, wenn man die Prämisse aufstellt, daß Lehrer einen großen Anteil an der Erziehung haben. Nix da. Ich will nicht, daß meine Kinder von mir völlig fremden Menschen erzogen werden. Erziehung gehört EINZIG UND ALLEIN in die Hände der Eltern! Seinen Hund gibt man ja auch nicht fremden Menschen und sagt: "Erzieh mal"
Aber wir leben eben in einer Gesellschaft, die es liebt den einfachsten Weg, nämlich den des geringsten Widerstandes zu gehen. Genauso wie die Eltern scheinbar verlernt haben das Wort "Nein!" in die Erziehung einzubeziehen, ist es halt einfacher die schwierigen Fragen der Erziehung selbst in die Hand zu nehmen.
Zu dem verlernen des "Nein" das meiner Meinung nach beste Beispiel: Vor dreissig Jahren, wenn meine Eltern mit mir und meinem Bruder essen gegangen sind, wäre uns nicht eingefallen durch das Restaurant zu rennen und andere zu stören. Wenn es uns eingefallen wäre, hätten es meine Eltern verboten. Wir haben gelernt andere zu respektieren und nicht zu stören. Wenn Du Dich heute darüber aufregst, bist Du der Böse. (ich mach es trotzdem)
Eine Gesellschaft, die immer in Eile ist, in welcher man nur durch den Einsatz der Ellbogen weiter kommt, die außerhalb der Arbeit nicht mehr mit Lärm (in dem Fall „Kinderlärm“) belästigt werden möchte, bringt nicht die Geduld und das Verständnis für Kinder und Jugendliche auf. Wir leben heute in Deutschland in einer kinderfeindlichen Gesellschaft, die nicht einmal genügend Spielplätze bietet, weil die Nachbarn ihre Ruhe haben möchten.![]()
Ich halte Deutschland nicht für kinderfeindlich. Die Kids haben doch alle Freiheiten der Welt heutzutage. Wo gibt es denn Einschränkungen? Die zickigen Nachbaren haben doch früher auch schon immer Rabbatz gemacht, wenn wir zu laut waren.




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