Ich zocke die Games auch sehr viel lieber in Englisch, in Deutsch kommen sie mir fast schon minderwertig vor.
Vermutlich ist Englisch bei mir auch irgendwie erste Sprache, obwohl ich in Deutschland geboren bin.
Aber in den Achtzigern war es so, dass Deutschland ein großer Markt war, der viel Umsatz brachte, da wurden Adventures und Rollenspiele komplett eingedeutscht, nur kleinere Firmen haben keine Komplettlokalisierungen vorgenommen.
20 Jahre später hat sich an dem Englisch-Problem der Deutschen immer noch nicht viel geändert, obwohl die Internationalisierung ein wichtiges Thema ist. Mittlerweile ist aber der deutsche Umsatz hinter dem der Briten und dem der Franzosen. Den im Verhältnis kleineren Markt zu bedienen macht für die Distributoren und Hersteller gar keinen Sinn, vor allem nicht bei so "Nischentiteln".
Wenn EA seine FIFA, NFS oder Burnout Teile an den Mann oder die Frau bringen will, dann wird eingedeutscht, weil der deutsche Markt diese Titel eben wie bescheuert kauft, sich also der Lokalisierungsaufwand auch rechnet.
Disgaea kam eher in kleiner Auflage raus, war eher ein Experiment, daher auch kein großer Aufwand für eine Eindeutschung.
Wer ein echter Zocker ist und sich für Spieleperlen interessiert, der schaut auch über die Grenzen hinaus und eignet sich für sein Hobby zur Not auch neue Fremdsprachenkenntnisse an.
Ich werde nicht davor zurückscheuen, mir notfalls noch Japanisch beizubringen, das ist mir das Hobby wert. Wer es nicht tut, muss leider mit diesem Sprachproblem leben.
Oder es erfindet mal jemand einen Universal-Sprachenkonverter für Games. Oder wie das Ding dann auch immer heißen mag. Dann erledigt sich das u.U. auf diese Weise.
