Das mit der Angabe der Notwendigkeit eines Onlinepasses bei Gebrauchtspielen geht i.O., wobei es auch sicherlich viele geben wird, die auf sowas bei Singleplayer-fixierten Spielen wie Uncharted 3 z.B. nur bedingt achten. Die daraus folgende Preissenkung ist für Gebrauchtkäufer natürlich auch von Vorteil.
Lizenzgebühren für Reseller zu bewilligen halte ich für fatal, das könnte einen Präzedenzfall für sämtliche andere Marktbereiche als nur Viedeospiele schaffen; welche Verteuerung das für den Käufer hätte will ich mir gar nicht erst vorstellen. GameStop ist aber sicherlich kein Engel auf dem Markt, welchen man auch Grenzen aufzeigen muss, daher finde ich die Klage vorerst okay...
Anders würde es bei Folgeklagen aussehen, wenn man immer einen Schritt weiter und weiter den Gebrauchtmarkt versucht einzudämmen. Denn nur darum geht es hier (wenn auch nicht ganz offensichtlich bei der ersten Klage); man fängt mit einer unscheinbaren und erfolgsversprechenden (und möglicherweise nicht ganz unberechtigten) Klage an, dann der nächste Schritt usw. bis man letztendlich dem Gebrauchtmarkt ganz den Hahn zudreht.
Gut, das ist natürlich ein rein hypothetisches Zukunftsszenario was hoffentlich nie eintritt, aber so wie die Publisher in letzter Zeit in diesem Thema vorgehen würde mich das keineswegs wundern. "Baron & Budd" handeln sicherlich im Auftrag eines Publishers und nicht weil der Sohnemann 5 Scheine zu viel für ein Spiel gezahlt hat. Und wer weiß wie die nächste Konsolengeneration aussieht? (siehe PS4-Gerüchte)... Möglicherweise werden solche klagen gar nicht notwendig sein und das erledigt sich in einem Jahrzehnt ganz von selbst. Aber ich hoffe stark, dass die Gamer und Käufer diesen Scheiß nicht mitmachen und ein Zeichen setzen wie bei der PSP Go. Die Konzerne brauchen auch ihre Lektion.